Frank Bonkowski: „Mama, wir sind dann mal Gott suchen!“

Frank bonkowskimama, wir sind dann mal

Im Grunde genommen buchstabiert Pfarrer Frank Bonkowski mit uns den altvertrauten biblischen Grundsatz: Was du einem meiner geringsten Brüder getan hast, dass hast du mir getan!

Der Autor hatte Gott so gut wie verloren. Ein Gespräch war nicht mehr möglich. Und dann kam auch noch sein fünfjähriger Sohn und sagte er wird nun Atheist. Der Vater bemerkte, leicht fällt seinem Steppke dieser Entschluss nicht. Beide suchen im Gebet Gott. Aber der lässt sich nicht finden. Papa Frank Bonkowski erinnert sich an den Satz: Was du einem meiner geringsten Brüder getan hast, dass hast du mir getan!

Zunächst allein, aber später mit seinem Sohn fliegt er nach Afrika zu den Ärmsten. Dort trifft er Gott und seinen Sohn.

Frank und Lukas Bonkowski haben in Afrika gelernt Gott zu schauen. Sie haben ihn getroffen und eine feste Beziehung zu ihm geknüpft. Das wichtigste aber, beide wissen nun genau, nur in der Liebe zu deinem geringsten Bruder ist das Geheimnis Gottes zu finden!

Sehr schön erzählt!

Brendow, ISBN 978-3-86506-461-5, Preis 11,95 Euro

Frank Bonkowski hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Hallo Frank, dem Titel nach zu urteilen, war der liebe Gott ja wohl bei Deinem Sohn abhanden gekommen. Und das in einer Pfarrerfamilie. Wie konnte das geschehen? Wie Du selber schreibst war es um Dich auch nicht so richtig gut bestellt.

Erstmal glaube ich dass diese Zweifel normal sind und finde es auch wichtig, dass man sie irgendwie verbalisiert und nicht nicht wegsteckt. Jemand hat mal gesagt dass Zweifel dem Glauben wesentlich näher steht, als das „Für wahr halten“ von irgendwelchen theologischen Fakten. Ich glaube als Pastor und auch als Kind eines Pastors hast du ja auch noch einen ganz anderen Blick hinter die Kulissen und der ist nicht immer so schön, wie man es sich wünscht.

Daher kamen hauptsächlich meine Zweifel. Sollten wir Christen denn nicht irgendwie das Leben besser meistern, als jemand der diesem Jesus eben nicht folgt, nicht vertraut, ihn nicht zum Vorbild hat!

Lukas Problem mit Gott kam mehr von der Fragestellung warum Gott so selten eingreift, wenn es einem nicht gut geht und man den Vater im Himmel um Hilfe fragt.

Die Aufmachung Deines Buches ist ganz lustig und Dein Erzählton nun auch nicht grad todernst. Aber dennoch hat das Buch ungeheuren geistlichen Tiefgang. Ich finde es mutig wenn ein Pfarrer vor mir sein Geistesleben ausbreitet und zu erkennen gibt, da gibts grad leere Stellen. Warum war Dir dieses Buch wichtig?

„Lustig“ und „geistlicher Tiefgang“! Danke das ist ein nettes Kompliment.

Warum habe ich mein Geistesleben ausgebreitet? Ich glaube dass wenig mehr zum Glauben einlädt als Authentizität. Das war mein Ziel. Ich kenne zu viele Leute die mir ständig das vorgaukeln, was sie glauben, was ich hören möchte. Das macht nicht nur für schlechte Beziehungen, sondern auch für einen unglaubwürdigen Glauben.

Ein weiterer Grund für das Buch, ausser, dass es meiner Meinung nach eine echt schöne Entdeckungsreisenstory ist, ist die Einladung glaubensmässig wirklich mal auf Entdeckungsreise zu gehen. Es mag für viele Christen, gerade in der westlichen Welt genügen, ein paar Fakten zu glauben und ein paar Regeln einzuhalten. Meinem Sohn war das einfach nicht genug. Der brauchte einen Gott den man erleben kann. Ich glaube, dass es vielen Menschen genauso geht. Deswegen wollte ich einladen auf ein Abendteuer zu gehen um Gott zu finden, wie auch immer dieses Abendteuer aussehen mag.

Dein Sohn hatte sich sehr um Gott bemüht, aber der wollte sich nicht finden lassen. Dann bist Du mit Deinem Sohn nach Afrika geflogen und dort hat Lukas Gott gefunden. Warum grad Afrika? Warum nicht bei den Obdachlosen in Hamburg?

Die Obdachlosen in HH haben wir auch besucht. Ich kann eine Hamburg Tour mit Fred total empfehlen.

Afrika war ehrlich gesagt das erste was uns in den Kopf gekommen ist, als wir an Arme und Schwache gedacht haben. Ich glaube für uns persönlich war auch gerade der kulturelle Unterscheid wichtig. Mein Sohn ist in British Columbia, Kanada aufgewachsen und viel von seinem Schmerz und Zweifel hatte damit zu tun, mit dem kulturellen Unterschied nach unserem Umzug nach Deutschland nicht zurecht zu kommen.

Lukas und sein Papa haben jetzt den lieben Gott gefunden, warum war es Euch so wichtig mit ihm zu Leben?

Das war uns eigentlich immer wichtig, sonst hätten wie diese Reise gar nicht gemacht.

Wenn du die ganze Geschichte liest, merkst du auch, dass selbst heute nicht alles für uns so eindeutig ist, mit einer roten Schleife um das Geschenk, wie es ein Werbetext für so ein Buch wohl sagen muss.

Aber immer wieder zu entdecken, wie Gott immer wieder im Alltag auftaucht und sein Reich baut. Aus Dreck Gold macht! Uns kleine Geschenke macht, das ist einfach eine wunderschöne Art zu leben.

Es gibt einfach keine bessere Lebensalternative als das was Jesus vorgemacht hat. Liebe, Gnade, Hoffnung, sich einsetzen für den Schwächeren. Ich brauche immer wieder Menschen, die mir dieses Leben vormachen, damit ich auch in dunklen Zeiten, wo ich Jesus aus den Augen verliere, glauben kann, dass so ein Leben am Ende wirklich immer gewinnt!

Was macht den Unterschied aus? Lebt es sich mit Gott leichter oder schwerer?

Schwerer und besser!

Ich glaube ein echtes Leben mit Gott hat immer zur Folge, dass ein hartes Herz weich wird. Das macht mich natürlich verletzlicher und das macht es erheblich schwerer!

Gleichzeitig hat Jesus dieses Leben einmal als „überfliessendes“ Leben beschrieben. MIt anderen Worten: Es gibt seiner Meinung nach keine bessere, schönere und schwerere Lebensalternative!

Beispiel: Letzte Woche, als ich mich total müde, an meinem einzigen freien Abend in der Woche auf die Couch fallen lasse, klingelt das Telefon und ich finde mich 15 Minuten später bei einem Freund, dem es gerade richtig mies geht und der mich braucht. Ich kann dir nicht erklären, warum ich an dem Abend total fit und besser drauf nach Hause gelaufen bin.

Der Brendow Verlag hat uns ein Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt. Wer also unter diesem Beitrag bis Sonntag 20 Uhr seinen Kommentar postet, macht mit bei unserer Verlosung. Viel Glück!

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Frank Bonkowski: „Mama, wir sind dann mal Gott suchen!“

  1. Ehrlich, witzig, offen.. So kenne ich den Frank. Gefällt mir =)

  2. Niklas

    Ich bin gespannt, ob mein Kommentar zum Sieg reicht 🙂

  3. Esther M.

    JA, dieses Buch will ich lesen … 🙂

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