Norbert Schnabel (Hrsg.): Worte, die zum Leben führen

Der Herausgeber hat 750 Zitate aus 2000 Jahren gesammelt die zum neu Nachdenken, aber auch Meditieren anregen. In Gruppen sind die Zitate geordnet. Sie machen klar in welch einer direkten Beziehung ich gerade zu Gott stehe.

Egal ob Bonhoeffer, Tillich, Augustinus oder Eckstein, immer kann der Leser nach einem gelesenen Spruch Stellung beziehen oder den begonnen Gedanken weiterverfolgen. Nach und nach wird einem klar, welch reichen Schatz man hier in Händen hält.

Dieses Büchlein mit Lesebändchen hat das Potenzial täglich neu auf der Tagesordnung zu stehen!

SCM R. Brockhaus, ISBN 978-3-417-26463-0, Preis 10, 95 Euro

Norbert Schnabel hat buecheraendernleben folgende Fragen beantwortet:

Lieber Herr Schnabel, Sie haben soeben eine Sammlung von geistlichen Zitaten aus 2000 Jahren herausgegeben. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Ich liebe Zitate …  ich schreibe mir schon seit Jahren immer wieder Sprüche auf, die mir gefallen, und habe mir auf diese Weise eine sehr umfangreiche Sammlung zugelegt, die nach Stichworten geordnet ist. Aphorismen und Bonmots sind für mich komprimierte Lebensweisheit, kleine Edelsteine im Geröll der alltäglichen Wörterflut, Hobelspäne vom Baum der Erkenntnis. Wenn man sich so lange mit Zitaten beschäftigt wie ich, dann hat man auch eine Menge parat, die man treffend einsetzen kann. Um es mit Wilhelm Busch zu sagen: „Zur rechten Zeit ein gut Zitat passt wie das Ei auf den Spinat.“

An welche Zielgruppe in der Leserschaft haben Sie beim Sammeln der Zitate gedacht?

Die Zitate aus „Worte, die zum Leben führen“ sind durchgängig geistlich gefärbt. Deswegen lassen Sie sich sehr gut verwenden zur Vorbereitung von Predigten, Bibelarbeiten oder Andachten, als Begleiter für die Stille Zeit oder z. B. als Sprüchevorrat für Grußkarten, Briefe, Mails. Manche dieser Zitate fassen in meinen Augen ganze Bücher in einem Satz zusammen …

Norbert Schnabel

Schaut man sich die Zitate an, von den ganz neuen wie Max Lucado bis zu denen von Augustinus, wird einem bewusst , welch einen reichen Schatz man in Händen hält. Brauchen wir solche Bücher,  um immer mal wieder daran erinnert zu werden?

Aphorismen sind Perlen, wenn sie gut sind, geschliffene Formulierungen, die im Gedächtnis bleiben, wenn sie sehr gut sind: ein Maximum an Gedanken mit einem Minimum an Worten. Solche Perlen liegen nicht auf der Straße – die muss man suchen. Und genau dieses oft mühevolle Suchen, Aufschreiben, Sortieren erspare ich dem Leser. Darin liegt der große Wert des Buches, finde ich. Er muss nicht mehr die Stecknadel im Heuhafen suchen, hier sind sehr viele bemerkenswerte und tiefsinnige Zitate fein säuberlich nebeneinander aufgereiht und thematisch geordnet.

Verwundert hat mich ein wenig, dass dieses Büchlein so völlig ohne Vor – oder Nachwort auskommt. Meinen Sie der geistliche Hunger des Lesers ist so groß, dass all diese Zitate für sich allein sprechen?

Ich vertraue darauf, das die Nutzanwendung des Buches sofort erkennbar ist. Mir ging es nicht darum, den reichen geisltichen Schatz der Kirchengeschichte zu dokumentieren, dafür ist mein Buch nicht systematisch genug angelegt (das 17. und 18. Jahrhundert sind doch recht dünn vertreten …)

„Worte, die zum Leben führen“ wird sicher kein Buch sein, dass man von der ersten bis zur letzten Seite durchliest, was wünschen Sie Ihrem Buch?

Dass man es immer wieder zur Hand nimmt, wenn man eine pfiffige, eine kluge, eine tiefe oder einfühlsame Formulierung sucht, weil einem selbst die Worte fehlen – bei welcher Gelegenheit auch immer.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

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