Titus Müller: Nachtauge

nachtauge

Titus Müller führt seine Leser zurück in den II. Weltkrieg und lehrt sie, dass Geschichtsbetrachtung nicht bei Schwarz – weiß – Malerei enden darf!

Sein Roman besteht eigentlich aus zwei geschickt miteinander verwobenen Geschichten. Da ist die Liebe eines jungen Deutschen zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin. Georg setzt sich für die Zwangsarbeiterinnen ein und begibt sich damit selbst in Gefahr. Titus Müller beschreibt eine schöne, wenn auch gefährliche Liebesgeschichte.

So ganz nebenbei erzählt der Autor aber auch die spannende Geschichte einer deutschen Spionin …

Farbig und temporeich ist der Erzählstil von Titus Müller. Wie gewohnt kann ich seine Geschichten lesen und dabei in Gedanken vor meinem inneren Auge ablaufen sehen. Wem das bei mir gelingt, der hat als guter Autor gewonnen.

Geschichten wie in diesem Buch erzählt, sind mehr wert als Geschichtsbücher!

Blessing Verlag, ISBN 978-3-896-67458-6, Preis 19,99 Euro

Titus Müller ist gerade auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse. Kurz zuvor hat er buecheraendernleben diese Fragen beantwortet:

Hallo Titus, Du bist grad auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse. Ist das für Dich als gefragten Autor ein Vergnügen oder doch eher ein peinlicher Pflichttermin der halt sein muss?

Hi Christian! Wenn’s ein Pflichttermin wäre, würde ich nicht freiwillig von Donnerstag bis Sonntag bleiben. Das Beste an der Buchmesse sind die Gespräche mit Kolleginnen, Lektoren, Buchhändlern. Selten hat man so viele Buchliebhaber auf einem Fleck zusammen. Entsprechend lustig ist es da. Man ist sofort auf einer Wellenlänge.

Mit Deinem neuen Roman „Nachtauge“ begibst Du Dich zurück in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Liebe zwischen einem Nazi auf dem Papier und einer ukrainischen Zwangsarbeiterin geht auf eine wahre Geschichte zurück. Wie und Wo hast Du diese Geschichte aufgespürt?

Sie ist mir beim Lesen begegnet. Dass ich über die Bombardierung der Möhnetalsperre 1943 schreiben wollte, wusste ich da schon, aber dass es eine so wunderbare Liebesgeschichte gegeben hat, genau in dem Zwangsarbeiterinnenlager, in dem ein großer Teil meines Romans spielen sollte, habe ich erst bei den Recherchen entdeckt.

Über den II. Weltkrieg wurde schon so viel geschrieben. Warum sollte ich nun unbedingt noch „Nachtauge“ lesen?

Ich versuche, die Zwischentöne zu finden. Wir haben viel gelesen über herumschreiende Lagerwachen, über zackige Nazis und über mutige Männer aus dem Widerstand, die sich ihnen entgegenstellten. Aber was ging in den Köpfen der Menschen vor, die 1943 ins Kino gingen, um den neuen Heinz-Rühmann-Film zu sehen, die ihre Kinder zur Schule brachten, Mittagessen kochten und meinten, sie könnten sich „aus der Politik raushalten“? Wie sah das Alltagsleben damals aus, und wie konnte eine Liebe, die von den Rassegesetzen unmöglich gemacht wurde, den wachsamen Augen der Gestapo entgehen? Das fand ich spannend, herauszufinden.

Über weite Strecken ist „Nachtauge“ auch ein spannender Agnetenthriller. Geht auch diese Geschichte auf eine wahre Begebenheit zurück?

Die meisten Agenten, die von der deutschen „Abwehr“ nach England eingeschleust wurden, sind aufgeflogen, vor allem nach dem Entschlüsseln der ENIGMA-Codes. Aber es hat einige wenige gegeben, die unentdeckt blieben und weiter für die „Abwehr“ gearbeitet haben. Darunter auch weibliche Spione. (Im Nachwort zum Roman nenne ich einige Fälle.) „Nachtauge“ selbst ist fiktiv. Die Methoden, mit denen sie arbeitet, und die Mittel, durch die der MI5 sie aufzuspüren versucht, entsprechen allerdings dem typischen Vorgehen der Geheimdienste damals.

Du tummelst Dich sowohl bei weltlichen Verlagen, als auch in der christlichen Literaturszene. Was liegt als nächstes auf Deinem Schreibtisch oder ist das ein Geheimnis?

Mein nächstes Buch erscheint im kommenden Winter. Es wird eine Erzählung sein, eine Liebesgeschichte und zugleich die wahre Geschichte eines Mannes, der im 19. Jahrhundert eine wundervolle Entdeckung gemacht hat.

Du machst uns neugierig. Viel Spaß auf der Leipziger Buchmesse und vielen Dak für das Gespräch!

Der Autor stellt uns ein von ihm signiertes Buch von „Nachtauge“ zur Verfügung. Wer unter diesem Beitrag bis Montag 20 Uhr seinen Kommentar postet, nimmt an der Verlosung teil. Viel Glück!

Trailer zum Film:

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8 Kommentare

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8 Antworten zu “Titus Müller: Nachtauge

  1. Esther M.

    Kürzlich habe ich meinen ersten „Titus Müller“ gelesen („Tanz unter Sternen“) und fand ihn richtig gut! Ich lese sehr gern Bücher, die auf realen Ereignissen beruhen und finde, Herr Müller kann einfach exzellent schreiben. Über das Verlosungsexemplar von „Nachtauge“ würde ich mich daher sehr freuen! 🙂

  2. Wow!!
    Das hört sich ja richtig gut an!!
    Das wBuch würde ich zu gerne haben und lesen ………………
    Hoffentlich geht das Verlosungsexemplar an mich *schmunzel* –
    wobei ich es auch den anderen gönne 🙂

  3. Maria Lahnstein

    Das Buch hört sich wunderbar an und dazu noch signiert ! Allerdings waren die Folgen durch die Bombadierung der Talsperre weniger schön…

  4. Christiane Kathmann

    Das Buch klingt sehr spannend, gerade weil es die Situation der „normalen“ Bürger einfangen möchte. Und wenn es dann gleichzeitig noch eine wahre Geschichte ist … Ich habe meinen letzten Roman über die Zeit während und nach WK II von einer tollen deutschen Autorin verschlungen und vermute, dass dieser ebenso gut ist.

  5. Adeline Warkentin

    Das Thema interessiert mich sehr. Ich habe „Der Kuss des Feindes“ von ihm gelesen und fand es gut. Also, ich bin sehr gespannt!

  6. Jens Kathmann

    Hört sich nach einer sehr spannenden Geschichte an.

  7. Lea

    Das Buch hört sich gut an, der Trailer macht zusätzlich neugierig. Ich werde das Buch auf jeden Fall lesen, wenn ich kein Glück bei der Verlosung habe, muss ich es wohl kaufen 🙂

  8. Jennie Esau

    Ich habe schon viel gutes von dem Autor gehört. Auch dieses Buch hört sich richtig gut an!

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