Jörg Berger: Lebensziel Berufung

Bereits in zweiter Auflage erscheint dieses Buch, dies zeigt, wie wichtig das hier angesprochene Thema nach wie vor ist. Der Autor ist Psychotherapeut und ihn beschäftigt das Thema wie der Mensch seine eigene Berufung im Leben erkennt. Hilfreiche Schritte beschreibt Jörg Berger und meint: „Einer Berufung zu folgen ist ein Lebensstil.“
In zwei Teile ist dieses Büchlein eingeteilt:
Teil 1: Lebensaufgaben erkennen
Teil 2: Lebensaufgaben gestalten
Hilfreich bei diesem Buch ist, der Autor referiert nicht einfach sein Thema, sondern er nimmt sich mit hinein als Mensch. Er beschreibt oft wie es ihm selbst in seiner Entwicklung ergangen ist. Es sind nicht die großen Weltneuheiten die Berger hier verkündet. Aber er macht aus der jeweiligen Situation noch einmal deutlich und dem Leser bewusst, dass beispielsweise nicht alle Menschen sich irgendwie anpassen müssen, sondern er sagt: „Die Menschen sind unterschiedlich.“ Berger macht seine Leser stark für diese Einsichten, er beleuchtet von unterschiedlichen Seiten wie wertvoll es auch für die Gesellschaft sein kann, wenn sie nicht nur aus angepassten Kleingeistern besteht.
Mit Humor und dem Lebensalltag in Augenhöhe verhilft Jörg Berger seinem Leser mit guten Impulsen und Fragen seine Berufung zu erkennen und dann tatsächlich auch anzunehmen, damit sinnvolles Leben möglich wird.
Mit diesem Buch kann der suchende Leser einen wichtigen Meilenstein meistern!

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-861-22812-7, Preis 9,95 Euro

Jörg Berger hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Jörg Berger, als Psychotherapeut lernen Sie immer wieder Einzelschicksale kennen die in eine Lebenskrise geraten sind. Können Sie die Ursachen für solche Lebenskrisen kurz benennen?
 Krisen sind so vielfältig wie die Menschen, die in Krisen geraten. Einer wird neu mit schlimmen Erfahrungen aus der Vergangenheit konfrontiert, jemand anders opfert sich bis zur Erschöpfung für andere auf. Wieder andere geraten in immer gleiche Beziehungskonflikte und können sich keinen Reim darauf machen.
Sie reden in Ihrer Praxis mit diesen Menschen. Wie würden Sie sie beschreiben und was fehlt ihnen?
Menschen, die zu mir kommen sagen: „Hier komme ich allein nicht mehr weiter. Ich muss neue Wege finden.“ Ein schöner Moment, um Menschen zu begegnen, weil die Krise offen für Veränderung macht.
Noch vor 50 Jahren ging so gut wie niemand zum Psychotherapeuten, heute immer mehr, warum ist das so?
Jörg Berger
Seelische Probleme sind nicht mehr so schambesetzt wie vor 50 Jahren. Außerdem hat sich die Gesundheitsversorgung generell verbessert. Menschen finden heute leichter einen passenden Fachmann für ihr Leiden.
Sie schreiben in Ihrem Buch, es wäre heute so schwierig ein Leben zu leben welches genau dem Wesen eines Einzelnen entgegenkommt. Widerspricht dies nicht unserer modernen Gesellschaft die immer mehr toleriert?
Im historischen Vergleich eröffnen moderne Gesellschaften traumhafte Spielräume für die Lebensgestaltung. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung, diesen Gestaltungsspielraum zu nutzen. An vielen Arbeitsplätzen herrscht ein starke Anpassungsdruck. Außerdem hat jede Gemeinschaft ihre Gruppennormen, sie belohnt bestimmte Verhaltensweisen und bestraft andere.
 “Lebensziel Berufung” heißt ihr Buch. Was sagen Sie Menschen die ihre Berufung selbst nicht entdecken oder die sich nicht trauen ihre Berufung zu leben?
 Schöpferisch mit der Umwelt umzugehen ist eine Lebensäußerung, die schon im Sandkasten beginnt und auf natürliche Weise immer wieder Raum sucht. Manchmal müssen Menschen diese Lebensäußerung aber unterdrücken, zum Beispiel wenn sie in einem starren Regiment von Geboten und Verboten aufwachsen. Als Erwachsene erleben sie sich dann von sich selbst entfremdet und blockiert. Die Lösung besteht dann darin, die Blockade zu erkennen und zu überwinden. Dann entfalten sich die Kräfte wieder, die eine Berufung tragen können.
Welche Rolle spielt Gott in all diesen Fragen?
Im Leben vieler Menschen entsteht irgendwann eine Sehnsucht, sich von Gott gebrauchen zu lassen. Sie fragen: „Gott, wo kann ich mich mit meinen Gaben einsetzen?“ Und sie versuchen Gottes Wegweisung zu verstehen und ihr zu folgen. Andere werden von Gott überrascht. Sie geraten in eine Situation und fühlen sich von Gott angesprochen: „Hallo, ich brauche dich. Setze dich hier für mich ein.“
Vielen Dank für das Gespräch!
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