Uwe Wilhelm: Ich! Lob des Egoismus

lob des egoisten

“Lob des Egoismus” – das ist ja eigentlich schon mal ziemlich mutig vom Autor und Verlag, dies auf das Cover zu schreiben. Wer will schon gern als Egoist bezeichnet werden? Aber warum ist das Wort eigentlich so negativ besetzt?

Geschickt versteht es Uwe Wilhelm, mich gleich mit seinem Thema zu konfrontieren. Er wedelt nicht mit dem Ratgeberfinger herum, sondern gibt viel von sich selbst preis. Mut beweist er, weil er Jesus selbst in eine Reihe mit Egoisten stellt. Anfangs klingt dies befremdlich, folgt man allerdings seiner Argumentationslinie, ist seine Aussage logisch. Was mich dann immer mehr ins Buch hineingezogen hat, der Autor versackt nicht irgendwo in biblischen Zeiten, sondern landet mitten in der Gegenwart.

Schnell landet er dann bei Überlegungen wie diesen: Wie leben wir miteinander? Was läuft falsch in unserer Gesellschaft? Wo machen wir uns etwas vor?

Über diese Überlegungen hinaus erscheint das böse Wort dann plötzlich gar nicht mehr so bös und negativ besetzt. Gegen Ende des Buches unternimmt Uwe Wilhelm dann tatsächlich den Versuch, mich verführen zu wollen, doch Egoist zu werden. So wie er den Egoisten beschreibt, werde ich mich nicht dagegen wehren. Ob ich allerdings den Mut dazu besitze? Eins habe ich zumindest ebenfalls in diesem Buch gelernt: Egoist zu sein ist nicht nur eigennützig, sondern verlangt Zivilcourage!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-07077-3, Preis 19,99 Euro

Uwe Wilhelm hat bücherändernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Uwe Wilhelm, soeben ist Ihr Buch “ICH! Lob des Egoismus” erschienen. Was hat Sie bewegt ein Buch über den Egoismus zu schreiben?

Egoismus ist seit langem ein Todschlag-Argument gegen nahezu jedes Aufblühen von Selbstbewusstsein. Sobald jemand für seine eigene Bedürfnisse eintritt, nicht bereit ist, sich dem Zwang zur Bescheidenheit zu unterwerfen, wird er oder sie unter den Generalverdacht gestellt, ein rücksichtsloser Egoist zu sein. Dabei ist Egoismus eine Grundvoraussetzung für ein glückliches Leben, vielleicht sogar für Leben überhaupt. Ein schönes Beispiel ist der Moment, in dem wir im Flieger sitzen und die Sicherheitsinstruktionen erhalten. Sobald ein unerwarteter Druckverlust einsetzt, sollen wir die Sauerstoffmasken zuerst uns selbst und dann den Mitreisenden Kindern aufsetzen. Warum? Ganz einfach. Wenn wir das nicht tun, verlieren wir bei dem Versuch, dem Nachbarn zu helfen aufgrund von Sauerstoffmangel unter Umständen das Bewusstsein und können weder anderen noch uns selbst helfen.

Warum ist dieses Wort heute so negativ besetzt?

Interessanterweise ist der Begriff Egoismus negativ besetzt, wird aber unterschiedlich bewertet und gelebt. Gesellschaftliche Eliten in Politik und Kultur haben kaum Hemmungen, ihre eigenen Interessen gegen die Gemeinschaft, notfalls auch gegen Gesetze aber mindestens gegen die guten Sitten durchzusetzen. Sei es der ehemalige Kanzler Schröder, der eine Firma befördert, deren Aufsichtsrat er später wird, oder der Verteidigungsminister Niebel, der sich nach seiner Amtszeit als Waffenlobbyist verdingt, oder eine Alice Schwarzer und ein Ulli Hoeneß, die sich beide als moralisches Gewissen inszenieren und keine Hemmungen haben, Steuern zu hinterziehen. Letztlich ist der Vorwurf des Egoismus ein perfektes Mittel, um die Bevölkerung davon abzuhalten, ihre eigenen Interessen zu vertreten. Und hier spreche ich noch nicht mal von Kirchenvertretern, die Kontakte Zur Mafia pflegen, Kinder zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse zu missbrauchen und nicht müde werden, ihren Schäfchen Demut und Verzicht zu predigen.

uwe wilhelm

Foto: Uwe Wilhelm

Ist Uwe Wilhelm ein Egoist?

Ich versuche jeden Tag ein Stück mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu hören. Das bedeutet, festzustellen, wo ich mich zurücknehme, obwohl ich mir damit schade. Einfach weil ich von Kind auf gelernt habe, andere Menschen wichtiger als mich selbst zu nehmen. Meine evangelische Erziehung mit ihrer unbedingten Forderung nach Nächstenliebe hat erheblich dazu beigetragen. Gott oder Jesus Christus mehr als mich selbst zu lieben, führt nicht dazu, dass Menschen selbstbewusst und stark werden. Das war einer der Gründe, warum ich aus der Kirche ausgetreten bin. Ich habe inzwischen gelernt, mich nicht mehr zu verraten. Das ist eine gute Erfahrung. Die vielleicht beste Erfahrung ist allerdings, dass ich dadurch keine Freunde verloren habe. Im Gegenteil, die Verhältnisse haben sich häufig geklärt, wir stehen uns unverfälschter und ehrlicher gegenüber als früher. Der anstrengende Krampf einer falschen Bescheidenheit, die nicht gefühlt und nicht gefüllt war, ist weg. Das ist der wichtigste Erfolg auf meinem Weg zum „Egoisten“.

Beim Buchtitel habe ich anfangs viel Theorie befürchtet. Glücklicherweise hat sich Ihr Buch für mich, nun nach dem Lesen, eigentlich als ein Buch der Praxis dargestellt. Sie gehen sogar so weit, mich zum Egoist werden verführen zu wollen. Warum sollte ich Egoist werden, was habe ich davon?

Das müssen Sie für sich selbst ausprobieren. Auf alle Fälle bedeutet es nicht zu einem rücksichtslosen und asozialen Narzissten zu werden. Aber vielleicht stellen Sie fest, dass in dem Moment, in dem sie ihr eigenes Leben als das wichtigste annehmen, sie auch in der Lage sind, anderen zu helfen und gutes zu tun, ohne sich dabei aufopfern zu müssen. David Copperfield fragt in dem gleichnamigen Roman: Welches Leben will ich leben, meines oder das eines anderen. Damit ist alles gesagt.

Sie sind sehr mutig. Stellen Jesus in eine Reihe mit Egoisten und dies liest sich nicht mal negativ. Warum braucht die Welt Egoisten?

Egoisten, und damit meine ich nicht die Heuchler in Politik und Kirche, sind idealerweise in der Lage, auf sich selbst zu achten. Sie lassen sich nicht täuschen, nicht unterdrücken, nicht manipulieren. Sie sind mit sich im Reinen, und sie sind stark.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Das Gütersloher Verlagshaus hält ein Verlosungsexemplar bereit. Wer bis zum 12. September seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Josh McDowell: Entkommen

entkommen

Gelegentlich wird das Wort Wunder überstrapaziert. Das jedoch Josh McDowell dieses Buch geschrieben hat, nachdem er all seine Pannen im Leben weggesteckt hat, ist wahrlich ein Wunder.

Der Amerikaner erzählt aus seinem Leben. In aller Offenheit berichtet er von seinem ständig betrunkenen Vater, von seiner Mutter die ihren Ehemann trotz allem in Schutz nimmt und von den vielen sexuellen Misshandlungen. Über Jahre hinweg ist dies der Alltag von Josh. Kein Wunder, dass Gott dabei auf der Strecke bleibt. Aber er bleibt bei Josh nicht nur auf der Strecke, Josh kann bei dem was er als Kind und Jugendlicher alles erlebt nicht mehr nur nicht an Gott glauben, sondern er lehnt ihn ganz bewusst ab.

Beim Lesen ging es mir so, dass ich durch das Buch geeilt bin. Unbedingt wollte ich wissen ob Josh Antworten auf seine Fragen bekommt und vor allem wie diese ausfallen und wie er sie in sein Leben hinein lässt. Denn Josh gerät an Christen, kann mit ihnen zunächst nichts anfangen, aber sie provozieren Fragen in ihm. Und Josh macht sich auf den Weg!

Auch wenn es eine amerikanische Geschichte ist, die sich so vielleicht nicht in Deutschland abspielen könnte, da wo es um tiefschürfende Inhalte und Wahrheiten geht, da kann dieses Buch auch heute Leser in Deutschland ansprechen.

Josh hat sich auf den Weg gemacht, nur deshalb hat er Wunder erlebt und nur deshalb ist ihm Gott begegnet!

Brunnen, ISBN 978-3-765-50899-8, Preis 16,99 Euro

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Fabian Vogt: Wenn du geschwiegen hättest, Petrus

wenn du geschwiegen hättest

Was hat Joseph gedacht und gefühlt, als er sich mit Maria gestritten hat? Bei Fabian Vogt ist genau nachzulesen, welch eine Wandlung in dem frommen oder doch gehörnten Joseph geschieht. All seine Wut über Marias Ehebruch lässt Joseph ungezügelt heraus. Platz hat in seiner Rede aber auch das nicht glauben können, was Maria ihm zuvor erzählt hat. Spannend ist das Ende der Rede.

Seit langem ist Fabian Vogt dafür bekannt, dass er genau das formuliert, was gern nur gedacht oder hinter vorgehaltener Hand leise gesagt wird. Damit betreibt er keine Kaffeesatzleserei, sondern spricht oftmals unsere eigenen Zweifel und Ängste aus. Ein sehr schöner Nebeneffekt ist dabei, dass er biblische Gestalten menschlicher macht. Auch sie hatten Glaubenszweifel und waren längst nicht die perfekten Helden.

Selbst an die Figur des Petrus wagt sich der Autor heran. Einen Tag nach der Kreuzigung des Jesus, erklärt er den Jüngern, wie es zum Verrat kam. Vogt fordert seine Leser heraus. So müssen sie allein nach dem Lesen der Rede des Petrus einschätzen, ob es Verrat, nackte Angst oder sonst etwas war, was Petrus antrieb.

Das Buch mit seinen zehn kurzen, sehr intensiven Geschichten hat es in sich. Einzelne Texte sind hervorragend als Einstieg in Bibelabende geeignet. Bei aller literarischen Freiheit, die sich Fabian Vogt heraus nimmt, bleibt doch auch seine Bibeltreue offenkundig.

Fabian Vogt hat Reden geschrieben, die vielleicht nie gehalten wurden, über die zu reden es sich jedoch lohnt!

Edition chrismon, ISBN 978-3-869-21260-9, Preis 14,90 Euro

Der Verlag stellt uns drei Verlosungsexemplare dieses Titels zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 7. September unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Albrecht Gralle: Der gläserne Vogel

der gläserne vogel

Platte und hirnlose Fantasy-Romane habe ich bereits einige gelesen. Albrecht Gralle allerdings ist mit seinem gläsernen Vogel ein christlicher Fantasy-Roman gelungen, der Hirn und Herz seiner Leser zum Mitdenken herausfordert.

Mithilfe einer Kugel gelangen Gina, Joker und Phil in eine Parallelwelt. Dort regnet es Glas, Gänseblümchen können lebensgefährlich sein und “Der gläserne Vogel” übt seine böse Macht aus. Es dauert eine Weile bis die Schüler kapieren, um was es hier geht. Sie treffen auf einen Mann, der sie nicht nur warnt, sondern auch zu ihrem Freund wird.

So pendeln die drei Schüler ab sofort zwischen den Welten. Sie lernen ihre Welt aufmerksamer zu betrachten und Stellung zu beziehen. Erste Veränderungen bemerken sie bereits in ihrer Heimat:

“Gefährliche Dinge, wie zum Beispiel eine grüne Mamba, werden harmlos, und harmlose Dinge, wie zum Beispiel Orgelpfeifen, werden gefährlich!” (S.68).

Wie wird es mit der Macht des gläsernen Vogels weitergehen? Der Autor versteht es gut, die Spannung Seite um Seite steigen zu lassen. Bereits für Leser ab zehn Jahren ist dieses Buch gut lesbar.

Albrecht Gralle arbeitet nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger, aber nach dem Lesen ist klar, auf was es ankommt im Leben!

Brendow, ISBN 978-3-865-06668-8, Preis 12,95 Euro

Der Brendow Verlag stellt uns von diesem Buch ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 1.September unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Norman P. Grubb: Charles T. Studd

studd

Charles T. Studd war ein Mann der keine halben Sachen machte. Radikal in seinen Ansichten und wohl auch Menschen vor den Kopf stoßend, tat er das was er meinte von Gott als Auftrag empfangen zu haben mit ganzer Kraft und vollem Einsatz.
Beispielsweise ging er nach China als Missionar und verließ sein sicheres Zuhause. Im Februar 1885 reiste er gemeinsam mit sechs anderen Männern in das innere Chinas. Den Segen von Hudson Taylor, der damals Direktor der China – Inland – Mission war, hatte Studd.
Um Gott voll und ganz, frei von allen irdischen Gütern gehorchen zu können, gab er sein beträchtliches Erbe in die weltweite Mission und verteilte es an verschiedenen Stellen.
Studd sagte damals: “Von nun an ist unsere Bank im Himmel.”
Beim Lesen des Büchleins habe ich mich oft gefragt, wie würde Charles Studd in unserer heutigen Zeit predigen und handeln. Alles was er tat, sollte auf seine Mitmenschen abfärben. Er rief die Menschen dazu auf: “Gehe hin und tue desgleichen!”
Ob Studd für uns heute als Vorbild in Frage kommt, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Studd hat ein Leben lang im Vertrauen auf Gott gelebt und wurde nie enttäuscht. Das hört sich schön an, aber was es wirklich heißt, ist in seiner Biografie gut nachzulesen. Mir liegt es heute nicht, Studd nachzueifern, aber sein grenzenloses Vertrauen auf Gott, machte viele Wunder möglich und lässt mich als Studdbewunderer zurück.
Dieser Mann beeindruckt mich heute, weil er, egal ob er mit seiner Entscheidung gegen den Meinungsstrom schwamm oder nicht, oft gegen die ihm wohlgesonnen Ratschläge von Freunden und Ärzten handelte. Er hatte eine so enge Beziehung zu Gott, dass er nur diesen allein als seinen Arzt anerkannte.
Seine Erfüllung fand Charles Studd in Afrika und wurde dort ein Pionier der Mission vor Ort. Bei aller Liebe zu Studd muss Platz für Kritik an einzelnen inhaltlichen Fragen des damaligen Missionsgedanken bleiben. Als Mensch und Diener vor dem Herrn hat Charles Studd bis heute allerdings nichts an Aktualität eingebüßt!

Brunnen Verlag, ISBN 978-3-765-54243-5, Preis 8,99 Euro

Der Brunnen Verlag in Gießen stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Buches zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 31. August 2014 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Dan Izzett/Daniel Gerber: Ein Mann ein Bein

ein mann ein bein

Was Dan Izzett in seinem Buch mithilfe von Daniel Gerber zu Papier brachte, ist im Grunde genommen seine Liebeserklärung an Simbabwe. Seine Vorfahren kamen aus Schottland. Er selbst ist in Simbabwe geboren und bezeichnet sich als “Weißen Afrikaner”. Als er aufwuchs, ging es Simbabwe wirtschaftlich gesehen gar nicht so schlecht. Die weißen Farmer sorgten dafür, dass das Wort Hungersnot für Simbabwe ein Fremdwort blieb.

Schade, dass dem flüchtigen Betrachter des Covers und dem schnellen Leser des Klappentextes von diesen tiefen innenpolitischen Einblicken in das afrikanische Land nichts verraten wird.

Von seiner Lepraerkrankung erzählt der Autor, von den ersten Symptomen beginnend bis hin zu dem Tag, an dem er vor seiner Gemeinde steht und zum ersten Mal das Wort Lepra in den Mund nimmt. Lange Zeit haben er selbst und auch seine Ärzte nicht geahnt, dass es sich bei seiner Erkrankung um Lepra handelte. Als er es dann wusste, wollte er es aus Angst vor Ausgrenzung nicht sagen. Beim Lesen wird mir klar, dass Lepra längst nicht in die Geschichtsbücher gehört. Diese Krankheit bleibt ein aktuelles Thema. Die Angst vor an Lepra Erkrankten beschränkt sich nicht nur auf Afrika.

Auch wenn einiges inhaltlich doppelt erzählt wird und ich gleich dreimal erklärt bekomme, dass Salisbury das heutige Harare ist, bleibt dieser authentische Bericht des Lepraaktivisten Dan Izzett eine sehr lohnende Lektüre.

Der Autor erzählt die Geschichte seines Glaubenslebens, seiner Lepraerkrankung verbunden mit seiner Liebeserklärung an sein Heimatland.

Ein fesselndes Buch, das deutlich macht wie dringend Jesus uns Menschen heute als seine Werkzeuge braucht. Bleibt die Hoffnung, dass dieses Buch ansteckt!

Brunnen Basel, ISBN 978-3-7655-2025-9, Preis 13,99 Euro

Der Brunnenverlag Basel stellt uns von diesem Buch drei Verlosungsexemplare zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 20. August unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Nicola Vollkommer: Menschen, die die Welt bewegen

menschen vollkommer

Dieses Büchlein wartet mit zehn kurzen Lebensbildern auf. Darunter sind so ehrenwerte historische Herrschaften wie C.S. Lewis und der Autor der “Pilgerreise” John Bunyan. Zu den porträtierten gehören aber auch Bernd Siggelkow und Sr. Teresa Zukic.

Auf den ersten Blick mag man sich fragen was haben alle miteinander zu tun, was verbindet sie? Aber beim Lesen wird sehr schnell klar, alle lebten und leben im tiefen Glauben an Gott und verstecken ihren Glauben nicht im verschlossenen Wohnzimmer. Es fällt schwer, unsere Situation heute mit der eines Paul Gerhardt zu vergleichen. Beim Lesen wird aber sehr deutlich, dass über Jahrhunderte hinweg Glaubensdinge sich nicht ändern.

Der Glaube an Gott mag nicht immer einfach zu leben sein, aber er vermag Kräfte zu mobilisieren, damit christliche Werte gelebt werden können. Alle Porträtierten in diesem Buch haben nicht nur vom Glauben geredet, sondern auch Opfer gebracht und ein Stückchen von Gottes Herrlichkeit auf dieser irdischen Welt bereits sichtbar werden lassen. Ein John Bunyan beispielsweise hat für seinen Glauben im Knast gesessen und ein Bernd Siggelkow ist heute Chef der Arche. Inzwischen hat er mit seinem Projekt Nachahmer in anderen Städten gefunden.

Bekannt waren mir bereits viele der hier vorgestellten Menschen. Nicola Vollkommer jedoch erzählt diese Lebensbilder unter dem Aspekt des sich Inspirieren lassens. Vorbilder ist ein arg strapaziertes Wort, aber Orientierung und Wegweisung kann man aus diesem Buch für seinen Lebensalltag jede Menge finden.

Fußspuren zu hinterlassen ist das, was Gott von uns erwartet. Beim Lesen kann man sich bereits über die eigenen Fußspuren Gedanken machen und notfalls Kurskorrekturen vornehmen!

SCM R. Brockhaus, ISBN 978-3-41726602-3, Preis 10, 95 Euro

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