M.Kessler/M.Hübner: Von Kritik lernen ohne verletzt zu sein

Kritik

Dieses Buch über die Kritik ist schon etwas sehr Spezielles. Wer meint, dieses Thema ginge ihn nichts an, der sollte getrost die Finger davon lassen. Aber wer kritisiert nicht gern am Anderen herum? Wer ist nicht schnell beleidigt oder gar verletzt, wenn er kritisiert wird?

Leider leben wir in einer Zeit, in der das Wort „Kritik“ sehr negativ besetzt ist. Dies versuchen Martina Kessler und Michael Hübner zu ändern. Gleich zu Beginn ihrer Einleitung lassen sie Günter Beckstein zu Wort kommen. Der hat gesagt: „Die wichtigste Form der Loyalität ist Kritik“.

So gibt es also verschiedene Formen von Kritik. Die eine will vernichten, die andere weiterhelfen, verbessern . . . Da kommt es in diesem Zusammenspiel von Geben und Nehmen aber auch auf den Empfänger der Kritik an. Wie nimmt er sie auf? Was macht er daraus? All diese Fragen, in ihren verschiedenen Facetten beschreiben die Autoren und greifen auf eine Vielzahl von Erfahrungen zurück. Dieses inhaltliche Gemeinschaftswerk von der Stiftung Therapeutische Seelsorge und der Akademie für christliche Führungskräfte konnte nur durch die Vielzahl von gemachten Erfahrungen von Menschen im Hintergrund zu so einem qualitativ hochwertigen Wissensfundament kommen.

Spannend waren für mich die Beschreibungen, was Kritik alles beim Empfänger auslösen kann. Wut, Hass, Minderwertigkeitsgefühle sind da nur einige Stichpunkte. Noch mehr praktische Beispielszenen wären mir eine weitere Hilfe gewesen. Auch die Verweise zum Alten und Neuen Testament haben mich neugierig gemacht. Einige empfehle ich in der Bibel nachzuschlagen und sich den Kontext anzuschauen, in dem die oft kurzen biblischen Zitate stehen. Für mich war dies äußerst gewinnbringend.

Deutlich wird auf jeder Seite dieses Büchleins: Nur wenn Kritiker und Empfänger einander achten, kann es zu einem wirklichen Prozess des Geben und Nehmens kommen. Wenn dieser Prozess gelingt, haben beide etwas davon!

Brunnen, ISBN 978-3-7655-2019-8, Preis 9,99 Euro

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “M.Kessler/M.Hübner: Von Kritik lernen ohne verletzt zu sein

  1. Rahel

    Danke für den Hinweis auf dieses Buch – ist auf meine Merkliste gewandert!

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