Monatsarchiv: Dezember 2012

Ein gesegnetes Jahr 2013 ! ! !

am anfang eines neuen Tages
Einer der Höhepunkte im Januar wird dieser neue Roman von Lynn Austin sein. Im Verlag der Franckebuchhandlung in Marburg wartet man gespannt auf die Lieferung aus der Druckerei 🙂

Am Ende eines Jahres wird gern Bilanz gezogen. Aber wie zieht man auf einem Bücherblog Bilanz? Zählt man die Klicks dann kommen wir in unserem ersten Jahr auf über 40 ooo und zählt man die Länder aus denen unsere Leser kommen, dann sind dies 69 Länder. Darunter Japan, Indien und Kambodscha und wir haben keine Ahnung wer uns dort kennt, freuen uns aber natürlich darüber.

Wir freuen uns auch auf ein neues Jahr mit unseren Lesern. Woche für Woche wird es wieder Rezensionen und Autorengespräche geben, sicher auch so manch eine Überraschung ! ! !

Unsere christlichen Verlage haben bereits für Januar 2013 viele neue Titel im Angebot. Unsere Empfehlungen werdet ihr bald hier lesen können. Wir versprechen euch am Ball zu bleiben und wünschen allen unseren Lesern ein gesegnetes Jahr 2 0 1 3 !!!

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Klaus-Peter Jörns: Update für den Glauben

klaus peter jörnsupdate für den glauben

„Update für den Glauben“ klingt zunächst nach Erneuerung, vielleicht auch Modernisierung meines Glaubens. Etwas skeptisch nähere ich mich diesem für den Laien gut lesbarem Buch. Schnell stelle ich anhand der Beispiele des Autors fest, dass Update keine neue Erfindung ist. Vielleicht die Begrifflichkeit, aber die Methode scheint uralt.

Aus meiner anfänglichen Skepsis wird von Seite zu Seite Faszination. Klaus-Peter Jörns zeigt an konkreten Beispielen wie sich Glaube immer wieder neu der Gegenwart zu stellen hat um Menschen heute anzusprechen, ihnen Hilfe sein zu können. Das dies nicht mit Beliebigkeit gleichzusetzen ist, wird ebenfalls in seinem Buch klar.

Was mich ebenfalls an diesem Buch fasziniert hat, dass ist Jörns Weite in seinem Denken. Er hat nicht nur die Bibel vor sich. Sein Blick geht darüber hinaus, auch mit seinem Blick auf die Menschwerdung konfrontiert er seine Leser.

Klaus-Peter Jörns zu lesen fordert heraus. Er konfrontiert mit seiner Meinung und ermuntert seine Leser eigene Standpunkte zu formulieren. Literatur dieser Art von deutschen Autoren brauchen wir mehr denn je!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-08145-8, Preis 17,99 Euro

Klaus-Peter Jörns beantwortete buecheraendernleben nun folgende Fragen:

Lieber Klaus-Peter Jörns, soeben ist Ihr Buch „Update für den Glauben“ erschienen. Warum muss Glaube aktualisiert werden?

Das Buch beginnt mit Beispielen aus Bibel und Religionsgeschichte, die zeigen, dass es in allen lebendigen Religionen auch früher schon das gegeben hat, was man heute „Update“ nennt. Religionen, die nicht in der Rechtgläubigkeit erstarren wollten, haben den kulturellen Wandel ernstgenommen, der sich über die Jahrhunderte hin in ihrem Bereich ereignet hat. Für mich verlangt der Glaube an Gott und seine Gegenwart im Geist, dass wir auch im Glauben für die Veränderungen offen sein müssen, die wir als Bildungswissen lernen und die uns an der Evolution aktiv teilhaben lassen, wenn wir das Prinzip Kooperation fördern. Jesus selbst ist nach unserem Glauben das Update der jüdischen Messiasvorstellung gewesen, indem er sie von der militärischen Gewalt abgekoppelt hat.

Wie kamen ausgerechnet Sie auf dieses Thema?

Mein Doktorvater Joachim Jeremias war ein Jesus-Forscher und hat viel zum Verständnis der Evangelien beigetragen. Dass wir im Kanon vier Evangelien und nicht nur eines haben, geht auf die Erkenntnis zurück, dass sich die Jesus-Überlieferungen mit den unterschiedlichen religiösen Herkünften der Jesus-Zeugen verbunden haben. Es gibt keine Normvorstellung von Jesus, sondern nur solche dem Leben der Menschen und ihren Heilsvorstellungen jeweils angepasste Zeugnisse. Das ist notwendig, weil ein Glaube nur Sinn hat, wenn er sich in dem wirklichen Leben der Menschen als hilfreich erweist. Ein genormter Glaube, der alle in eine Einheitsform pressen will, ohne den geschichtlichen Wandel zu beachten, schneidet sich selbst vom Leben ab. Johannes 13 kann man sehen, wie ein verantwortlicher Theologe schon am Ende des 1. Jh. n. Chr. mit dem an die Sühneopfertheologie gebundenen Abendmahl umgegangen ist: Er hat es ersatzlos gestrichen und durch die Fußwaschung als Sakrament des Dienens ersetzt. Denn er fand, dass die Sühnetheologie der Jesus-Überlieferung widerspricht, in der Gottes Liebe von keinerlei Opfer oder Blutvergießen abhängt.

Wie sind die ersten Reaktionen auf Ihr Buch ausgefallen?

Es ist einen Monat auf dem Markt. Das schönste Kompliment, das ich erhalten habe, stammt von Johano Strasser, dem Präsidenten der großen Schriftstellervereinigung PEN-Club. Er schrieb mir, das Buch sei „ein bravouröses Stück Aufklärung“. Solche Glaubensaufklärung tut not, wenn der christliche Glaube überleben will, und nicht eine sklavische Bindung an den Wortlaut der Bibel. In ihm sind viele kulturelle und kultische Standards der Antike enthalten, die unseren Glauben nicht mehr binden dürfen.

Für wen speziell haben Sie ihr Buch geschrieben und warum sollten es auch Ihre Kritiker lesen?

Was die Bibel angeht, plädiere ich für einen gelassenen Umgang mit ihr. Sie muss als Heilige Schrift neben anderen Heiligen Schriften gelesen werden. Dann überzeugt sie durch große Erzählungen und andere Texte. Sie wird missbraucht, wenn sie weiter als Belegstellensammlung für Dogmen behandelt wird. Und ich mache Vorschläge, wie wir unseren Glauben mit der physikalischen Weltentstehungtheorie und mit der Evolutionstheorie verbinden können – also auch mit der Tatsache, dass wir eine tierliche Herkunft haben und unser Gehirn sich in der Steinzeit ausgeprägt hat. Vor allem im Straßenverkehr können wir diese Abstammung gut erkennen, weil wir uns da alles andere als angemessen verhalten und immer noch tausende Tote als „Verkehrsopfer“ akzeptieren. Also: Das Buch geht alle an, die denken und leben können wollen, was sie glauben, und die dem Glauben keine Sonderwelt mehr zugestehen. Es ist ein Beitrag zur Menschwerdung des Menschen.

Sie haben eine „Gesellschaft für eine Glaubensreform“ gegründet. Wer trifft sich dort und was genau soll reformiert werden?

Sie trifft sich in Zukunft vor allem in dem (langsam wachsenden) Internetauftritt http://www.glaubensreform.de. Der soll ein Forum für alle diejenigen sein, die bislang vergeblich auf eine inhaltliche Glaubensreform gewartet haben. Es geht um den Abschied von der Sühne- und Opfertheologie und einer angeblich heiligen Gewalt, von Erwählungsvorstellungen, von einem angeblichen Vorrang des Christentums, von der permanenten Misshandlung der Tiere. Der Weg soll führen zu einer theologischen Kritik unserer eigenen Überlieferungen, wobei Leben und Verkündigung Jesu der Maßstab sein sollen. Auch Schüler sollen in unserem Internetforum ermutigt werden, ihre Gedanken „über Gott und die Welt“ und ihre Glaubenserfahrungen mitteilen und diskutieren zu können. Wir suchen PfarrerInnen und ReligionslehrerInnen, aber auch SchülerInnen, die diese Ermutigung bekannt machen und dazu helfen, dass der Glaube wieder etwas wird, was auch außerhalb der fundamentalistischen Kreise diskutiert werden kann.

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Hildi Hari-Wäfler: Bibel, Blech und Gottvertrauen

bibel blech

 

Mir war die Heilsarmee bislang immer noch fremd, deshalb habe ich mir dieses Buch sehr bewusst ausgesucht. Die Autorin ist seit Jahrzehnten als Offizierin
der Heilsarmee unterwegs. Sie fühlt sich für Menschen die am Rande unserer Gesellschaft stehen oder die bereits auf der Strecke geblieben sind, verantwortlich.

Interessant ist dieses Buch für mich in zweierlei Hinsicht. Die altersweise Hildi Hari-Wäfler berichtet in aller Offenheit über ihre Beziehung zu Gott. Dabei lässt sie Tiefpunkte nicht aus. Als Jugendliche bereits übergab sie ihr Schicksal Gott. Sie gab die Verantwortung in Gottes Hände ab, was aber nicht heißt, dass sie sich um nichts mehr kümmern wollte. Ein entbehrungsreiches Leben im Dienste anderer Menschen lag vor ihr. Sie nahm es in Kauf um ein gottgefälliges Leben zu führen. Dies mag sich alles sehr fromm und solide anhören, aber ich lese bei Hari-Wäfler auch deutlich, dass da oftmals Entscheidungen gefallen sind, die sie und ihr Mann nicht so gut fanden.

Zum ersten Mal lese ich hier ein Buch von einer Offizierin der Heilsarmee und bekomme somit von innen heraus Informationen geliefert, die ich so noch nie gelesen hatte. Die Heilsarmee ist bis zum heutigen Tag eine internationale Bewegung und zugleich Teil der weltweiten christlichen Kirche.

Für mich war dieses Buch, eine Möglichkeit über den eigenen Tellerrand zu schauen, eine interessante Frau kennenzulernen und eine mir bislang fremde christliche Gruppe kennenzulernen, die sich ebenfalls auf die Bibel und die Liebe Gottes berufen. Ihr Weg der Nachfolge mag anders aussehen als meiner, aber so fremd sind sie mir jetzt nicht mehr!

Neufeld Verlag, ISBN 978-3-862-56029-5, Preis 12,90 Euro

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Gary Chapman: Die fünf Sprachen der Liebe – für Wenig-Leser

chapman

 

Gary Chapman ist längst auch bei deutschen Lesern bekannt. Der Verlag hat viel Gewinn gemacht mit seinen „Fünf Sprachen der Liebe“. Jetzt also „Die fünf
Sprachen der Liebe – für Wenig – Leser“.

In kurzen Textbeiträgen wird auf das Wesentliche in einer Ehe hingewiesen. Der Autor beschreibt an sich bekannte Sachen, die allerdings im Ehealltag dennoch all zu oft in Vergessenheit geraten. Da ist von Vertrauen, Lob und Anerkennung die Rede, aber auch vom Zuhören können.

Sven Gerhardt aus Marburg hat die Illustrationen geliefert. Humorvoll und unkompliziert bringt er das auf den Punkt was ich soeben gelesen habe.

Für Wenig – Leser die bereit sind über ihre Ehe nachzudenken, ist dieses Buch genau das Richtige!

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27347-2, Preis 5,00 Euro

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vorgestellt: Klaus Goldkuhle

Der Neuruppiner Künstler Klaus Goldkuhle, der als Kunstlehrer im Evangelischen Gymnasium arbeitet, gestaltet unter anderem Cartoons und Karten. Auf seiner Homepage sind einige seiner Werke zu sehen:

 

http://www.k-goldkuhle.de

 

buecheraendernleben hat der Künstler nun folgende Fragen beantwortet:

Hallo Klaus Goldkuhle, seit Jahren schon sind sie bekannt für Ihre Cartoons und Karten. Einiges transportiert eine humorvolle Sicht auf die Welt, anderes zeigt etwas von der christlichen Botschaft. Warum zeichnen Sie Karten?

Eigentlich zeichne und fotografiere ich in erster Linie (wie man ebenfalls auf der Homepage sieht). Die Karten sind eher ein Neben-Produkt, über das ich nicht viel nachdenke – mit dem ich also auch keine explizite Botschaft verknüpfe.

liebe

Ihre Karten kann man auch kaufen. Haben Karten im Zeitalter von Handys und Mails überhaupt eine Zukunft?

 

Sie sind nicht offiziell auf dem Markt oder so, aber wer Interesse hat, kann mir eine Mail schicken. (k.goldkuhle@web.de) Im Übrigen funktionieren sie natürlich auch als Ecard. Allerdings mag ich die Papier-Version lieber – und es gibt tatsächlich noch Menschen, die diese Ansicht teilen.

 

klaus goldkuhle

Klaus Goldkuhle, wie er sich sieht

 

Wann und warum haben Sie begonnen Karten nicht mehr zu kaufen, sondern selbst welche zu machen?

Irgendwann habe ich angefangen, Karten für die Schule zu entwerfen z.B. zu Weihnachten (wenn mal kein geeigneter Schüler-Entwurf vorlag). Das waren die Ersten.

weih-12

Können Karten und Cartoons Inhalte transportieren und auf welche Inhalte kommt es Ihnen ganz persönlich an?

Es freut mich, wenn es mir gelingt, etwas Witziges oder noch besser Berührendes einfach, klar und leicht, also karten-tauglich, auf den Punkt zu bringen.

Herzlichen Dank für das kurze Interview.

Klaus Goldkuhle wird an drei unserer Leser jeweils drei Karten seiner Wahl kostenlos zuschicken. Was Sie dafür tun müssen? Posten Sie unter diesem Beitrag Ihren Kommentar und am Heiligen Abend um Punkt 12 Uhr entscheidet das Los wer die Karten bekommt.

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Elizabeth George: … du aber übertriffst sie alle

du aber

„Ach du lieber Himmel!“, dachte ich nach meinem ersten Blick auf dieses Buch. Die Autorin beschäftigt sich in ihrem Werk mit der so tugendhaften Frau aus dem biblischen Buch der Sprüche. Dort wird Gottes Idealbild von einer Frau beschrieben. Diese Frau soll noch heute für alle Frauen Vorbild sein, so die Autorin, von der ich hier in diesem Buch gern mehr erfahren hätte.

Skeptisch mache ich mich an die ersten Seiten. Sehr menschlich erzählt Elizabeth George von sich und von ihrem Blick auf die Frau aus Sprüche. Sie vergleicht, sie erzählt von der Entstehungsgeschichte der Sprüche, auch von der Rolle des Mannes und immer wieder kommt sie auf die wahre Schönheit der Frau zu sprechen – damals wie heute.

Von der biblischen Frau in Sprüche erfahre ich, dass sie tugendhaft gewesen sei, ihr Ehemann sich auf sie verlassen kann und sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Haus gearbeitet hat, natürlich ist sie auch sparsam und geradezu heilig. Langsam frage ich mich, wer will hier der Frau von heute ein schlechtes Gewissen machen? Welche Frau, und die Autorin wendet sich ausdrücklich an Frauen, will so etwas lesen?

Als Mann kann ich dies natürlich nicht beurteilen. Aber ich finde im Buch auch die Textstellen, in denen die Autorin darauf hinweist, dass dieses Buch nicht geschrieben wurde um Leserinnen ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie erzählt selbst von ihrer eigenen Unvollkommenheit. Sie holt aber Nacheiferinnen der Frau aus den Sprüchen in unsere Nähe. Sie weist auf Amy Carmichael, Susanna Wesley, Elisabeth Elliot und Susannah Spurgeon hin. Die Männer dieser Frauen, hätten niemals ein so gottgefälliges Leben führen können, wenn sie nicht so starke Frauen an ihrer Seite gehabt hätten. Dies wird an vielen Stellen sehr deutlich.

Nachdem ich dieses Buch nun gelesen habe und doch auch einiges über Elizabeth George erfahren habe, nehme ich mein anfängliches „Ach du lieber Himmel!“ wieder zurück. Das Frauenbild, welches die Autorin hier entwirft, mag nicht jeder Frau gefallen, auch nicht dem modernen Zeitgeist entsprechen, aber wenn ich daran denke, wie ich Frauen verehre, die so gelebt haben, dann komme ich doch ins Grübeln.

Es mag heute nicht mehr alles möglich sein, was der biblischen Frau oder einer Susannah Spurgeon möglich war, aber nach Gottes Willen zu fragen,  ist möglich so lange Menschen leben und dies hat Elizabeth George mit ihrem Buch getan.

Dieses Buch war ein Gewinn für mich!

Betanien Verlag, ISBN 978-3-935-55847-1, Preis 13,90 Euro

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Mara Hvistendahl: Das Verschwinden der Frauen

Das verschwinden

 

Den Namen Mara Hvistendahl habe ich nie zuvor gehört und von ihrem Thema,  welches sie in ihrem Buch aufgreift auch noch nicht. Aber die Autorin überzeugt
mich gleich auf den ersten Seiten von der Wichtigkeit ihres Themas. Überall auf der Welt werden mehr Jungen als Mädchen geboren. Wo liegen die Ursachen
dafür?

Als man noch annahm, dies gilt nur für Indien und China, waren Gründe schnell gefunden, aber inzwischen gibt es die zunehmende „Maskulinisierung“ selbst in Osteuropa. Mara Hvistendahl schaut in lockerem und gut verständlichen Erzählton auf das Problem. Sie dramatisiert nicht, nennt aber Fakten und stellt ihre Ansicht hier zur Debatte.

Beim Lesen stolpere ich hin und wieder über Rechtschreibfehler und verschiedene Möglichkeiten Aserbeidschan / Aserbaidschan zu schreiben, was mich in diesem Falle nicht daran hindert, sofort weiterzulesen. Es ist faszinierend der Autorin bei den Ausführungen zu ihrem Thema zu folgen. Sie nennt Gründe, die regional unterschiedlich sind, aber immer wieder deutlich zeigen, dass Jungen höher im Kurs junger Eltern stehen. Mädchen werden nach wie vor abgetrieben. Selbst in hochentwickelten Regionen wie Moskau oder Südkorea gibt es heute bereits Zentren in denen PID Untersuchungen durchgeführt werden um das Geschlecht des Kindes im Mutterleib zu bestimmen. Oftmals wird das Mädchen dann abgetrieben. Amerikanische Paare stehen längst in Moskau zur Behandlung Schlange an und in Guadalajara in Mexiko hat soeben ein Büro die Tätigkeit aufgenommen. Das Geschäft boomt also und es gibt Menschen die mit diesen Möglichkeiten viel Geld verdienen.

In Amerika ist man natürlich längst einen Schritt weiter. Dort ist bereits angekündigt, dass man sehr bald schon Selektion auf Augenfarbe, Haarfarbe und Hautfarbe anbieten könne. Dieses Buch entwickelt sich von Seite zu Seite zu einem Werk von menschenfeindlichen Perversitäten. Allerdings nicht von
der Autorin erdacht, sondern von ihr gut recherchiert zusammengetragen und beim Namen genannt.

Wir Menschen haben es, wie so oft in der Hand. Wollen wir wirklich der Natur so weit ins Handwerk pfuschen, dass sich die Menschheit dadurch noch mehr der Gefahr aussetzt, sich eines Tages selbst auszulöschen? Unter dem Eindruck dieses Buches bin ich versucht zu sagen: Wir sind auf dem besten Wege dahin!

Mara Hvistendahl öffnet dem Leser die Augen für ein Thema, das sich uns schneller nähert als wir denken!

dtv, ISBN 978-3-423-28009-9, Preis 24,90 Euro

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