Große Oster-Verlosungs-Aktion

Zwei Kinderbücher und ein Ehebuch stehen im Mittelpunkt unserer großen Oster-Verlosungs-Aktion. Der Verlag der Franckebuchhandlung und der LUQS Verlag beteiligen sich an unserer Aktion.

kuddel und muddel

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27448-6, Preis 9,95
Im Januar 2012 legte Sven Gerhardt sein erstes Kuddel Muddel Buch vor. Kai und Milli wohnen in einem Mietshaus. Die anderen Mietparteien sind alte Leute. Sie wollen ihre Ruhe haben, klar, dass Kai und Milli oft anecken. Aber glücklicherweise lebt auch der alte, längst pensionierte Pfarrer Knutsen mit im Haus. Er hat immer ein offenes Ohr für die beiden Kinder und auch immer eine biblische Geschichte auf Lager.

Jetzt liegt ein weiteres Kuddelmuddel-Buch vor. Wieder erzählt Kai über das Leben im Mietshaus, aber diesmal ist neben Milli auch Sören mit dabei. Wie der in das Haus kam, wurde gegen Ende des ersten Buches verraten. Es empfiehlt sich also, um das Lesevergnügen perfekt zu machen, mit dem ersten Buch zu beginnen.

Und wieder ist das Konzept von Sven Gerhardt aufgegangen. Er nimmt Alltagssituationen, in denen sich junge Leser sofort wiederfinden. Kai beispielsweise findet, dass seine Eltern viel zu viel arbeiten und nie Zeit für ihn haben. Er beschließt einfach zu verschwinden und so ganz nebenbei wird auch die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn erzählt.

Egal, ob es die Speisung der 5000 ist oder die Geschichte vom barmherzigen Samariter, der Autor versteht es glänzend, die Geschichte mitten hinein in den Erlebnisalltag der Kinder hinein zu holen.

Dies geschieht nie belehrend, dafür humorvoll. Was die Geschichte des Zachäus mit dem dreihöckrigen Kamel zu tun hat, wird auf 14 Seiten deutlich. Und ob es immer hilfreich ist, auf einen Baum zu klettern, wird der Leser entscheiden müssen.

Autor Sven Gerhardt und Illustratorin Nina Dulleck ist ein weiteres herrliches Lesevergnügen für Kinder gelungen!

40 tage liebe wagen
LUQS Verlag, ISBN 978-3-940-15840-6, Preis 14,99 Euro

Die Lektorin des LUQS Verlages Eva Heuser hat uns diesem Buch folgende Fragen beantwortet:

Liebe Eva Heuser, wenn ein Buch bereits in die 8. Auflage geht, muss ja wohl etwas besonderes an ihm sein. Sie als Lektorin dieses Buches können uns bestimmt verraten, warum dieses Buch bereits seit Jahren so gut läuft!

Ich denke, das Buch trifft auf ein tiefes Bedürfnis vieler Leser. Immer wieder höre ich, dass Menschen mit ihrer Ehe unzufrieden sind, und dass sie sich eigentlich etwas ganz anderes erhofft oder vorgestellt haben. Selbst Ehepaare, die eine ganz gute und stabile Ehe führen, hängen sich oft an den immer gleichen Themen auf.
Außerdem spielt das Buch in dem Kinofilm “Fireproof” eine entscheidende Rolle – der Film macht neugierig auf das geheimnisvolle Buch, das den Feuerwehrmann Captain Holt so ungewöhnliche und radikale Schritte tun lässt, um seine Ehe zu retten.

Es gibt bereits so viele Eheratgeber auf dem deutschen Büchermarkt. Was ist das Spezielle an diesem?

Eva Heuser

Foto: Eva Heuser

Erstens: Es ist ein Praxisbuch. 40 Tage lang kann man jeden Tag einen ganz konkreten Schritt tun, um seine Ehe auf eine neue Basis zu stellen.
Zweitens: Es ist radikal für die Ehe. Die Ehe ist als wichtigste menschliche Beziehung jeden Kampf und sehr große Opfer wert. Und Drittens: Es orientiert sich an biblischen Werten. Ohne Gott ist es unmöglich, den Ehepartner bedingungslos zu lieben.

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Lässt sich ein Paar auf dieses Buch ein, wird es vor ganz konkrete Aufgaben gestellt, was sind das für Aufgaben und welchem Ziel dienen sie?

Manchmal sind es Kleinigkeiten – ein Telefonanruf oder eine besondere Begrüßung -, dann wieder sind wirklich harte Brocken dabei: zum Beispiel, wenn es darum geht, der Ehe Priorität zu geben. Dann kommen Hobbies, Gewohnheiten und sogar Freundschaften auf den Prüfstand. Alle Aufgaben setzen Werte und Prinzipien einer guten Ehe in die Tat um und zielen darauf ab, sich selbst zu verändern und nicht den Partner.

Die Gleichnisse Jesu

LUQS Verlag, ISBN 978-3-940-15848-2, Preis 11,99 Euro
Dieses Kinderbuch besticht durch die herrlichen Bilder. Die Seiten sind nicht voll greller Farben, kommen eher schlicht daher und lassen dem kindlichen Betrachter die Möglichkeit, die eigene Fantasie anzukurbeln.
Unter anderem werden die Gleichnisse vom verlorenen Sohn, vom Unkraut des Ackers und vom barmherzigen Samariter erzählt. Begriffe wie: Gleichnisse – Verstand – Samen – segnen sind natürlich für dreijährige Hörer nicht einfach zu verstehen, aber so kommen Hörer und Vorleser gleich miteinander ins Gespräch über das Vorgelesene.

Von jedem der in diesem Beitrag vorgestellten Bücher, liegen drei Verlosungsexemplare bereit. Je nach Andrang der Bewerber um ein Verlosungsexemplar wird nur ein Buchwunsch berücksichtigt. Wer also seinen Kommentar bis zum 23. April unter diesem Beitrag postet und mindestens einen Buchwunsch nennt, nimmt automatisch an unserer Oster-Verlosungs-Aktion teil. Viel Glück!

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Tom Reichel: Der Diener

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Foto: Tom Reichel

Na toll, in diesem wunderschönen Märchen bekommt der Vater der Familie einen Diener an die Seite gestellt. Niemand weiß woher er kommt, ganz plötzlich ist er einfach da. Wobei, der Ärmste hat ihn nötig! Ausgerechnet am 12. Geburtstag seiner Tochter Dorothea erfährt Papa Arnim, dass sein Töchterlein ein Kuckuckskind ist. Wie soll er reagieren? Die Frau einfach rausschmeißen oder die Tochter? Oder am besten gleich alle beide?

Tom Reichel begibt sich in seinem zweiten Roman, der für mich zu einer faszinierenden Hommage einer Ehe geworden ist, in eben diese Niederungen. Da gedeihen Lügen, Halbwahrheiten und Misstrauen. Diener Heinrich hat viel zu tun um Ordnung im Hause des Herrn Doktor herzustellen.

Das in gold-geprägtem Einband erschienene Buch macht die Ehe zum Thema. Wie gehen wir mit eigenen Fehlern und Schwächen um und wie mit denen des Ehepartners? Der in Prenzlau gebürtige Autor, schaut mit den Augen des Familienvaters und lässt doch auch die Ängste der Ehefrau, sowie beide Kinder zu Wort kommen.

Durch den schwer kranken Jungen in Armins Krankenhaus und natürlich mithilfe von Diener Heinrich, wird bald klar, dass es der Liebe bedarf, um Neuanfänge zu wagen, egal wie die auch aussehen.

Egal ob die Ehe nun gerettet wird oder nicht, egal wer nun auch der Vater von Tochter Dorothea ist, sie bleibt ein einmaliges Gottesgeschenk, so nämlich die Bedeutung des Namen. Ein Zufall, dass der Autor die Tochter gerade Dorothea nennt?

Sehr deutlich wird bei Tom Reichel, dass es nie darum gehen sollte, wer wohl im Recht, und wer im Unrecht ist. Die hohe Kunst der Liebe steht über allen Niederungen des Alltags. Wenn wir sie bewahren, brauchen wir keine Angst vor dem Morgen zu haben.

adeo, ISBN 978-3-86334-005-6, Preis 16,99 Euro

Tom Reichel hat bücherändernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Tom Reichel, soeben ist Ihr zweiter Roman erschienen. Eine zerrüttete Ehe steht im Mittelpunkt. Warum gerade dieses Thema?

So zerrüttet ist die Familie ja gar nicht, nach außen funktioniert sie sogar prächtig: Zwei tolle Kinder, ein Haus am Stadtrand, man hat gemeinsame Freunde, auf die man sich verlassen kann. Eine gutbürgerliche Existenz und eigentlich ein Traum von vielen, oder? Nur leider steht das Glück auf wackeligen Füßen – einer alten Lüge. Und so ist das Thema – die Frage, ob die reine Wahrheit erträglich und “lebbar” ist – dort verortet, wo sie uns am meisten betrifft – in der Familie. Da, wo das gegenseitige Vertrauen und der Glaube aneinander die Basis unseres Zusammenlebens bilden. Oder bilden sollten…

Der Familienvater ist Arzt, erhofft sich demnächst den Chefposten und nun erfährt er, dass die 12jährige Tochter nicht sein eigen Fleisch und Blut ist. Statt den Familienvater nun mit der Faust auf den Tisch hauen zu lassen, stellen Sie ihm einen sonderbaren Diener an die Seite, warum?

Armin will ja zuerst gar nicht wahrhaben, was ihm da offenbart wird. Schließlich stellt es seinen ganzen Lebensentwurf in Frage. Und sein Motto als Chirurg – “Ich analysiere das Problem, lege einen Weg fest und schneide das Problem heraus” – übrigens das fast wörtliche Zitat eines befreundeten Kinderchirurgen – funktioniert an dieser Stelle nicht. Und der Mann, der alles im Griff zu haben scheint, braucht dringend Hilfe von außen. Die ihm auch prompt angeboten wird: “Die Liebe hält die Wahrheit aus”, behauptet zumindest der Diener, der wie ein englischer Butler daher kommt und wirkt – sonderbar, wenn Sie so wollen – als wäre er aus der Zeit gefallen. Genau wie Armin aus seinen Leben.

Wie wär doch die Welt so herrlich einfach mit einem Diener an meiner Seite, der immer weiß, was gerade zu tun ist. Haben Sie selbst auch so einen Diener?

Ja, natürlich. Und nicht nur einen! Es sind vielleicht vier oder fünf. Allerdings benehmen sie sich nicht so formvollendet, sind nicht so seriös gekleidet und hören eher auf die Anrede Freund als auf “Diener”. Aber genau wie Heinrich im Buch, wissen sie bei Problemen oft besser, was zu tun ist, als ich. Doch macht es das wirklich einfacher? Nur auf den ersten Blick, oder? Stellen Sie sich vor, Ihr Diener oder Freund beharrt darauf, dass in Ihrem Leben mal dringend “aufgeräumt” werden muss und stößt dabei im Keller ihres Hauses auf die sprichwörtlichen Leichen.

Wahrheit, Vertrauen und Vergebung sind große Themen in Ihrer Story. Mithilfe Ihrer Protagonisten zeigen Sie sehr deutlich wie Hoffnung und Liebe gedeihen, wirklich neu ist das ja nicht, warum tun wir uns dennoch im Alltag so schwer mit diesen Themen?

Ich denke, zu einer schmerzhaften Wahrheit gehört eine Menge Mut und zu echter Vergebung auf der Gegenseite manchmal übermenschliche Größe. Wer beides im inneren Konto auf der Habenseite verbuchen kann, Respekt! Wir anderen dosieren unsere Aufrichtigkeit doch eher.
Und Lügen sollen mitunter ja auch nur schützen. So wie man Kindern oft nur einen Teil der Wirklichkeit oder der Wahrheit zumutet. Was jedoch als Schutz gedacht ist, kann vom Gegenüber leicht als Unaufrichtigkeit aufgefasst werden. Und verletzen. Unsere “Informationspolitik” stellt ja nicht zuletzt auch seine Kompetenz im Umgang mit der Wahrheit in Frage. Daher, unter uns Erwachsenen, denke ich, scheuen wir nach unangenehmen Wahrheiten einfach schmerzhafte Konsequenzen: Armins Frau zum Beispiel hat sich ihre Lüge ja selbst niemals verziehen – so viele Erklärungen und Rechtfertigungen sie dafür auch hat – wie kann sie da erwarten, dass ihr vergeben wird? Woher sollte sie den Mut zur Wahrheit nehmen? Oft sind wir in uns selbst gefangen, das macht Entscheidungen zwischen Wahrheit oder Lüge schwer. Wir ahnen, was uns selbst zuzumuten ist. Im Guten wie im Schlechten. Und so denken wir über die anderen! Oder?

Taugt Ihr Roman als Eheratgeber?

Ich hoffe nicht! Erst recht, weil ich neulich gehört habe, dass Ratgeber-Bücher nur in den seltensten Fällen zu Ende gelesen werden. Und ich natürlich hoffe, dass man dem “Diener” bis zum Schluss folgen will. Zumal sich Heinrichs wirklicher Auftrag erst am Ende des Buches offenbart.

Schon Ihr erster Roman hatte so eine schöne äußere Aufmachung, nun auch “Der Diener”, wie kommt man als Autor zu solchen Verlagsehren?

Oh ja! Weicher, roter Samt, goldgeprägt. Der Humorist in mir – ich schreibe neben Prosa ja auch für die Bühne: satirische Theaterstücke, Lieder und Kabaretttexte – sagt, dass man beide Bücher im Zweifelsfall auch gut als Reisekopfkissen verwenden kann. Aber im Ernst: ich denke, die Ehre gilt weniger mir als Autor, sondern eher den Themen und dem Inhalt der Texte. Und entspringt natürlich nicht zuletzt der Liebe des Verlages zu wirklich schönen Büchern.

Haben Sie bereits ein neues Buch in Planung? Wenn ja, was verraten Sie uns bereits heute?

Ich freue mich schon auf die WM in Brasilien und sage mal als Fußballfan: “Nach dem Buch ist vor dem Buch!” Klar habe ich neue Projekte im Kopf. Am liebsten würde ich als nächstes den “Propheten” angehen, die Jonas-Geschichte neu erzählt im Hier und Jetzt. Ein Mensch wie du und ich erhält einen Auftrag von “ganz oben.” Wer soll das glauben? Unter dem Motto: “Jeder will etwas ganz Besonderes sein. Doch stell Dir vor, Du bist es wirklich.”

Vielen Dank für den herrlichen Roman und Ihre Antworten!

Tom Reichel hält für einen Gewinner ein signiertes Verlosungsexemplar. Wer seinen Kommentar bis Ostermontag unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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David Wilkie: Coffee with Jesus

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Eigentlich habe ich es nicht so mit Comics und schon gar nicht mit Jesus – Comics- In diesem Fall war ich neugierig, weil ich die Comics zuvor bereits im Internet gesehen hatte und die kurzen, aber knackigen Dialoge nicht einfach nur gut fand, sondern auch alles andere als oberflächlich.

Seriöse, konservative Bibelleser werden möglicherweise Schwierigkeiten mit der Sprache von Jesus haben, die er hier spricht. Weit ab aller biblisch – gewohnten Töne, ist der Autor jedoch der biblischen Botschaft dichter auf der Spur, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es verwundert, dass kurze Dialoge so tiefschürfend sein können.

Thematisch ist das Heft aufgebaut. In kurzen Szenen tritt jeweils einer der Protagonisten Jesus gegenüber und spricht ihn unter anderem zu Freitag den 13., zum Paradies, zu falschen Wegen und vielen anderen Themen an die in den Lebensalltag der Gegenwart passen.

Häppchenweise genossen sind diese geistlichen Impulse wie eine tägliche Andacht, eine wichtige Wegzehrung!

Bei Radio Free Babylon ist die Auswahl an weiteren Comics beinah unerschöpflich, leider muss man dazu englisch können.

Brunnen Basel, ISBN 978-3-765-5120-8, Preis 14,99 Euro

Der Verlag hält drei Verlosungsexemplare bereit. Wer bis Ostermontag seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Michael Meinert: Der zerrissene Graf

der zerrissene Graf

Im Oktober 2012 veröffentlichte Michael Meinert mit “Gescheiterte Flucht“, den ersten Band seiner Hochwald-Saga. Nach Oberschlesien, in das Jahr 1849 entführte uns der Autor und wir lernten Oberförster Albert Grüning kennen. Dessen Entwicklung vom zurückgezogen lebenden und oft brummigen Mann, zu einem, der sich wieder dem Leben und Gott zuwendet, habe ich mit Spannung verfolgt.

Nun legt der BOAS-Verlag seinen zweiten Meinert vor. In “Der zerrissene Graf” baut der Autor in gewohnt solider Sprache, die auch vorzüglich in den Kontext jener Zeit passt, auf die Handlung seines ersten Bandes auf. Das Buch nimmt mich vor allem der vielen lebendigen Dialoge wegen sofort wieder mit.

Das Försterehepaar Albert und Rahel Grüning hat inzwischen einen Sohn Ferdi und die Tochter Lisa. Die soll den Forstgehilfen heiraten, aber ob vor 150 Jahren Eltern immer ihre Wünsche durchsetzen konnten, bleibt abzuwarten …

Dieser zweite Band ist wie bereits der erste, ein Spiegelbild seiner Zeit. Heimatverbundenheit, Gottvertrauen, Liebe und Krieg sind die Themen dieser spannenden Story. Und mit der neu auftauchenden Figur des Leutnant von Schleinitz ist Spannung garantiert. Ihn braucht Michael Meinert aber auch um den christlichen Glauben sichtbar werden zu lassen …

Leider werde ich auf den dritten Band der Hochwald-Saga bis zum Herbst 2015 warten müssen, aber als Fan von Michael Meinert werde ich ihm gern die Treue halten!

Wenn es einem Autor in einem historischen Roman so gut gelingt Themen der Gegenwart zu bearbeiten, dann braucht er sich um seine Leserschaft nicht zu sorgen!

BOAS, ISBN 978-3-942258-06-7, Preis 15,95 Euro

Drei vom Autor signierte Verlosungsexemplare warten auf glückliche Gewinner. Wer seinen Kommentar bis Ostermontag unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Fabian Vogt (Hrsg.): Geheimakte Luther

Geheimakte Luther

Da hat die Kurie doch tatsächlich einen Spitzel auf Martin Luther angesetzt. Als Leser werde ich nun Zeuge wie dieser Spitzel befragt wird und vor allem was dieser in den letzten Monaten in Wittenberg an belastendes Material bereits zusammengetragen hat. Besonders um den Musiker Luther geht es in diesem Text von Albrecht Gralle. Sehr schön, dass der Autor den Reformator auch selbst zu Wort kommen lässt!

Herausgeber Fabian Vogt lässt Karl V. selbst über eine Begegnung mit Martin Luther berichten. Auf dem Reichstag zu Worms sollte Luther alle seine Schriften widerrufen. Luther erbat sich Bedenkzeit bis zum nächsten Tag. Und genau in der Nacht des zweiten Verhandlungstages empfängt Karl V. Luther zu einem Gespräch. Interessant, aufschlussreich und ein neuer Blick auf Luther ist hier angesagt!

In diesen Monaten, da es aus vielen Verlagen nur so luthert, ist dieses Buch ein äußerst gelungener Einstieg zu den Themen Martin Luther und Zeit der Reformation. Die Autoren bemühen sich den Reformator nicht als Heiligen darzustellen. Sie zeigen einen Luther in seiner Zeit, mit seinen Fehlern.

Den gelungensten Text hat m. E. Martin Buchholz vorgelegt. Drei Juden besuchen Luther und sie beginnen einen Disput zwischen ihrer Lehre und den neuen Gedanken Martin Luthers. Auf neun Buchseiten schafft es der Autor auf gut lesbare Art darzustellen, warum es zwischen Luther und den Juden keine Annäherung geben konnte.

Die “Geheimakte Luther” kommt mit erfrischenden Texten daher, die Tiefgang besitzen und Lust darauf machen, mehr von diesem Martin Luther zu erfahren!

Brendow, ISBN 978-3-86506-629-9, Preis 12,95 Euro

Der Brendow Verlag stellt uns von diesem Buch ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 12. April unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Dorothee Heck: Die Stillen Wasser von Amberley

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Journalistin Julia will nach England reisen um dort eine Zeitungsstory über den Bruderhof zu schreiben. Wenige Stunden vor Abreise, eröffnet ihr Noch-Ehemann Paul, dass sie die beiden Kinder doch mitnehmen muss, er ermittelt Mal wieder in einem wichtigen Kriminalfall.

Die Autorin weiß eindrucksvoll vom Leben der frommen Bruderhöfer zu erzählen. Sie sind ein ganz eigenes Völkchen, der Gedanke an heiler Welt kommt mir in den Sinn, aber plötzlich holt mich Dorothee Heck in die harte Wirklichkeit zurück. Ein Toter wird gefunden und in seiner Hemdtasche steckt eine Visitenkarte der Bruderhöfer. Ein Hinweis auf den Mörder oder nur eine gut gelegte falsche Fährte?

Während Julia an sich selbst und auch an ihren Kindern Veränderungen im Alltagsverhalten feststellt und diese am Erleben in der frommen Gemeinschaft festmacht, taucht Paul in der Gemeinschaft auf um zu ermitteln. An dieser Stelle setzt mein einziger Kritikpunkt zu dieser Story an. Als ermittelnder Kommissar tritt immer wieder Paul auf. Gut er hat eine englische Assistentin, aber würden Englische Kommissare sich im eigenen Land nicht vor Ort an der Aufklärung des Falls beteiligen?

Julia hat Paul auch früher schon bei Ermittlungen geholfen, auch hier tut sie es wieder. Sie lernt aber auch Frauen kennen und unterhält sich mit ihnen über Themen wie Freundschaft und Liebe. Welten prallen aufeinander. Sehr interessant beschreibt die Autorin Veränderungen in Julias Sichtweisen. Und während weiter nach dem Mörder gesucht wird, schildert Dorothee Heck auch die Veränderung in der Beziehung zwischen Paul und Julia.

Ein spannendes Buch mit interessanten Bekanntschaften!

SCM Hänssler, ISBN 978-3-7751-5510-6, Preis 14,95 Euro

Dorothee Heck hat bücherändernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Dorothee Heck, soeben ist Ihr neuer Roman “Die stillen Wasser von Amberley”, der ja fast ein Krimi geworden ist, erschienen. Handlungsort ist eine christliche Lebensgemeinschaft in England. Welchen Bezug haben Sie ganz persönlich zu den Hutterern?

Mitte der 80er Jahre habe ich als Kind mit meiner Familie einen Teil der Sommerferien bei Hutterern in Südengland verbracht. So durften wir hautnah das verbindliche Zusammenleben der ca. 250-köpfigen Gemeinschaft kennen lernen, in der keiner über persönlichen Besitz verfügt, sondern alles geteilt wird. Eine intensive Zeit, die mich zum Schreiben inspirierte, wobei der Handlungsort feststand, lange bevor die Geschichte in meinem Kopf konkret Gestalt annahm.

Heute haben sich die frommen Bruderhöfer von den Hutterern abgespalten. Wie kam es dazu?

Genau diese Frage beschäftigte mich ganz zu Anfang meiner Recherchen über die Hutterer. Was die Gründe waren, dazu findet man auf Anhieb so gut wie keine Informationen. Deshalb habe ich mit den Hutterern Kontakt aufgenommen und nachgefragt. Zurück bekam ich eine sehr nette, durchaus detaillierte Antwort per E-Mail, in der man äußerst behutsam zu formulieren versuchte, welche Missverständnisse und unterschiedlichen Erwartungen aneinander womöglich zur Trennung geführt haben. Ich habe mich daher entschlossen, in Aussagen dazu zurückhaltend zu sein. Für ein besseres Verständnis lohnt es sich aber, einen Blick in die Geschichte zu werfen: Die sogenannten Alt-Hutterer gehen auf die Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts um Jakob Hutter zurück, wohingegen die Geschichte der Neu-Hutterer oder Bruderhöfer erst 1920 in Deutschland ihren Anfang nimmt. Von dem evangelischen Theologen Eberhard Arnold und seiner Frau Emmy gegründet, entschließt sich die kleine Gemeinschaft damals bald zu einer Vereinigung mit den Alt-Hutterern in den USA und Kanada. In den wesentlichen Fragen, was Taufverständnis, an der Bergpredigt orientierter Pazifismus und Gütergemeinschaft angeht, stimmt man überein, doch von beiden Seiten müssen auch Kompromisse gemacht werden. In den 50er Jahren kommt es bereits zu einer Trennung und Jahre später zu einem erneuten Zusammenschluss. Unterschiede bleiben. Vielleicht zu viele.

dorothee Heeck

Foto: Dorothee Heck

In Ihrem Buch beschreiben Sie das Leben dieser frommen Leute und um diese Beschreibung herum rankt sich ein Kriminalfall, der dadurch besticht, dass er einen Mörder findet, der für den Leser erst sehr spät erkennbar wird. An dieser Stelle kommt mein einziger Kritikpunkt zum Zuge: Warum ermittelt in England federführend die deutsche Kriminalpolizei in zwei Mordfällen?

Zunächst einmal ermitteln sie in nur einem Mordfall, und sowohl das Opfer, Teilnehmer der jährlich auf der Isle of Wight stattfindenden Segelregatta als auch dessen Seglerfreunde sind Deutsche. Einer der beiden deutschen Kommissare – die beiden arbeiten übrigens in einem größeren Team unter der Leitung eines englischen Kollegen – hat als Jugendlicher in England gelebt und später Erfahrung bei Scotland Yard gesammelt. Auf den zweiten, bereits zu den Akten gelegten Fall, stößt seine junge, englische Kollegin, mit der er fortan gemeinsam ermittelt.
Wenn mir eine überzeugende Darstellung dieser Konstellation beim Schreiben nicht gelungen ist, mag dies Anlass zur Kritik sein. Und zugegeben, wenn es sich bei dem deutschen Kommissar nicht ausgerechnet um Paul, den Noch-Ehemann meiner Romanheldin Julia handeln würde, hätte vermutlich auch die englische Polizei allein ermitteln können.

Wichtige Themen in Ihrem Buch sind Glaube, Vertrauen und Vergebung. Als Sie selbst in England diese Glaubensgemeinschaft besucht haben und auch ein paar Tage dort gelebt haben, wie haben Sie sich da gefühlt? War das heile Welt pur?

Im Großen und Ganzen war das tatsächlich im besten Sinne viel heile Welt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, denn mit Kindern geben sich die Bruderhöfer große Mühe. Wir durften das Sommerprogramm miterleben. Fast den ganzen Tag waren wir mit Gleichaltrigen und unserer Gruppenleiterin draußen, lernten Spiele, bei denen weniger das Gewinnen als der Spaß an der Bewegung und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt standen, verkauften im Dorf selbst angebautes Gemüse, reparierten Zäune, schauten uns den Sternenhimmel an oder gingen im See baden. Als mitarbeitende Erwachsene würde ich heute wahrscheinlich manches als zu wenig selbst bestimmt und als ein Zuviel an Gemeinschaft empfinden, doch von den Bruderhöfern selbst hatte ich diesen Eindruck nie. Im Gegenteil, sogar wenn ausdrücklich Zeit und Gelegenheit für individuelle Freizeitgestaltung war, suchten sie am Ende doch wieder, und das vermutlich aus gutem Grund, das Zusammensein mit den anderen.

Julia fährt als Journalistin in diese Glaubensgemeinschaft um darüber eine Zeitungsstory zu schreiben. Von ihrem Mann will sie sich scheiden lassen, aber plötzlich taucht der als ermittelnder Kommissar auf. Für mich als Leser ist es spannend die Veränderungen in Julia zu beobachten. Was verändert sich im Leben eines Menschen wenn er in so einer frommen Gemeinschaft lebt?

Zu Anfang ist man wahrscheinlich einfach neugierig und nimmt wahr, was anders ist. Mit einer aufgeschlossenen Haltung wird man Dinge entdecken, die positiv sind, mit denen man sich zu seiner eigenen Überraschung gar identifizieren kann. Man lernt die Menschen kennen und stellt fest, so verkehrt sind die gar nicht. Aber man nimmt auch Dinge wahr, die im Zusammenleben noch befremdlicher anmuten als von außen betrachtet. Plötzlich bin ich diejenige, die anders ist. Julia empfindet so, als sie sich mit Rachel anfreundet, widerspricht deren Verständnis von verbindlicher Partnerschaft doch so ganz und gar Julias eigenen bisherigen Überzeugungen. Eine fromme Gemeinschaft, die ihren Glauben überzeugend lebt, kann mein Vertrauen in Gott wecken. Vielleicht ist doch etwas dran, und ich versuche es selbst einmal.

Was haben Sie beim Schreiben Ihres Buches über das Leben gelernt?

Neu bewusst geworden ist mir Folgendes: Menschen wie den Bruderhöfern, mögen sie in ihrem Glauben andere Schwerpunkte setzen als ich, gelingt manches so gut, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen: Auf dem Bruderhof wird viel gearbeitet, doch Burn-Out ist dort sicherlich ein Fremdwort. Wird dem persönlichen Besitz kein Wert beigemessen, steht niemand in der Gefahr, sich darüber zu definieren. Inklusion ist kein Thema, weil das gemeinschaftliche Leben Menschen mit Handicaps und Behinderungen selbstverständlich einschließt.
Hier mache ich mir gern das Bibelwort zueigen: Prüft alles und behaltet das Gute.

Herzlichen Dank für dieses Interview!

Dorothee Heck hält für einen Gewinner ein signiertes Verlosungsexemplar ihres Romans bereit. Wer bis zum 10. April seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Herzlichen Glückwunsch!
Dina hat das Verlosungsexemplar gewonnen :-)

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Rachel Hauck: Es war einmal ein Prinz

es war einmal ein prinz

Brendow traut sich was!

Bücher dieser Art war ich bisher von Francke gewohnt, von Rachel Hauck hatte ich bei Gerth Medien schon Mal etwas gelesen. Jetzt springt also Brendow auch auf diesen Zug amerikanischer Autoren auf.

Susanna ist Amerikanerin und hat seit der Schulzeit dem einen jungen Mann Treue geschworen. Dann hat er sich mehrmals als Freiwilliger für den Afghanistankrieg gemeldet. Dann kam Adam nach Hause und erklärte Susanna nach 12 Jahren, dass er sie doch nicht heiraten wird.

Mitten in dieser seelischen Trümmerlandschaft stehend begegnet ihr Nat, von dem sie anfangs nicht weiß, dass er Prinz ist und demnächst zum König gekrönt werden soll.

Der Roman, der mindestens zu gleichen Teilen auch als Märchen bezeichnet werden kann, hat zu Beginn ein paar Schwachstellen, kommt dann aber in Fahrt und obwohl bei einem Märchen ja immer alles gut ausgeht, lohnt es sich der in weiten Teilen vorhersehbaren Handlung bis zum Ende zu folgen.

Liebe und Verantwortung sind die großen Themen dieses Buches. Ein paar biblische Bezüge bringt Rachel Hauck dezent mit in die Handlung ein und schon ist ihr damit ein wunderschöner Liebesroman gelungen!

Brendow, ISBN 978-3-865-06623-7, Preis 14,95 Euro

Der Brendow Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer bis zum 7. April seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Herzlichen Glückwunsch!
Melissa – das Verlosungsexemplar geht an Dich.

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