Hermann Brünjes (Hg.): Gospeltalk

Diakon Hermann Brünjes ist Herausgeber des vorliegenden GospelTalk. Deutschlandweit gibt es derzeit 3000 Chöre und über 100 000 Sänger und Sängerinnen. Oft gehen die Sänger wöchentlich zu ihren Proben. Sie singen gemeinsam und erleben Gemeinschaft. Aber über ihren Glauben ins Gespräch kommen, dies geschieht meist nicht.
Mit GospelTalk soll dies nun anders werden. Hermann Brünjes und seine Mitstreiter haben ein Konzept entwickelt, dies nennt sich zwar „Kurs zum Glauben“, klingt aber nur so schulmäßig. Dieser Kurs will eigentlich nur, dass die Sänger miteinander ins Gespräch kommen, sich über die Inhalte ihrer Lieder austauschen und auf diesem Wege über ihren eigenen Lebens – und Glaubensweg ins Gespräch kommen.
Was die Autoren uns hier vorlegen ist nicht nur ein theoretischer Vorgehensplan, er wurde bereits in der Praxis angewandt. Festgestellt haben die Verantwortlichen dabei, dass schnell polarisiert wird. Da sind die, die mit dem Glauben nichts am Hut haben und nur des Singens wegen kommen und da sind die, die ganz bewusst den Weg der Nachfolge gehen. Es bedarf also eines behutsamen Gesprächs miteinander. Aber ist dieser Pfad erst einmal betreten, dann werden alle merken wie gewinnbringend er für jeden einzelnen sein kann. Zu diesem Buch gehört auch eine CD auf der Chormitglieder zu hören sind die sehr eindrücklich über ihren Glauben reden.
GospelTalk kann zu einer Gemeinschaft führen, die das Glaubensleben befördert!
Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-05868-9, Preis 14,99 Euro
Hermann Brünjes hat buecheraendernleben nur folgende Fragen beantwortet:
Lieber Hermann Brünjes, “GospelTalk” ist eine herrliche Erfindung. Wer kam auf die Idee von GospelTalk und auf die Idee ein Buch dazu zu schreiben?
Naja, die Idee hatte ich während eines großen Gospel-Seminars in Hanstedt. Ich fühlte mich an meine eigene Band-Zeit als junger Mann erinnert: Wir machten Musik, hatten jedoch persönlich eine große Distanz zum Glauben und zu den Inhalten der Lieder. Ob es bei manchen der Chorsängerinnen und Sängern ähnlich sein könnte? Darüber müsste man ins Gespräch kommen – und schon war die Idee da, ein Projekt zu machen. Bald hatte ich Mitstreiter gefunden, meine Kollegen begeistert und die Pilotphase konnte anlaufen
Ziel des Buches soll es ja sein, einzelne Chormitglieder miteinander ins Gespräch kommen zu lassen. Wie Sie selbst erzählen kommt es dabei oft zu Polarisierungen. Warum sollte ein Chorleiter dieses Risiko dennoch eingehen?
Ganz einfach: Weil Angst nicht in der Liebe ist! Wenn Jesus oder die Jünger Angst vor Polarisierung gehabt hätten, würde sich GospelTalk gänzlich erübrigen – wir wüssten nichts vom Glauben. Es gibt eine üble Art, mit Besserwisserei und festgelegten Meinungen zu polarisieren. Es gibt auch mache gar nicht bös gemeinte Ungeschicklichkeit, die Widerspruch hervorruft. Aber machmal polarisiert auch das Evangelium selbst. Es fordert heraus, es reizt zur Stellungnahme. Im Übrigen: „oft“ zu Polarisierungen stimmt nicht. es kommt gelegentlich dazu – meistens verlaufen die Gespräche durchweg konstruktiv.
Wie haben Sie selbst “GospelTalk” bisher in der Praxis erlebt?
Hermann Brünjes
(Foto: Verlag)
Ich bin kein Chorsänger oder -leiter. Also hatte ich kaum Gelegenheit, GospelTalk auszuprobieren. Das haben einige Chöre gemacht und die Ergebnisse teilweise zurückgemeldet. Und im Grunde wird es immer noch ausprobiert und wird sicher diverse Varianten erleben. Ich selbst habe eine kleine Einheit während eines Gospelseminares ausprobiert und dabei im Prinzip gute Erfahrungen gemacht. Leider gehörte ich zu jenen Ungeschickten: Ich hatte das Thema „Ewigkeit“, ausgelöst durch ein Gospel. Da ging es um Sterben und Tod – und das war für manche ein „Hammer“. Ich hätte mit einem weniger emotional besetzten Thema einsteigen sollen und damit wohl weniger Widerstand hervorgerufen. Dennoch: Viele sehr positive Reaktionen danach haben mich sehr ermutigt.
Macht sich das gemeinsame Reden unter den Chormitgliedern auch im Gesang bemerkbar?
Auch das kann ich nicht beurteilen, bin aber überzeugt davon! Ich selbst habe es damals bei unserer Band existenziell erlebt: Wir alle sind an verschiedenen Orten und innerhalb einiger Monate zum Glauben gekommen. Danach war unsere Band eine andere. Wir glaubten, was wir sangen und sangen von Herzen. Wir wollten andere damit anstecken, was uns so froh gemacht hatte. So ähnlich geht es auch Chören, die sich mit den Inhalten ihrer Lieder auseinandersetzen.
Vielen Dank für das Gespräch!
Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s