Damaris Kofmehl: Der Dealer

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Vielschreiberin Damaris Kofmehl hat ein neues Buch vorgelegt. Die spannende Geschichte des Ricco Sotelo hat sie in ihrem neuen Roman, der widerum auf einer wahren Begebenheit zurückgeht, verarbeitet. Ricco ist Ehemann und Vater von zwei Töchtern. Er arbeitet in einem der gefährlichsten Gefängnisse Amerikas als Aufseher. In dieser sogenannten „Gladiatorenschule“ ist er Aufseher. In den Drogenhandel einzusteigen kann sich Ricco nicht vorstellen, auch wenn der Rest seiner großen Familie längst die führende Familie im Drogenhandel in Kalifornien ist.

Bis ungefähr zur Hälfte des Buches lässt Damaris Kofmehl mich als Leser zappeln. Dann schildert sie wie Ricco die Fronten wechselt und ebenfalls in den Drogenhandel einsteigt. Auch wenn es wieder eine Kofmehlgeschichte mit Action ist, so sind mir in diesem Buch auch leise und nachdenkliche Töne aufgefallen und die tun diesem Buch sehr gut.

Zum Ende des Buches wird klar warum dieses Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist und wie Ricco Sotelo heute lebt. Wer will, kann in diesem Buch und somit in dieser Geschichte etwas vom Eingreifen Gottes in den Alltag spüren!

SCM Hänssler, ISBN 978-3-775-15432-1, Preis 14,95 Euro

Damaris Kofmehl hat buecheraendernleben folgende Fragen beantwortet:

Hallo Damaris, in diesen Tagen erscheint ein neues Buch von Dir „Der Dealer“. Das wievielte ist es eigentlich bereits?

Gute Frage. Ich hab langsam den Überblick verloren. Also, man rechne… es ist Buch Nummer 32!

Fast immer gehen Deine Geschichten die Du schreibst auf wahre Begebenheiten zurück. Warum ist Dir das so wichtig?

Begonnen hat das, als ich meinen ersten True-Life-Thriller schrieb über den Strassenjungen Marcio. Damals, als ich seine Story hörte, dachte ich: Mensch, ich hab immer Geschichten erfunden. Und hier hab ich einen jungen Mann vor mir, der so Krasses erlebt hat, eine Story, die WIRKLICH passiert ist! Das ECHTE Leben! Das ist einfach Hammer! Ich MUSS das einfach aufschreiben. Und dann hab ich immer wieder Leute getroffen mit krassen Stories, und als ich merkte, dass ich nicht nur gerne wahre Geschichten schreibe, sondern die Storys auch ganz gut ankommen, bin ich dabei geblieben. Anhand dieser Storys kann ich zeigen, dass es für Gott keine hoffnungslosen Fälle gibt. Er kommt mit JEDEM zurecht, ohne Ausnahme. Das fasziniert mich und soll dem Leser Mut machen, dass Gott auch in seinem Leben was bewirken kann.

Im letzten Jahr hast Du uns mit dem „Ritter des Ku-Klux-Klan“ begeistert. Auch in Deinem neuen Buch kommt wieder etwas von den Kluxern vor. Du beschreibst einen Fall im amerikanischen Krieg gegen Vietnam. Da hat ein Kluxer einen amerikanischen Soldaten schwarzer Haustfarbe erschossen. Ist dies tatsächlich ein historischer Fall?

Es war kein amerikanischer Soldat. Es war einfach ein Toter im Strassengraben, den Ricco und seine Kollegen dort sahen und beschlossen, sich lieber rauszuhalten, da bestimmt der Klan die Finger im Spiel hatte. Mehr wusste Ricco auch nicht darüber. Aber Fakt ist natürlich, dass es damals viele Tote gab, die vom Klan umgebracht wurden, offiziell oder inoffiziell.

Die zentrale Rolle in Deinem neuen Buch allerdings nimmt Ricco ein. In einem der schlimmsten Gefängnisse Amerikas arbeitet er als Aufseher. Täglich begibt sich der Ehemann und Vater von zwei Töchtern in Lebensgefahr. Lange weigert er sich in den Drogenhandel seiner Familie mit einzusteigen. Als Leser habe ich erst nach der Hälfte des Buches miterlebt wie Ricco die Fronten wechselt. Warum war Dir die Vorgeschichte des Ricco so wichtig?

Ganz einfach, weil sie „sauspannend“ ist. Und ich finde es halt schon krass, dass jemand so extrem die Seiten wechselt, von einem Gesetzeshüter zu einem Gesetzesbrecher. Es hat mich einfach total interessiert, als er mir all diese Dinge vom Gefängnis erzählte. Es ist ein großer Teil seiner Geschichte, und die wollte ich dem Leser nicht vorenthalten.

Gibt es diesen Ricco wirklich und hast Du ihn getroffen?

Ja, es gibt ihn. Ich hab ihn in seinem Haus in Kalifornien getroffen und mehrere Tage mit ihm verbracht, um seine Geschichte aufzunehmen. Es war soooo spannend, mit diesem Mann zu reden. Ich hab dazu ja auch einen kurzen Film gedreht, wo er selbst erzählt, was damals passiert ist.

Warum sollten Leser in Deutschland Dein neues Buch „Der Dealer“ unbedingt lesen?

Weil es erstens wieder eine voll krasse Story ist. Und weil es wieder voll krass ist, wie Gott eingreift in sein Leben und ihn da rausholt.

Vielen Dank für das Gespräch!

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