Uwe Heimowski/ Frank Heinrich: Mission: Verantwortung

mission verantwortung

Den ersten Heilsarmeeoffizier im Deutschen Bundestag Frank Heinrich stellt Uwe Heimowski in seinem neuen Buch vor. Clever wie der Autor ist, saugt er sich nichts aus den Fingern, sondern lässt den Bundestagsabgeordneten selbst reden.

Das Buch in Interviewform stellt zwar den Abgeordneten Frank Heinrich vor und in seine Biografie hineinzuschnuppern ist keinesfalls langweilig, beim Lesen dachte ich allerdings oft die vielen Christen die sich nicht außerhalb kirchlicher Strukturen zu Wort melden.

In diesem Buch erscheint Politik plötzlich nicht mehr stink langweilig, das Wort Politikverdrossenheit mächtig weit weg zu sein. Beide Autoren reden über das „C“ in der deutschen Parteienlandschaft und vor allem darüber wie christliche Inhalte herausgearbeitet und umgesetzt werden können. Wenn Frank Heinrich von seiner Arbeit in Ausschüssen und Versammlungen berichtet, klingt dies beinah spannend, als könnte man doch noch etwas bewegen.

Für den Abgeordneten Frank Heinrich scheint sein Weg in den Bundestag folgerichtig zu sein. Seine Überzeugungen versucht er nun in der großen Politik in die Tat umzusetzen. Wäre das Wort vom „Vorbild“ nicht schon so strapaziert, würde ich Frank Heinrich als Vorbild bezeichnen. Endlich einer, der nicht nur nörgelt und meckert, sondern sich einbringt und somit Verantwortung übernimmt!

Neufeld, ISBN 978-3-86256-039-4, Preis 12,90 Euro

Uwe Heimowski hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Hallo lieber Uwe Heimowski, „Mission: Verantwortung“ heißt ihr neues Buch. Sie stellen darin den Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich vor. Warum sollte ich als Norddeutscher den Sachsen kennenlernen?

Norddeutsche sind doch offen, wach, neugierig und intelligent (darf ich das als geborener Niedersachse, der in Schleswig-Holstein geboren ist, so sagen?) – da müssten sie eigentlich gespannt sein auf die Einblicke und Einsichten in diesem biografischen Interviewbuch. Im Ernst: die Geschichte von Frank Heinrich ist beispielhaft für einen Christen, der früh in seinem Leben Verantwortung übernommen hat und so bei der Heilsarmee und im Bundestag „gelandet“ ist. Das kann man in Sachsen, in Hamburg, in Freiburg oder in Köln tun. Und Frank kennen zu lernen, lohnt sich einfach, ist ein Klassetyp!

Warum braucht die Politik Christen, was haben die drauf, was andere nicht können?

Nichts. Die Kompetenz eines Abgeordneten hat nichts mit seinem Glauben zu tun. Es gibt atheistische Fachleute – und ebenso kann es gläubige Pfeifen geben. Wer in den Bundestag will, muss viel Zeit investieren und sich schnell in Themen einarbeiten können. Er muss reden und zuhören, abwägen und entscheiden. Ein Christ hat in seinem Glauben eine Kraftquelle und eine Richtschnur für sein Gewissen, das ist hilfreich. Wenn man die Frage andersherum stellt, wird eher ein Schuh draus: Wenn Christen alle Kompetenzen mitbringen, die es braucht. sollten sie die Politik entdecken und auch hier Verantwortung übernehmen.

Viele Christen sind der Meinung; mein Christsein geht niemanden etwas an! Was halten Sie dem entgegen?

Dem musste ich noch nie etwas entgegen setzen. Mir ist diese Meinung nicht begegnet. Wenn gemeint ist, dass Christen über ihre Arbeit und nicht (nur) über ihren Glauben wahrgenommen werden wollen, dann kann ich das gut verstehen. Wenn es bedeutet, dass Christen sich aus der Gesellschaft zurückziehen, dann finde ich es sehr schade. „Mission: Verantwortung“ will genau solche Christen herausfordern, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Dazu gehört nach der Bibel an der richtigen Stelle auch ein Bekenntnis zu Jesus Christus. Allerdings ist die Politik nicht ein weiteres „Missionsfeld“, sondern der Ort, wo verantwortlich gearbeitet werden muss.

Ihr Buch, es ist ja eigentlich ein ausführliches super spannendes Interview, zeigt sehr schön wie aus Überzeugungen, Taten werden können. Mal ganz ehrlich, ist das ihr Beitrag wider der Politikverdrossenheit?

Sehr schön formuliert: aus Überzeugungen sollen Taten werden. Gelebter Glaube ist immer Wort und Tat. Wenn das Buch dabei hilft und dabei ein Beitrag gegen die Politikverdrossenheit ist – fantastisch! in der Politik kann man viel bewegen. Es wäre klasse, wenn sich Menschen durch unser Buch motivieren lassen, da mit zu mischen. Christen – aber nicht nur Christen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

http://www.neufeld-verlag.de stellt uns von diesem Titel drei Verlosungsexemplare zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Dienstag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Uwe Heimowski/ Frank Heinrich: Mission: Verantwortung

  1. Esther M.

    Ich habe bereits vor ein paar Jahren ein Interview mit Herrn Heimowski in der DRAN gelesen und fand das sehr spannend. Das Buch würde mich auf jeden Fall interessieren!

  2. Guten Tag- ich kenne das Buch noch nicht, aber es macht mich neugierig. Zumal ich beide Herren kenne…

  3. Dieses Buch ist ein gutes Beispiel, dass der liberale Staat auf religiöse – und im Besondern christliche – Überzeugungen nicht verzichten kann. Ich durfte Frank Heinrich einmal in Berlin kennen lernen und habe ihn als einen authentischen Politiker erlebt. Als Theologe im säkularen Bundestag zu arbeiten und dort die eigenen Überzeugungen zu verteidigen, braucht eine große Portion Mut. Das macht seine Person interessant und ich würde für einen tieferen Einblick gern das Buch lesen.

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