Martina Merckel – Braun: Glück auf kleinen Pfoten

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Foto: Martina Merckel – Braun

Zu Beginn dachte ich, ach du lieber Himmel, so ein Buch aus einem christlichen Verlag? Aber die Lektüre lohnt sich. Die Autorin beschreibt in einer Vielzahl von erlebten Geschichten mit ihren Hunden. Dabei scheut sie nicht biblische Bezüge herzustellen. Oft denke ich beim Lesen: Gerade diese Geschichte ist ein Gleichnis!

Schon die Eltern der Autorin hatten einen Hund, der hat die Autorin bewacht, als sie im Kinderwagen lag und schlief. Vertrauen ist ein großes Thema dieses Buches und immer wieder habe ich das Gefühl, die Autorin erzählt von ihren Hundeerlebnissen und von Gottes Schöpfung zugleich.

Wir Menschen leben mit Tieren in Gottes Schöpfung zusammen. Wir sollten Tiere achten, gut behandeln, weil wir an ihnen lernen und reifen können. Für mich ist Martina Merckel – Braun ein hervorragendes Beispiel dafür.

Ohne weiteres empfehle ich ihre Geschichten für Kinder, aber auch als Einstieg in eine Andacht!

SCM Hänssler
ISBN 978-3-7751-5535-9, Preis 12,95

Martina Merckel-Braun hat bücherändernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Martina Merckel-Braun, in diesem Tagen erscheinen Ihre Hundeerlebnisse. Was hat so ein Buch in einem christlichen Verlag zu suchen?

Gerade durch meine Hunde habe ich viel über Gott gelernt. Viele meiner Erlebnisse mit ihnen waren für mich wie Gleichnisse, durch die ich wichtige Charaktereigenschaften Gottes erkannt habe. Ich habe meine „Hundegeschichten“ früher öfter im Gottesdienst weitererzählt. Da sie den Teilnehmern so gut gefielen, kam mir der Gedanke, sie in Buchform festzuhalten. So habe ich mich an einen christlichen Verlag gewendet und ihnen dieses Projekt vorgeschlagen.

Was für Hunde haben Sie derzeit und wie würden sie deren Funktion innerhalb Ihrer Familie beschreiben?

Wir haben derzeit drei Kleinspitze, und das Besondere daran ist, dass die drei selbst eine kleine Familie sind: Wolle (der Vater), Fritzi (die Mutter) und Milli (die Tochter). Die drei haben in unserem Leben einen hohen Stellenwert. Wolle habe ich damals gekauft, als absehbar war, dass unsere jüngste Tochter bald das Haus verlassen würde. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass er für mich wohl unbewusst eine Art Kindersatz war. Eigentlich finde ich das auch nicht weiter schlimm. Denn durch den kleinen Hund fiel mir leichter, meine Kinder gehen zu lassen, ohne mich ungebührlich an ihnen festzuklammern.
Doch auch heute, nachdem eine unserer Töchter mit Schwiegersohn wieder zu uns gezogen ist, haben unsere inzwischen drei Hunde ihren wichtigen Platz in unserer Familie behalten. Sie sind abends das Letzte und morgens das Erste, was ich sehe. Die Liebe, die sie uns schenken – und die sie wiederum auch von uns brauchen –, erfüllt unser Herz mit Wärme, ihre kleinen Streiche bringen uns zum Lachen, und ihre Klugheit lässt uns immer wieder Staunen.

Ihr Buch ist voller Liebe und auch Trauer. Gott hat uns zusammen mit den Tieren in seine Schöpfung gestellt. Sehen Sie uns Menschen als Chef aller Tiere oder sind wir etwa alle gleichwertige Kreaturen?

Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube schon, dass das Leben eines Menschen in Gottes Augen höher steht als das Leben eines Tieres. Also dass man – wenn es einmal hart auf hart kommt – dazu verpflichtet wäre, das Leben eines Tieres zu opfern, wenn dadurch das Leben eines Menschen gerettet werden könnte.
Gleichzeitig glaube ich jedoch, dass wir Menschen unseren Mitgeschöpfen kein unnötiges Leid zufügen und sie nicht herzlos ausbeuten dürfen. So stehe ich zum Beispiel Massentierhaltung, Schlachttransporten durch ganz Europa und Tierversuchen zu Kosmetikzwecken sehr kritisch gegenüber. Ich bemühe mich, meine Grundsätze auch bei meinem Kaufverhalten zu berücksichtigen. Ein ganz dunkles Kapitel ist ja auch beispielsweise der Welpenhandel aus dem Kofferraum … Und selbst hinter scheinbar so harmlosen Dinge wie weiblichen Hormonen von trächtigen Stuten, die Frauen helfen sollen, über die Wechseljahre hinwegzukommen, können sich unsägliches Leid und Tierquälerei verbergen.
Ich glaube, dass Gott uns eines Tages auch darüber zur Rechenschaft ziehen wird, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgegangen sind. Eine Bibelstelle zu diesem Thema, die ich besonders liebe, ist Sprüche 12,10: „Der Gottesfürchtige sorgt für das Wohl seiner Tiere, die Gottlosen aber sind herzlos.“
Der Biologe Alfred Brehm soll einmal gesagt haben: „Wer Tiere nicht achtet, kann nicht menschlich leben.“ Ich glaube, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Hundefamilie

Hundefamilie der Autorin, das Motiv hat sie „Himmelfahrtsblick“ genannt.

Selbst oute ich mich jetzt mal ebenfalls als Hundenarr. Besonders spannend finde ich in einer Beziehung zum Familienhund immer die Vertrauensfrage. Ihre Eltern beispielsweise haben Sie allein als Baby im Kinderwagen mit einer Schäferhündin auf dem Hof stehen gelassen. Glauben Sie, dass Menschen im Zusammenleben mit Hunden etwas lernen können und falls ja, was genau?

Ja, ich glaube, wir können von unseren Hunden viel lernen. Ich möchte zum Beispiel lernen, so ehrlich so sein wie meine Hunde, so treu, so vertrauensvoll, so dankbar und direkt. Übrigens ─ beinah jede der Geschichten in meinem Hundebuch enthält auch eine kleine Lektion darüber, was ich dadurch nebenbei über mich oder über Gott gelernt habe.
Ein Gedanke, der mich im Zusammenleben mit meinen Hunden immer wieder beschäftigt, ist der Satz von Jesus: „Wenn schon ihr, die ihr schwache Menschen seid, euren Kindern (oder Hunden) gute Gaben geben könnt ─ wie viel mehr wird Gott, der im Himmel ist, denen Gutes geben, die ihn bitten.“
Ich verstehe das so: Weil Gott uns nach seinem Bild geschaffen hat, ist all die Liebe und Fürsorge, die wir für unsere Tiere empfinden, nur ein Abbild der Liebe und Fürsorge, die Gott für uns empfindet. Und das Gute, das wir ihnen tun möchten, ist nur ein schwaches Abbild des Guten, das er mit uns im Sinn hat. Und das ist für mich eine wunderbare Gewissheit und ein großer Trost.

Vielen Dank für das Gespräch!

Martina Merckel – Braun hält ein signiertes Verlosungsexemplar bereit. Wer bis zum 19. Januar seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Herzlicher Glückwunsch geht an Dina, sie hat das signierte Exemplar der Autorin gewonnen!!!

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Martina Merckel – Braun: Glück auf kleinen Pfoten

  1. Björn

    Das wäre doch was für unsere Tante Else.

  2. Sigrid Wink

    Auch ich bin der Meinung, man kann von den Hunden lernen. Sie sind sehr sensibel – auch Stimmungsschwankungen gegenüber – sind treu und zuverlässig. Wir haben seit 30 Jahren Hunde, sie haben das Familienleben bereichert und auch unsere Enkelkinder lernen schon von unserem Hund, und sie liebt die Kinder, spielt gerne mit ihnen, weiß genau mit welche Kind sie wie umgehen muß ( im Alter von 1 – 10 Jahren.Unsere Hündin Luna – sie ist zwar erst 14 Monate alt – ist ein Hund, den wir nicht mehr missen wollen. Sie gibt uns so unendlich viel. Ein Leben ohne Hund kann ich mir nicht mehr vorstellen.
    Gerne würde ich das Buch lesen.

  3. Margrit

    Ich selber hatte nie einen Hund – so wäre das mal eine etwas andere Lektüre …

  4. Lieve Martina, van harte gefeliciteerd met de presentatie! Ik ben heel trots op je…Joke Verweerd

  5. Rahel

    Vielleicht was zum Vorlesen für meine tierliebenden Kinder?

  6. Dina

    Das ist mal was Neues – vielleicht ein gutes Geschenk für Hundefreunde, die Gott noch nicht kennen!

    • Martina

      Jaaaaa – die hatte ich beim Schreiben auch sehr im Blick. Das wünsche ich mir so sehr – dass das Buch über die Gemeinsamkeit, dass man die Hunde liebt, Menschen den Weg zu Gott zeigen kann.

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