Monatsarchiv: April 2014

Guido Fuchs: Widerworte für Abgekanzelte

Widerworte für Abgekanzeltefuchs

Foto: Dr. Guido Fuchs

Der katholische Theologe wirft einen völlig neuen Blick auf biblische Figuren und geht dabei der Frage nach: Was ist mit denen die in der Bibel nicht so gut wegkommen? Egal ob dies nun Judas, der Bruder des verlorenen Sohnes oder der Arbeiter im Weinberg ist, der von Anfang an dort gearbeitet hat.

In zwölf biblischen Geschichten schaut der Autor sehr genau nach und die Antworten die er gibt sind ungewohnt, weil seine Herangehensweise ungewohnt ist. Sie fordert den Leser heraus, biblische Geschichten neu zu lesen. Die Tiefgründigkeit mit der der Autor seine Gedanken zu den biblischen Geschichten zu Papier brachte, laden dazu ein in Hauskreisen oder auch Bibelstunden Bibelarbeit einmal neu zu betreiben. Vor Überraschungsmomenten ist man dabei nicht sicher.

Eine interessante Lektüre!

M. Fuchs Verlag, ISBN 978-3-940-07860-5, Preis 9,90 Euro

Dr. Guido Fuchs hat bücherändernleben nun diese Fragen beantwortet:

Wie kam es zu „Widerworte für Abgekanzelte“?

Ich habe dieses Büchlein geschrieben, weil ich nicht nur eine klammheimliche Sympathie für diese „Verlierer“ in den
Evangelien habe, sondern weil ich mich mit einigen von ihnen identifizieren kann. Ich habe mir damit gewissermaßen
eigene negative Erfahrungen auch und gerade mit der Kirche von der Seele geschrieben.

Sie wenden sich einer üblicherweise nicht im Fokus stehenden biblischen Gruppe zu, warum?

Ich wollte aber auch zeigen, dass man manches, von einer anderen Seite besehen, auch anders beurteilen kann.
Dass der stets schlecht wegkommende Bruder des „verlorenen Sohnes“ vielleicht seinen Grund hatte, einmal auszurasten –
und dass der „gute Vater“ auch nicht in allem perfekt war, weil er dem anderen Sohn zu wenig Beachtung schenkte,
die dieser aber vielleicht brauchte …

Hat Ihre Sichtweise Auswirkungen auf die biblische Botschaft?

Ich will damit nicht die Botschaft Jesu umdrehen – ganz im Gegenteil: Seine Barmherzigkeit müsste doch auch denen
gelten, die vielleicht von ihrer Veranlagung her gehandicapt sind und so reagieren, wie sie uns in den Evangelien geschildert werden.
In dem Zusammenhang ist der Judas meine Lieblingsfigur, weil ich es erschreckend finde, wie gnadenlos unbarmherzig dieser
Mann nicht nur in den Evangelien, sondern auch in der „christlichen“ Geschichte verworfen wird. Dabei wissen wir nicht
annähernd, was ihn tatsächlich zu seiner Tat gebracht hat. Mein Schluss der Geschichte versucht, ihn dann doch mit den
Augen des guten Hirten Jesus zu sehen. Insofern möchte ich die Botschaft vom Reich Gottes durch diese Geschichten durchschimmern
sehen, auch wenn sie ein wenig augenzwinkernd verfasst sind.

Wie sind die ersten Leserreaktionen ausgefallen?

Bislang waren die Reaktionen hauptsächlich so, dass das Büchlein für die Bibelarbeit empfohlen wird, weil die Geschichten einen
guten Einstieg ermöglichen, sich mit einzelnen Bibeltexten oder auch Personen zu beschäftigen. Und immer wieder bekam ich
den Hinweis darauf, dass gerade „meine“ Marta vielen Frauen aus dem Herzen spricht …

Herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Der M. Fuchs Verlag stellt uns drei Verlosungsexemplare dieses Büchleins zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 11. Mai unter diesem Kommentar postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Karel Szesny: Das Sternenglöckchen

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Elisas Vater ist tot. Die Mutter kümmert sich nicht um sie, also lebt das Mädchen bei ihren Großeltern. Eines Tages trifft sie auf den Schiffsglockenverkäufer Karel Szesny.

Er steht am Straßenrand und versucht sein kaputtes Auto wieder fahrtüchtig zu machen. Schlechte Laune hat er, weil der nächste Termin bereits drückt. Und dann kommt da auch noch Elisa. Unbeschwert und neugierig stellt sie Fragen und erzählt von sich.

Glücklicherweise sind für Elisa die Angewohnheiten der Erwachsenen noch weit entfernt. Sie spricht aus, was sie denkt, hat Phantasie und eine große Portion gesunder Neugierde. Damit ausgerüstet meistert sie Klippen und entführt den Leser in ungeahnte Welten und Geschichten. Elisa geht auf fernen Planeten spazieren, lernt den alten Schnitzer kennen, hat einen Fuchs zum Freund, erreicht aber auch, dass Karel seinen kleinen Sohn wieder besucht. Der lebt mit seiner Mutter getrennt vom Vater.

Sechzig Geschichten weiß Karel Szesny zu erzählen. Er entführt seine Leser zusammen mit Elisa in eine völlig fremde Welt, in der vieles plötzlich so einfach erscheint. Wir erwachsenen Leser sollten diese Geschichten in unser Herz hineinlassen und uns daran erinnern, das wir selbst einmal Kinder gewesen sind. Vielleicht werden wir dann so mutig wie Elisa. Das Sternenglöckchen, das es zu diesem Buch dazu gibt, sollten wir jeden Tag einmal klingeln lassen, damit wir uns daran erinnern.

Wer sich beim Betrachten des Covers an den Kleinen Prinzen erinnert fühlt und diesen mag, wird dieses Buch genießen.

Vorsicht vor diesem Buch, wer es ernst nimmt, kann damit sein Leben zum Guten verändern!

Abentheuer Verlag, ISBN 978-3940650-45-0, Preis 19,80 Euro

Der Abentheuer Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 5.Mai unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Jörg Kailus: Immer Ärger mit diesem Mönch

immer ärger mit diesem mönchKailus_Jörg

Foto: Jörg Kailus

Wissenschaftliche Abhandlungen über Martin Luther gibt es wohl viele Meter. Aber dieses Buch ist kein wissenschaftliches Werk und doch informiert es sehr solide über die Zeit um Martin Luther.

Der Autor setzt den, heute so groß gefeierten, Reformator in einen großen Kontext. Als Leser lerne ich Reformatoren aus der Zeit vor Luther kennen und erfahre viel vom Leben des ausgehenden Mittelalters, gerade auch in den fiktiven Geschichten die Jörg Kailus in sein Werk mit eingebaut hat.

Besonders gut finde ich und damit wird das Buch für mich auch erst so recht glaubhaft, der Autor stellt Martin Luther eben nicht als den großen Reformator dar und setzt ihm keinen Glorienschein auf, er zeigt sehr genau auch die wichtigen historischen Persönlichkeiten um Luther herum und erwähnt ihre speziellen Begabungen.

Eine sehr informative Geschichte der Reformation, die völlig ohne das Chinesisch der Theologen auskommt!

Brunnen, ISBN 978-3-7655-4225-1, Preis 12,99 Euro

Lieber Jörg Kailus, es luthert an allen Ecken und Enden. Jetzt ist auch noch Ihr Buch „Immer Ärger mit diesem Mönch“ erschienen. Warum sollte ich es lesen?

Das kommt darauf an, wer Sie sind. Ein Fachtheologe, der die Reformation schon gut kennt, wird in dem Buch keine neuen Forschungsergebnisse finden. Aber jemand, für den das Thema neu ist, könnte einen guten Einstieg in die Welt von Luther & Co. finden, weitgehend ohne Fachsprache, Staub und Spinnweben. Ich habe in der Studienzeit erlebt, dass die Jugendlichen in unserer Gemeinde bei Kirchengeschichte gelangweilt abgeschaltet haben, und das fand ich schade, weil ich das Thema total spannend finde. Solchen Leuten will ich es einfacher machen.

Sie präsentieren Kirchengeschichte so, dass der Leser ohne Vorkenntnisse sich guten Gewissens auf Ihr Buch einlassen kann. Martin Luther setzen Sie dabei nicht auf einen hohen Sockel und einen Glorienschein verpassen Sie ihm auch nicht. Deutlich wird in Ihrem Buch, dass vor ihm bereits Reformatoren gewirkt haben, warum war gerade Luther erfolgreich?

Ich glaube, er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ohne Friedrich den Weisen und seine Unterstützung hätte der Kaiser dem unbequemen Theologieprofessor schnell ein Ende gemacht. Ohne die Erfindung der Druckerpresse wären seine Gedanken nicht so leicht unters Volk gebracht worden. Ohne die Ablassthesen und ihr unerwartetes Echo in der Bevölkerung wären Luthers tiefere theologische Kritikpunkte wohl im Rahmen der Wittenberger Universität disputiert – und vergessen worden.

Meinen Sie Luther wäre heute stolz auf uns, wenn er unsere Vielfalt sehen könnte?

Schwierige Frage. Ich glaube, als spätmittelalterlicher Mensch müsste sich Luther erst an unsere Zeit und ihr Denken gewöhnen. Er war ein kämpferischer Zeitgenosse, der seine eigenen Erkenntnisse viel stärker absolut setzen konnte als Melanchthon und Bucer. Theologische Vielfalt würde ihm wohl schwerer im Magen liegen als eine Vielfalt an Frömmigkeitsstilen. In äußeren Dingen hatte er ein weites Herz und eine Menge Humor. Wahrscheinlich würde es ihn freuen, die Mitte seiner Glaubensentdeckung, Rechtfertigung und Christus als Zentrum, in vielen verschiedenen Gemeinden wiederzufinden.

Leider habe ich mir Ihren Satz nicht gleich notiert, aber an einer Stelle im Buch sagen sie sinngemäß, Weil heute so vieles gleich gültig ist, wird vieles gleichgültig. Wie meinen Sie das, wollen Sie uns etwa kritisieren?

Ich glaube, wir verlieren etwas ganz Wichtiges, wenn wir Toleranz so verstehen, dass es in Glaubensdingen keine Wahrheit und keinen Irrtum, kein Richtig und kein Falsch geben dürfe. Einander ausschließende Überzeugungen in Glaubensfragen müssen geäußert werden dürfen. Toleranz ist, seine Meinung zu vertreten und dies auch dem Anderen zuzugestehen. Mir gefällt ein Zitat von Voltaire: “Ich kann Ihre Meinung nicht teilen, aber ich setze mein Leben dafür ein, dass Sie sie äußern dürfen.”

Zwischen Ihre einzelnen Texte in denen Sie geschichtliche Fakten vermitteln, setzen Sie immer wieder fiktive Geschichten und zeigen damit etwas von den Lebensumständen zu Luthers Zeiten. In der letzten dieser Geschichten kommt jemand aus dem Mittelalter in die Gegenwart. Da wanderten meine Gedanken in das Jahr 2117 und ich schwanke zwischen Hoffnung und Pessimismus. Wenn Sie jetzt dieses Spielchen mitspielen, was sehen Sie in der deutschen Kirchenlandschaft des Jahres 2117?

Vielleicht wäre es für uns auch ein Kulturschock. Aber ich glaube, wir würden in einer noch größeren Vielfalt an Frömmigkeitsstilen und Gemeinden auch die Glaubensmitte der Reformation wiederfinden. Und neben einer futuristischen Orgel mit biomechanischen Pfeifen schwebt auf dem Antigravaltar womöglich die Lutherbibel in der Überarbeitung von 2094…

Sie haben sogar über Martin Luther promoviert. Was hat Sie an ihm fasziniert? Bitte skizzieren Sie für uns die Person Martin Luther, wo kann er heute für uns noch Vorbild sein und was ist heute vielleicht überhaupt nicht mehr tragbar?

An Luther beeindruckt mich gerade, dass er kein gemalter Heiliger war, sondern ein Mensch mit großen Glaubenseinsichten und massiven Anfechtungen. Ich weiß nicht, ob man bei irgendeinem anderen Theologen so viele starke seelsorgerliche Aussagen finden könnte. Ich denke, Gott gebraucht hier einen echten Menschen, trotz und mit seinen Fehlern. Luther konnte auch irren. Mit seinen Schriften gegen die Juden hat er in fataler Weise danebengegriffen. Hier müssen wir uns von ihm abgrenzen. Aber das nimmt seinen guten Aussagen zu vielen anderen Themen nicht ihren Wert.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dr. Jörg Kailus hält ein sig. Verlosungsexemplar für einen glücklichen Gewinner bereit. Wer seinen Kommentar bis zum 5. Mai unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Joel Osten: Ich vertraue Dir!

ich vertraue dir

Dieser Joel Osteen trifft mit seinen Worten den Nerv der Zeit. Als ob er uns wirklich kenne, schreibt er von unseren Gefühlen und Befürchtungen. Was er dagegen setzt sind unbequeme Wahrheiten, die zu Gott führen.

Immer wenn jemand beginnt etwas Ungutes für seine Zukunft zu befürchten, egal ob Krankheit oder Arbeitslosigkeit, dann fehlt Gott in dieser Argumentation. Wer Seite an Seite mit ihm geht, ihm vertraut, der hat nichts zu befürchten. Dies ist kein Freibrief für einen Gott der zum Weihnachtsmann mutiert. Aber dies ist ein Gott der Hoffnung sät.

Der amerikanische Pastor formuliert dann sogenannte Proklamationen. Man könnte sie auch Hoffnungsgeschichten und manchmal sogar kleine Bibelarbeiten nennen. Darin werden Wahrheiten ausgesprochen die wir im Alltag oft schnell vergessen:

„Nur, weil man noch nicht sehen kann, dass etwas passiert, heißt das nicht, dass Gott nicht wirkt.“

Der Autor verbindet biblische Geschichten mit unserem Alltag. Wir kommen den Menschen der Bibel näher und begreifen beim Lesen, sie selbst hatten bereits Glaubensschwierigkeiten wie auch wir heute.

„Jeder Rückschlag bedeutet, dass man der Erfüllung seines Traumes einen Schritt näher gekommen ist.“

Wer den Zeilen von Joel Osteen folgt, dem werden selbst solche Sätze einleuchten. Dieses Buch mit seinen 31 Proklamationen gleicht einem Glaubenskurs. Er lädt ein zu einer täglichen Auszeit, nach der man sein Leben gern neu ausrichten darf.

Joel Osteen lädt zu einem Leben mit Gott ein. Versprechungen macht er keine. Aber er erinnert an David und Goliath. Nicht immer gewinnt der, der zunächst stärker und mächtiger auf uns wirkt. Und sollten wir doch einmal unten landen dürfen wir uns daran erinnern:

„Man ist seinem Sieg dann am nächsten, wenn man mit den heftigsten Widerstand konfrontiert ist.“

Brendow, ISBN 978-3-86506-627-5, Preis 14,95 Euro

Der Brendow Verlag hält ein Verlosungsexemplar für uns bereit. Wer seinen Kommentar bis zum 27. April unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Große Oster-Verlosungs-Aktion

Zwei Kinderbücher und ein Ehebuch stehen im Mittelpunkt unserer großen Oster-Verlosungs-Aktion. Der Verlag der Franckebuchhandlung und der LUQS Verlag beteiligen sich an unserer Aktion.

kuddel und muddel

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27448-6, Preis 9,95
Im Januar 2012 legte Sven Gerhardt sein erstes Kuddel Muddel Buch vor. Kai und Milli wohnen in einem Mietshaus. Die anderen Mietparteien sind alte Leute. Sie wollen ihre Ruhe haben, klar, dass Kai und Milli oft anecken. Aber glücklicherweise lebt auch der alte, längst pensionierte Pfarrer Knutsen mit im Haus. Er hat immer ein offenes Ohr für die beiden Kinder und auch immer eine biblische Geschichte auf Lager.

Jetzt liegt ein weiteres Kuddelmuddel-Buch vor. Wieder erzählt Kai über das Leben im Mietshaus, aber diesmal ist neben Milli auch Sören mit dabei. Wie der in das Haus kam, wurde gegen Ende des ersten Buches verraten. Es empfiehlt sich also, um das Lesevergnügen perfekt zu machen, mit dem ersten Buch zu beginnen.

Und wieder ist das Konzept von Sven Gerhardt aufgegangen. Er nimmt Alltagssituationen, in denen sich junge Leser sofort wiederfinden. Kai beispielsweise findet, dass seine Eltern viel zu viel arbeiten und nie Zeit für ihn haben. Er beschließt einfach zu verschwinden und so ganz nebenbei wird auch die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn erzählt.

Egal, ob es die Speisung der 5000 ist oder die Geschichte vom barmherzigen Samariter, der Autor versteht es glänzend, die Geschichte mitten hinein in den Erlebnisalltag der Kinder hinein zu holen.

Dies geschieht nie belehrend, dafür humorvoll. Was die Geschichte des Zachäus mit dem dreihöckrigen Kamel zu tun hat, wird auf 14 Seiten deutlich. Und ob es immer hilfreich ist, auf einen Baum zu klettern, wird der Leser entscheiden müssen.

Autor Sven Gerhardt und Illustratorin Nina Dulleck ist ein weiteres herrliches Lesevergnügen für Kinder gelungen!

40 tage liebe wagen
LUQS Verlag, ISBN 978-3-940-15840-6, Preis 14,99 Euro

Die Lektorin des LUQS Verlages Eva Heuser hat uns diesem Buch folgende Fragen beantwortet:

Liebe Eva Heuser, wenn ein Buch bereits in die 8. Auflage geht, muss ja wohl etwas besonderes an ihm sein. Sie als Lektorin dieses Buches können uns bestimmt verraten, warum dieses Buch bereits seit Jahren so gut läuft!

Ich denke, das Buch trifft auf ein tiefes Bedürfnis vieler Leser. Immer wieder höre ich, dass Menschen mit ihrer Ehe unzufrieden sind, und dass sie sich eigentlich etwas ganz anderes erhofft oder vorgestellt haben. Selbst Ehepaare, die eine ganz gute und stabile Ehe führen, hängen sich oft an den immer gleichen Themen auf.
Außerdem spielt das Buch in dem Kinofilm „Fireproof“ eine entscheidende Rolle – der Film macht neugierig auf das geheimnisvolle Buch, das den Feuerwehrmann Captain Holt so ungewöhnliche und radikale Schritte tun lässt, um seine Ehe zu retten.

Es gibt bereits so viele Eheratgeber auf dem deutschen Büchermarkt. Was ist das Spezielle an diesem?

Eva Heuser

Foto: Eva Heuser

Erstens: Es ist ein Praxisbuch. 40 Tage lang kann man jeden Tag einen ganz konkreten Schritt tun, um seine Ehe auf eine neue Basis zu stellen.
Zweitens: Es ist radikal für die Ehe. Die Ehe ist als wichtigste menschliche Beziehung jeden Kampf und sehr große Opfer wert. Und Drittens: Es orientiert sich an biblischen Werten. Ohne Gott ist es unmöglich, den Ehepartner bedingungslos zu lieben.

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Lässt sich ein Paar auf dieses Buch ein, wird es vor ganz konkrete Aufgaben gestellt, was sind das für Aufgaben und welchem Ziel dienen sie?

Manchmal sind es Kleinigkeiten – ein Telefonanruf oder eine besondere Begrüßung -, dann wieder sind wirklich harte Brocken dabei: zum Beispiel, wenn es darum geht, der Ehe Priorität zu geben. Dann kommen Hobbies, Gewohnheiten und sogar Freundschaften auf den Prüfstand. Alle Aufgaben setzen Werte und Prinzipien einer guten Ehe in die Tat um und zielen darauf ab, sich selbst zu verändern und nicht den Partner.

Die Gleichnisse Jesu

LUQS Verlag, ISBN 978-3-940-15848-2, Preis 11,99 Euro
Dieses Kinderbuch besticht durch die herrlichen Bilder. Die Seiten sind nicht voll greller Farben, kommen eher schlicht daher und lassen dem kindlichen Betrachter die Möglichkeit, die eigene Fantasie anzukurbeln.
Unter anderem werden die Gleichnisse vom verlorenen Sohn, vom Unkraut des Ackers und vom barmherzigen Samariter erzählt. Begriffe wie: Gleichnisse – Verstand – Samen – segnen sind natürlich für dreijährige Hörer nicht einfach zu verstehen, aber so kommen Hörer und Vorleser gleich miteinander ins Gespräch über das Vorgelesene.

Von jedem der in diesem Beitrag vorgestellten Bücher, liegen drei Verlosungsexemplare bereit. Je nach Andrang der Bewerber um ein Verlosungsexemplar wird nur ein Buchwunsch berücksichtigt. Wer also seinen Kommentar bis zum 23. April unter diesem Beitrag postet und mindestens einen Buchwunsch nennt, nimmt automatisch an unserer Oster-Verlosungs-Aktion teil. Viel Glück!

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Tom Reichel: Der Diener

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Foto: Tom Reichel

Na toll, in diesem wunderschönen Märchen bekommt der Vater der Familie einen Diener an die Seite gestellt. Niemand weiß woher er kommt, ganz plötzlich ist er einfach da. Wobei, der Ärmste hat ihn nötig! Ausgerechnet am 12. Geburtstag seiner Tochter Dorothea erfährt Papa Arnim, dass sein Töchterlein ein Kuckuckskind ist. Wie soll er reagieren? Die Frau einfach rausschmeißen oder die Tochter? Oder am besten gleich alle beide?

Tom Reichel begibt sich in seinem zweiten Roman, der für mich zu einer faszinierenden Hommage einer Ehe geworden ist, in eben diese Niederungen. Da gedeihen Lügen, Halbwahrheiten und Misstrauen. Diener Heinrich hat viel zu tun um Ordnung im Hause des Herrn Doktor herzustellen.

Das in gold-geprägtem Einband erschienene Buch macht die Ehe zum Thema. Wie gehen wir mit eigenen Fehlern und Schwächen um und wie mit denen des Ehepartners? Der in Prenzlau gebürtige Autor, schaut mit den Augen des Familienvaters und lässt doch auch die Ängste der Ehefrau, sowie beide Kinder zu Wort kommen.

Durch den schwer kranken Jungen in Armins Krankenhaus und natürlich mithilfe von Diener Heinrich, wird bald klar, dass es der Liebe bedarf, um Neuanfänge zu wagen, egal wie die auch aussehen.

Egal ob die Ehe nun gerettet wird oder nicht, egal wer nun auch der Vater von Tochter Dorothea ist, sie bleibt ein einmaliges Gottesgeschenk, so nämlich die Bedeutung des Namen. Ein Zufall, dass der Autor die Tochter gerade Dorothea nennt?

Sehr deutlich wird bei Tom Reichel, dass es nie darum gehen sollte, wer wohl im Recht, und wer im Unrecht ist. Die hohe Kunst der Liebe steht über allen Niederungen des Alltags. Wenn wir sie bewahren, brauchen wir keine Angst vor dem Morgen zu haben.

adeo, ISBN 978-3-86334-005-6, Preis 16,99 Euro

Tom Reichel hat bücherändernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Lieber Tom Reichel, soeben ist Ihr zweiter Roman erschienen. Eine zerrüttete Ehe steht im Mittelpunkt. Warum gerade dieses Thema?

So zerrüttet ist die Familie ja gar nicht, nach außen funktioniert sie sogar prächtig: Zwei tolle Kinder, ein Haus am Stadtrand, man hat gemeinsame Freunde, auf die man sich verlassen kann. Eine gutbürgerliche Existenz und eigentlich ein Traum von vielen, oder? Nur leider steht das Glück auf wackeligen Füßen – einer alten Lüge. Und so ist das Thema – die Frage, ob die reine Wahrheit erträglich und „lebbar“ ist – dort verortet, wo sie uns am meisten betrifft – in der Familie. Da, wo das gegenseitige Vertrauen und der Glaube aneinander die Basis unseres Zusammenlebens bilden. Oder bilden sollten…

Der Familienvater ist Arzt, erhofft sich demnächst den Chefposten und nun erfährt er, dass die 12jährige Tochter nicht sein eigen Fleisch und Blut ist. Statt den Familienvater nun mit der Faust auf den Tisch hauen zu lassen, stellen Sie ihm einen sonderbaren Diener an die Seite, warum?

Armin will ja zuerst gar nicht wahrhaben, was ihm da offenbart wird. Schließlich stellt es seinen ganzen Lebensentwurf in Frage. Und sein Motto als Chirurg – „Ich analysiere das Problem, lege einen Weg fest und schneide das Problem heraus“ – übrigens das fast wörtliche Zitat eines befreundeten Kinderchirurgen – funktioniert an dieser Stelle nicht. Und der Mann, der alles im Griff zu haben scheint, braucht dringend Hilfe von außen. Die ihm auch prompt angeboten wird: „Die Liebe hält die Wahrheit aus“, behauptet zumindest der Diener, der wie ein englischer Butler daher kommt und wirkt – sonderbar, wenn Sie so wollen – als wäre er aus der Zeit gefallen. Genau wie Armin aus seinen Leben.

Wie wär doch die Welt so herrlich einfach mit einem Diener an meiner Seite, der immer weiß, was gerade zu tun ist. Haben Sie selbst auch so einen Diener?

Ja, natürlich. Und nicht nur einen! Es sind vielleicht vier oder fünf. Allerdings benehmen sie sich nicht so formvollendet, sind nicht so seriös gekleidet und hören eher auf die Anrede Freund als auf „Diener“. Aber genau wie Heinrich im Buch, wissen sie bei Problemen oft besser, was zu tun ist, als ich. Doch macht es das wirklich einfacher? Nur auf den ersten Blick, oder? Stellen Sie sich vor, Ihr Diener oder Freund beharrt darauf, dass in Ihrem Leben mal dringend „aufgeräumt“ werden muss und stößt dabei im Keller ihres Hauses auf die sprichwörtlichen Leichen.

Wahrheit, Vertrauen und Vergebung sind große Themen in Ihrer Story. Mithilfe Ihrer Protagonisten zeigen Sie sehr deutlich wie Hoffnung und Liebe gedeihen, wirklich neu ist das ja nicht, warum tun wir uns dennoch im Alltag so schwer mit diesen Themen?

Ich denke, zu einer schmerzhaften Wahrheit gehört eine Menge Mut und zu echter Vergebung auf der Gegenseite manchmal übermenschliche Größe. Wer beides im inneren Konto auf der Habenseite verbuchen kann, Respekt! Wir anderen dosieren unsere Aufrichtigkeit doch eher.
Und Lügen sollen mitunter ja auch nur schützen. So wie man Kindern oft nur einen Teil der Wirklichkeit oder der Wahrheit zumutet. Was jedoch als Schutz gedacht ist, kann vom Gegenüber leicht als Unaufrichtigkeit aufgefasst werden. Und verletzen. Unsere „Informationspolitik“ stellt ja nicht zuletzt auch seine Kompetenz im Umgang mit der Wahrheit in Frage. Daher, unter uns Erwachsenen, denke ich, scheuen wir nach unangenehmen Wahrheiten einfach schmerzhafte Konsequenzen: Armins Frau zum Beispiel hat sich ihre Lüge ja selbst niemals verziehen – so viele Erklärungen und Rechtfertigungen sie dafür auch hat – wie kann sie da erwarten, dass ihr vergeben wird? Woher sollte sie den Mut zur Wahrheit nehmen? Oft sind wir in uns selbst gefangen, das macht Entscheidungen zwischen Wahrheit oder Lüge schwer. Wir ahnen, was uns selbst zuzumuten ist. Im Guten wie im Schlechten. Und so denken wir über die anderen! Oder?

Taugt Ihr Roman als Eheratgeber?

Ich hoffe nicht! Erst recht, weil ich neulich gehört habe, dass Ratgeber-Bücher nur in den seltensten Fällen zu Ende gelesen werden. Und ich natürlich hoffe, dass man dem „Diener“ bis zum Schluss folgen will. Zumal sich Heinrichs wirklicher Auftrag erst am Ende des Buches offenbart.

Schon Ihr erster Roman hatte so eine schöne äußere Aufmachung, nun auch „Der Diener“, wie kommt man als Autor zu solchen Verlagsehren?

Oh ja! Weicher, roter Samt, goldgeprägt. Der Humorist in mir – ich schreibe neben Prosa ja auch für die Bühne: satirische Theaterstücke, Lieder und Kabaretttexte – sagt, dass man beide Bücher im Zweifelsfall auch gut als Reisekopfkissen verwenden kann. Aber im Ernst: ich denke, die Ehre gilt weniger mir als Autor, sondern eher den Themen und dem Inhalt der Texte. Und entspringt natürlich nicht zuletzt der Liebe des Verlages zu wirklich schönen Büchern.

Haben Sie bereits ein neues Buch in Planung? Wenn ja, was verraten Sie uns bereits heute?

Ich freue mich schon auf die WM in Brasilien und sage mal als Fußballfan: „Nach dem Buch ist vor dem Buch!“ Klar habe ich neue Projekte im Kopf. Am liebsten würde ich als nächstes den „Propheten“ angehen, die Jonas-Geschichte neu erzählt im Hier und Jetzt. Ein Mensch wie du und ich erhält einen Auftrag von „ganz oben.“ Wer soll das glauben? Unter dem Motto: „Jeder will etwas ganz Besonderes sein. Doch stell Dir vor, Du bist es wirklich.“

Vielen Dank für den herrlichen Roman und Ihre Antworten!

Tom Reichel hält für einen Gewinner ein signiertes Verlosungsexemplar. Wer seinen Kommentar bis Ostermontag unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Theresa, herzlichen Glückwunsch!
Du hast das sig. Verlosungsexemplar gewonnen.

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David Wilkie: Coffee with Jesus

coffee with

Eigentlich habe ich es nicht so mit Comics und schon gar nicht mit Jesus – Comics- In diesem Fall war ich neugierig, weil ich die Comics zuvor bereits im Internet gesehen hatte und die kurzen, aber knackigen Dialoge nicht einfach nur gut fand, sondern auch alles andere als oberflächlich.

Seriöse, konservative Bibelleser werden möglicherweise Schwierigkeiten mit der Sprache von Jesus haben, die er hier spricht. Weit ab aller biblisch – gewohnten Töne, ist der Autor jedoch der biblischen Botschaft dichter auf der Spur, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es verwundert, dass kurze Dialoge so tiefschürfend sein können.

Thematisch ist das Heft aufgebaut. In kurzen Szenen tritt jeweils einer der Protagonisten Jesus gegenüber und spricht ihn unter anderem zu Freitag den 13., zum Paradies, zu falschen Wegen und vielen anderen Themen an die in den Lebensalltag der Gegenwart passen.

Häppchenweise genossen sind diese geistlichen Impulse wie eine tägliche Andacht, eine wichtige Wegzehrung!

Bei Radio Free Babylon ist die Auswahl an weiteren Comics beinah unerschöpflich, leider muss man dazu englisch können.

Brunnen Basel, ISBN 978-3-765-5120-8, Preis 14,99 Euro

Der Verlag hält drei Verlosungsexemplare bereit. Wer bis Ostermontag seinen Kommentar unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Herzlichen Glückwunsch!
Die Verlosungsexemplare gehen an Claudia, Björn und Esther!

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