1. christlicher e-book-shop wird aufgelöst

Es traf mich wie eine Bombe, aber es ist tatsächlich so, mein Freund Stefan Böhringer gibt zum 30. September 2012 seinen www.christliche-ebooks.de auf.

Er sah sich dazu gezwungen, weil die Umsätze immer weiter sanken und gerade noch die Betriebskosten decken. Von Anfang an durfte ich den Regensburger Studenten bei seinem bislang einzigartigen Projekt im deutschsprachigen Raum begleiten. Ich habe miterleben dürfen mit wieviel Elan er am 6. April 2011 gestartet ist und mir in einem Interview zu seinen Beweggründen ein solches Projekt zu starten damals gesagt hat:

„In Erlangen schließlich entdeckte ich „durch Zufall“ die buchwissenschaftliche Fakultät und war aus meiner Liebe zu Büchern sofort Feuer und Flamme. Ich bewarb mich für ein Doppelstudium und wurde angenommen. In diesem Studiengang erfuhr ich dann das erste Mal von der tiefgreifenden Umwälzung, die die Digitalisierung der Buchbranche noch bringen wird und ja auch schon brachte. Wir lernten zwar viel über klassische Buchwirtschaft und der Geschichte des Buches, aber eben auch viel über die elektronischen Formen. Und, hier spürte ich Gottes Führung am stärksten, da kam mir Nachts die Idee, mein erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen. Denn weiterhin möchte ich den Menschen Gottes Wort nahe bringen – und dies geschieht eben auch durch Bücher, vor allem in unserer Lesegesellschaft. Nur befindet sich diese Gesellschaft im medialen Wandel. Nicht nur Film und Musik werden mehr und mehr digital konsumiert, sondern auch Bücher.

(Archiv) Stefan Böhringer

Wir haben solch eine wichtige Botschaft! Mit dieser sollten wir auch Menschen erreichen, die digital lesen wollen. Ich sehe das ganz pragmatisch. Es geht nicht um ein Ablösen des guten alten Buches, sondern darum Formen des Buches anzubieten, welche die Leser lesen wollen. Und das habe ich dann durch den E-Book Shop umgesetzt.“

Bleibt zu hoffen, dass Stefan Böhriner durch diesen Misserfolg nicht allzu niedergeschlagen ist, sondern mit neuen Erfahrungen, neue Vorhaben angeht.

Noch ist der www.christliche-ebooks.de gut gefüllt. Vielleicht schaut Ihr mal vorbei und findet ein interessantes E-Book.

 

 

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “1. christlicher e-book-shop wird aufgelöst

  1. Esther Middeler

    Oh, das ist ja total schade! Ausgerechnet jetzt, wo ich ernsthaft darüber nachdenke, mir einen Ebook-Reader zu kaufen! Ich wünsche Stefan Böhringer alles Gute und dass er möglichst schuldenfrei aus dem Experiment hervorgeht … und vielleicht später noch einmal einen neuen Versuch wagt, wenn sich das elektronische Lesen auch unter Christen etabliert hat!

  2. Es gibt ja mittlerweile einen neuen Versuch – http://www.cebooks.de/ – denen ich viel Erfolg wünsche. Leider gibt es einige Probleme – nicht nur wegen der mangelnden Akzeptanz, sondern auch, weil viele Verlage sehr schnell die Schotten dicht machen, wenn andere eBooks anbieten möchten.
    Kostenlose eBooks gibt es übrigens für Leute, die auch an Kirchengeschichte interessiert sind, unter http://www.lesekammer.de – derzeit stehen da mehr als 100 Stück zur Auswahl

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