Antworten der Verlage

Antworten der Verlage

Nachdem wir in der letzten Woche unseren Beitrag

https://buecheraendernleben.wordpress.com/2012/11/20/christliche-verlage-im-netz/#comments

veröffentlicht hatten, erreichten uns sehr schnell 17 Mails und acht online gepostete Kommentare. Gleich mehrere Autorinnen zeigten sich enttäuscht darüber, dass beim Francke Verlag in Marburg FB Seiten und Blog oft parallel laufen. Auf dem Blog ist oft mehrere Tage lang kein neuer Eintrag. Natürlich wissen auch wir, dass die Verlagsmitarbeiter täglich ihr Bestes geben und oftmals mit dem Führen ihrer Sprachrohre an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Vom Mitarbeiter für Presse – und Öffentlichkeitsarbeit Sven Gerhardt wollten wir jetzt wissen, warum es für den Verlag unverzichtbar ist, beide Informationsquellen nebeneinander laufen zu lassen. Sven Gerhardt:

„Unser Weblog gibt es schon seit einigen Jahren und wir haben treue Leser/innen, die dort immer wieder nach Neuigkeiten schauen. Unseren Facebook-Auftritt haben wir erst seit knapp 1,5 Jahren und wir stellen fest, dass sich die Leserschaft auf beiden Medien überschneidet. Auf dem Blog finden sich meist ausführlichere Artikel, die wir all denen zur Verfügung stellen wollen, die nicht bei Facebook aktiv sind. Andererseits sind die Blogeinträge auch interessant für unsere Facebook-Freunde. Daher verlinken wir die Artikel. Dass beides parallel läuft und sich Inhalte überschneiden, sehen wir nicht als problematisch an. Wir überlassen es unseren Lesern, über welche Quelle sie sich informieren möchten. Zudem haben wir ja auch noch unser Francke-Magazin, das es sowohl als Printausgabe, als auch in digitaler Form auf dem Onlinedienst »issuu« gibt. Wir setzen also auf mehrere Kanäle, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Dass wir nicht jeden Tag einen Facebook-Post oder Blogeintrag verfassen, hat mehrere Gründe. Zum einen möchten wir unsere Leser nicht mit ständigen Informationen »nerven« und posten auch ganz bewusst nicht jede belanglose Kleinigkeit. Zum anderen ist das natürlich auch eine Frage der Kapazitäten unseres recht kleinen Teams. In »ruhigeren« Zeiten erstellen wir natürlich häufiger Einträge, als in sehr arbeitsintensiven Phasen, in denen wir mit dem kompletten Team am Programm arbeiten. Da setzten wir definitiv Prioritäten. Ich bin sicher, dass unsere Leser das verstehen und sich zudem mehr über gute Bücher, als eine ständige Aktualisierung unserer Facebook- und Webseite freuen.“

Auch beim Brunnen Verlag in Basel gibt es natürlich nur fleißige Mitarbeiter. Auch hier wollten wir nachgefragt,  warum FB heute für die Verlage unverzichtbar ist. Lektorin Vera Hahn nahm sich für uns Zeit:

„Für uns als Brunnen Verlag Basel ist Facebook die ideale Lösung, da wir keine eigene Homepage besitzen, die wir mit Informationen versorgen könnten. Die war bis jetzt nicht zwingend nötig, da unsere Bücher durch unseren Webshop http://www.bibelpanorama.ch und unseren deutschen Partner, die Brunnen Verlags GmbH in Gießen mit http://www.brunnen-verlag.de, prima vertreten sind.

Nun wollten wir aber doch gerne – vor allem auch für unsere Schweizer Buchhandels- und Privatkunden – ein Portal haben, auf dem wir auf Neuerscheinungen, neu eingetroffene Bücher, Autorenlesungen, Rezensionen usw. hinweisen können. Da war Facebook wie gesagt die ideale Lösung und ist deshalb unverzichtbar für uns, weil wir auch nicht bloggen oder twittern.

Dass die Seite nicht täglich mit Informationen versorgt wird, liegt einerseits daran, dass es nicht täglich etwas zu berichten gibt. Andererseits möchten wir auch unsere „Follower“ nicht mit Informationen überfluten, so dass sie vielleicht versucht sind, uns „abzubestellen“.

Von den Kollegen aus Gießen versuchten wir herauszukitzeln was an den Gerüchten dran ist, dass sich schon zur Buchmesse in Leipzig einiges am Erscheinungsbild des Verlages im Netz ändern wird. Johannes Jahn aus der Abteilung Verkauf und Marketing brachte ein wenig Licht ins Dunkel:

„Wir planen eine Relaunch unserer Website und hoffen, dass unsere beauftragte Agentur gerade fleißig dabei ist, unsere Wünsche umzusetzen. Unser Ziel ist es, zur Buchmesse in Leipzig unseren neuen Verlagsauftritt präsentieren zu können.“

Lektor Nicolas Koch vom Brendow Verlag meinte auf die Frage warum Brendow bei FB ist: “ Wir möchten natürlich dort sein, wo unsere Kunden sind. Und das ist heutzutage (auch) Facebook. Gegenüber anderen Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. der eigenen Homepage) bieten sich hier schon ein paar Vorteile:

Die Kunden müssen nicht gezielt die Seite ansteuern, sondern jeder, der sich für uns und unsere Produkte interessiert, bekommt automatisch die Statusmeldungen angezeigt.

Man kann auf Facebook sehr direkt mit den Kunden und auch dem Buchhandel kommunizieren: Die Hemmschwelle, im Verlag anzurufen, ist recht hoch, aber mal schnell was auf Facebook posten – kein Problem. Zum Beispiel haben Leute gefragt, ob ein Buch noch zu bekommen ist, ob ein Titel auf einer wahren Begebenheit basiert … Das kann man hier schnell klären!

Der Nutzen ist natürlich schwer einzuschätzen. Für uns geht es bei Facebook in erster Linie um Präsenz und Kundennähe, weniger um Absatzzahlen. Dass Leute auch mal einen Blick hinter die Kulissen des Verlages werfen können, hier und da auch mal ein Gesicht auftaucht und man sieht, wer hinter den Produkten steckt.“

Bei der verantwortlichen der vorbildlich geführten FB Seiten des SCM Hänssler Verlages Annegret Prause, haben wir nach den neuen positiven Erfahrungen mit FB Lesern gefragt und auch hier wollten wir wissen ob und vor allem warum FB heute unverzichtbar ist:

„Ob FB unverzichtbar ist, darüber kann man sicherlich streiten. Wir schätzen aber den schnellen und direkten Kontakt zu unseren Lesern. Es ist toll, Feedback und Anregungen zu bekommen und Bücherfans auf einer persönlicheren Ebene zu begegnen. Gleichzeitig macht es uns natürlich auch Spaß, ein bisschen Verlagsleben zu teilen.“ 

Fazit: Facebook ist für „unsere“ christlichen Verlage ein beliebter heißer Draht um den Leser schnell zu informieren und von ihm Feedback zu bekommen!

Sehr gern hätten wir auch einen Mitarbeiter von Gerth Medien zu Fragen unseres in der letzten Woche erschienen Beitrages gehört,  aber leider sind die Mitarbeiter dort, derzeitig bereits so im Weihnachtsstress, dass sie keine Zeit für uns haben.

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