Egon Kapellari: Zeichen am Weg

zeichen am weg

Dieser Blick auf dem Cover in die Kathedrale von Chartes strahlt für mich eine geheimnisvolle und neugierig machende Stimmung aus. Ein unbekannter Künstler hat das Labyrinth vor über 2000 Jahren erschaffen.

Der Weg als Symbol und als Lebensinhalt des Lesers ist Inhalt dieses Buches. Predigten, Interviews, Radioandachten und auch Zeitungsandachten bilden ein ganzes Sammelsurium an Einsichten und unterschiedlichen Blickwinkeln zum Thema Weg. Zum Teil haben die Texte bereits vier Jahrzehnte auf dem Puckel. Aus anfänglicher Enttäuschung entwickelte sich dann allerdings von Seite zu Seite meine Einsicht: Wichtige ehrliche Gedanken verjähren nicht.

Gleich einem Spaziergang durch zurückliegende Lebensjahrzehnte beschreibt der katholische Würdenträger Egon Kapellari, Ansichten und Möglichkeiten, um ganz eigene persönliche Wege auf dem Pfad der Nachfolge zu gehen, die auch mich als Protestant ansprechen.

Dieses Buch eignet sich sicher nicht um wie ein Roman in einem Zuge durchgelesen zu werden. Erst wenn man als Leser immer wieder zu ihm zurückkehrt, wird man diese Fundgrube an Inspiration für den eigenen Lebensweg zu schätzen lernen!

styria premium, ISBN 978-3-222-13378-7, Preis 24,99 Euro

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Egon Kapellari: Zeichen am Weg

  1. kleedorfer

    Die römisch katholische Kirche in Österreich

    In Österreich haben die evangelikalen und freien Christen unter dem Druck der römisch katholischen Kirche zu leiden.

    Unsere Kinder (+Generation) werden in der Schule benachteiligt und als Sektenkinder beschimpft.

    Unsere Eltern (+Generation) trauen sich nicht eine protestantische Kirche zu besuchen da dies bis 1962 als Todsünde galt. Beim einfachen Volk dauert es viele Jahrzehnte bis Dogmenänderungen bekannt werden.

    Noch trauriger ist dass das Besitzen und Lesen einer protestantischen Bibel ebenfalls zu den Todsünden gerechnet wurde. Vor einigen Jahren habe ich einem ziemlich alten Ehepaar eine Lutherbibel in Großdruck geschenkt. Mit zitternden Händen haben sie diese in einem Schrank versteckt. Wohl aus Höflichkeit mir gegenüber, sonst hätten sie diese vielleicht aus Angst gleich im Ofen verbrannt.

    So lebt zumindest ein Teil der Katholiken in Österreich.

    Im Namen der Ökumene wird heute viel von katholischen Christen gesprochen. Doch solche Menschen nehmen entweder die Bibel nicht ernst oder ignorieren die offiziellen Lehren der römisch katholischen Kirche, und das obwohl viele von ihnen ganz liebe, hingebungsvolle Menschen sind. Es gibt so viele Bereiche in denen die beiden Aussagen im völligem Widerspruch stehen. Ein Katholik darf sich nicht über Heilsgewißheit freuen sonst würde ihn die eigene Kirche verfluchen. (Gerade hier handelt es sich nicht um meine persönliche Meinung sondern um die offizielle Lehre der r.k.k.).

    Lieber Christian, am liebsten wäre mir wenn Du die Buchempfehlung ganz rausnehmen würdest, dann müsste auch diese Kritik nicht da stehen. Egon Kapellari ist einer der leitenden Personen dieser Kirche in Österreich, einer Kirche die Generationen von ÖsterreicherInnen daran hindern zu Jesus zu kommen.

    • buecheraendernleben

      Lieber Leopold, was Du da schreibst klingt nicht gerade ermutigend für die Ökumene. Wer so wie Du aus Österreich schreibt und Kirche erlebt, weiß sicher einiges mehr, aber meine Buchempfehlung würd ich doch gern hier stehen lassen. In der Hoffnung, dass noch mehr Leser etwas zum Thema zu sagen haben. Sei es in Deine Richtung oder etwas völlig anderes. Ich finde es immer sehr gut, wenn Bücher Ursache für ein Gespräch sind, völlig egal wie jeder dieses Buch dann schließlich bewertet.

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