Damaris Kofmehl: Die Mörderin

die Mörderin

SCM Hänssler, ISBN 978-3-775-15533-5, Preis 15,95 Euro

Mit Büchern von Damaris Kofmehl ist das immer so eine Sache. Oft sind es „wahre“ Geschichten, die sie in Buchform bringt und schon oft gab es über ihre Bücher nach Erscheinen Streit über deren Wahrheitsgehalt…

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Querelen zu ihrem Buch „Der Neonazi“, bitte dort auch die Kommentare unter meiner Rezension beachten. Erst nachdem Protagonisten aus dem Buch selber protestiert hatten, reagierte damals der Verlag.

Diesmal scheint der Verlag mit diesem Hinweis im Buch vorbauen zu wollen: „Dieses Buch basiert auf einer wahren Geschichte. Sie wird aus Naomis Perspektive weitergegeben und muss nicht unbedingt die Ansichten der Autorin oder die Empfindungen von Dritten widerspiegeln. Einige Namen und Details wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und anderen Gründen geändert.“

Was will mir der Verlag mit diesen schwammigen Sätzen sagen? Will er vorbauen, um etwaigen Zweifeln am Wahrheitsgehalt gleich im Vorfeld zu begegnen? Wenn selbst Details in einer wahren Geschichte geändert werden, kann man sie dann noch als „wahre“ Geschichte verkaufen? Meiner Meinung nach setzt der Verlag hier auf eine ganz fiese Werbemasche. Deklariert man etwas als wahr, wird es schneller verkauft, so reagieren wir Menschen halt.

Die Geschichte der Naomi spielt in Amerika. Als junge Christin wird sie zusammen mit einer Freundin Wanderpredigerin, kehrt nach ein paar Jahren zurück in ihre Heimatstadt und gründet als Pastorin eine Gemeinde. Sie adoptiert am Gesetz vorbei Kinder aus Mexiko. Sie kümmert sich um drogenabhängige Leute.

Wieder sind es die vielen, kleinen, unglaublichen Episoden, die Damaris Kofmehl erzählt, die ich einfach nicht glauben will. So wird beispielsweise auf Seite 33 darüber berichtet, wie Naomis Mutter bei der Geburt ihrer Tochter plötzlich ohne jegliche Vorkenntnisse zu besitzen, beginnt akzentfrei Hebräisch zu sprechen. Die nähere Schilderung allein dieser Szene im Buch, lässt mir dies noch suspekter Erscheinen.

Auf Seite 211 erfahre ich endlich wie es zum Mord kommt. Die Luft beim Lesen ist raus für mich. Es ist eben Buch Nummer 33 von Damaris Kofmehl, natürlich wird es wieder als „wahre“ Geschichte beworben. Autorin & Verlag werden einmal mehr gut aneinander verdienen.

Bin gespannt auf weitere Wortmeldungen!

Ich meine dies ernst und ehrlich. Wer outet sich hier als Fan von Damaris Kofmehl? Wer findet ihre Bücher mit den wahren Geschichten gut? Über eine kurze Erklärung, warum euch diese Bücher gefallen würde ich mich sehr freuen!

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