Hans-Dieter Frauer (Hrgs.): Signale an der Front

signale an der front

Ein wenig skeptisch war ich zu Anfang schon und habe mich gefragt, braucht die Welt heute wirklich noch Kriegstagebücher, wo der Krieg doch seit fast sieben Jahrzehnten Geschichte ist?

Richard Rommel beginnt sein Tagebuch am 24. August 1939. Er ist Christ und dies spielt in seinem Tagebuch auch immer wieder eine wichtige Rolle. Nie zuvor habe ich von betenden Soldaten gelesen. Er beschreibt den Einmarsch in Polen und Russland, lässt auch die dort lebenden deutschen Minderheiten nicht unerwähnt.

Eine Vielzahl von Fotos belegt, was der 2012 verstorbene Richard Rommel beschreibt. Wer hier heroische Siegesmeldungen sucht, der wird enttäuscht sein. Sachliche Beschreibungen, Berichte von christlichen Aktivitäten und das Fragen nach dem „Warum“, all diesen Wahnsinns beherrschen dieses Kriegstagebuch.

Der Autor war kein Mann des Widerstandes. Er hat auch nie einen Aufstand gegen Hitler geplant. Er hat den Krieg als Mitläufer mitgemacht und dennoch wird beim Lesen deutlich – er war von Anfang an kein Hitlerfan!

Was bringt so ein Kriegstagebuch heute noch? Es zeigt auf alle Fälle sehr deutlich, dass es Soldaten gab, die mitgemacht haben, die aber auf Grund ihres Christsein immer stärker ins Nachdenken über diesen Krieg kamen. Von der Kraft des Gebetes und dem geistlichen Gedankenaustausch der christlichen Soldaten untereinander ist hier zu lesen. Solche Kriegstagebücher gibt es wahrlich bislang sehr wenige und deshalb ist dieses wichtig und sollte sehr viele Leser finden!

SCM Hänssler, ISBN 978-3-7751-5447-5, Preis 16,95 Euro

Der Hänssler Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Buches zur Verfügung. Wer also bis Dienstag 20 Uhr seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, macht automatisch mit bei unserer Verlosung. Viel Glück!

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Hans-Dieter Frauer (Hrgs.): Signale an der Front

  1. Maria Lahnstein

    Das ist die Zeit, in der meine Eltern geboren wurden und ich finde es interessant, zu erfahren, was damals alles passiert ist. Aber nicht die offizielle Geschichte, die man sowieso x mal in der Schule durchgenommen hat, sondern das was Verwandten passiert ist oder in dem Ort, in dem man aufgewachsen ist. Mein Vater kann sich an so manches erinnern. An Kleidung, die eingemauert wurde bis nach dem Krieg, an Kellernächte und eine Massenevakuierung, an Hunger und vieles andere.
    Das Zeugnis eines christlichen Soldaten ist bestimmt interessant, denn beten war wohl das Einzige, was man manchmal tun konnte, um alles zu überleben und zu verarbeiten.

  2. Theresa

    Mein Mann und ich beschäftigen uns momenten viel mit dem Thema 2. Weltkrieg, haben gerade eine KZ-Gedenkstätte besucht. Das Buch würde einfach passen!

  3. Lea

    Ein Thema, mit dem ich mich kaum auseinandersetze, vielleicht, weil es kein leichtes Thema ist. Das Buch ist sicher keine Entspannungslektüre für den Strand, aber ich würde es dennoch gerne lesen, um mich mit einem wichtigen Stück Geschichte auseinanderzusetzen.

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