Mirjam Schweizer: Blinde Erinnerung

blinde erinnerungMirjam Schweizer

Foto: Mirjam Schweizer

Von Mirjam Schweizer hatte ich noch nie etwas gehört oder gelesen. Mit ihrem Debütroman, den ich in keine der gängigen Schubladen einordnen kann, hat sie mich mächtig fasziniert. Selten bekommt man in einem Buch christliche Botschaft und Thrillerszenen so gut präsentiert!

Carol ist nur eine der wichtigen Protagonisten. Pastorenfrau Andrea finde ich mindestens ebenso interessant in ihrer Entwicklung. Beide gehen zu ihrem Klassentreffen. Seit Jahren haben sich die ehemaligen Schüler nicht mehr gesehen.

Was nun beginnt ist eine spannende Spurensuche. Carol hat jegliche Erinnerung an ihren Klassenkamerad Peter aus der sechsten Klasse verloren. Warum ist das so? Was ist damals geschehen? Warum ist Peter nicht zum Klassentreffen gekommen? Gespenstisch wird es als Carol Zettel zu lesen bekommt, die ihre Erinnerung auf Trab bringen.

Die Autorin entfaltet nun ihr beachtliches Erzähltalent und beweist ihre Stärke im Aufbau einer spannungsgeladenen Story, deren Ende nicht vorweg zu erahnen ist. Je weiter ich lese, desto mehr kommt Gott mit ins Spiel. Sehr gut macht die in der Schweiz lebende Autorin klar, dass Gott Menschen in ihrem Alltag verändert. Selbst dann, wenn Situationen ausweglos erscheinen, muss mit Gott gerechnet werden.

Dieses Buch hat es in sich. Den Namen Mirjam Schweizer muss man sich merken und sie sollte unbedingt weiter schreiben!

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27396-0, Preis 15,95 Euro

Mirjam Schweizer hat buecheraendernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Mirjam Schweizer, soeben ist „Blinde Erinnerung“ erschienen. Ist das Ihr erster Roman und wie kam es dazu, dass eine Finanzfachfrau mit dem Schreiben begann?

Es ist mein erster Roman im Bereich der Erwachsenenbelletristik. Vor ungefähr zehn Jahren habe ich eine Jugendbuchserie geschrieben (unter einem Pseudonym), die aber bereits wieder aus den Regalen der Buchhandlungen verschwunden ist.
Schon als Kind war ich eine extreme Leseratte und hatte einen unheimlichen Bücherverschleiss. Ich fand es immer schade, wenn ein Buch zu Ende war, weil das bedeutete, dass ich auch nicht länger mit den mir lieb gewordenen Figuren dieses Buches zusammen sein konnte. Und dann kam mir die Idee, selbst ein Buch zu schreiben…

Mit einem Klassentreffen und mit Gedächtnislücken beginnt Ihr Buch. Sie haben genau drei Sätze um jetzt den Leser auf Ihr Werk neugierig zu machen!

Auf einem Klassentreffen erfährt Carol, dass sie ihren ehemals besten Schulfreund Peter vollständig aus ihrem Gedächtnis gestrichen hat. Carol macht sich auf die Suche nach Peter und ihrer Vergangenheit. Dabei merkt sie, dass ihre ehemaligen Schulkameraden mehr wissen als sie zugeben und mindestens eine Person aus diesem Kreis ein falsches Spiel mit ihr spielt.

Ist es eigentlich ein Roman, ein Krimi oder ein Thriller? Ich hab bei der Einsortierung in eine Schublade Schwierigkeiten.

Ja, das kann ich gut verstehen. Ich kann das Buch auch nicht nur in eine Schublade einsortieren. Am ehesten würde ich es einen Entwicklungsroman mit Krimielementen nennen. Oder einen Krimi mit Entwicklungsromanelementen. Als Thriller würde ich das Buch eher nicht bezeichnen.

Wieso kennt sich eine Finanzfachfrau mit Abhörwanzen und Hightech-Mikrofonverstärkern aus? Ebenso müssen Sie ja auch eine Menge an Recherchearbeit in der Medizin geleistet haben. Wie lange haben Sie überhaupt an diesem Buch gearbeitet und wieso ging es gerade um so ein Thema?

Ich bin ein Technikfreak und habe während meiner Berufszeit als Pflegefachfrau viel mit Hightechgeräten gearbeitet. Und die Medizin fasziniert mich sowieso. Ich kann stundenlang im Internet über medizinische Themen recherchieren, Krankheitsbilder und Differentialdiagnosen analysieren und Symptome, Ursachen und Krankheitsverläufe miteinander abgleichen.
Das Thema Amnesie spielt in meinem Leben eine große Rolle, da ich selbst unter partieller Amnesie in Bezug auf gewisse Personen und Ereignisse leide. Ich weiß nicht, weshalb das so ist und habe es auch nie abklären lassen. Aber ich mache mir natürlich meine Gedanken, und es beflügelt auf jeden Fall meine Fantasie.

Ihr Buch zeigt sehr schön und zugleich äußerst spannend wie sich Menschen verändern. Mir hat dies sehr gut gefallen. Wann bekomme ich ein neues Buch von Ihnen zu lesen?

Danke vielmal für das positive Feedback! An „Blinde Erinnerung“ habe ich ungefähr drei Jahre lang gearbeitet. Dann benötigte der Verlag noch ein knappes Jahr für das Lektorieren, die Layoutgestaltung und alle übrigen Arbeiten, die mit der Publikation eines Buchs verbunden sind.
Die Idee für ein neues Buch habe ich bereits. Wenn alles gut läuft, wird es in ungefähr vier Jahren druckreif sein. Ich freue mich natürlich sehr, wenn ich Sie dann wieder zu meinen Lesern und Kritikern zählen darf!

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Der Verlag der Franckebuchhandlung stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis Montag 20 Uhr unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Mirjam Schweizer: Blinde Erinnerung

  1. Theresa

    Yeah, mal wieder ein Roman und er klingt auch noch so gut! 🙂

  2. Susanne

    Juhu, ein Roman! 😀 Da hopse ich doch mal in den Lostopf *g*

  3. Esther

    Ja, klingt definitiv spannend – ich bin auch dabei! 🙂

  4. Margrit

    … und erst noch in „deutscher Muttersprache …

  5. Jürgen Tibusek

    Das klingt nach einem spannenden intelligenten Roman – auch das Interview zeigt, dass die Autorin es versteht, den Leser schon mit wenigen Worten zu fesseln. Ich bin gespannt darauf.

  6. Jasmin

    Da nehme ich auch gerne mal teil. Ich liebe spannende Romane.

  7. Adeline

    Das hört sich ja nach etwas sehr interessantem an!

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