R.B. Mitchell: Alleine weinst du wütender

alleine weinst du

„Alleine weinst du wütender“ hebt sich bereits vom äußeren Erscheinungsbild her sehr positiv von anderen Titeln dieses Verlages ab. Ansprechendes Cover und solide Umschlaggestaltung lassen mich fragen, warum dies nicht öfter möglich ist.

Der bekannte amerikanische Finanzberater R. Mitchell beschreibt seine traumatische Kindheit bis zu dem Punkt, als er selbst eine Familie gründet und zum ersten Mal in seinem Leben ein eigenes zu Hause hat.

Bislang war er viele Jahre lang in einem Waisenhaus untergebracht. Sein Vater geriet ins direkte Visier von Mutter und Ehefrau, konnte dem seelischen Stress nicht standhalten und nach gescheitertem Selbstmordversuch, saß er den Rest seines Lebens in einer psychatrischen Einrichtung. Des Autors Mutter gab sich immer mehr dem Alkohol hin und wurde schnell von ihm abhängig. So wurde der kleine Robby ein Fall für das Waisenhaus.

Obwohl er immer mehr Fragen nachging wie „Was habe ich nur falsch gemacht?“ oder „Warum mag mich niemand?“ hatte er immer Menschen um sich die ihm von Jesus und Gottes Liebe erzählten. Seine langjährige Erzieherin Nola ist so ein Beispiel. Auch seine Großmutter Gigi, die er besuchen durfte, erzählte ihm von Gottes Liebe. Zu Anfang setzte Mitchell all diesen Erzählungen und Gebeten Fragen entgegen „Warum reden die alle von Gottes Liebe? Warum gehe ich dabei immer leer aus?“

Dieses Buch ist inhaltlich ein Meisterwerk. Es zeigt sehr gut Gottes wirken an uns Menschen. Jahrelang hat der Autor von Jesus und Gottes Liebe gehört, aber alles prasselte von ihm wieder ab. Doch plötzlich, als er zu Gott bewusst ja sagt, da erlebt R.B. Mitchell eine Wendung in seinem Leben…

Soweit meine Rezension zum Buch. Fragen habe ich allerdings zur Präsentation dieses Titels seitens des Verlages. Auf der Verlagsseite wird dem Leser der Eindruck vermittelt, dass es sich um eine Neuerscheinung handelt. Eine Aufzählung von Gründen für dieses Buch beginnt jeweils mit den Worten: „Endlich ein Buch …“. Nicht erwähnt wird, dass dieser Titel bereits im Oktober 2008 ein erstes Mal als „Kind der Hoffnung“ veröffentlicht wurde. Fairer Umgang mit dem Leser sieht für mich anders aus. Lediglich im Kleingedruckten findet sich der Hinweis „Überarbeitete und gekürzte Ausgabe“.

Bei mir als Leser wäre es viel besser angekommen, wenn der Verlag auf seiner Internetseite geschrieben hätte, aus Anlass des Besuches von R.B. Mitchell Ende Mai beim Willow Jugendplus-Kongress in Wetzlar haben wir uns zu einer zweiten Auflage seines erfolgreichen Buches entschlossen. Leider habe ich diesen Hinweis nicht gefunden.

Am Samstag, 1. Juni 2013 hat R.B. Mitchell seinen großen Auftritt in Wetzlar. Sicher wird dies ein sehr emotionaler Einstieg in den Kongress sein. In Zusammenarbeit mit dem Jugendplus-Kongress und dem Verlag SCM Hänssler hat der amerikanische Finanzberater den Förder-Wettbewerb „OPEN active“ initiiert, für den er 10.000 Euro Fördergeld zur Verfügung stellt. Mit dem Projekt möchte er Jugendliche in Deutschland in ihrem Engagement für Andere bestärken und christlich-soziale Projekte fördern. Daneben wird er aus seinem eigenen Leben berichten, das ein ermutigendes Beispiel für die Veränderung in einer fast ausweglosen Situation darstellt.

Unabhängig davon wie der Verlag seinen Titel präsentiert, ist er doch ein glaubwürdiges Zeugnis dafür, wie Gott auch heute Wunder tut!

SCM Hänssler, ISBN 978-3-7751-5489-5, Preis 9,95 Euro

Der Verlag hat für diesen Titel sogar eine eigene Website eingerichtet: http://www.scmedien.de/Mitchell

Übrigens: „Kind der Hoffnung“ ist inzwischen von der Produktseite des Verlages verschwunden. Bei Onlinehändlern ist das Buch aber natürlich noch zu kaufen, wesentlich günstiger als „Alleine weinst du wütender“.

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