christliche Verlage im Netz

Ich träumte meinen Traum …
als ich dann allerdings die letzten Schlafkrümel herausgefegt habe, dachte ich noch, warum muss es eigentlich ein Traum bleiben? Ich träumte von den Internetseiten unserer christlichen Verlage. Keine Hinweise mehr auf langweilige Blogs oder FB-Seiten die oft nur von wenigen Leuten beklickt werden. Dafür sind die Internetseiten viel besser und informativer geworden. Es gibt Mitmach-Aktionen, Gewinnspiele zu christlichen Feiertagen, auch ist mal ein kostenloses Leseexemplar zu gewinnen und es gibt jede Menge an Infos über Leseveranstaltungen und Autorennews.
Heute morgen dann so gegen neun Uhr habe ich mich einmal auf den Facebookseiten einiger christlicher Verlage umgeschaut. Entweder ist es an den jeweiligen Standorten der Verlage bereits so kalt, dass die Technik dort eingefroren ist oder aber es gibt nichts Aktuelles zu vermelden. So stellt beispielsweise der Verlag der Franckebuchhandlung fast täglich einen Buchtitel auf ihre FB-Seite, dafür allerdings wirkt ein Blick auf deren Blog eher langweilig, weil hin und wieder identisch mit dem letzten Eintrag auf der FB-Seite. Außerdem könnte ich mich als interessierter Leser ebensogut auf den Verlagsseiten informieren. Schon heute kann man dort seine Meinung zum jeweiligen Buchtitel hinterlassen. Warum also laufen FB und Blog beinah identisch?
Der letzte Eintrag beim großen Bruder Gerth Medien ist vom Freitag. Warum macht der Verlag bloß gleich in mehreren Einträgen Werbung für den Buchtitel „Der Weg“? Das Buch ist doch in einem ganz anderen Verlag erschienen. Außerdem empfinde ich es als unpassend, wenn ich in der Woche vor Totensonntag auf den Verlagsseiten von Weihnachtswundern und Weihnachtswerbung empfangen werde. Klar, auch christliche Verlage müssen gewinnorientiert arbeiten. Mir allerdings schiene es angebrachter mit zusätzlicher Weihnachtswerbung bis nach Totensonntag zu warten. Ist so eine Verlagsseite nicht auch ein Ort an dem das christliche Profil auffallen sollte?
Auffallend aktuell dagegen zeigt sich die FB-Seite des Verlages SCM Hänssler. Dort bemüht man sich um aktuelle Hinweise zu den Autoren und ihren aktuellen Veranstaltungen. Auf der Verlagsseite sind alle Neuerscheinungen auf einen Klick zu sehen. SCM Bruder R. Brockhaus hat allerdings einige Mühe mit der Aktualität seiner FB-Seite mitzuhalten.
Bei Brendow auf FB wünscht man sich heute Vormittag ein schönes Wochenende und beim Brunnen Verlag in Basel ist der letzte Eintrag ebenfalls vom Freitag. Die Kollegen in Gießen haben den Kampf mit der Aktualität auch noch nicht aufgenommen, aber hier hat man wenigstens bemerkt, dass in der letzten Woche der bundesweite Vorlesetag war. Außerdem halten sich hier Gerüchte, dass zur Leipziger Buchmesse Großes auf die Internetnutzer wartet.
Sicher könnte ich meine Beobachtungen noch ausweiten, aber eins wird für mich offenbar: Die Verlage kommen mit dem Führen von Verlagsseiten, Blogs und Facebookseiten an ihre Grenzen. Ich frage nicht die Verlage, ich frage ausdrücklich meine Leser, ist es für Euch wirklich so wichtig, dass christliche Verlage so viele Sprachrohre haben?
Nutzt bitte die Kommentarmöglichkeit unter diesem Beitrag und lasst uns wissen, ob Euch ordentlich geführte Internetseiten der Verlage ausreichen oder warum Ihr unbedingt Blogs und Facebook der Verlage braucht!
Vielleicht können wir unseren Verlagen ja auf diesem Wege unsere Erwartungen mitteilen. Unter allen Kommentaren werden pünktlich zum Nikolaustag drei ausgelost und die bekommen von uns kostenlos einen weihnachtlichen Buchtitel zugeschickt.
(Dienstag 9.00 Uhr)
NACHTRAG: In der kommenden Woche wollen wir an dieser Stelle die Verlage fragen, warum sie auf FB dennoch nicht verzichten wollen.
Und nun zu Euren Meinungen:
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8 Kommentare

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8 Antworten zu “christliche Verlage im Netz

  1. jjohannes

    Ja, da wird von den Verlagen natürlich einiges erwartet. Der hohe Aufwand, der für die Pflege der Homepage, Facebook etc. notwendig ist, zahlt sich für die Verlage bisher nicht aus. Deshalb darf man an dieser Stelle auch nicht zuviel erwarten. Und eins nicht vergessen: sie leben ja vor allem davon, dass man Gedrucktes liest und nicht nur Pixel 😉

  2. Da ich selbst kein Facebook-Nutzer bin, aber gerne blogge bzw. auf Blogs unterwegs bin, finde ich aktuelle News auf Blogs super. Ich finds immer spannend, auch ein paar Infos zu den Vorgängen hinter den Kulissen zu erfahren. Und gerade bei Francke, bin ich immer ein bisschen enttäuscht, dass da oft eine lange Blogpause herrscht. Dass sie eine FB-Seite haben, ist mir ganz neu. Aber vielleicht bin ich da auch ein bisschen oldschool 😉

  3. Ich finde es okay wie es ist. Meist sind es doch kleine Verlage, die wirklich nicht den ganzen Tag Zeit für sowas haben. Ich lese lieber bei FB, weil ich da alles auf einen SChlag habe. Aber schlimm finde ich es nicht, dass nicht alles minutenweise aktualisiert wird. Ich selbst schreibe auch nicht jeden Tag was ich mache, daher passt das. Selbst bei den großen Verlagen gibt es nicht jeden Tag Neuigkeiten. SCM ist ziemlich aktuell immer und schreibt, wenn neue Bücher eingetroffen sind. Das gefällt mir. Aber Lebensnotwendig ist es nun auch nicht. Hauptsache sie machen weiterhin gute Bücher!

  4. Ich liebe es auf Blogs zu stöbern und dort neue und interessante Bücher kennen zulernen. Leider lässt es meine WL ins Unermessliche ansteigen. Das Francke auf FB vertreten ist war mir bisher auch unbekannt, aber nur ein Klick hat mich der Seite näher gebracht und ich kann ihnen ganz bequem folgen!

  5. Esther M.

    Ein bisschen peinlich ist es schon, wenn man dienstags noch ein schönes Wochenende wünscht, aber auch irgendwie lustig. Ich stimme S. Janoschke zu – die Verlage sind meist recht klein und haben meist wenig Zeit/Kapazitäten für die Pflege. Gleichzeitig ist gerade Facebook aktuell unerlässlich – da ist es doch besser, man postet denselben Beitrag 2x, als ihn nur auf der Verlagswebsite zu posten, die meist nur gezielt aufgesucht wird. Mir war dieser „Mangel“ bisher nicht aufgefallen, da ich mich nach wie vor über neue Bücher eher über einzelne Blogs oder den „guten alten Katalog“ informiere – und natürlich Amazon. Ich sehe also ehrlich gesagt keinen großen Handlungsbedarf für die Verlage. Wichtig ist meiner Ansicht nur, diesen Bereich intern nicht aus den Augen zu verlieren und vielleicht für die Zukunft festzulegen, wer dafür inwieweit zuständig ist.

    • Facebook ist für mich ein unerlässlicher Partner, wo ich aktuelle Informationen erhalte. SCM ist dort der Vorreiter für mich, die anderen Verlage rufe ich teilweise gezielt auf, um Infos zu erhalten.
      Auf die homepage der einzelnen Verlage gehe ich nur noch, wenn Facbook gezielt darauf verweist.

      Selber bin ich in der Christlichen Bücherstube Neunkirchen – Siegerland tätig.
      Auch wir sind seit einem guten Jahr auf Facebook und versuchen zu lernen, wie man am besten die Leser erreichen kann.

      Ein tägliches Posten ist aus Zeitgründen leider nciht möglich, auch wenn wir es versuchen. Aber wir merken doch:
      Je öfter man dort etwas schreibt,
      desto öfter wird die Seite angeklickt und gelesen.
      Durch die Reaktionen der LEser und der Statistik ist zu ersehen,
      was interessant ist und was nciht so gut ankommt.

      Darf ich unsere Seite hieranführen?

      Übrigens freuen wir uns sehr über Meinungen / konstruktive Kritik ….

  6. Katrin K.

    Ich möchte die Neuigkeiten der christlichen Verlage auf Facebook nicht missen. So habe ich mich schnell informiert und bleibe auf dem Laufenden. Ohne die FB-Eintragung des Francke-Verlages wüsste ich bestimmt bis heut noch nicht, dass es eine AG christl. Rezensenten gibt. Das wäre ja traurig. Die Verlagswebsites schaut man ja meist nur durch, wenn man gezielt nach etwas sucht. Da stimme ich Esther zu.

  7. Sigrid Wink

    Lange habe ich mich auch gesträubt FB beizutreten. Aber es ist schon so, wenn man dort im Netz unterwegs ist, auf einen Klick ist alles verfügbar. Auch wenn die Seiten nicht bei allen Verlagen immer auf dem neuesten Stand sind und auch mal für einen anderen Verlag Werbung betreiben, finde ich es nicht schlimm. Vielleicht erhalten sie ja einige neue Leser, gerade jüngere Leute, die auf FB unterwegs sind.
    Für die ganz aktuellen Informationen habe ich mir, wenn verfügbar, die Newsletter der Verlage abonniert.
    Auf die Verlagswebsites schaue ich nur, wenn ich ein Buch bestellen will.

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