Wer selbst im Glashaus sitzt . . .

vertrauen schneider

In den letzten Wochen haben Bücherfreunde sehr oft auf den Onlineriesen geschimpft, bei dem man rund um die Uhr Bücher und vieles andere mehr kaufen kann. Sicher gibt es Gründe auf ihn sauer zu sein, aber ich denke, dass gerade die Verantwortlichen der christlichen Verlagswelt kein Recht dazu haben, auf den Riesen zu schimpfen.

Es sind unter anderem auch christliche Unternehmen, die den Gewinn von Amazon steigern und die selbst mithilfe des Onlineriesen Geld verdienen.

Ein sehr schönes Beispiel für das doppelte Spiel christlicher Unternehmen ist der soeben erschienene Buchtitel „Vertrauen“ von Anne und Nikolaus Schneider. Wie jeder Kaufinteressierte auf der Produktseite des Titels beim Onlineriesen ersehen kann, wird dieser Buchtitel dort unter anderm auch von Asaph, gerthmedien und alpha-versandbuchhandlung fleißig verkauft. Meiner Meinung nach haben zumindest diese Unternehmen damit ihr Recht auf Kritik am Onlineriesen verspielt.

Übrigens das inhaltlich sehr gute Buch des EKD-Chefs und seiner Gattin trägt den Untertitel „Was in unsicheren Zeiten wirklich trägt.“ Beide Autoren schreiben in ihrem Buch über den christlichen Glauben der sichtbar werden soll.

Ich wünsche mir, dass diejenigen die auf den Onlineriesen schimpfen nicht mit ihm gemeinsame Geschäfte machen. Damit machen sie sich unglaubhaft und ich würde sie so gerne an ihren Taten als christliche Unternehmen erkennen.

Wo bleibt da das klare christliche Profil, von dem ich so oft höre und lese?

Gespannt bin ich ganz besonders bei diesem Beitrag auf Eure Kommentare. Natürlich lese ich auch sehr gern die Kommentare der angesprochenen Unternehmen.

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31 Kommentare

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31 Antworten zu “Wer selbst im Glashaus sitzt . . .

  1. Maria Lahnstein

    Bisher habe ich von den genannten Unternehmen keine Kritik über den Onlineriesen gelesen. Habe ich das irgendwo überlesen ???

  2. Karoline

    Ich verstehe den Sinn dieses Postings nicht. „Die christlichen Unternehmen“ (eigentlich war es ja nur Herr Kuhn von SCM) haben lediglich darauf hingewiesen, dass man Bücher doch wenn möglich bitte beim örtlichen Buchhändler kaufen soll, weil dieser davon lebt, oder beim Verlag selbst, aus denselben Gründen. Das ist keine Kritik an „Onlineriesen“, sondern ein Hinweis auf wirtschaftliche Tatsachen. Die allerallermeisten Kunden kaufen online, weil es schnell geht und günstig ist. Aus Kundensicht ist das natürlich super. Dass damit aber Verlagen und Buchhandlungen wirtschaftlich empfindlich geschadet wird, ist kaum jemandem bewusst und ich finde es richtig und gut, dass darauf hingewiesen wird.

    Jeder Verlag ist heutzutage GEZWUNGEN, mit „Onlineriesen“ wie a…. zusammenzuarbeiten, weil er sonst schlicht nicht mehr existieren könnte. Daher fügen sich die Verlage zähneknirschend den hohen Rabattauflagen, die bewirken, dass kaum etwas beim Verlag hängenbleibt und übrigens noch viel weniger bei den Autoren. Anders als vielfach angenommen verdient sich ein Verlag keineswegs an Büchern dumm und dämlich, sondern das ist alles genau und knapp kalkuliert und ein Rabatt von 50 % (wie bei a… üblich) ist der reine wirtschaftliche Wahnsinn – aber natürlich nötig, wenn man den Kunden das Endprodukt zum Normalpreis anbieten, portofrei verschicken und auch noch was verdienen will – nur dass die „Gegenleistung“ halt schon von anderen erbracht wurde.

    Es hilft schlichtweg niemandem außer a…., wenn man dort bestellt, und dass a … seine eigenen Mitarbeiter nicht gerade gut behandelt, sollte mittlerweile ja auch bekannt sein. Warum also diese seltsame Unterstützungsmaßnahme?

  3. buecheraendernleben

    Liebe Frau Kuhn,

    was konkret meinen Sie mit „Unterstützungsmaßnahme“? Wen unterstütze ich, wenn ich nach dem Profil christlicher Unternehmen frage?

    Lustig finde ich Ihren Hinweis, dass Verlage „gezwungen“ werden auch selbst bei amazon zu verkaufen. Was haben Sie denn für ein Bild von Ihrem Leser? Also ich kenne sehr viele die ganz bewusst beim Händler vor Ort einkaufen oder auch bei christlichen Verlagen auf deren Internetseiten.

    Für mich wäre es glaubhafter zu sagen, wir setzen ein Zeichen und ziehen uns als einzelner Verkäufer von Amazon zurück, als jetzt dazustehen und zu jammern, wir sind ja „gezwungen“ mitzumachen. Das klingt dann wieder sehr nach der altbekannten Masche: Wir können ja sowieso nichts tun, also machen wir doch lieber mit.

    Beste Grüße Christian Döring

  4. Karoline

    Gezwungen sind sie deshalb, weil a… ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor ist. Es ist schlicht nicht möglich zu sagen „Wir spielen nicht mehr mit euch“. Kein Verlag und schon gar kein christlicher kann sich das wirtschaftlich leisten. So einfach ist das.

    Ich habe gar kein bestimmtes Bild von einem Leser, sondern ich gehe von einem „normalen“ Menschen aus, der sich freut, bei a… ein Buch portofrei bestellen zu können und es am nächsten Tag zu haben. Das ist toll und sein gutes Recht. Ein Mensch, der Bücher liebt, sollte aber wissen, was das für die Verlage und Autoren bedeutet. Die machen nämlich die ganze Arbeit, die in einem Buch steckt, stecken ihr Herzblut da hinein und verdienen immer weniger daran. Was das langfristig bedeutet, kann sich jeder denken.

  5. Karoline

    Hier die Kündigung von einem mutigen Verlagschef (dem ich alle Daumen drücke, dass er das wirtschaftlich überlebt, meine Hochachtung hat er!!!). Gründlich lesen und Meinung überdenken …

    http://www.chsbooks.de/adieu-amazon/

  6. buecheraendernleben

    noch eine Anmerkung:

    portofrei kann ich auch beim Händler vor Ort bestellen und habe das Buch dann am nächsten Tag.
    Und sollte ich bei alpha oder gerthmedien über Amazon einkaufen, muss ich noch die 3 Euro Versandgebühr zahlen. Ich glaube einfach nicht, dass ein Rückzug christlicher Verlage aus Amazon zur Pleite führen würde, im Gegenteil, sie würden Profil zeigen. Außerdem sind die christlichen Verlage doch nur sehr wenige von 20-30 Anbieter.

  7. Maria Lahnstein

    Ich denke, dass ein Buch, dass beim Onlineriesen nicht gelistet ist, schlicht viel weniger Aufmerksamkeit bekommt, bzw. unbekannt bleibt. Deshalb ja auch die Rezensionen bei amazon. Gerade die Menschen, die nur wenig christliche Literatur kennen, wissen nicht, woo sie die soonst finden können.

    • buecheraendernleben

      Hallo Maria, es geht nicht um das vorhandensein der Bücher auf amazon. Mir geht es darum, dass christliche Verlage dort ebenso verkaufen. Schau mal nach unter neu zu verkaufen, dann findest du sie alle dort: asaph, gerthmedien, alpha … Und ich höre von diesen Verlagen immer, dass amazon so schlimm sei, genau dies verstehe ich nicht, niemand zwingt sie dazu . . . sie sind unter den Verkäufern nur eine sehr kleine Minderheit und ich glaube nicht, dass ihr Unternehmerglück von diesem Verkauf abhängt.

      • Karoline

        Diese „neu zu verkaufen“-Verkäufe dienen lediglich dem Zweck, bei amazon entstehende Lieferengpässe zu überbrücken – ansonsten würde wohl niemand auf diesem Weg ein Buch kaufen, das er direkt bei amazon ohne Porto bekommen kann. Davon hängt überhaupt nichts ab, das hilft höchstens dem einen oder anderen Kunden, der ein Buch dringend haben will. Sich darüber zu ereifern ist vergeudeter Atem 😉

    • … Im christlichen Buchladen. Was hat man den vor dem Onlinezeitalter gemacht?

  8. buecheraendernleben

    langsam finde ich es sehr lustig:
    Glauben Sie das wirklich was Sie da soeben geschrieben haben?
    Schauen Sie sich mal den Titel „Vertrauen“ auf amazon an. Derzeit gibt es 54 Anbieter dieses Buches. Ich verspreche
    Ihnen es wird keine „Lieferengpässe“ geben und es hat bislang keine gegeben. Für mich klingen die Aktivitäten der letzten Stunden hier, als fühlte sich jemand furchtbar auf den Schlips getreten.

    • Karoline

      Sie verstehen nicht, was ich meine, das macht aber nichts. Und natürlich fühle ich mich auf den Schlips getreten, da ich ja zu einem der „bösen“ Verlage gehöre. Nochmal: Warum sollte jemand ein Buch von den 54 Anbietern kaufen, wenn er es von amazon direkt portofrei haben kann?

  9. Karoline

    Und wo wir schon dabei sind, hier mal eine (grobe) Aufschlüsselung, wer was an einem Buch verdient. Der Durchschnittsrabatt für Buchhändler liegt bei 42 % – was da die teilweise 55 %, die a …. einfordert, anrichten, kann man sich leicht ausrechnen. http://www.voland-quist.de/verlagsblog/buchkalkulation-was-verdienen-autor-und-verlag-an-buchern/

  10. buecheraendernleben

    von „bösen Verlagen“ habe ich nie geschrieben.
    Ich versuche hier über dieses Thema zu reden, weil ich unsere christlichen Verlage sehr schätze. Und dass Sie zu einem dieser Verlage gehören, ich habe es bislang nicht gewusst.
    Aber ihre gestellte Frage: „Warum sollte jemand ein Buch von den 54 Anbietern kaufen, wenn er es von amazon direkt portofrei haben kann?“ die können Sie mir dann sicher beantworten.

  11. buecheraendernleben

    ich bezweifel solcherlei „Engpässe“. Zeigen Sie sie mir doch bitte mal.

    • Karoline

      Wie soll ich das denn machen? Ich kann gern mal die Kollegen vom Vertrieb fragen, wie oft das vorkommt. Ist sicher ein verschwindend kleiner Anteil und daher eigentlich keiner Diskussion würdig.

  12. Karoline

    Lassen Sie uns doch lieber über die beiden spannenden Links oben diskutieren, das ist ergiebiger.

    • buecheraendernleben

      über die beiden spannenden Links möcht ich jetzt grad nicht reden, weil Sie damit von meiner Ausgangsfrage ablenken. Die war ja: Warum müssen unsere christlichen Verlage bei Amazon als Einzelverlage unter vielen Verkäufern mitauftreten (wenn amazon doch so viele Nachteile hat)?

  13. buecheraendernleben

    also eben hieß es doch noch, Sie bieten nur auf Amazon wg. eventueller „Engpässe“ an. Jetzt ist es plötzlich nur ein „verschwindend kleiner Anteil“ der „eigentlich keiner Diskussion würdig“ ist. ich behaupte immer noch solcherlei „Engpässe“ werden Sie nicht finden und deshalb ist ihre Argumentation nicht nachvollziehbar, es sei denn Sie schicken mir einen Link zu einem Titel der nur noch von einem christlichen Verlag geliefert werden kann.

  14. Karoline

    Wie gesagt, ich frage gern einmal bei den Vertrieblern nach, verstehe aber absolut nicht, warum das so ein großes Thema sein soll. Vermuten Sie dahinter irgendeine Verschwörung?

  15. buecheraendernleben

    Von einer „Verschwörung“ habe ich nie irgendwo geschrieben. Sie bringen solcherlei Begriffe hier ins Spiel.
    Quasi als Entschuldigung dafür, warum christliche Verlage auf amazon selbst Bücher verkaufen haben Sie „Engpässe“ angegeben. Nun bitte ich Sie wiederholt mir wenigstens ein oder zwei Links zu schicken, die mir solch einen „Engpass“ zeigen und da müssen Sie passen.
    Ist es da nicht nachvollziehbar, dass ich Ihrer Argumentation mit den „Engpässen“ nicht folgen kann? Oder gibt es noch andere Gründe, warum christliche Verlage auf amazon mitverkaufen?

  16. Karoline

    Ich muss nicht passen, ich bin nur nicht in der richtigen Abteilung tätig. Habe meine Kollegen bereits angemailt, aber auch diese haben vermutlich noch andere Mails zu bearbeiten oder sind sogar im Osterurlaub. Bitte also um Entschuldigung, dass es mehr als 10 Minuten dauern könnte.

  17. Sehr spannende Diskussion … wenngleich ich den Eindruck habe, dass aneinander vorbei gepostet wird.

    Vielleicht könnte zunächst geklärt werden, was der Anlass für dieses Posting und die anschließende Diskussion ist. In einem der ersten Beiträge wurde auf eine Aussage von Herr Kuhn von SCM Bezug genommen. War das der Anlass für das Posting? Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn ein Link zu dieser Aussage gepostet würde, damit alle wissen, worum es eigentlich geht?

    Im weiteren muss offensichtlich klargestellt werden, dass es mindestens zwei – drei Möglichkeiten gibt über die Plattform des diskutieren Online-Händlers zu verkaufen:
    1) Artikel werden an den berühmten große Online-Händler geliefert und dieser verkauft sie unter eigenem Namen. Die unverhandelbaren Konditionen dafür sind mehr als fragwürdig und bewegen sich (wie bereits angemerkt wurde) sogar rechtlich in einer Grauzone: ein Rabatt von 55% + Skonto bei extrem langem Zahlungsziel. (Der Online-Händler selbst verkauft natürlich ohne Versandkosten, wobei er durch die extremen Konditionen absichert, dass er trotzdem einen guten Gewinn erzielt.)
    2) Verkauf über Marketplace: In diesem Fall verkauft der Buchhändler oder Verlag selbst, muss für die Nutzung des Marketplace aber eine nicht gerade geringe Gebühr zahlen und ist vertraglich gezwungen mit Portokosten zu verkaufen. Diese erzwungenen Portokosten garantieren dem Online-Händler natürlich, dass im Normfall jeder Kunde direkt bei ihm bestellt und eben nicht beim Verlag selbst.
    3) Ein Dritter (Buchhändler) verkauft die eigenen Artikel über Marketplace. Darauf hat ein Verlag keinen Einfluss.

    Solange Punkt 1 funktioniert, wird fast kein Kunde über Punkt 2 kaufen. Und nur über Marketplace wird fast gar nichts verkauft, da es aufgrund der erzwungenen Versandkosten für die meisten Kunden inakzeptabel ist. Wenn man bei Punkt 1 nicht mitmacht, muss man außerdem davon ausgehen, dass die eigenen Produkte stiefmütterlich behandelt werden, z.B. keine Coverabbildungen gezeigt werden (siehe z.B. die Neuerscheinungen des BOAS-Verlags).

    Und dann sei darauf hingewiesen, dass dieser große Online-Händler tatsächlich eine so große Marktmacht hat, dass ein Verlag allein wegen der Rezensionen dort zu finden sein muss. Denn die erste Anlaufstelle eines Großteils der potentiellen Kunden, um sich über einen Titel zu informieren (egal, wo sie hinterher kaufen), ist nun mal dieser Online-Händler. Das ist einfach eine Tatsache. (Mir wäre lieber die erste Anlaufstelle wäre diese Seite oder die AG der christlichen Rezensenten, ist es aber leider nicht.)

    Wir vom BOAS-Verlag verkaufen nicht an diesen großen Online-Händler und auch nicht selbst über dessen Plattform (Andere Händler bieten unserer Titel natürlich dort an.), da es wirtschaftlich einfach keinen Sinn ergibt, sonst könnten wir gleich schließen. Andererseits muss ich aber auch sagen, dass dieser Quasi-Monopolist (obwohl es tausende Wettbewerber gibt, aber deren Marktanteil ist leider vernachlässigbar) den gesamten Buchmarkt in vielerlei Hinsicht so stark beeinflusst, dass es fraglich ist, wie lange so kleine christliche Verlage wie der BOAS-Verlag überhaupt überleben können.

    Folgende Aussage des ursprünglichen Postings finde ich insofern ziemlich unsachlich: „Es sind unter anderem auch christliche Unternehmen, die den Gewinn von Amazon steigern und die selbst mithilfe des Onlineriesen Geld verdienen.“
    a) Ja, sie lassen den Gewinn von Amazon steigen … aber warum? Weil es aktuell kein Vertriebskonzept gibt, dass diesen Quasi-Monopolisten völlig ausklammert, wenn man selbst überleben will.
    b) Nein, mit Hilfe des Onlineriesens wird ganz sicher kein (kleiner) christlicher Verlag Geld verdienen. Im besten Fall ist es ein Marketinginstrument, um überhaupt auf dem Markt wahrgenomemn zu werden und nicht gleich unter die Räder zu kommen. Geld verdienen – so das für einen (kleinen) christlichen Verlag überhaupt möglich sein sollte – tut man ganz sicher über andere Vertriebswege.

  18. buecheraendernleben

    Hallo Fred,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Kann sein, dass ich nicht die Gabe besitze mich verständlich auszudrücken.

    Ich will es gern noch einmal versuchen: Also ich beziehe meinen Beitrag nicht auf ein Zitat von irgendwem. Den Herrn Kuhn hat die Lektorin Karoline ins Spiel gebracht. Mir ging es in meinem Beitrag einfach nur um die Aufnahme eines Themas, welches grad „in der Luft liegt“ und unter Bücherfreunden heiß diskutiert wird.

    Selbstverständlich bin ich auch dafür, dass christliche Buchtitel auf Amazon verkauft werden. Für mich hat dies sogar etwas mit Mission zu tun. Und weil dies so wichtig ist, gibt es die Rezensionen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Rezensenten auch weiterhin auch auf Amazon zu lesen. Auch dies bringe ich in Zusammenhang mit Mission. Mir ist klar, dass die VEB dies anders sieht.

    Mir geht es an dieser Stelle hier um die Tatsache, dass aber auch christliche Verlage direkt als Verkäufer bei Amazon Marktplace auftreten. Als Käufer zahle ich dann nicht nur den Buchpreis sondern auch die 3 Euro Versand. Für mich stellt sich die Frage ob dieses Mitspielen der christlichen Verlage wirklich sein muss und ob es ihnen wirklich Umsatz bringt, den sie natürlich auch erwirtschaften müssen.

    Karoline habe ich gestern hier so verstanden, dass christliche Verlage erst dann zum Verkauf auf Amazon kommen, wenn es einen Engpass gibt. Und das eben kann ich nicht nachvollziehen. Per Link soll Karoline mir bitte die Produktseite der Buchtitel zeigen, auf der ein Titel nur von gerthmedien oder asaph angeboten wird. Heute kam den ganzen Tag lang kein Link und sie wird ihn auch schuldig bleiben müssen.

    Weiter könnte man fragen: Wünschen sich Leser vielleicht einen christlichen Verlag, der seine Titel direkt auf seiner Verlagsseite verkauft, oder beim Händler vor Ort, aber keinesfalls als Anbieter auf Amazon? Ich wünsche mir solche Verlage. Für mich wäre das mutig. In meinen Augen würden sie christliches Profil zeigen!

    • @ buecheraendernleben

      Ich hätte einen BOAS-Titel „im Angebot“, der ausschließlich von Alpha angeboten wird: http://www.amazon.de/Gef%C3%A4hrliche-Zuflucht-Cape-Refuge-Reihe-Band/dp/3942258013/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1365014324&sr=8-1

      Aber was Karoline vermutlich meint, ist genau das, was ich auch beschrieben habe: Nur dann, wenn Amazon einen Titel nicht selbst anbietet (den sie zu den genannten fragwürdigen Konditionen einkaufen) oder er bei Amazon gerade ausgegangen ist, kann ein Verlag / Buchhändler über Marketplace als „Lückenbüßer“ ausnahmsweise mal selbst etwas verkaufen – wegen der erzwungenen Portokosten. Andernfalls kommt (fast) kein Kunde auf die Idee über Marketplace beim Verlag selbst zu kaufen. Es ist also wirklich nur ein „Notnagel“ für einen Verlag, damit der eigene Titel dort auch erhältlich ist, wenn Amazon aussteigt oder ausverkauft hat.

      • buecheraendernleben

        okay Fred,

        vielen Dank für den Link. Dann geb ich mich geschlagen!

        Wobei ich mir doch lieber Leser wünsche die beim Händler vor Ort oder auf der jeweiligen Verlagsseite einkaufen. Ich bin mir sicher, wenn Verlage dies beginnen zu bewerben, dann wird der bewusst vorgehende Leser sich darauf einlassen! Natürlich sollte so eine Verlagsseite dann auch attraktiv gestaltet sein. Verlosungen, Schnäppchen und Interviews sollten nicht fehlen, aber das haben wir ja vor Monaten hier schon eingefordert und sehen, dass die Verlage da deutlich nachgebessert haben.

  19. Maria Lahnstein

    @buecheraendernleben
    Dazu müßten aber Interessierte Käufer erstmal die Verlage kennen und wissen, wo sie was kaufen können. Insider und absolute Bücherfans der christlichen Bücher wissen das. Alle anderen müssen erst irgendwie informiert werden. So meine Erfahrungen , z.B bei LB.

  20. buecheraendernleben

    Also Maria,
    wenn ich ein Buch in die Hand nehme, dann schau ich auf den Verlag. Oft haben die christlichen Verlage ja inzwischen auch einen Hinweis auf ihre Internetseite. Und ich glaube ganz bestimmt das Leser dazulernen können.

    • Maria Lahnstein

      Ich wundere mich ja auch, aber das ist das, was ich erlebt habe. Immer wieder gab es z. B. auch Leser, die nach etlichen Leserunden mit einem christlichen Verlag immer noch nicht wußten, dass im Buch eine christliche Thematik, manchmal nur am Rand Thema ist und haben das dann beim Lesen bemängelt. Es wird wohl manchmal nur oberflächlich danach geschaut. Wo es reduzierte christliche Bücher gibt, weiß auch nicht jeder (die die Verlage aus dem Sortiment nehmen). Manches Buch gibt es nur noch da und diese Info habe ich auch weitergegeben. Und dann ist es auch manchmal so, dass die Verlagsseiten nur höchstens als Info herangezogen werden und man die Bücher eher beim Onlineriesen kauft. Da müßte bestimmt noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden, wollte man das ändern.

  21. Karoline

    Danke, Fred, ich zweifelte schon an meiner Ausdrucksfähigkeit.

    Ein letztes Mal: Ich kann keinen Link zu irgendwelchen amazon-Vorgängen posten, weil weder ich noch sonst jemand in unserem Verlag solche Abläufe minutiös verfolgt. Ich habe wahrhaftig Besseres zu tun ;-). Ich gelobe aber beim Bart meiner Großmutter, dass nichts anderes dahintersteckt, wenn Verlage selbst im Marketplace verkaufen, als das, was Fred erklärt hat.

    Den Ausgangspunkt dieser ganzen Diskussion könnte Herr Döring vielleicht hier posten, der ergab sich aus einem Posting bei Facebook.

    Sämtliche christlichen Verlage, die mir bekannt sind, haben einen Internetshop und bieten auf ihren Websites zusätzliche Informationen, Interviews mit Autoren, Videos und vieles mehr, was es bei a… nicht gibt. Freundliche Beratung natürlich auch.

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