Thomas Sieling: Bengel und die Kuttenmänner

Bengel und die KuttenmännerThomas Sieling

Foto: Thomas Sieling

Gerade haben die großen Ferien begonnen, da macht sich bereits Langeweile breit. Bengel und Frami allerdings haben Glück. Sie finden Hinweise auf ein uraltes Buch. Das Theophilus – Evangeliar ist 1877 aus der Christuskirche in Bochum – Gerthe verschwunden. Sollten gerade die beiden Freunde dieses Buch wiederfinden?

Der Autor drückt gleich von Beginn an seiner Story auf die Tube. Temporeich und spannend könnte er sich nun ganz auf seine Suche nach dem kostbaren Buch widmen. Aber Thomas Sieling reicht dies nicht. Er stellt den beiden Jungen die Kuttenmänner gegenüber. Auch die haben ein großes Interesse am Buch und schrecken nicht vor kriminellen Handlungen zurück.

Bei Kinderbüchern aus kleineren christlichen Verlagen bin ich bereits einige Male gründlich auf die Nase gefallen. Dieses allerdings beeindruckt mich. Der Autor zeigt zum einen, dass in einer spannenden Story nicht immer Blut fließen muss und, dass man um christliche Werte zu benennen, keineswegs mit dem theologisch – strengen Zeigefinger drohen muss.

Empfohlen ist dieser Kinderschmöker bereits für Leser ab acht Jahren, mir scheint dies recht früh, aber der Autor ist Schulleiter, muss es also besser wissen.

Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg,

ISBN 978-3-863-53030-3, Preis 5,90 Euro

Thomas Sieling hat bücherändernleben folgende Fragen beantwortet:

Lieber Thomas Sieling, soeben ist Ihr Buch „Bengel und die Kuttenmänner“ erschienen. Sie lesen ja selbst aus Ihrem Buch für Kinder vor, wie reagieren die auf die spannende Geschichte?

Die Kinder reagieren wie der kleine Häwelmann. Sie rufen: „Mehr, mehr!“ Das liegt wohl daran, dass ich immer nur Teile des Buches vorlesen kann. Sie wollen dann natürlich wissen, was denn nun in dem thermoskannenartigen Gebilde steckt, ob es wirklich um einen Schatz geht, ob Bengel und Frami wieder heil aus dem fiesen Trümmerkeller heraus kommen und so weiter. Ich will nicht verheimlichen, dass es mir durchaus ein bisschen Vergnügen bereitet, an so einer spannenden Stelle zu stoppen und auf den nächsten Vorlesetermin zu vertrösten oder eben dazu anzuregen, selbst zu lesen.

Bengel und Frami sind in Ihrer Geschichte einem alten Buch aus der Christuskirche in Bochum-Gerthe auf der Spur. Gibt es da etwas in der Historie was Sie zu dieser Geschichte inspiriert hat?

In der Christuskirche fanden die Schulgottesdienste statt, als ich im Alter von „Bengel“ war. Dort lag auf dem Altar eine in meinen damals kindlichen Augen riesige, prachtvoll verzierte, immer aufgeschlagene Bibel. Eines Tages war die weg. Allerdings nur zur Restauration, wie wir später erfuhren. Aber der damalige Schreck über die verschwundene Bibel hat mich inspiriert, meiner Phantasie Raum zu geben für das, was hätte passiert sein können. Mehr steckt nicht dahinter.

Sie sind Schulleiter, was sagen eigentlich Ihre Schüler dazu, dass Sie so ganz nebenbei Kinderbücher schreiben? Sind das besondere Kritiker?

In diesem Schuljahr bin ich auch Klassenlehrer der neuen Fünf. Sehr hilfreich für mich als Autor! Denn in der Tat reichen zehn Minuten Vorlesen fast immer völlig aus, um zu merken, ob der Text etwas taugt oder nicht. Die Kinder sind da nicht zimperlich und sagen schon deutlich Dinge wie : „Voll nicht spannend!“, „Häh? Versteh ich nicht!“ oder ähnliches. Aber natürlich auch Sachen wie: „Wenn es das als Buch gibt – einen Käufer haben sie schon mal.“, „Total fies, dass Sie jetzt aufhören. Muss ich ja noch bis Weihnachten warten, bis ich weiß, wie es ausgeht.“ Meine Schüler sind also sowohl hilfreiche Kritiker als auch genauso hilfreiche Ermutiger. Und ein bisschen genießen sie es wohl auch (nicht nur die Kinder der Fünf), dass ihr Schulleiter auch ein „Schriftsteller“ ist.

Bengel und Frami gehen mit Gott durch dick und dünn, Sie lassen dies durch Ihre Geschichte sichtbar werden. Gibt es einen Grund warum auch Kinder aus nichtchristlichem Elternhaus Ihr Buch lesen sollte?

Hoffentlich gibt es mehr als einen Grund! Spannende Handlung, humorvolle Schreibe, Wertevermittlung, originelle Personen. Das sind meines Erachtens Aspekte die „Bengel und die Kuttenmänner“ für jedes Kind der entsprechenden Altersgruppe zu einer empfehlenswerten Lektüre machen. Jedenfalls habe ich bisher bei den Hörern aus sogenannten christlichen Elternhäusern und denen aus sogenannten nichtchristlichen Elternhäusern noch keinen wesentlichen Unterschied bei der Freude an „Bengel…“ registrieren können.

Wann wird es ein weiteres Kinderbuch von Ihnen geben?

Das hängt sicher auch von der Aufnahme dieses ersten Kinderbuches ab. Im Moment arbeite ich erst einmal an einem Folgeband zu „Schwamm drüber“. Mit dem Verlag ist besprochen, dass bei Publikumsinteresse an „Bengel“ Ende 2014 ein weiteres Abenteuer erscheinen könnte.

Vielen Dank für das Gespräch!

Verlag und Autor halten drei Verlosungsexemplare für Sie bereit. Mit Ihrem Kommentar unter diesem Beitrag bis Heilig Abend 20 Uhr nehmen Sie automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Thomas Sieling: Bengel und die Kuttenmänner

  1. Rahel

    Da würde ich gern mal reinlesen!

  2. Margrit

    Die Vorstellung und das Interview machen neugierig …

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