Christian Mörken: Der verschwundene Superstar

leoniechristian Mörken

Foto: Christian Mörken

Grace, Tiffy und Leonie sind Fans vom neuen Castingstar Timmy. Natürlich kommen sie auch zu seinem Konzert und müssen aber mit ansehen wie er plötzlich vor ihren Augen auf der Bühne zusammenbricht.

Die Story ist gut erzählt, nimmt auch biblische Themen auf. Da geht es um Freundschaft und den schnöden Mammon, um das acht geben auf den Nächsten und um Wahrheit sagen. Gewünscht hätte ich mir, dass der Autor seine Story nicht in Kalifornien sondern hier bei uns vor Ort spielen lässt. Damit wäre die Handlung vielleicht noch dichter an die jungen Leserinnen herangekommen.

Die drei Freundinnen werden getrieben von der Sorge um ihren Helden Timmy. Wo ist er? Im Krankenhaus? Dort ist er spurlos verschwunden. Wurde er entführt?

Nichts ist in dieser Story vorhersehbar. Christian Mörken sollte unbedingt einen weiteren Teil über Leonie und ihre Freundinnen schreiben!

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91916-8, Preis 9,99 Euro

Christian Mörken hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Hallo Christian, bislang gab es die „Leonie“ – Reihe nur zum hören. Jetzt liegt eine Geschichte in Buchform vor, wie kam es dazu?

Die „Leonie“-Reihe gibt es nun seit 2009 und sie hat viele Fans gefunden (nicht nur Mädchen!). Das hat den Verlag dazu animiert mich zu fragen, ob ich mir dazu auch eine Buchhreihe vorstellen könnte. Die Idee war es, gerade dieser Altersgruppe von Leonie, die das Lesen erst entdecken, ihre „Heldin“ auch zum Lesen anzubieten. Viele Eltern Wünschen sich ja, dass ihre Kinder mehr lesen. Aber ich weiß selbst wie oft meine Eltern mir Bücher mitgebracht haben, die mich nicht die Bohne interessiert haben. Wenn nun die Eltern aber wissen, diese Geschichten hören unsere Kinder gern, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie die Geschichte auch gern lesen. Mich persönlich hat es zudem gereizt, weil man im Rahmen eines Buches vieles mehr ausschmücken kann. Ein Hörspiel bietet einen begrenzten zeitlichen Rahmen. In circa sechzig Minuten muss die Geschichte erzählt sein. Ein Buch bietet mehr Raum, Personen, Räume und Atmosphären mehr auszuschmücken.

Beim Lesen dachte ich manchmal, warum lässt er die Story eigentlich nicht in Deutschland spielen?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Aber dann habe ich mich daran erinnert, das sich mich als Kind gern in fremde Welten geträumt habe. Ich war ein typisches Kassettenkind der 80er Jahre, bin also mit den ??? und TKKG Groß geworden. Ich fand das toll mir Rocky Beach vorzustellen, diese andere Welt. Die Reaktionen der Hörer zeigen mir, dass die Kinder das heute auch noch so sehen. Zudem gibt es noch einen weiteren Grund: Es war uns von Anfang an klar, dass wir keine Pferdereihe haben wollten, die auf einem Ponyhof spielt. Es sollte auch nicht um Turniere und Ähnliches gehen, sondern die Mädchen sollten die Pferde wirklich überall reiten können. Diese Freiheit, diese Weite wäre in Deutschland kaum realistisch. In Amerika, gerade in der Grenzregion zu Nevada, wo die Serie spielt, gibt es Hunderte Kilometer, Wüste und Weideland. Da kann man die Mädchen wirklich über die Prärie reiten lassen. Zuletzt denke ich auch, dass die angesprochenen Konflikte in Amerika so real sind wie in Deutschland, die Kinder sich also, trotz der Ferne, mit den Sorgen und Nöten der Mädchen identifizieren können.

Um den schnöden Mammon geht es in erster Linie in Deinem Buch. Was willst Du erreichen?

Das ist eines meiner häufigsten Themen. Der Grund liegt vielleicht darin, das ich viele Jahre in der Musikindustrie tätig war. Ich habe in dieser Zeit lange mit Herbert Grönemeyer, Jan Delay, Chris Rea, den Toten Hosen und vielen weiteren Künstlern gearbeitet. Dadurch kam ich in viele TV Shows, wo ich weitere Künstler kennenlernen durfte. Darunter waren wunderbare Menschen, aber auch Menschen, die von ihrem Ehrgeiz und ihrer Geltungssucht so dominiert waren, das es mich erschreckt hat. Wenn ein Mensch Ruhm und Reichtum alles unterordnet, davon geradezu zerfressen ist, sich nur darüber definiert wie oft er in den Medien auftaucht, dann hat dieser Mensch sich sehr weit von Gott entfernt. Mir geht es deshalb darum denjenigen, die am anfälligsten für diese Welt des Scheins sind, nämlich Kinder, zu zeigen, dass es viel wichtigere Dinge gibt als Berühmtheit und Geld. Ich habe viel Menschen kennengelernt, die hatten nach außen hin alles, und saßen dann allein im Tourbus oder ihrer Garderobe. Die hatten niemanden den sie nach einem Auftritt anrufen konnten, niemanden der mit ihnen noch ihre Erfolge feiern wollte. Die waren absolut einsam. Ich hoffe einfach, dass die Leser und Hörer der Geschichten ein bisschen darüber nachdenken und sich die Fragen stellen, die auch Leonie sich stellt. Dabei ist es überhaupt nicht verkehrt davon zu träumen ein Musiker oder Schauspieler zu werden, aber man darf nie vergessen, dass der berufliche Erfolg zwar schön, aber am Ende nicht das wirklich erfüllende im Leben ist.

Meine Tochter hat Dein Buch noch vor mir gelesen. Nun ist sie sauer, weil es keinen zweiten Band gibt. Was soll ich ihr antworten?

Du darfst ihr gern sagen, dass sie gar nicht lange warten muss. Das zweite Buch ist bereits fertig geschrieben und wird gerade lektoriert. Es soll gleich Anfang 2014 erscheinen. Ich wünsche ihr dann wiederum viel Spaß beim Lesen!

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Wer mehr über den Autor erfahren möchte:

http://moerken.jimdo.com/über-mich/

Gerth Medien stellt uns ein Verlosungsexemplar des ersten Leonie – Buches zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Freitag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Advertisements

3 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

3 Antworten zu “Christian Mörken: Der verschwundene Superstar

  1. Maria Lahnstein

    Das Buch ist mir auch schon ins Auge gefallen und ich denke, das wäre etwas für meine Töchter, zumal CDs momentan gar nicht gefragt sind. Das Thema finde ich auch sehr wichtig. Das Denken ums Geld gibt es auch schon bei den normalen Leuten, vielleicht nicht so ausgeprägt, aber oft vorhanden. Echt schlimm, dass viele nicht mehr wissen, was sie mit dem Geld machen sollen. Oder so ein Teil in einer Edelbutique, da lebt eine Familie einen ganzen Monat von , inklusive Miete und Nebenkosten, was manche dann als Jacke oder Rock tragen. Ich finde das erschreckend.

  2. Margrit

    Bei den Neuerscheinungen sah ich bereits das Buch – und es wäre natürlich schön, es auf diesem Wege zu bekommen …

  3. Elisabeth Th.

    Das Buch scheint sehr interessant zu sein –
    ich würde es gerne lesen! 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s