Monatsarchiv: September 2013

Carsten „Storch“ Schmelzer: Heilung

HeilungStorch

Foto: Carsten „Storch“ Schmelzer

Das Thema dieses Buches, war mir zumindest für die Gegenwart etwas fremd. Klar weiß ich, dass Jesus geheilt hat, aber tut er es auch heute?

„Storch“, der Autor mit dem sonderbaren Spitznamen erzählt in seinem Buch wie er zum Thema Heilung heute kam. Vieles von dem was er schreibt, klingt für mich fremd und ich erahne, dass er aus einer anderen religiösen Ecke stammt als ich. Auf alle Fälle traut „Storch“ Jesus heute Heilung zu, ich hatte mich diesem Thema so nie gestellt.

Wohltuend empfinde ich bei diesem Buch, dass sein Autor selbst von den verschiedenen religiösen Gruppen hier in Deutschland spricht, die Wert darauf legen, sich sehr klar und deutlich voneinander abzugrenzen. „Storch“ ist gegen Abgrenzung. Er will, dass wir voneinander lernen und diese Einstellung finde ich sehr gut.

Was er über Heilung schreibt und über die Dinge die Heute praktisch geschehen, ist für mich äußerst spannend. Er bringt die Heilung durch das Gebet, durch Hände auflegen oder auch Heilungsgottesdienste in Zusammenhang mit der Schulmedizin. Berührungsängste scheint er nicht zu kennen.

Falsche Hoffnungen weckt „Storch“ nicht, aber er zeigt mögliche Wege zur Heilung. Eine Garantie, dass sie wirkliche Heilung bringen, kann auch der Autor nicht geben, aber Ärzte können allgemein nie etwas garantieren. Für mich ist dieses Buch sehr horizonterweiternd. Ein Christ, der theologisch gesehen, an einer völlig anderen Ecke steht als ich, hat mich neugierig auf ein aktuelles Thema gemacht!

SCM R.Brockhaus, ISBN 978-3-417-26552-1, Preis 15,95 Euro

Hallo „Storch“, ich habe bereits viel von Dir gehört und auch schon gelesen. Neugierig bin ich natürlich wie Du zu Deinem Spitznamen kommst. Auch wenn Du schon an mancher Stelle gesagt hast, Du kannst Dich an nichts mehr erinnern – hast Du echt keine Ahnung mehr wo „Storch“ herkommt?

Hallo Christian, leider bist Du richtig informiert. Es gibt keine große, tolle Geschichte zu dem Namen. Sicher ist aber, dass ich ihn erst trage seit ich Christ bin.

Kommen wir zu Deinem interessanten Buch. Jesus als Heiler körperlicher Gebrechen in der Gegenwart ist zumindest für mich ein ziemlich neues Thema. Du schreibst in Deinem Buch: „ich glaube, dass Gott auch heute noch heilt.“ Wie kommst Du zu Deiner Überzeugung?

Erst einmal überrascht es mich, dass das Thema neu für Dich ist. Auch in Deutschland boomt das Thema Heilungsgebet beträchtlich. Es gibt immer mehr Heilungsgottesdienste oder Segnungsgottesdienste bei denen auch für Kranke gebetet wird.
Ich selbst bin zunächst völlig unbedarft und eher zufällig zu dem Thema gekommen. Nachdem ich angefangen habe an Jesus zu glauben, habe ich einfach für alles gebetet. Andere aus meinem Bekannten- und Freundeskreis haben das dann auch gemacht. Wir hatten keine Theologie an dem Punkt, sondern dachten, dass man mit jedem Anliegen zu Gott kommen kann. Natürlich war immer wieder mal jemand krank, so dass wir auch dafür gebetet haben.
Wir machten gute Erfahrungen mit diesem schlichten Glauben. Alle möglichen Schmerzen verschwanden, auch ein Überbein. Das war für uns ein klares Zeichen, dass Gott heilt.

Vor einigen Jahren saß ich mit einer fortgeschrittenen Makkuladegeneration im Kreis mit Methodisten zusammen und konnte Lieder aus dem Gesangbuch nicht mitsingen, weil ich fast blind war. Deshalb wurde der Pfarrer auf mich aufmerksam und erklärte mir: „Wäre dein Verhältnis zu Gott in Ordnung, könntest du sehr gut sehen.“ Ich war stock sauer, stand sofort auf und verlies den Bibelkreis. Was hälst Du von solchen Sätzen?

Zunächst bin ich etwas überrascht. In einem methodistischen Kreis würde ich das nicht erwarten, aber vermutlich kann man überall gute und schlechte Erfahrungen machen.
Natürlich ist es reichlich unsensibel, einem Kranken so etwas zu sagen. Es wäre etwas anderes, wenn er in einer privaten Runde versucht hätte, Dein Vertrauen in Gott aufzubauen. Dann hätte er Dir vielleicht einige Heilungsgeschichten aus der Bibel erzählen und für Dich beten können.
Wahrscheinlich meinte er, dass zur guten Botschaft mehr gehört als das Seelenheil, so dass Glaube durchaus auch zur Heilung führen kann. Wer Gott in sein Leben lässt, sollte eine Veränderung auch in anderen Bereichen erwarten, als nur dem „geistlichen“.
Leider zeigt die Erfahrung aber, dass es keinen Automatismus zwischen Glauben und Heilung gibt. Da scheint er einen guten Gedanken so verkürzt zu haben, dass eine sehr verletzende Botschaft rübergekommen ist.

Meine Schwierigkeit mit dem Heilswillen heute ist folgende: Ich lese in Deinem Buch wie Heilung auch Heute gelingen kann. Du stellst ja auch Heiler der Gegenwart vor, aber warum gelingt Heilung manchmal und oft eben nicht?

Die Frage ist falsch gestellt. Dahinter steht ein sehr statisches, technisches Verständnis von Heilung. Kaum etwas gelingt immer, warum sollte ausgerechnet Heilung die Ausnahme sein? Die allermeisten Christen würden sagen, dass Gott Gebete erhört, aber wer erlebt schon, dass alle seine Gebete erhört werden? Es ist kein Geheimnis, dass nicht jeder Kranke geheilt wird, dem jemand die Hände auflegt. Man kann in kaum einem Fall sagen, warum nicht – vielleicht kann man sogar nie einen Grund angeben. Irgendwo ist ja auch immer Gottes Souveränität auf der Rechnung.
Deshalb würde ich ungern über diese Frage spekulieren. Die Antwort fällt ohnehin immer in einem bestimmten System aus. Jeder, der für Heilung betet, wird die Frage, entsprechend der eigenen Theologie etwas anders beantworten.

Du selbst weißt es, sprichst es ja in Deinem Buch auch an: Dein Thema wird unter Christen oft heiß diskutiert. Du trittst dafür ein, dass wir nicht so sehr auf die strikte Abgrenzung christlicher Gruppen achten sollten. Was glaubst Du, was können wir voneinander lernen?

Das hängt davon ab, wer von wem lernt. Von den einen kann man lernen, dass das Christentum eine übernatürliche Komponente hat, die man nicht vergessen darf. Von den nächsten, dass alle Theologie nichts nutzt, wenn man nicht auf der Straße für Bedürftige beten kann. Von den nächsten in Würde zu sterben. Von wieder anderen, dass Gesundheit nicht alles ist und es ein lebenswertes Leben mit Krankheit gibt.
Vielfach sind die wertvollsten Lektionen auch nicht an eine Glaubensrichtung gebunden. Man kann also schlecht sagen: „Wenn Du Folgendes lernen möchtest, wende Dich an diese Denomination.“ Wir alle sind der Leib Christi und die Summe der Erkenntnis ist zwischen uns allen.

Was wünscht Du Dir, was soll Dein Buch mit den Lesern anstellen, was soll es bewirken?

Es soll zum be- und eventuell überdenken der eigenen Position anregen. Wenn am Ende die radikalen Heilungsbeter etwas menschlicher werden und die Leugner des Übernatürlichen etwas übernatürlicher, wäre das toll. Zu viel Radikalität schadet der Sache oft mehr, als es ihr nutzt. Wenn zudem noch einige Erlebnisse mit dem heilenden Gott dabei herauskommen, bin ich glücklich.

Herzlichen Dank für das interessante Gespräch!

Carsten „Storch“ Schmelzer schenkt einem Gewinner unserer Verlosungsaktion ein signiertes Exemplar seines neuen Titels. Wer also bis Sonntag Abend 20 Uhr seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Vielleicht hast Du eine Anmerkung oder Frage zum Thema, die auch andere interessieren könnte? Stell sie einfach hier. Vielleicht kommt „Storch“ vorbei und beantwortet die Frage.

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Andreas Müller: Schluss mit der Sozialromantik

schluss mit der sozialromantikAndreas Müller

Foto: Andreas Müller

Der Brandenburger Jugendrichter Andreas Müller macht genau dort weiter, wo seine Kollegin und langjährige Freundin Kirsten Heisig einst angesetzt hatte. Auch für sie schreibt er dieses Buch und will, wie er sagt, deutlich machen, dass „unter dem Deckmäntelchen der Menschlichkeit“ bis hinein in die Gegenwart Fehler in der deutschen Rechtsprechung gemacht werden. Ich füge hinzu, insbesondere was das Jugendstrafrecht anbelangt. Nachdem ich selbst meinem Landgericht vier Jahre als Schöffe gedient habe, erahne ich ein klein wenig, was Andreas Müller hier meint, wovon er schreibt, was er kritisiert und was ihn teilweise auch ohnmächtig zeigt.

Müller hat bereits nach seiner Ausbildung schnell seinen Ruf als „Quertreiber“ weg. Sein erster Richterfall erregte nicht nur im Land Brandenburg großes Aufsehen. Im Dolgenbrodt-Verfahren geht es um Rechtsradikalismus. Interessant ist, wie der Autor heute das Verfahren einschätzt und ebenso interessant ist, was er heute anders machen würde in der Prozessgestaltung.

Der Autor geht mehr als einmal darauf ein, was man nicht alles mit schönen Statistiken machen kann, er beschreibt auch den Umgang der Gesellschaft mit jugendlichen Straftätern, dabei wird sehr deutlich, was z.Z. alles schief läuft.

Immer wieder wird klar, es muss Schluss sein mit der Sozialromantik, sie war/ist ein Irrweg. Das fatale ist nur, es erfolgt jetzt seit Jahren schon keine andere Weichenstellung. Genau dafür braucht/sucht Müller das öffentliche Bewusstsein – wir sollten sie mit ihm gemeinsam einfordern, damit wir nicht eines Tages feststellen: Es ist bereits zu spät. Der Autor bringt eine Vielzahl von Beispielen, in denen er seine kreativen Strafen und deren Nachwirkungen beschreibt. Andreas Müller kommt selbst aus nicht einfachen familiären Verhältnissen, vielleicht weiß er auch deshalb, was eine angemessene Strafe ist.

Wer dieses Buch liest wird erschrocken sein, aber Augen auf (!) ist der einzig mögliche Schritt, um gemachte Fehler zu entdecken und in Zukunft nach anderen Lösungen zu suchen!

Herder Verlag, ISBN 978-3-451-30909-0, Preis 16,99 Euro

Der Bernauer Jugendrichter hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Auf einer Autofahrt zu einer Fernsehsendung hatte ich Glück und Andreas Müller hatte ein paar Minuten für ein kurzes Gespräch Zeit. Seine Antworten im folgenden Gespräch sind keine wörtlichen Zitate, lediglich meine Widergabe.

Hallo Herr Müller, Ihr Buch schlägt zur Zeit hohe Wellen und bricht viele Rekorde. Was Sagen Sie dazu?

Na ja, ich habe erwartet, dass es ganz gut geht. Es muss endlich eine gesellschaftliche Diskussion darüber los gehen, wie wir in Zukunft mit unseren jugendlichen Straftätern umgehen, denn so wie es bislang läuft, ist es nicht in Ordnung.

Sie sind zur Zeit in vielen Talkshows im Fernsehen anzutreffen, aber auch in Zeitungen findet man sie. Viele Boulevardblätter verpassen Ihnen Titel wie „Richter gnadenlos“ oder „härtester Richter Deutschlands“, wie finden Sie das?

Gnadenlos ist natürlich schon sehr verletzend und hat mit meiner Arbeit nichts zu tun. „Gnade gehört zum Recht.“

Sie stammen aus einer streng katholischen Gegend. Wurden ab der 5. Schulklasse von katholischen Padres unterrichtet. Wie wirkt sich all dies heute auf Ihre Arbeit aus?

Ja natürlich, all das was ich tue, geschieht im Einklang mit meinem christlichen Hintergrund. Der Schutz von Schwachen ist ein genau so wichtiger Aspekt meiner richterlichen Arbeit, wie das in den Knast stecken von Straftätern. Aber es gibt Lücken im System und unsere Gesellschaft muss sich dringend darum kümmern. Mein Buch soll ein Anstoß dafür sein.

Gelegentlich widersprechen Sie dem bekannten Kriminologen Pfeiffer. Haben Sie von ihm schon eine Reaktion auf Ihr Buch bekommen?

Ja natürlich, er hat mich bereits zum Essen eingeladen. Wissen Sie, als Kriminalist hat Herr Pfeiffer wirklich große Verdienste, er macht große Studien und will mich wissenschaftlich widerlegen, aber ich habe täglich in Prozessen die Menschen vor mir und habe Entscheidungen zu treffen.

Ihr Buch verkauft sich im Minutentakt. Stellen Sie sich mal vor, wir wären jetzt ein halbes Jahr weiter und Ihr Buch hätte Veränderungen gebracht. Auf welche hoffen Sie am meisten?

Neben der Einführung eines Erziehungsrichters und einer besseren Vernetzung von Polizei, Justiz und sozialer Arbeit muss es endlich ein bundesweites Register geben, in dem alle jugendrichterlichen Weisungen eingetragen werden. Stellen Sie sich mal vor, in ihrer Stadt treffen sich gewaltbereite Jugendliche immer an einem bestimmten Ort. Sie begehen dort Straftaten. Was geschieht im Normalfall? Vielleicht bekommen sie eine Anzeige und dann dauert es viel zu lange, bis die Jugendlichen vor Gericht antreten müssen.

Hätten wir aber so ein Register, könnte der Polizeibeamte den Namen des Jugendlichen in das Register eingeben und schon wüsste er genau, mit wem er es zu tun hat. Viel schneller müsste dann ein Wiederholungstäter vor Gericht erscheinen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Der Herder Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Dienstag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Was meinst Du, sollten jugendliche Straftäter viel eher und schneller in den Knast?

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H. Stoorvogel / T. Heuvel: Der vierte Musketier

der vierte musketiermarc stosberg

Foto: Marc Stosberg

Wer von uns kennt nicht von Alexandre Dumas „Die drei Musketiere“? Ich war sehr gespannt auf den 4ten, zumal mir diesmal nicht Amerikaner etwas aus ihrer doch manchmal ganz anderen Sichtweise etwas vom Glaubensleben erzählen, sondern zwei junge niederländische Pfarrer.

Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen beschreiben sie, dass sich Männer im Gottesdienst oftmals nicht wirklich wohl fühlen. Mehrfach ist ja auch von anderer Seite bereits beklagt worden: Männer fehlen im Gottesdienst! Und genau an dieser Stelle setzen Henk Stoorvogel und Theo van den Heuvel an.

In Dumas Musketieren wird für den König gekämpft. Es gilt Abenteuer zu bestehen. Es riecht nach Freiheit, gemeinsamen Unternehmungen und einem großen Ziel dem alles untergeordnet wird. Vielleicht sind Männer auf diese Weise leichter für ein intensives Glaubensleben zu gewinnen?

Beide Autoren beschreiben in ihrem Buch wie aus „Der 4te Musketier“, von den Niederlanden ausgehend, inzwischen eine sehr aktive christliche Männerbewegung geworden ist. Sie erzählen von ihren Treffen in kleinen Teams. Sie kraxeln in den Bergen herum, stellen sich psychologischen Herausforderungen und erfahren während ihrer „Charakterwochenenden“ geistliche Inhalte, sei es im Gespräch miteinander oder im Gebet mit ihrem König. Mich haben die beiden Autoren sehr neugierig gemacht!

Marc Stosberg von „Der 4te Musketier“ – Deutschland erzählt in seinem Vorwort eine seht typische Geschichte. Vor einem Gottesdienst bringt er seinen Sohn in den Kindergottesdienst. Als er ihn abholt konfrontiert ihn dieser mit der Frage: „Papa, ist Gott langweilig?“

Dieses spannende Buch zeigt völlig neue Wege auf wie Männerarbeit aussehen kann. Die wenigen Männer in unseren Gottesdiensten sind der Beweis dafür, dass es dringend neuer Wege bedarf!

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91911-3, Preis 16,99 Euro

Mit Marc Stosberg konnten wir nun folgendes Interview führen:

Hallo Marc, es ist nichts neues, Männer finden Gottesdienste oft langweilig und sie lesen auch nicht so gern und schon gar nicht so viel wie Leserinnen. Was glaubst du, warum sollten Männer unbedingt „Der vierte Musketier“ lesen?

Weil dieses Buch genau dies Thematisiert. Männer suchen Abenteuer und finden diese genau nicht in Gottesdiensten oder Büchern. Abenteuer werden heutzutage subtil im Beruf und im Alltag ausgelebt. Im christlichen Kontext gibt es diese kaum. Dieses Buch nimmt die Männer auf eine innere Reise und deckt Dinge auf, die in normalen Leben nie angesprochen werden. Das Buch ist direkt, offen, provokant und auf den Punkt gebracht. So wie wir Männer es halt lieben.

Du selbst hast in diesem Buch Deiner beiden holländischen Kollegen das Vorwort geschrieben. Darin schreibst Du selbst von Langerweile im Gottesdienst. Dein kleiner Sohn bestätigt dich sogar noch. Bring es bitte mal auf den Punkt. Was fehlt in einem normalen Gottesdienst, was würde den Mann von heute direkt ansprechen?

Es ist schon seit längerem offensichtlich, dass man in Kirchen und Gemeinden in eine gewisse Schieflage geraten ist. In Lehre, in Liedern und Abkündigungen geht es hauptsächlich um die Beziehungsebene. „Liebe Jesus…, Renn in seine Arme… …klettere auf seinen Schoß…!“ Ich glaube ein Mann hat einfach Schwierigkeiten einem anderen Mann zu sagen: „Ich liebe dich!“ Sogar wenn dieser andere Mann Jesus heißt.

Christsein geht aber nicht nur um eine Beziehungsebene sondern um Nachfolge. Jesus verlangt von seinen Jüngern: „Folge mir nach!“ Nachfolge ist das wovon ich überzeugt bin spricht Männer eher an als Beziehung. Ohne das eine mit dem andere ausspielen zu wollen. Nachfolge resultiert natürlich aus der Beziehungsebene. Nachfolge hat aber etwas von Herausforderung, Radikalität, Abenteuer. Männer wollen dies. In den meisten Gemeinden wird vieles aber verweichlicht, nett und schön geredet. Mann selber ist nett, adrett und abgeleckt. Ich glaube die Beziehungsebene spricht in erster Linie Frauen an und Nachfolge die Männer. Beides gehört zusammen.

„Der vierte Musketier“ ist ja nicht nur ein Buch, auch ein Verein. Männer treffen sich und kraxeln in den Bergen rum und dort finden sie Jesus oder wie ist das gedacht?

Der 4te Musketier ist eine Bewegung und will Männer helfen in ihre göttliche Berufung zu kommen und ihnen helfen zu entdecken, dass das Leben mit Gott ein wirkliches Abenteuer ist. Die Berge und die Natur sind nur Mittel zum Zweck. Sie begeben sich während eines sogenannten Charakterwochenendes, eines geistlich wie physisch herausfordernden Wochenendes, auf eine Reise hin zu sich selbst und zu Gott. In 72 Stunden machen sie inmitten unnachahmlicher Natur Erlebnisse, die für viele Männer bereits lebensverändernd waren. Im normalen Alltag hätten sie diese Momente wohl nie erreicht.

Selbst in Deutschland gibt es bereits den vierten Musketier. Was macht ihr da? Baut ihr eine neue Kirche oder eine neue Gemeinde?

Der 4te Musketier ist eine Bewegung die Männerherzen inspirieren soll, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung im Einsatz für Gott, also der persönlichen Nachfolge, für seine Familie, für seine Gemeinde und für Gerechtigkeit in der Welt zu übernehmen. Insofern ist die Bewegung als ein überregionaler Wegbereiter und Dienstleister für Gemeinden zu verstehen. Wir wollen das Männer inspiriert werden und dann in ihrem Leben, in ihrer Familie, in der Gemeinde sowie auf der Welt einen Unterschied zu leben – und zwar prioritätenmäßig genau in dieser Reihenfolge.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Wer mehr Infos wünscht, hier geht es weiter:

https://www.de4emusketier.nl/de/home/46-deutsch/over-4e-musketier/30-der-4te-musketier-dein-leben-fur-den-koenig

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Christian Mörken: Der verschwundene Superstar

leoniechristian Mörken

Foto: Christian Mörken

Grace, Tiffy und Leonie sind Fans vom neuen Castingstar Timmy. Natürlich kommen sie auch zu seinem Konzert und müssen aber mit ansehen wie er plötzlich vor ihren Augen auf der Bühne zusammenbricht.

Die Story ist gut erzählt, nimmt auch biblische Themen auf. Da geht es um Freundschaft und den schnöden Mammon, um das acht geben auf den Nächsten und um Wahrheit sagen. Gewünscht hätte ich mir, dass der Autor seine Story nicht in Kalifornien sondern hier bei uns vor Ort spielen lässt. Damit wäre die Handlung vielleicht noch dichter an die jungen Leserinnen herangekommen.

Die drei Freundinnen werden getrieben von der Sorge um ihren Helden Timmy. Wo ist er? Im Krankenhaus? Dort ist er spurlos verschwunden. Wurde er entführt?

Nichts ist in dieser Story vorhersehbar. Christian Mörken sollte unbedingt einen weiteren Teil über Leonie und ihre Freundinnen schreiben!

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91916-8, Preis 9,99 Euro

Christian Mörken hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Hallo Christian, bislang gab es die „Leonie“ – Reihe nur zum hören. Jetzt liegt eine Geschichte in Buchform vor, wie kam es dazu?

Die „Leonie“-Reihe gibt es nun seit 2009 und sie hat viele Fans gefunden (nicht nur Mädchen!). Das hat den Verlag dazu animiert mich zu fragen, ob ich mir dazu auch eine Buchhreihe vorstellen könnte. Die Idee war es, gerade dieser Altersgruppe von Leonie, die das Lesen erst entdecken, ihre „Heldin“ auch zum Lesen anzubieten. Viele Eltern Wünschen sich ja, dass ihre Kinder mehr lesen. Aber ich weiß selbst wie oft meine Eltern mir Bücher mitgebracht haben, die mich nicht die Bohne interessiert haben. Wenn nun die Eltern aber wissen, diese Geschichten hören unsere Kinder gern, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie die Geschichte auch gern lesen. Mich persönlich hat es zudem gereizt, weil man im Rahmen eines Buches vieles mehr ausschmücken kann. Ein Hörspiel bietet einen begrenzten zeitlichen Rahmen. In circa sechzig Minuten muss die Geschichte erzählt sein. Ein Buch bietet mehr Raum, Personen, Räume und Atmosphären mehr auszuschmücken.

Beim Lesen dachte ich manchmal, warum lässt er die Story eigentlich nicht in Deutschland spielen?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Aber dann habe ich mich daran erinnert, das sich mich als Kind gern in fremde Welten geträumt habe. Ich war ein typisches Kassettenkind der 80er Jahre, bin also mit den ??? und TKKG Groß geworden. Ich fand das toll mir Rocky Beach vorzustellen, diese andere Welt. Die Reaktionen der Hörer zeigen mir, dass die Kinder das heute auch noch so sehen. Zudem gibt es noch einen weiteren Grund: Es war uns von Anfang an klar, dass wir keine Pferdereihe haben wollten, die auf einem Ponyhof spielt. Es sollte auch nicht um Turniere und Ähnliches gehen, sondern die Mädchen sollten die Pferde wirklich überall reiten können. Diese Freiheit, diese Weite wäre in Deutschland kaum realistisch. In Amerika, gerade in der Grenzregion zu Nevada, wo die Serie spielt, gibt es Hunderte Kilometer, Wüste und Weideland. Da kann man die Mädchen wirklich über die Prärie reiten lassen. Zuletzt denke ich auch, dass die angesprochenen Konflikte in Amerika so real sind wie in Deutschland, die Kinder sich also, trotz der Ferne, mit den Sorgen und Nöten der Mädchen identifizieren können.

Um den schnöden Mammon geht es in erster Linie in Deinem Buch. Was willst Du erreichen?

Das ist eines meiner häufigsten Themen. Der Grund liegt vielleicht darin, das ich viele Jahre in der Musikindustrie tätig war. Ich habe in dieser Zeit lange mit Herbert Grönemeyer, Jan Delay, Chris Rea, den Toten Hosen und vielen weiteren Künstlern gearbeitet. Dadurch kam ich in viele TV Shows, wo ich weitere Künstler kennenlernen durfte. Darunter waren wunderbare Menschen, aber auch Menschen, die von ihrem Ehrgeiz und ihrer Geltungssucht so dominiert waren, das es mich erschreckt hat. Wenn ein Mensch Ruhm und Reichtum alles unterordnet, davon geradezu zerfressen ist, sich nur darüber definiert wie oft er in den Medien auftaucht, dann hat dieser Mensch sich sehr weit von Gott entfernt. Mir geht es deshalb darum denjenigen, die am anfälligsten für diese Welt des Scheins sind, nämlich Kinder, zu zeigen, dass es viel wichtigere Dinge gibt als Berühmtheit und Geld. Ich habe viel Menschen kennengelernt, die hatten nach außen hin alles, und saßen dann allein im Tourbus oder ihrer Garderobe. Die hatten niemanden den sie nach einem Auftritt anrufen konnten, niemanden der mit ihnen noch ihre Erfolge feiern wollte. Die waren absolut einsam. Ich hoffe einfach, dass die Leser und Hörer der Geschichten ein bisschen darüber nachdenken und sich die Fragen stellen, die auch Leonie sich stellt. Dabei ist es überhaupt nicht verkehrt davon zu träumen ein Musiker oder Schauspieler zu werden, aber man darf nie vergessen, dass der berufliche Erfolg zwar schön, aber am Ende nicht das wirklich erfüllende im Leben ist.

Meine Tochter hat Dein Buch noch vor mir gelesen. Nun ist sie sauer, weil es keinen zweiten Band gibt. Was soll ich ihr antworten?

Du darfst ihr gern sagen, dass sie gar nicht lange warten muss. Das zweite Buch ist bereits fertig geschrieben und wird gerade lektoriert. Es soll gleich Anfang 2014 erscheinen. Ich wünsche ihr dann wiederum viel Spaß beim Lesen!

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Wer mehr über den Autor erfahren möchte:

http://moerken.jimdo.com/über-mich/

Gerth Medien stellt uns ein Verlosungsexemplar des ersten Leonie – Buches zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Freitag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Dorothee Dziewas: Die Gräfin und das Haus am Meer

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Foto: Dorothee Dziewas

Mit acht Geschichten gelingt es Dorothee Dziewas mir Adeline Gräfin Schimmelmann vorzustellen. Ich muss gestehen, bislang kannte ich die Gräfin aus dem hohen Norden nicht.

Zu Zeiten Kaiser Wilhelms I. kam Adeline an den königlichen Hof und wurde Hofdame bei Kaiserin Augusta. Mit 18 Jahren befand sich Adeline zum ersten Mal in einer so großen Stadt. Sie sah jedoch nicht nur Glanz und Gloria, sie hatte auch ein Auge für die Armen in dieser Stadt. Sie besuchte sogar Gefängnisse und verstieß damit gegen gesellschaftliche Normen. Eine Frau hatte sich nicht in politische Dinge einzumischen und schon gar nicht Initiative zu ergreifen.

Unbeirrt ging Adeline ihren Weg. Dabei brachte sie sehr große persönliche Opfer, wusste sich aber in ihrem Engagement für die Armen von Gott gerufen und bestätigt. Dziewas arbeitet in ihrem Buch gerade auch diesen Konflikt sehr fein heraus. Damit holt die Autorin, die auch als Übersetzerin arbeitet, ihr Geschichte mitten in unsere Gegenwart. Zugespitzt läuft alles auf die Frage heraus: Was ist für mich wohl besser, Gott zu gefallen oder auf gesellschaftliche Schablonen zu achten?

Gräfin Schimmelmann geht ihren ganz persönlichen Weg der Nachfolge weiter. Er führt sie auf die Insel Rügen. Mit ererbtem Geld baut sie dort ein erstes Obdach für in Not geratene Fischer.

Ich liebe Bücher in denen Geschichte zu Taten in der Gegenwart inspirieren, genau dies tut Dorothee Dziewas mit ihrer Gräfin!

Brunnen, ISBN 978-3-765-51586-6, Preis 12,99 Euro

Dorothee Dziewas hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Dorothee Dziewas, soeben ist Ihr neues Buch „Die Gräfin und das Haus am Meer“ erschienen. Wie bereits in Ihrem Buch „Eine kleine Lady“ sind Sie auch diesmal einer historischen Persönlichkeit auf der Spur. Wie finden Sie Ihre Helden?

Eigentlich finden meine Heldinnen mich. Jedenfalls war es bei der Gräfin so. Meine Lektorin vom Brunnen-Verlag war auf Gräfin Schimmelmann und ihr ereignisreiches Leben gestoßen und fand, dass es sich lohnen würde, ihre Geschichte zu erzählen. Und sie hatte Recht. Wie Harriet Beecher-Stowe, meine „kleine Lady“, die damals mit ihrem Buch Onkel Toms Hütte einen wichtigen Impuls zur Überwindung der Sklaverei in den USA gegeben hat, war auch die Gräfin eine mutige Frau, die sich auf ihrem Weg nicht beirren ließ.

Mit der Gräfin Schimmelmann, führen Sie Ihre Leser zurück an den Preußischen Hof. Die Gräfin hat sich als Hofdame der Kaiserin vielen Erwartungen unterzuordnen und stößt dabei immer wieder an Grenzen. Warum ist es wichtig heute über so etwas zu schreiben?

Zum einen hat es mir persönlich einfach Spaß gemacht, mich gedanklich in diese ganz andere Welt zu begeben, aber ich glaube, es war auch wichtig zu zeigen, was für ein Leben Adeline Schimmelmann in der damaligen High Society führte, denn es macht deutlich, wie sich ihr soziales Gewissen entwickelt hat – von den Wohltätigkeiten, die von einer Adligen erwartet wurden, bis hin zu dem radikalen Einsatz für gesellschaftliche Randgruppen.

Beim Lesen und Kennenlernen der Gräfin musste ich hin und wieder an Teenager der Gegenwart denken. Auch sie geraten an gesellschaftliche Grenzen, tun Sachen die wir als „Normalbürger“ nicht tun würden. Ist das vergleichbar?

Hm, was heißt „Normalbürger“? Klar war Adeline im ausgehenden 19. Jahrhundert keine Durchschnittsfrau – und ich wage zu behaupten, dass sie es auch heute nicht wäre. Wer nimmt schon Unannehmlichkeiten und Zerwürfnisse mit der eigenen Familie in Kauf, um benachteiligten Menschen ein Stück Hoffnung zu bringen? Was Teenager betrifft, so ist meine Erfahrung, dass sie sich noch leidenschaftlich für eine Sache engagieren können, egal, was andere sagen, und dass junge Menschen oft ein besonderes Gespür für Ungerechtigkeiten haben. Insofern hat die Gräfin schon etwas mit einem rebellischen Teenie gemein.

Die Gräfin weiß sich von Gott berufen, armen Menschen in ihrer Not zu helfen. Für diesen Dienst bringt sie große persönliche Opfer, eignet sie sich heute als Vorbild?

Jeder, der selbstlos etwas für andere Menschen tut, kann für uns ein Vorbild sein, finde ich. Und jemand, der sich über Konventionen hinwegsetzt und sich angreifbar macht, um sich für (soziale) Gerechtigkeit einzusetzen, um Menschen miteinander und mit Gott zu versöhnen und damit ein Stück von Gottes ursprünglicher Schöpfung Wirklichkeit werden zu lassen, ist erst recht ein Vorbild für mich – egal, in welchem Jahrhundert er oder sie gelebt hat.

Auf der Insel Rügen findet die Gräfin ihre Erfüllung. Sie baut mit ererbtem Geld ein Armenhaus. Hat es dieses Haus tatsächlich gegeben?

Ja, die „Fischerstube“, wie die Gräfin ihre Anlaufstelle für Seeleute oft nannte, gab es wirklich. Mit diesem Haus begründete sie sozusagen die erste Seemannsmission in Deutschland. Und sie spendete nicht nur Geld dafür, sondern lebte in einem kleinen Häuschen direkt neben den Fischern und packte tatkräftig mit an. Heute steht das Haus leider nicht mehr, aber in Göhren auf Rügen erinnert das Heimatmuseum an die Gräfin und ihre Arbeit.

Gibt es bereits in Ihrem PC ein nächstes Manuskript über das Sie uns etwas verraten wollen?

Im PC noch nicht, aber die eine oder andere Idee habe ich schon. Da ich meine Brötchen nicht allein mit der Schreiberei verdiene, sondern auch damit, das zu übersetzen, was andere geschrieben haben, wird es noch ein bisschen dauern, bis die nächste Geschichte konkretere Formen annimmt. Aber die Chancen stehen gut, dass es wieder eine historische Erzählung wird …

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Autorin hält für einen Gewinner ein signiertes Verlosungsexemplar ihres neuen Buches bereit. Wer seinen Kommentar bis Mittwoch 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Eckart zur Nieden: Vielleicht begab es sich aber …

vielleicht begab es sich aber

Der Mensch ist so angelegt, dass er für Spekulationen immer zu haben ist. Eckart zur Nieden weiß das und hat ein Buch mit 13 biblischen Geschichten gefüllt. Das besondere an diesen Geschichten, sie werden aus einer völlig neuen und fiktiven Sicht heraus erzählt.

Dazu erfindet der Autor Protagonisten und tastet sich beispielsweise an den Moment heran, an dem vielleicht zum ersten Mal das mündlich überlieferte Wort aufgeschrieben wurde. Das mag erfunden sein, verrät jedoch eine Menge vom Leben damals und unterhaltsam ist es allemal.

Uralte Geschichten beherbergt dieses Buch, aber ich wage zu behaupten, sie reichen mit ihrer Aussagekraft weit hinein in unseren Alltag. Da ist beispielsweise Elieser aus Damaskus. Sein Herr Abraham hat ihn weggeschickt in sein Vaterland, damit er eine Frau von dort für Isaak holt. Humorvoll und doch zugleich mit einem tiefen Glaubensinhalt verbunden, erzählt Eckart zur Nieden von den Gesprächen, die Elieser während seiner Reise mit Gott führt. Es ist als Leser herrlich zu beobachten, wie das Verhältnis zwischen Elieser und Gott von Tag zu Tag immer enger wird und Elieser sich traut, eine Bitte vor Gott zu bringen . . .

Was der Grandseigneur der christlichen Literaturszene hier vorlegt, ist eine unterhaltsame Betrachtung biblischer Geschichten aus völlig neuer Sicht!

Brendow Verlag, ISBN 978-3-865-06529-2, Preis 12,95 Euro

Der Brendow Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer bis Mittwoch 20 Uhr seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Jörg Zink: Deine Wege werden kürzer – fürchte dich nicht!

deine wege werden kürzer

Seit Jahrzehnten gehört Jörg Zink für mich zu den ganz großen in der Fraktion der Theologen, die sich konsequent den Themen Gegenwart, Politik und Umwelt zuwandten und dennoch niemals in eine Schublade mit irgendwelchen Schreihälsen zu stecken gewesen wäre. Von Anfang an brachte Zink seine Anschauungen und Gedanken authentisch und glaubhaft zu mir als Leser rüber.

Mit seinem nun aktuellen Buch beschreitet der Senior ein neues Feld. Er kommt in ein Alter in dem Wege kürzer werden. Wie ist damit umzugehen?

Da zählt der Autor all seine Lebensetappen auf. Das einsame, elternlose Kind, der Krieg, das Jahrzehnt vieler Reisen und dann irgendwann muss auch Zink einsehen: Wege werden kürzer …

Wer den Mut hat dieses Büchlein laut vorzulesen, der wird seine herrliche lyrische Melodie entdecken. Noch kann der Autor den Weg hinterm Garten erlaufen, noch kann er im Garten sitzen, wie lange weiß kein Mensch!

Beim Theologen Jörg Zink wird deutlich Angst oder Panik in dieser Lebensetappe wären fehl am Platz. Er fordert mutig dazu auf, über kommende Grenzen zu schauen. Er fordert dazu auf sich um Gott und Jesus zu kümmern, mit ihnen zusammen ist es leichter möglich gelassener auf die Stunden des Endes zu schauen.

Jörg Zink meint: „Nein, ich muss mich nicht fürchten. Wirklich nicht.“

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-06594-6, Preis 16,99 Euro

Jörg Zink stellt buecheraendernleben ein von ihm signiertes Verlosungsexemplar dieses Buches zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Dienstag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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