Brigitte Grill: Und trotzdem habe ich ja gesagt

Dieses Buch gibt es übrigens auch als e-book
Was Brigitte Grill sich hier von der Seele schreibt, dass scheint mehr zu sein als ein Mensch zu tragen vermag.
Sie hat einen jungen Mann kennengelernt und an dem Tag an dem sie sich verloben wollen, da breitet Martin sein Leben vor ihr aus. Elterliche Liebe hat er nie empfangen. In der Bibel hat er nie gelesen, hin und wieder lediglich ihre Seiten geraucht. Martin saß in Stuttgart-Stammheim, und hat als Jugendlicher erfahren, dass er das Resultat einer ehelichen Vergewaltigung ist. Sein Vater starb als er ein Junge war und seine Mutter sitzt in einer psychiatrischen Anstalt. Martin kann ihr nichts verzeihen, will sie nie wiedersehen. Mit schwersten psychischen Leiden und Depressionen startet er ins Erwachsenleben.
Brigitte wird ziemlich mulmig als sie dies alles an ihrem Verlobungstag erfährt, aber sie sagt ja zu Martin. Der Leser erfährt nun von der Autorin wie beide ihr Leben Gott anvertrauen. Damit wird nichts gleich besser. Aber es ist ein Fundament gelegt auf dem sie gemeinsam gehen und an ihrer Situation arbeiten können.
Viele Hochs und Tiefs beschreibt die Autorin. Manchmal erscheint die Beziehung vor dem Aus zu stehen, aber ein Weiter auf dem geminsamen Weg gelingt. Beide vertrauen auf Gott und stellen sich ihren Problemen. Es ist sehr berührend zu lesen wie Heilung selbst in so düsteren Lebensgeschichten möglich ist, wenn nur Vertrauen da ist.
Da wo Ehepartner heute wegen Kleinigkeiten auseinanderlaufen, da sollten sie dieses Büchlein von Brigitte Grill lesen. Es ist eine heilsame Lektüre die in aller Dunkelheit auf Gottes Beistand hofft, enttäuscht wurde hier niemand!
BOAS Verlag, ISBN 978-3-942-25831-9, Preis 9,95 Euro

Die Autorin beantwortete buecheraendernleben nun folgende Fragen:

Liebe Brigitte Grill, Sie haben soeben ihr erstes Buch veröffentlicht und haben mich mit Ihren offenen und ehrlichen Worten sehr berührt. Warum war es für Sie wichtig Ihre Ehegeschichte einem großen Leserkreis bekannt zu machen?

Es ist nicht das erste Buch, das ich veröffentlicht habe, allerdings liegt dies – größtenteils waren es erfundenen Erzählungen – schon Jahre zurück.

Ich habe Freude am Schreiben und es bot sich mir viel Stoff. Da lag es nahe, das Erlebte weiterzugeben. Gern lasse ich auch meine Fantasie spielen und erfinde Geschichten, aber wenn man sagen kann, Gott hat in Schwierigkeiten real eingegriffen, ist das doch etwas anderes. Immer wieder war ich davon beeindruckt,        wie er uns weitergeholfen hat, und allein dies ist der Grund, weshalb ich dieses Buch geschrieben habe, um auf ihn als den liebevollen Vater hinzuweisen. Egal, wie die Situation ist, man braucht niemals aufzugeben, weil Gott alles ändern und neu machen kann.

In Ihrem Buch lese ich oft, dass Gott Sie immer wieder durch schwere Zeiten getragen hat, können Sie das noch ein wenig genauer erklären wie das abgelaufen ist?

In Matthäus 11, 28 sagt Jesus: „Kommt her zu mir alle, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben.“ Wenn ich in Schwierigkeiten war – und bin – habe ich ihm, wie einem Freund, alles erzählt und dann versucht, alles bei ihm abzugeben. Wie oft erlebte ich dann eine        Erleichterung und Freude, die mit der äußeren Situation gar nichts zu tun hatte, aber die Kraft zum Durchhalten freisetzte. Ich war zuversichtlich, dass Gott die Sache in die Hand genommen hat und früher oder später kam eine Lösung.

Beate Grill

Was hat eigentlich ihr Mann dazu gesagt, dass jetzt alle Welt ihre Ehegeschichte kennt?

Wenn alle Welt die Geschichte kennen würde, bräuchten wir  uns um die Verkaufszahlen keine Gedanken mehr zu machen (!) Er hat damit keine Probleme, wohl auch deshalb, weil die „Hämmer“ bewältigt sind. Ursprünglich habe ich nur seine Lebensgeschichte aufgeschrieben, und wir dachten an ein Buch in dem Stil von „Wie wurden Sie eigentlich Christ?“ Das Ganze blieb aber jahrelang liegen und es geschah immer mehr Erwähnenswertes, wie die Versöhnung mit der Mutter oder das „Zwillingswunder“, worüber ich dann in der Christlichen Frauenzeitschrift „Lydia“ berichtet habe. Schließlich kam mir die Idee, alles miteinander zu verknüpfen und in eine ansprechende Form zu bringen.

Wie würden Sie Ihre Familiensituation heute beschreiben, sind Sie mit allen Problemen überm Berg?

Was die Probleme aus der Vergangenheit betrifft, kann man schon sagen, dass es überstanden ist. Alles ist wesentlich entspannter geworden. Wir erleben gerade eine Umbruchsituation, denn die sehr intensive Familienzeit (mit vier Kindern) liegt hinter uns. Inzwischen stehen berufliche Fragen an, was die Großen betrifft. Mit Heranwachsenden zusammenzuleben, sich herausfordern zu lassen und mit ihnen zu diskutieren macht mir viel Spaß. Ernstliche Probleme haben wir mit ihnen nicht, wofür wir sehr dankbar sind.

Vielen Dank für das Interview!

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