Clemens Sedmak / Christian Resch: Wie man (vielleicht) in den Himmel kommt

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Die Zeit des Fastens hat begonnen. Nach Rosenmontag und Faschingsdienstag kommen nun sieben Wochen ohne und jeder mag entscheiden auf was er selber verzichtet. Mit dem Fasten ist das so eine Sache und mit dem irdischen Weg eines Christen auch.

Im vorliegenden Buch trifft der Agnostiker und Journalist Christian Resch auf den renomierten Philosoph und Theologen Clemens Sedmak. Resch will in den Himmel, aber da taucht auch schon die erste Frage auf. Gibt es denn überhaupt einen Himmel? So einen mit dem lieben Gott, in den die lieben Menschen denn alle kommen, wenn sie es sich verdient haben? Daraus ergibt sich dann die nächste spannende Frage: Gibt es eine Hölle? Und wer kommt da hinein? Was genau passiert da?

Von Aschermittwoch an tauschen Sedmak und Resch täglich eine E-Mail. Der Theologieprofessor vergibt Aufträge an seinen Gesprächspartner und immer wieder überrascht der eine den anderen mit Fragen und Antworten. Als Leser gibt es kein gemütliches sich zurückziehen auf den Lesesessel. Beide Männer fordern heraus, erweitern mit ihrem Frage – Antwortspiel den Horizont und provozieren das Weiterdenken vieler normaler Alltagsdinge.

Humorvoll, aber doch auch mit geistlicher Tiefe meistern Sedmak und Resch die sieben wöchige Fastenzeit. Es ist spannend mit zu verfolgen wie sich dem Glauben und dem Gottesbild annähern.

Beim Lesen dachte ich einige Male, wie schade, dass der Verlag dieses Buch erst am Aschermittwoch erscheinen lässt. Es bietet sich geradezu an, gemeinsam mit den beiden Kontrahenten die tägliche Wegstrecke bis Ostern zu gehen. Außer an dem schlechten Verlagstiming gibt es meines Erachtens nichts an diesem Buch zu kritisieren.

Es fordert auf der Höhe der Zeit Christen wie auch interessierte Nichtchristen heraus über Themen wie Glaube und Gott neu nachzudenken!

Ecowin, ISBN 978-3-7110-0039-2, Preis 19,95 Euro

Clemens Sedmak hat buecheraendernleben nun diese Fragen beantwortet:

Lieber Clemens Sedmak, exakt heute erscheint ein Buch, dass sie zusammen mit Christian Resch geschrieben haben. Der Herr Theologieprofessor Sedmak macht darin dem Agnostiker Resch klar, was er tun muss um “(vielleicht) in den Himmel) zu kommen. Heißt dass Sie wissen selber auch nicht genau wie ich in den Himmel komme?

Ihr Buch sieht auf den ersten Blick wie leichte Kost aus. Ab Aschermittwoch stehen sie mit Christian Resch in Mailkontakt und dabei kommt es zu humorvollem Schlagabtausch, aber oft sprechen sie Fragen nach Gott und der Welt auch sehr tiefgründig an. Glauben sie, dass bei den Lesern dieses Thema aktuell ist?

Ja, der Frage nach Gott kann ein Mensch auf Dauer nicht ausweichen, die Frage bleibt bis zum Lebensende spannend, man denke an den alten Anthony Flew, der im hohen Alter (überzeugt durch die fine tuning arguments) zum Glauben gekommen ist.

Wieso ist der Autorenpartner gerade Christian Resch geworden? Kannten sie sich vorher?

Ich kannte Christian Resch von einem Interview über Himmel und Hölle, das er mit mir im Jahr 2007 gemacht hat. Das war auch der Anstoss für die Idee, mehr daraus zu machen.

Sie stellen dem armen Christian während der 40 tägigen Fastenzeit eine ganze Reihe von praktischen Aufgaben. Warum ist ein Fastentag pro Woche oder auch das auswendig lernen eines Psalms für einen Christ in der heutigen Zeit so wichtig?

An einer Stelle ihres Buches sagen sie sinngemäß, Hölle ist nichts räumliches, also kein Ort. Hölle ist die Derzeitige Entfernung meiner Person zum lieben Gott. Sie wissen sicher, dass ihnen gerade diese Aussage sehr viel Kritik einbringen wird. Gerade dieser Aussage wegen finde ich ihr Buch so spitzenmäßig, aber was sagen sie den Kritikern?

Kommt darauf an, was die Kritiker sagen. Hölle ist ein interessanter Topos, auch in der Sozialethik – Ismail Kadare beschreibt die Hölle als den Ort, wo man nicht fragen darf “Warum?”. C. S. Lewis beschreibt die Hölle als Unfähigkeit zu lieben. Da kann man konkret für den Aufbau einer gerechteren Welt etwas lernen. Kurz: Wenn es um die Hölle geht, würde mir etwas einfallen.

Was bezwecken sie mit ihrem Buch beim Leser?

Eine Einladung, über den Weg “nach innen und nach oben” nachzudenken….

Herzlichen Dank für das interessante Gespräch?

Sollte jemand neugierig geworden sein auf dieses Buch, kann er bis Freitag 20 Uhr unter diesem Beitrag einen Kommentar posten und bewirbt sich damit automatisch um ein Verlosungsexemplar.

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4 Kommentare

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4 Antworten zu “Clemens Sedmak / Christian Resch: Wie man (vielleicht) in den Himmel kommt

  1. Maria Lahnstein

    Ein wieder ein tolles Buch, dass sich so interessant anhört, dass man es direkt lesen möchte. Das Thema ist sehr interessant und ich bin auf die Texte der Autoren sehr gespannt !

  2. Adeline Warkentin

    Das Buch hört sich wirklich interessant an und ich würde das gerne mal lesen. Diesen Thema allgemein interessiert mich seit einiger Zeit sehr.

  3. Maria Koch

    Ich würde dieses Buch gerne lesen!
    Klingt sehr interessant!

  4. Anna-Maria Thurau

    Ich habe das Buch gelesen und kann es jedem nur weiter empfehlen dies zu tun. Es ist eine Freude es zu lesen. Einzig ich würde Zeit empfehlen, denn erstmal mit dem Lesen begonnen, lässt es einen nicht wieder los..

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