Timo Plutschinski: Büro mit Aussicht

„Büro mit Aussicht“ ist die deutliche Ansage, den Glauben an Gott nicht nur auf den christlichen Feiertag oder den heiligen Sonntag einzugrenzen. Der Autor meint, uns allen würde es besser tun, wenn wir unseren Glauben auch in die Woche, in unsere Arbeitswelt mit hineinnehmen.

In seinem Buch gibt der Autor Impulse in unseren Alltag hinein, die genau darauf abzielen, Gott im Alltag sichtbar werden zu lassen.

Was der Theologe und Geschäftsmann in seinem Buch schreibt, liest sich ganz einfach, aber es ist noch immer schwer praktizierbar. An dieser Stelle wird Timo Plutschinski unbequem, er stellt Fragen, die sich jeder Leser im stillen selbst zu beantworten hat.

Sympathisch kommt das Buch rüber, weil der Autor nicht von oben herab alles schon weiß oder kann, nein, er schließt sich in den Kreis derer mit ein, die nach dem Weg der Nachfolge suchen!

SCM Hänssler, ISBN 978-3-775-15374-4, Preis 13, 95 Euro

Timo Plutschinski hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Timo Plutschinski, Ihr gerade erschienenes Buch beschäftigt sich mit dem Thema den Sonntagsglauben auch in die Woche mit hinein zunehmen, wie kommen Sie zu diesem Thema?

Aus meinen beiden Tätigkeiten als Pastor und Geschäftsmann kenne ich den weitverbreiteten Chamäleon-Effekt, am Sonntag ein christliches und unter der Woche ein säkulares Programm zu fahren. Viele meinen, berufliches Handeln sei weltanschaulich neutral und der Glaube habe seinen Raum in Kirche und Gemeinde. Mit diesem Irrglauben möchte ich Schluß machen und Hilfestellung geben, wie man auch im Berufsalltag ein authentisches Christsein leben kann.

Was glauben Sie, warum ist es häufig so schwer den Glauben in der Woche sichtbar werden zu lassen?

Christen haben sich zu lange einreden lassen, dass der Glaube Privatsache sei und wahre Professionalität nur weltanschaulich neutral funktioniere. Dieses Denken schafft eine Barriere, unbefangen über Glaubensthemen zu reden oder Glaubensgrundsätze zur Basis des beruflichen Handelns werden zu lassen. Außerdem sind viele Christen sehr veranstaltungs- und gemeindeorientiert und haben ein zu kleines Bild vom Glauben. Das Buch soll hier helfen, den Blick zu weiten.

Timo Plutschinski

Woran erkenne ich einen Christ in der Woche in seinem Büro?

Er macht zuallererst einen exzellenten Job! Darüber hinaus haben Christen einige Vorteile, die sie auch im Berufsalltag nutzen und zum Einsatz bringen sollten. Sie haben ihr Leben an Gott als höchste Autorität gebunden, so dass sie sich nicht von anderen abhängig und manipulierbar machen. Sie betrachten sich als Geschöpfe Gottes. Dadurch brauchen sie sich nicht laufend vor sich selbst und anderen zu beweisen und können Kritik annehmen, ohne sofort zurückzuschlagen. Sie fühlen sich von Gott getragen und haben keine Angst um ihre Existenz. Das gibt ihnen die nötige Kraft und Ruhe im hektischen Berufsalltag. Und letztlich haben sie christliche Werte wie Nächstenliebe, Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit verinnerlicht. Diese Maßstäbe wirken in ihnen wie ein inneres Ordnungsprinzip und sind ein Kompass, auch wenn es emotional mal hoch hergeht.

Es gibt Chefs und Sie erwähnen dies ja auch in Ihrem Buch, die möchten, dass die Mitarbeiter den lieben Gott zu Hause lassen. Was befürchten diese Chefs?

Chefs sagen, dass sie die Mitarbeiter für ihre Arbeitsleistung und nicht fürs Missionieren bezahlen. Sie haben Angst um die richtige Prioritätensetzung. Aber sie haben auch Angst, dass unter dem Diktat der „Political Correctness“ Auseinandersetzungen aufkommen, wenn zu offen religiöse Symbole (Kreuze, christliche Plakate, etc.) oder Handlungen (Gebete etc.) im Unternehmen vorkommen.

Warum arbeiten Sie ganz persönlich lieber mit dem lieben Gott und was geschieht wenn er Ihnen spätestens am Donnerstag abhanden kommt?

Die Gottes-Perspektive lässt mich über die vielen kleinen Alltagsprobleme hinwegblicken und schenkt mir eine größere Sicht. Darum habe ich mein Buch auch „Büro mit Aussicht“ genannt. Sollte es mir wie Petrus auf dem Wasser passieren, dass ich in den Wellen des Alltags untergehe, dann hilft es mir, innezuhalten und die Hand rauszustrecken. Die Bibel sagt: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“

Herzlichen Dank für das interessante Gespräch!

Timo Plutschinski war zu Gast bei „Werthe Gäste“. Wer das Interview sehen und hören möchte bitte hier klicken:  http://www.youtube.com/watch?v=7Vc8k4ZAuPc

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