1. Autorenfestival im Franckeverlag in Marburg

Ganz am Anfang stand die Idee des Verlages die erfolgreiche amerikanische Autorin Lynn Austin nach Marburg einzuladen. Dann hatten die Verlagsmitarbeiter noch viele weitere Ideen und plötzlich stand fest der Verlag traut sich zum ersten Mal seine Leser und Autoren zu einem Autorenfestival einzuladen.

Pünktlich um 10 Uhr öffnete der Verlag dann am 12. Mai seine Türen. 21 Autorenlesungen, zum Teil parallel in verschiedensten Räumen, wurden den ganzen Tag über angeboten.

Tobias Faix mit seinen Töchtern

Bereits die erste Lesung wurde ein voller Erfolg. Tobias Faix und seine beiden Töchter hatten eingeladen um aus ihrem Buch „Das ist Erpressung! Nein, Erziehung!“ vorzulesen. Die Sitzplätze der Hörer reichten nicht aus, aber schlechte Laune bekam niemand. Ganz im Gegenteil, die Vorleser lasen ihre Rollen so gut und so überzeugend, dass die Hörerschaft sich sehr gut unterhalten wusste und mit Applaus nicht geizte.

Sven Gerhardt und Nina Dulleck

Kinderbuchautor Sven Gerhardt stellte in seiner Lesung sein Kinderbuch „Kuddel Muddel“ vor. Eingeladen hatte er, dazu auch die Illustratorin seines Buches Nina Dulleck. Vor allem für die vielen zuhörenden Kinder war es toll mitzuerleben, wie der Autor von den Geschehnissen in einem Mietshaus vorlas und sie dabei der Illustratorin bei der Arbeit über die Schultern schauen konnten.

Wesentlich stiller ging es bei der Lesung des Ehepaares Mirja und Björn Wagner aus Karlsruhe zu. Aus ihrem Buch „Wunderkinder“ lasen sie vor von ihrem Wunsch nach einer ganz normalen Familie mit Kindern. Dieses Ehepaar hat ein Kind verloren und beschreibt aus Sicht von Vater und Mutter diesen Verlust und das nicht ganz so alltägliche Entstehen ihrer Familie. Sie lasen jeder aus seiner Erfahrung heraus. Gut zu wissen, dass sie inzwischen zwei Kinder haben, die sich, während die Eltern lasen, auf der Hüpfeburg im Hof des Verlages vergnügten.

Mirja und Björn Wagner

Über den Tag verteilt wurden auch mehrere Verlagsführungen angeboten. Deutlich wurde besonders dort das familiäre Zusammensein von Leserschaft, Autoren und Verlagsmitarbeitern. Schätzungsweise 500 Besucher nutzten an diesem Samstag die Gelegenheit ihren Verlag zu besuchen und mit ihren Lieblingsautoren ins Gespräch zu kommen.

Höhepunkt des Tages waren sicher die drei Veranstaltungen mit Lynn Austin im Hessischen Landestheater gleich gegenüber. Die Amerikanerin erzählte viel von sich und ihren Büchern. So hat sie beispielsweise zehn Jahre lang warten müssen bis sich endlich ein Verlag fand, der ihren ersten Roman druckte. Inzwischen sind ihre Bücher in viele Sprachen übersetzt, zur Zeit gibt es selbst chinesische Verlage, die ihr Interesse angemeldet haben.

Bildmitte: Lynn Austin

Am Abend wagte Verlagsleiterin Anne Meiß ein erstes Resümee. Sie betonte, dass dieses Autorenfestival sicher der Beginn einer Tradition darstellt. In welcher Form genau weitere jährliche Veranstaltungen organisiert werden, das muss im Mitarbeiterteam noch ausgewertet werden, aber „der Beginn einer Tradition“ sei es heute ganz gewiss, so Meiß.

Auf die Frage warum es im Verlag der Franckebuchhandlung so familiär zugehe antwortete Anne Meiß: „Die Zusammensetzung der Mitarbeiter ist einmalig. Mitarbeiter ergänzen und unterstützen sich in ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, heraus kommen dabei tolle Bücher.“

Ein größeres Lob kann eine Chefin ihrem Team wohl nicht machen. Der Tag im Verlag der Franckebuchhandlung war auf alle Fälle ein herrliches Erlebnis für Bücherfreunde, die gern Bücher mit Botschaft lesen.

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  1. Pingback: “Vater-Tochter-Lesung” | Tobias Faix

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