Peter Höhn: Glauben mit Herz – Leben mit Sinn

Es gibt Christen die besuchen alle Gemeindeveranstaltungen und wenn man sie beobachtet könnte man meinen sie tun alles dafür um den besten Fensterplatz im Himmel zu bekommen. Aber die Ausstrahlung, die herzenswärme eines Christen besitzen sie nicht. Peter Höhn sagt: Lass Jesus auch in dein Herz hinein.

Der Autor konfrontiert mich mit Fragen die ziemlich direkt sind. Er will von mir wissen ob ich mit Gott eher eine Geschäftsbeziehung, eine Angstbeziehung oder doch eine Liebesbeziehung unterhalte. Ziemlich neugierig dieser Autor, aber damit verdeutlicht er sehr genau um was es ihm in seinem Buch geht. Er macht sich stark für eine Herzensbindung mit Gott, weil wir dann erst die einzigartige Liebe erfahren die er für einen jeden von uns bereit hält.

Auf einer Station von 14 Kapiteln beschreibt Peter Höhn unser Dilemma und gibt uns sehr praktische Impulse wie wir auf den Weg zu so einer Herzensbindung kommen können. Mir ist es beim Lesen so ergangen, dass ich mich von einigen Kapiteln sehr direkt angesprochen fühlte und dann das Buch für einen Tag weglegte um das soeben gelesene zu verinnerlichen. Da steht bei Peter Höhn beispielsweise geschrieben, man solle sich „für den Heiligen Geist öffnen“. Das klingt gut, aber was bedeutet dies für den Alltag? Peter Höhn lässt seinen Leser nicht im Regen stehen. Er gibt Antwortversuche die jeder Leser prüfen und annehmen oder für sich selbst vervollständigen kann.

Eine Hilfe ist es auch, dass der Autor nicht als der Herr Oberlehrer auftritt, sondern sich selbst mit einbezieht und biografisches von sich selbst preis gibt. Wer sich ernsthaft mit Peter Höhn auf den Weg macht, der wird bald schon Veränderung spüren?

SCM R. Brockhaus, ISBN 978-3-417-26493-7, Preis 12,95 Euro

Peter Höhn hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Peter Höhn, “Glauben mit Herz – Leben mit Sinn” heißt Ihr Buch, warum haben sie es geschrieben, warum sollten wir es Lesen?

Weil ich drei Dinge entdeckt habe: Gott ist ein Gott des Lebens (und nicht der Religion), sinnerfülltes Leben ist eine Frage des Glaubens, und Glauben ist eine Frage des Herzens. Mit meinem Buch möchte ich Menschen motivieren, Gott mitten im Leben und gleichzeitig im eigenen Herzen zu suchen und zu finden – in der Gewöhnlichkeit des Alltags, im «Leiden» an den Mitmenschen und in den Kämpfen mit den eigenen Ängsten und Abgründen. Der Schlüssel ist der Herzensdialog mit Jesus und das aufmerksame Hinhören auf sein Wort. Dazu gibt das Buch praxiserprobte Anstösse. Wer diesen Herzensdialog mit Gott wagt, wird immer mehr den Zugang zum eigenen Herzen finden (woraus die Quelle des Lebens fliesst – Sprüche 4,23), mit seinen Nächsten erlöste Beziehungen leben und in dieser Welt seiner Berufung folgen können. 
Sehr beeindruckt hat mich an Ihrem Buch, dass Sie in einem sehr persönlichen Plauderton über Glaubenssachen reden, warum tun wir uns heute im allgemeinen so schwer damit?

Weil wir so furchtbar religiös sind – und denken, Gott sei es auch! Ich begegne vielen Menschen – ob gläubige oder andersgläubige –, die sich ganz tief drin vor Gott fürchten. Sie möchten, dass er ihnen hilft, sie in den Himmel bringt, gleichzeitig haben sie Angst, dass er ihnen zu nahe kommt oder zuviel von ihnen erwartet. Oder sie verbringen viel Zeit mit religiösen Aktivitäten, von den sie denken, dass das einfach dazugehöre, aber insgeheim langweilen sie sich zutode. Nur eines tun sie nicht: Sie gehen nicht hin und fragen Gott selbst nach, wie er sich denn das mit meinem Leben gedacht hat – mit meiner Arbeit, Ehe und Familie, Freizeit, Finanzen usw. und wie das alles mit echtem Leben gefüllt werden kann. Gott ist uns in Jesus nahegekommen, ist Mensch geworden. Das könnte uns doch ermutigen, selber immer mehr „normal“, natürlich, offen und ehrlich zu kommunizieren – sei es im Herzensdialog mit Gott, aber auch im zwischenmenschlichen Umgang.

Peter Höhn
Was geht uns eigentlich verloren wenn wir nicht im persönlichen Austausch miteinander sind?
Wir bleiben auf Distanz. Es findet keine wirkliche Begegnung und Beziehung statt. Es „lebt“ nicht. Deshalb ist es so wichtig, dass wir lernen mit Jesus (und miteinander) über das echte Leben zu reden: darüber, was in unserem Herzen ist, darüber, woran wir leiden, darüber, was uns echt bewegt und in uns echt lebendig ist.

Ihre Sätze lesen sich oft so einfach. Lass Jesus einfach in dein Herz hinein – das klingt toll, aber oft fragen  Menschen wie soll das geschehen? Was antworten Sie solchen Leuten?

Vielleicht reicht es, Jesus mal AN mein Herz heranzulassen, aber zugleich den Herzensdialog mit ihm aufzunehmen. Dafür ist es wichtig, dass wir alte, vielleicht auch schmerzliche und irritierende Erfahrungen mit der Kirche und dem Glauben zurücklassen (wir können uns hinter solchen Erfahrungen auch verschanzen). Es geht darum, sozusagen nochmals neu anzufangen, uns einfach und unverkrampft, aber mit Demut und Lernbereitschaft auf einen eigenständigen Weg zu machen unter dem Motto: «Herr, Jesus Christus, ich möchte dich wirklich aus erster Hand kennen lernen, ich möchte wissen, was es mit dem Glauben auf sich hat. Sprich du zu mir, was ich jetzt da, wo ich anstehe, hören soll und was für mein Leben wichtig ist.» Und dann gilt es auch still in sich hineinzuhören, vielleicht auch aufzuschreiben, was er zu unserem Herzen spricht, und es dann auch umzusetzen.
Wie redet Peter Höhn im Alltag mit Gott? Gibt es da feste Gebetszeiten oder reden Sie mit Gott zu jeder Stunde und überall?
Sowohl als auch. Ich habe meistens am Morgen eine halbe Stunde, in der ich einen Bibeltext lese, und für die Begegnungen dieses Tages bete. Dann bleibe ich den ganzen Tag über in einem lockeren inneren Herzensgespräch mit Gott. Und dann gibt es Zeiten grösserer Herausforderungen, Entscheidungen, Fragen, die ich in einer „Sondersitzung“ mit Jesus bespreche – so wie ich es auch ganz praktisch in meinem Buch beschrieben habe.
Herzlichen Dank für das Gespräch!
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