Isabelle Neulinger: Meinen Sohn bekommt ihr nie

meinen sohn bekommt ihr nie

Dieses Buch trägt zwei Dimensionen in sich. Zum einen ist da die authentische und spannend erzählte Geschichte der Isabelle Neulinger und ihrer Familie. Sie ist nach Israel eingewandert und hat dort eine Familie gegründet. Für ihren Mann spielte die Religion nie eine große Rolle. Nach einem Besuch in einer Synagoge beginnt er sich mit den Wurzeln des Judentums zu beschäftigen und tritt bald schon einer extrem orthodoxen Sekte bei. Nach einiger Zeit des Zögerns verlässt die Autorin mit ihrem Sohn das Land und kehrt zurück in die heimatliche Schweiz.

Die andere Dimension dieses packenden Buches, ist nun, dass die Autorin in aller Öffentlichkeit so frei von der Leber weg, über ihre Zeit in Israel berichtet. So wird nicht nur der Kampf einer Mutter um ihr Kind geschildert, sondern auch politische Eindrücke im Staate Israel. Diese wiederum schockieren!

Wenn Isabelle Neulinger auch ihre Scheidung und komplizierte Gerichtsverhandlungen, sowie ihre Sorge um ihren Sohn schildert, so verlässt ihr authentischer Bericht meiner Meinung nach sehr schnell die Schiene der privaten und bedrückenden Erlebnisse die die Autorin machen musste. Ich danke Frau Isabelle Neulinger für den Mut, den es ganz gewiss brauchte, um das Leben im gegenwärtigen Israel so zu beschreiben.

Besonders auch für politisch Mitdenkende sehr zu empfehlen!

Nagel und Kimche, ISBn 978-3-312-00560-4, Preis 17,90 Euro

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