Ursula Schröder: Vielleicht hilft auch ein Wunder

vielleicht hilft auch ein wunderursula Schröder

Foto: Ursula Schröder

Anna arbeitet im evangelischen Kindergarten, geht fleißig zum Gottesdienst, ja sogar in den Bibelkreis und ist verheiratet mit Lorenz. Seit Jahren bemühen sich beide um ein Kind, aber leider klappt es nicht. Dann geht Lorenz fremd und schon wird er Vater vom Seitensprung und verlässt Anna.

Zum Glück hat die noch Bibi. Ihre beste Freundin hat Ahnung von Zeichen Gottes. Wenn man nur genau hinsieht, schickt Gott die täglich in unseren Alltag, sagt jedenfalls Bibi. Anna sieht diese Zeichen oft nicht und wenn Bibi sie mal wieder auf so ein Zeichen hinweist, dann ist Anna sich oft nicht sicher – ist das nun ein Zeichen oder nicht?

Ursula Schröder geht ein ernstes Thema humorvoll an. Der Story tut dies gut und überlegenswert ist so manch eine Szene.

Gleich mehrere Männer tauchen nun in Annas Bekanntenkreis auf. Für welchen wird sie sich entscheiden? Mein Wunschkandidat hat das Rennen gemacht!

Eheprobleme im christlichen Milieu greift Ursula Schröder humorvoll auf, nimmt das Thema aber dennoch nicht auf die leichte Schulter!

Brunnen, ISBN 978-3-765-51581-1, Preis 14,99 Euro

Ursula Schröder hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Ursula Schröder, gibt man Ihren Namen beim Onlineriesen ein, stellt man schnell fest: “Die Frau schreibt schneller Bücher als andere lesen.” Woher kommen die vielen Ideen?

Als ich erst einmal den Entschluss gefasst hatte herauszufinden, ob ich tatsächlich ein Buch schreiben kann, hatte ich tatsächlich so viele Ideen im Kopf, dass ich mit dem Schreiben kaum hinterher gekommen bin – meine Familie kann ein Lied davon singen. Dann habe ich einen amerikanischen Online-Schreib-Workshop mitgemacht und war ganz erschrocken, was man beim Verfassen eines Romans alles falsch machen kann. Das hat mich dazu gebracht, das Ganze ein wenig langsamer anzugehen und mir mehr Zeit zu nehmen, um eine Geschichte zu entwickeln. Aber ich mache nach wie vor (fast) nichts lieber als meine Figuren in irgendwelche unvorhergesehenen Situationen zu bringen, um sie dann irgendwie wieder da herauszuholen. Inspiration dazu gibt mir das Leben selbst – täglich.

Soeben ist im Brunnen Verlag “Vielleicht hilft auch ein Wunder” erschienen. Anna und Lorenz sind miteinander verheiratet. Seit Jahren wollen beide ein Kind, aber es klappt nicht. Jetzt – nach einem Seitensprung – wird Lorenz mit seiner neuen Flamme Vater und zieht aus der gemeinsamen Wohnung mit Anna aus. Sie gehen das traurige Thema Scheidung mit viel Humor an, warum?

Zuerst mal: weil ich keine Lust habe, traurige Bücher zu schreiben. Ich habe mir von Anfang an die Aufgabe gestellt, auch ernsthafte Themen mit Humor anzugehen (mein großes Vorbild ist Marian Keyes, die das hervorragend kann – sogar ihre eigene Depression kommt in ihrem letzten Roman völlig „un-tragisch“ rüber). Ob es mir gelingt, etwas heiter und doch nicht hohl zu bearbeiten, müssen andere entscheiden.

Der neue Roman ist insofern eine zusätzliche Herausforderung, weil ich es schwierig fand, eine christlich geprägte Themenstellung lustig zu erzählen, ohne mich über den Glauben lustig zu machen. Aber schon seit längerem habe ich mich immer wieder mit der Frage beschäftigt, warum ich über alle möglichen Aspekte des Lebens Bücher schreibe, und der persönliche Glaube wird dabei ausgeklammert. Ich bin seit fast vierzig Jahren Mitglied einer evangelischen Freikirche, seit zwanzig Jahren auch sporadisch als Seelsorgerin tätig, und daher weiß ich, dass es nichts gibt, was nicht auch im christlichen Raum vorkommt. Das hat mich zusätzlich motiviert, diese Geschichte in einem „frommen“ Umfeld anzulegen.

Anna geht fleißig in die Kirche, besucht sogar den Bibelkreis und arbeitet im evangelischen Kindergarten, aber mit den täglichen Zeichen die Gott uns schickt, hat sie so ihre Schwierigkeiten. Ihre Freundin Bibi vermutet manchmal, Anna sieht diese Zeichen überhaupt nicht. Wissen Sie immer, welche Zeichen Gott schickt?

Dann wäre ich wohl ein Prophet. Ich versuche schon, wichtige Fragen immer wieder mit ins Gebet zu nehmen, und hoffe dann auf entsprechende Fingerzeige. Im Nachhinein sieht man ja auch manchmal, wie Gott Dinge geführt hat. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass es nicht für jeden Fall nur eine richtige Lösung gibt (z.B. dass es nicht nur einen Partner auf der Welt gibt, mit dem man glücklich werden kann), sondern dass es immer wieder darauf ankommt, das Beste aus der Lage zu machen. Deshalb interpretiert vielleicht ein Mensch einen persönlichen Tiefschlag als Zeichen dafür, dass hier eine Tür verschlossen wird. Für den anderen ist es eher eine Herausforderung, die es zu überwinden gilt. Wer von beiden hat recht? Ich mag das nicht beurteilen.

Mir gefällt diese Anna, weil sie sich zwar mit der Möglichkeit göttlicher Zeichen beschäftigt, aber ihr Hirn dennoch immer in Betrieb lässt. Auf die gesunde Kombination scheint es anzukommen, ist das richtig?

Vermutlich käme bei mir immer eine Heldin heraus, bei der das so ist. Ich glaube, wenn man von Gott erwartet, dass er einen detaillierten Fahrplan für alle Momente des Lebens hat, dann ist man von vornherein zum Scheitern verurteilt. Worauf es ankommt ist, im Gebet, mit Bibellesen und im Gespräch mit anderen Christen die eigene Haltung zu überprüfen und, wenn es sein muss, zu korrigieren. Ich wollte in meiner Geschichte erzählen, wie das zum Beispiel vor sich gehen kann – und deshalb sind auch Irrwege oder Fehlentscheidungen nicht ausgeschlossen. Wir Menschen sind ja nicht perfekt, und Gott weiß das.

Anna hat mehrere Möglichkeiten, am Ende der Story nicht ohne Mann dazustehen. Den Weg dorthin mitzuverfolgen ist ein vergnügliches Leseabenteuer, erklären Sie bitte unseren Lesern, warum sie sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen sollten.

Ich schreibe Bücher, so wie ich sie selber gern lesen möchte: unterhaltsam und mit Happy-End, aber auch mit etwas mehr Tiefgang als die „hättest-du-das-gleich-gesagt-dann-wäre-das-alles-nicht-passiert“-Schmonzetten, wie man sie manchmal im Fernsehen geboten bekommt. Mein Buch ist weder ein theologischer Leitfaden noch nobelpreisverdächtige Problemliteratur. Wer aber gern mit einem Schmunzeln verfolgt, wie sich jemand durch eine unerwünschte Lebenssituation zu kämpfen versucht, der ist hoffentlich mit diesem Roman gut bedient. Über entsprechende Rückmeldungen freue ich mich übrigens immer – auch, wenn Kritik mit drinsteckt.

Herzlichen Dank für das interessante Gespräch!

Ursula Schröder hält ein signiertes Verlosungsexemplar bereit. Wer also bis Sonntag 20 Uhr seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Nick Vujicic: Freihändig

freihändig

Der Autor des vorliegenden Buches hat weder Arme noch Beine. Schnell mag man mit solchen Leuten Mitleid bekommen, aber wer dieses Buch liest wird zu Nick Vujicic hinaufschauen. Wie der Mann ohne Beine durchs Leben geht ist grandios.

Nach seinem Bestseller “Mein Leben ohne Limits” hat der australische Motivationstrainer nun ein weiteres Buch vorgelegt und genau erläutert, wie jedermann aus noch so einem finsteren Tal wieder herauskommt. Der heute in den USA lebende Vujicic hat zehn beeindruckende Kapitel geschrieben in denen es nicht schlechthin nur um den Glauben an Gott geht. Vielmehr bringt der Autor genauestens formuliert auf den Punkt, worauf es ankommt, will man nicht in Ängsten, Zweifel oder Depressionen enden. Der für mich wichtigste Satz des Buches lautet:

“Einfach zu sagen “ich glaube” reicht nicht. Wer etwas in dieser Welt bewegen will, muss seinen Glauben in die Tat umsetzen.”

Faszinierend ist bei Nick Vujicic, er predigt nicht fromme Floskeln, er erzählt seine Geschichten im kumpelhaften Plauderton und diese wiederum sprechen für sich. So ist er beispielsweise auf Vortragstour durch Mexiko und kurz bevor er zurück in die USA will, teilen ihm die Behörden mit, er könne jetzt nicht mehr einreisen, weil gegen ihn eine Untersuchung läuft. Was der Autor nun beschreibt klingt wie ein Wunder. Lebendiger Glaube und tatkräftige Unterstützung von Freunden sorgten dafür, dass er nach wenigen Tagen bereits wieder einreisen durfte. Die Behörden gingen von frühestens einem Monat aus.

Sehr emotional schildert der Autor seinen Besuch bei Predigerlegende Billy Graham. Zusammen mit seiner Frau besuchte er sein Vorbild. Der über 90 jährige Graham und Vujicic redeten über die Balance im Leben, auf die es ankommt, damit man später im Alter guten Gewissens in den Spiegel schauen kann.

Glaubenshelden wie Nick Vujicic werden dringend in unserer Gegenwart gebraucht. Mit ihrem persönlichen Schicksal sind sie geradezu auserwählt uns zu zeigen worauf es ankommt im Leben!

Brunnen, ISBN 978-3-765-51583-5, Preis 16,99 Euro

Der Brunnen Verlag stellt uns von diesem Titel ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar unter diesem Beitrag bis Donnerstag 20 Uhr postet nimmt automatisch an der Verlosung teil. Viel Glück!

Wer neugierig auf diesen Autor geworden ist, hier gibt es mehr zu erfahren:

http://brunnen-verlag.de/index.php?parent=2&sub=yes&idcat=10&lang=1&idart=19&idau=1007

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Regula Stämpfli: Die Vermessung der Frau

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Foto: Regula Stämpfli (copy: Michael Contes)

Endlich mal ein Buch in dem Klartext gesprochen wird. Die Frau Doktor nimmt kein Blatt vor den Mund. In 15 Kapiteln ihres Buches macht sie klar, dass um unser aller Willen Schluss sein muss mit der Vermessung der Frau. Es geht nicht um Einheit sondern um Vielfalt und es geht darum warum wir Menschen uns gewisse Bilder oder auch Schönheitsideale einreden lassen.

Die Autorin schaut aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf Botox, Hormone und den Irrsinn vieler zum Teil Jahrhunderte alter Fehlentwicklungen. Sie macht mit ihrer klaren Sprache deutlich wessen wir uns berauben wenn wir weiterhin den Weg der Vereinheitlichung gehen.

Anfangs dachte ich, dies Buch sei mehr etwas für Frauen. Bei weiterem Lesen allerdings wurde schnell klar; für Männer ist es ebenso wichtig zu lesen. Es geht in diesem Buch nicht nur um Diäten, “Titten aus Zement” und Frauenmaße, es geht um überholte Frauenbilder und um die Frage wie wir in Zukunft miteinander leben wollen.

Regula Stämpfli nennt alles was sie denkt unverblümt beim Namen. Glücklicherweise ist sie weit entfernt davon eine zweite Alice Schwarzer zu werden. Die angesehene Politphilosophin ist nicht auf Krawall gebürstet, sie zweifelt an längst überholten Denkschablonen und zeigt Wege auf die zu einem besseren Miteinander der Geschlechter führen könnten.

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-06639-4, Preis 17,99 Euro

Regula Stämpfli hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Regula Stämpfli, soeben ist Ihr Buch “Die Vermessung der Frau” erschienen. Thema Ihres Buches sind Frauen, warum sollte Ihr Buch auch von Männern gelesen werden?

Weil wir Menschen und nicht einfach Geschlechtswesen sind. Zudem geht das Thema „Vermessung“ aller menschlicher Zusammenhänge auch die Männer an.

Ich habe mir einfach zum ersten mal erlaubt als Norm die Frau und nicht den Mann zu nehmen, laach. Das erinnert mich an das Schulbuch meines jüngsten Sohnes: Deutschunterricht „Ein Bauer hat eine Frau, zwei Kinder, drei Kühe und ein Schwein“. Selbst mein Kleiner realisierte sofort, dass da irgendetwas nicht stimmt und als ich dies auf Facebook postete, war dies sehr erheiternd. Es ist immer noch so, selbst in der Sprache: Der Mann sieht, die Frau wird gesehen. Der Mann handelt, die Frau wird behandelt. Die Frau fragt, der Mann antwortet (laach, bei uns ist es jetzt grad anders, wir sind aber eine Ausnahme:-). Ich habe als Philosophin mal einfach die Frau als Norm für den Menschen genommen.

Wieso laufen so viele Frauen zum Schönheitschirurgen? Befördern sie damit nicht den Schönheitswahn?

Sind Sie sicher, dass es so viele Frauen sind? Wir hören immer nur aus den Medien, wie die Zahl der Schönheitsoperationen in die Höhe geschossen ist. Überprüft werden solche Zahlen nie, ebenso wenig was unter Schönheitsoperationen verstanden wird. In meinem Buch erkläre ich, dass es nicht um Schönheit oder Schönheitswahn, sondern um das Nachleben einer eigentlichen neuen Religion geht. Die Warenwirtschaft fördert den Warenkörper – also müssen wir alle wie die Gurke einer gewissen Norm entsprechen, wollen wir den gesellschaftlichen Maßstäben genügen (lacht wiederum, heute ist ja grad 25 Jahre EU-Gurkenverordnung, das passt doch).

Woher kommt eigentlich unser angebliches Traumbild einer Frau. Bei Lichte betrachtet, muss sie ja halb verhungert sein und ein Kilo Botox intus haben. In anderen Regionen der Welt gibt es ja völlig andere Bilder von der Traumfrau.

Sie haben völlig recht. Doch sobald die westliche Kultur in einem Land Einfluss kriegt, verändern sich die Körper der Frauen und auch die Traumfraubilder. Eine Marilyn Monroe wäre nach heutigen Maßstäben viel zu dick, um irgendeine Karriere zu machen! Als 1995 auf Fiji das Fernsehen eingeführt wurde, nahmen in den folgenden Jahren die Essstörungen unter den Frauen massiv zu. Dies in einem Ort, in welchem es nicht einmal einen Begriff für Essstörungen gab.

Da versuche ich mit meinem Buch einzusetzen. In meinem ersten Denkentwurf „Vom Stummbürger zum Stimmbürger“ schrieb ich, dass das Menschenbild immer darüber entscheidet, wie Macht und Herrschaft ausgeübt werden. In meiner „Vermessung“ erkläre ich nun, wie Macht und Herrschaft unter modernen Bedingungen den Körper eigentlich formt. Das ist echt spannend. Wer würde denn schon bei einer Diät daran denken, dass ich hier nicht frei bin, sondern dass das Korsett der Großmütter schon im Stammhirn abgespeichert wurde? Oder wer sieht bei der täglichen Waage schon René Descartes hinterhältig lächeln, indem er flüstert: „Nicht wie Du Dich fühlst, ist wichtig, sondern wie Du von den anderen gewogen und zu schwer oder zu leicht empfunden wirst….“?

In Ihrem Buch sind Sie oft sehr direkt. Von “Frauen von der Stange” und von “Titten aus Zement” lese ich dort. Warum braucht es bei diesem Thema solch eine deutliche Sprache?

Ah, die Schamhaftigkeit der Frauen sollte auch von mir gewahrt werden? Machtpolitische Zusammenhänge verstecken sich gerne hinter einem Blabla. Da braucht es klare Sprache, klare Bilder. Die „Titten aus Zement“ sind übrigens nicht von mir, sondern vom Philosophen Peter Sloterdijk. Und die „Frauen von der Stange“ entspricht dem wahrhaft menschenverachtenden Pornogeschäft, in welchem gerade in Deutschland mittlerweile Flatrates in Bordellen angeboten werden, was die Arbeit von Prostituierten noch menschenunwürdiger macht als sie grundsätzlich ist.

Es sollte doch nach endlosen Filmen und zahlreichen Büchern jeder Frau und jedem Mann klar sein, dass sich eine Frau vor allem auch über Eigenschaften und innerer Werte profiliert, warum scheint dies noch immer kein Allgemeinwissen geworden zu sein?

Weil Männer besser sehen als denken können, laach. Nein im Ernst. In meinem Buch geht es ja nicht nur um Attraktivität, sondern um die Philosophie dahinter. Dass wir Menschen nicht mehr miteinander reden sollten, sondern eigentlich nur wie im Markt uns als gutaussehende, normierte und datafrische Waren präsentieren dürfen.

Was raten Sie, was sollte die Frau und der Mann von Heute tun, damit Schönheitschirurgen arbeitslos werden und Botox nicht mehr nachgefragt wird?

Lachen. Lesen. Essen. Nicht-Essen. Streiten. Weinen. Lieben. Tanzen. Reden. Alles – nur nicht zu oft alleine! Einfach lebendig sein und sich nicht scheuen, das Bild von sich und seinen Mitmenschen immer wieder auch verändern zu dürfen.

Vielleicht eines zum Schluss: Meine Vermessung ist eine Populärversion der aktuellen philosophischen und politischen Debatten um die „Googlesierung“ der Welt – sie geht also viel weiter als „nur“ um Schönheit, Körper, Frauen, sondern sie erklärt, welche Themen in der oberflächlichen Betrachtung von Frauen, Männern, schlank und rank nie wirklich behandelt werden.

Vielen Dank für das erfrischende Gespräch!

Das Gütersloher Verlagshaus stellt ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer also seinen Kommentar unter diesem Beitrag bis Dienstag 20 Uhr postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Christine Caine: Der Angst keine Chance

der angst keine chance

Christine Caine hat mich mit ihrem Buch tief beeindruckt. Sie weiß sich so sehr von Gott angenommen und geliebt, dass selbst außergewöhnliche Ereignisse sie nicht umhauen. Sie ist längst erwachsen, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde. Sie erfährt wie sie unter schlimmsten Voraussetzungen zur Welt kam.

Aber sie hat auch Gott kennengelernt. Sie überbrückt mit Gottes Liebe zu ihr tiefe menschliche Gräben. Angst und Hoffnungslosigkeit erstickt sie mit Gottes Liebe. Als “namenlos” war sie in diese Welt gestartet. In der Bibel liest sie die Worte, dass Gott sie schon viel früher als Mensch geliebt hat. Um diese Gewissheit und Glaubensstärke beneide ich die Autorin. Wohltuend beim Lesen empfinde ich, dass Christine ihre Beziehung zu Gott längst nicht als fertig und problemlos bezeichnet. Die Beziehung zu ihm muss täglich gepflegt werden und die Autorin inspiriert ihre Leser ungemein.

Auf den ersten Blick erscheint das Buch mit seinen 250 Seiten nicht allzu lang zu sein. Aber Christine Caine arbeitet in ihrem Text sehr viel mit biblischen Zitaten. Ich empfehle die Bibel beim Lesen mit dabei zu haben. Oftmals hatte ich das Bedürfnis ein paar Verse mehr zu lesen, als sie im Buch zitiert waren. Manchmal sind auf einer Seite bis zu zehn Bibelstellen angegeben. Dies erschwert ein wenig den Lesefluss, aber einmal in den Text hineingelesen, kam ich nicht mehr weg von diesem Glaubensbekenntnis der Australierin.

Schwierige Lebenserfahrungen beschreibt die Autorin, nicht nur eigene, und sie zeigt deutlich wie Gott zum Kraftspender wird!

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91756-0, Preis 14,99 Euro

Der Verlag stellt uns von diesem Titel ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Montag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an der Verlosung teil. Viel Glück!

Wolltest Du schon immer mal druckfrische Bücher bis zu 15 % billiger einkaufen? Vielleicht ist dies ja ein Weg für Dich:

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Brigitte Troeger: Florence Nightingale

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In 25 Geschichten und Episoden bringt Brigitte Troeger uns den “Engel der Verlassenen” nahe. Das dieses Buch, jetzt im Juni 2013, neu aufgelegt wurde, zeigt etwas von der Faszination die von dem Namen Florence Nightingale noch immer ausgeht.

Pfarrfau und Lehrerin Brigitte Troeger schreibt so als wäre sie heimliche Beobachterin der Geschehnisse Anfang des 19. Jahrhunderts in der Familie der Nightingales. Sie bringt viele ansprechende Dialoge, die sicher ihrer dichterischen Freiheit entsprungen sind, bleibt aber mit den Tatsachen in ihren Geschichten bei den historischen Fakten.

Durch diese Art des Porträts holt die Autorin ihre Heldin sehr dicht an uns heran. Schnell wird Florence sympathisch und es kristallisieren sich ihre jugendlichen Eigenschaften heraus, mithilfe derer sie dann ihren Weg findet und konsequent geht.

Der Verdienst der Autorin ist es, das Schicksal der “Lady mit der Lampe” nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Noch mehr zeigt sie eindrucksvoll, dass Teenager unserer Zeit wundervolle Vorbilder in der Geschichte finden können!

Brunnen, ISBN 978-3-7655-4207-7, Preis 8,99 Euro

Brigitte Troeger hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Brigitte Troeger, was denkt und fühlt man als Autorin wenn der Verlag kommt und sagt, weißt du was, die erste Auflage deines Buches lief so gut, wir planen eine zweite?

Ich bin sehr erfreut, wenn eine zweite Auflage erfolgt. Das ist eine Bestätigung, dass das Buch die Herzen der Leser erreicht und berührt hat. Eine zweite Auflage gelingt dann, wenn ein Buch weiter empfohlen wurde. Es ist schön, wenn sich die Mühe lohnt.

Sie sind Lehrerin und Pfarrfrau, warum hat es Sie in die schreibende Zunft gezogen?

Ich hatte Lust, im Ruhestand etwas Neues auszuprobieren. Außerdem wollte ich meine Lebenserfahrungen anschauen und weitergeben. Die Beschäftigung mit meinen Protagonisten waren immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person, der ich beim Schreiben näher kam. Schreiben ist besonders im Alter eine segensreiche Beschäftigung – nicht unbedingt bequem – aber mit einer hilfreichen Horizonterweiterung und einem klärenden Nebeneffekt.

Was hat Sie an der Figur der Florence Nightingale so sehr gereizt, dass sie sich gesagt haben: Daraus mach ich ein Buch?

Zunächst war es der Verlag, der mich fragte, ob ich das Thema aufnehmen würde. Ich war skeptisch, weil doch schon so viel über die berühmte Engländerin geschrieben worden war. Dann entdeckte ich, dass Florence N. trotzdem nicht im Bewusstsein unserer Zeitgenossen angesiedelt ist und ich dachte: dann muss ein kurzes, knackiges und unterhaltsames Büchlein in verständlicher Sprache entstehen. Diese außergewöhnliche Frau darf nicht in Vergessenheit geraten. Sie hat uns heute viel zu sagen, macht uns Mut, unsere Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn es durch Krisen geht.

Beim Lesen dachte ich mir, solche Eigenschaften wie sie der Florence zugeschrieben werden, wünsche ich mir auch von der heute jungen Generation. Was genau macht die junge Heldin zum Vorbild heutiger Teenager?

Florence war reich, schön, intelligent und begehrt – welcher Teenager wünscht sich das nicht? – Aber die junge Engländerin schlug all ihre Privilegien in den Wind, denn sie hatte den Ruf Gottes gehört. Geradlinig, mutig und mit praktischem Sinn verfolgte sie ihr Ziel. Sie war eine Kämpferin für eine gute Sache und hat mit ihrem Einsatz die Welt verändert. Dabei ging sie durch viele Krisen und schwere Enttäuschungen und Anfeindungen. Aber die äußeren Umstände ließen sie nicht verzagen. Kompromisslos behielt sie ihr Ziel im Auge.

Ihre Biografie über Florence Nightingale besteht aus 25 Geschichten und Episoden. Viele herrliche Dialoge gibt es zu lesen. Wie dicht sind Sie beim Erzählen am Original und wie viel ist dichterische Freiheit?

Bei der Recherche musste ich mich mehr auf Sekundärliteratur verlassen. Diese stützte sich aber auf direkte Quellen (Tagebücher, Briefe usw.).

Ich habe keine eigenen Episoden erfunden, sondern versucht, glaubwürdige Berichte zum Leben zu erwecken. Lediglich der Anfang und das Ende stammen aus meiner Phantasie, allerdings gestützt auf Überliefertes.

Arbeiten Sie gegenwärtig an einem neuen Buch?

Ich schreibe z.Zt. kleine Erzählungen. Vielleicht wird mal ein Buch daraus.

Der Brunnen Verlag stellt uns von diesem Buch ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Samstag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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John Ortberg: Weltbeweger

Weltbeweger

Nachdem ich von John Ortberg bereits „Ich – einzigartich“ und „Glaube & Zweifel“ gelesen habe, konnte ich mir nun den „Weltbeweger“ nicht entgehen lassen.

Wieder einmal sticht mir sofort Ortbergs Gabe ins Auge, Menschen so vom christlichen Glauben und Jesus als Person zu erzählen, dass sie sich dadurch sehr direkt angesprochen fühlen. Er zieht mich als Leser sofort mit hinein in seinen Text.

Dabei geht der amerikanische Pastor ganz normal mit Jesus um. Er beschreibt das „uneheliche jüdische Kind“. Später dann war es „Zielscheibe eines mordlüsternen Politikers und ein Flüchtlingskind“. Der Autor bringt mit seinen Ausführungen den „Weltbeweger“ ganz dicht zum Leser. Mithilfe bekannter biblischer Geschichten zeigt Ortberg, dass Jesus sehr oft auffiel, weil er eben nicht die Dinge tat, die „man“ eben eigentlich tut. So heilte er am Sabbat. Jesus ist im Verlaufe der Jahrtausende nicht in Vergessenheit geraten, weil er ein praktischer Typ war. Er hat heute so viele Anhänger wie nie zuvor, weil ihm theoretische Floskeln nicht liegen, er beeindruckt mit Taten.

So weit so gut. Aber Ortberg geht noch einen Schritt weiter. Er stellt auch den Jesus dar, der provoziert. So fragt der „Weltbeweger“ seinen Gastgeber: Was, Du lädst nur Freunde und Nachbarn ein? Warum nicht auch Arme und Kranke?

John Ortberg schreibt über Jesus und greift damit direkt in meinen Lebensalltag ein, dass das Wort von der Nachfolge Jesu plötzlich so aktuell wird, dass kein Vorbeikommen mehr an ihm ist!

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91877-2, Preis 16,99 Euro

Der Verlag Gerth Medien stellt uns ein Verlosungsexemplar des Titels “Weltbeweger” zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Donnerstag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Hier läuft übrigens ein Gewinnspiel auf den Verlagsseiten von Gerth Medien:

http://www.gerth.de/index.php?id=gewinnspiel

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H.C.Zander: Warum ich unsterblich bin

warum ich unsterblich bin

Was fang ich an mit einem Autor der Mönch gewesen ist und dem zugleich auch die Satire nicht fremd ist? Eine ungewöhnliche Kombination die Hans Conrad Zander beim Fragen stellen nach dem Jenseits, nach Hölle und Himmel sehr zu Hilfe kommt.

Der Autor lässt mich als Leser zunächst umherirren zwischen dem Gestern der Göttlichen Komödie” von Dante, nimmt aber auch andere Quellen wahr und macht immer wieder Stippvisite im Hier und Heute und meinem bangen fragen nach dem Jenseits.

Je mehr er sich persönlich mit einbezieht in sein fragen umso spannender wird das Thema. Zander fragt als Katholik, beschreibt die letzten Stunden des großen Rahner und wägt ab zwischen Katholiken und Protestanten.

Letztlich nutzt der Autor unser menschliches Bedürfnis wissen zu wollen was nach dem Tode kommt, schamlos aus, aber jetzt da ich sein Buch durchgelesen habe, bin ich froh darüber, dass auch Zander keine perfekten Antworten vorgaukelt.

Das fragen nach dem Jenseits hat sich von Dante bis heute gründlich geändert. Hans Conrad Zander nimmt das Thema nicht tot ernst, verleiht ihm aber eine Tiefe bei der jeder einzelne Leser entscheiden kann wie ernst er jetzt nach dem Jenseits sucht.

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-06660-8, Preis 19,99 Euro

Hans Conrad Zander hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Hans Conrad Zander, “Warum ich unsterblich bin” heißt Ihr neues Buch. Woher wissen Sie eigentlich, dass ich unsterblich bin?

Die Frage nach der Unsterblichkeit ist der eigentliche Krimi der Religion. So wenig wie Agatha Christie sage ich denen, die mein Buch noch nicht gelesen haben, was die Lösung des Krimi ist. Die ganze Spannung wäre ja raus. Nur soviel verrate ich: Sokrates wäre von der Lösung am Schluss meines Buches begeistert.

Seit Jahrhunderten ist es unheimlich wichtig für den Menschen zu wissen, was mit ihm nach dessen Tod geschieht. Warum ist uns dies so wichtig?

Weil es den meisten Menschen geht wie Shakespeare. Der Tod, sagt er in Hamlet, mache ihm gar keine Angst. Im Gegenteil, er sehne ihn herbei. Etwas anderes mache ihm Angst: “It is the fear of something after death.” Und er spricht vom afterlife als einem “unknown country”, in das die Reise gehen wird. Mein Buch ist ein Reiseführer ins “unknown coutry” nach dem Tod.

Heute schauen wir völlig anders auf das Jenseits. Wissen wir heute mehr oder weniger als unsere Vorfahren über das Jenseits?

Nein, wir wissen sehr viel weniger. Deshalb sind die großen klassischen Mythen über das Jenseits wichtig. Wörtlich glauben soll sie keiner. Aber sie regen unsere arg geschwächte moderne Vorstellungskraft an.

Was glauben Sie persönlich? Was heißt unsterblich?

Ich glaube wirklich, dass ich unsterblich bin. Allerdings sage ich das so heiter wie der Alte Cato, als er bekannte: “Wenn ich mich aber darin getäuscht haben sollte, dass ich an die Unsterblichkeit des Menschen glaube, so habe ich mich gern getäuscht.”

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Gütersloher Verlagshaus stellt uns ein Verlosungsexemplar von diesem Titel zur Verfügung. Wer bis Montag 20 Uhr seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Viel Glück!

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