Cornelia Mack: Die Falle des Vergleichens

Die Pfarrfrau Cornelia Mack beschäftigt sich in ihrem Buch mit dem Beobachten und Vergleichen des Nachbars oder der Freundin. Besonders bei Frauen soll dieses Verhalten oft vorkommen. Die Autorin beschreibt Vor  – und Nachteile. Sie schildert aber besonders die Falle in die man beim Vergleichen mit dem Gegenüber fallen kann und aus der man nicht mehr herauskommt.

Besonders beeindruckend ist für mich in diesem Buch die Sammlung der biblischen Vergleichsgeschichten. Die Autorin hat eine ganze Menge davon gefunden und zeigt an ihnen wie Gott Wert auf jeden Einzelnen von uns legt, ganz egal ob er nun Markenklamotten trägt, top sportlich ist oder auf der Karriereleiter oben steht.

Dieses Buch führt zurück zum Leser und regt an über den eigenen Lebensweg und die Beziehung zu Gott nachzudenken.

SCM Hänssler, ISBN 978-3-7751-5356-0, Preis 10,95 Euro

Cornelia Mack stellte sich nun den Fragen von buecheraendernleben:

Liebe Cornelia Mack, in diesen Tagen kommt Ihr neues Buch „Die Falle des Vergleichens“ auf den Markt. Ein großes Thema ist das Vergleichen der Frau mit der Nachbarin oder Freundin: Was kann die besser? Sieht sie vielleicht sogar besser aus? Warum war Ihnen dieses Buch wichtig?

Weil das Vergleichen eine Falle ist, mit der wir uns selbst und auch anderen das Leben schwer machen. Wir landen in Minderwertigkeitsgefühlen oder Hochmut, also in Selbst- oder Fremdabwertungsstrategien.

Sie reden von der Frau die so oft nach der Nachbarin Ausschau hält um sich mit ihr zu messen. Meinen Sie, dass dies Frauen mehr tun als Männer?

Ja – ich denke Männer konkurrieren eher miteinander. Wenn sie sich dann doch vergleichen, hat dies für sie eher positive Ergebnisse: sie sehen sich in einem sportlichen Wettkampf oder sie kommen zu dem Ergebnis: Ich kann das besser. Oder sie akzeptieren andere Männer, die etwas besser machen als sie selbst.

Ihr Buch heißt „Die Falle des Vergleichens“. Was genau meinen Sie damit?

Cornelia Mack

Eine Falle hält mich gefangen und ich brauche Kraft und Mühe, aus einer Falle wieder herauszukommen. So ist das beim Vergleichen auch. Es kann sogar zu einem Mechanismus mit negativem Gefälle werden.  Beim kleinsten Anlass des Vergleichens rutsche ich wie auf einem abschüssigen Abhang nach unten und habe Mühe, wieder nach oben zu kommen.

Hat das Vergleichen auch positive Aspekte?

Auf jeden Fall. Wenn ich das Vergleichen dazu nutze, um von anderen  zu lernen, ist das positiv. Wir brauchen Modelle und Vorbilder, an denen wir uns orientieren könne. Ein weiterer positiver Aspekt kann auch der der Abgrenzung sein. Ich sehe z.B. bei anderen, wohin bestimmtes Verhalten führt und komme    für mich zu dem Ergebnis: so will oder so kann ich nicht leben. Oder: so werde ich dieses Problem nicht lösen (können). Oder: so  werde ich meine Beziehung nicht gestalten wollen.

Wie so oft bei vielen aktuellen Themen, reicht auch hier ein Blick in die Bibel um uns zu zeigen, dass unsere Themen keine neuen sind. Deshalb finde ich Ihre Sammlung biblischer Vergleichsgeschichten sehr hilfreich. Wie heißt Ihr Rezept beim Vergleichen um nicht in Fallen wie Neid oder Mißgunst abzustürzen?

Dankbarkeit. Wer den Blick für die  Wertschätzung  Gottes im eigenen Leben wieder entdeckt, weiß um seinen Wert und muss ihn nicht bei anderen oder in deren angeblich besserem Leben suchen. Wer sich von Gott geliebt, wertgeschätzt und beschenkt weiß, kann anderen etwas gönnen und sich mit ihnen freuen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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