Monatsarchiv: August 2014

Josh McDowell: Entkommen

entkommen

Gelegentlich wird das Wort Wunder überstrapaziert. Das jedoch Josh McDowell dieses Buch geschrieben hat, nachdem er all seine Pannen im Leben weggesteckt hat, ist wahrlich ein Wunder.

Der Amerikaner erzählt aus seinem Leben. In aller Offenheit berichtet er von seinem ständig betrunkenen Vater, von seiner Mutter die ihren Ehemann trotz allem in Schutz nimmt und von den vielen sexuellen Misshandlungen. Über Jahre hinweg ist dies der Alltag von Josh. Kein Wunder, dass Gott dabei auf der Strecke bleibt. Aber er bleibt bei Josh nicht nur auf der Strecke, Josh kann bei dem was er als Kind und Jugendlicher alles erlebt nicht mehr nur nicht an Gott glauben, sondern er lehnt ihn ganz bewusst ab.

Beim Lesen ging es mir so, dass ich durch das Buch geeilt bin. Unbedingt wollte ich wissen ob Josh Antworten auf seine Fragen bekommt und vor allem wie diese ausfallen und wie er sie in sein Leben hinein lässt. Denn Josh gerät an Christen, kann mit ihnen zunächst nichts anfangen, aber sie provozieren Fragen in ihm. Und Josh macht sich auf den Weg!

Auch wenn es eine amerikanische Geschichte ist, die sich so vielleicht nicht in Deutschland abspielen könnte, da wo es um tiefschürfende Inhalte und Wahrheiten geht, da kann dieses Buch auch heute Leser in Deutschland ansprechen.

Josh hat sich auf den Weg gemacht, nur deshalb hat er Wunder erlebt und nur deshalb ist ihm Gott begegnet!

Brunnen, ISBN 978-3-765-50899-8, Preis 16,99 Euro

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Fabian Vogt: Wenn du geschwiegen hättest, Petrus

wenn du geschwiegen hättest

Was hat Joseph gedacht und gefühlt, als er sich mit Maria gestritten hat? Bei Fabian Vogt ist genau nachzulesen, welch eine Wandlung in dem frommen oder doch gehörnten Joseph geschieht. All seine Wut über Marias Ehebruch lässt Joseph ungezügelt heraus. Platz hat in seiner Rede aber auch das nicht glauben können, was Maria ihm zuvor erzählt hat. Spannend ist das Ende der Rede.

Seit langem ist Fabian Vogt dafür bekannt, dass er genau das formuliert, was gern nur gedacht oder hinter vorgehaltener Hand leise gesagt wird. Damit betreibt er keine Kaffeesatzleserei, sondern spricht oftmals unsere eigenen Zweifel und Ängste aus. Ein sehr schöner Nebeneffekt ist dabei, dass er biblische Gestalten menschlicher macht. Auch sie hatten Glaubenszweifel und waren längst nicht die perfekten Helden.

Selbst an die Figur des Petrus wagt sich der Autor heran. Einen Tag nach der Kreuzigung des Jesus, erklärt er den Jüngern, wie es zum Verrat kam. Vogt fordert seine Leser heraus. So müssen sie allein nach dem Lesen der Rede des Petrus einschätzen, ob es Verrat, nackte Angst oder sonst etwas war, was Petrus antrieb.

Das Buch mit seinen zehn kurzen, sehr intensiven Geschichten hat es in sich. Einzelne Texte sind hervorragend als Einstieg in Bibelabende geeignet. Bei aller literarischen Freiheit, die sich Fabian Vogt heraus nimmt, bleibt doch auch seine Bibeltreue offenkundig.

Fabian Vogt hat Reden geschrieben, die vielleicht nie gehalten wurden, über die zu reden es sich jedoch lohnt!

Edition chrismon, ISBN 978-3-869-21260-9, Preis 14,90 Euro

Der Verlag stellt uns drei Verlosungsexemplare dieses Titels zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 7. September unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

6 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Albrecht Gralle: Der gläserne Vogel

der gläserne vogel

Platte und hirnlose Fantasy-Romane habe ich bereits einige gelesen. Albrecht Gralle allerdings ist mit seinem gläsernen Vogel ein christlicher Fantasy-Roman gelungen, der Hirn und Herz seiner Leser zum Mitdenken herausfordert.

Mithilfe einer Kugel gelangen Gina, Joker und Phil in eine Parallelwelt. Dort regnet es Glas, Gänseblümchen können lebensgefährlich sein und “Der gläserne Vogel” übt seine böse Macht aus. Es dauert eine Weile bis die Schüler kapieren, um was es hier geht. Sie treffen auf einen Mann, der sie nicht nur warnt, sondern auch zu ihrem Freund wird.

So pendeln die drei Schüler ab sofort zwischen den Welten. Sie lernen ihre Welt aufmerksamer zu betrachten und Stellung zu beziehen. Erste Veränderungen bemerken sie bereits in ihrer Heimat:

“Gefährliche Dinge, wie zum Beispiel eine grüne Mamba, werden harmlos, und harmlose Dinge, wie zum Beispiel Orgelpfeifen, werden gefährlich!” (S.68).

Wie wird es mit der Macht des gläsernen Vogels weitergehen? Der Autor versteht es gut, die Spannung Seite um Seite steigen zu lassen. Bereits für Leser ab zehn Jahren ist dieses Buch gut lesbar.

Albrecht Gralle arbeitet nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger, aber nach dem Lesen ist klar, auf was es ankommt im Leben!

Brendow, ISBN 978-3-865-06668-8, Preis 12,95 Euro

Der Brendow Verlag stellt uns von diesem Buch ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 1.September unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

4 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Norman P. Grubb: Charles T. Studd

studd

Charles T. Studd war ein Mann der keine halben Sachen machte. Radikal in seinen Ansichten und wohl auch Menschen vor den Kopf stoßend, tat er das was er meinte von Gott als Auftrag empfangen zu haben mit ganzer Kraft und vollem Einsatz.
Beispielsweise ging er nach China als Missionar und verließ sein sicheres Zuhause. Im Februar 1885 reiste er gemeinsam mit sechs anderen Männern in das innere Chinas. Den Segen von Hudson Taylor, der damals Direktor der China – Inland – Mission war, hatte Studd.
Um Gott voll und ganz, frei von allen irdischen Gütern gehorchen zu können, gab er sein beträchtliches Erbe in die weltweite Mission und verteilte es an verschiedenen Stellen.
Studd sagte damals: „Von nun an ist unsere Bank im Himmel.“
Beim Lesen des Büchleins habe ich mich oft gefragt, wie würde Charles Studd in unserer heutigen Zeit predigen und handeln. Alles was er tat, sollte auf seine Mitmenschen abfärben. Er rief die Menschen dazu auf: „Gehe hin und tue desgleichen!“
Ob Studd für uns heute als Vorbild in Frage kommt, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Studd hat ein Leben lang im Vertrauen auf Gott gelebt und wurde nie enttäuscht. Das hört sich schön an, aber was es wirklich heißt, ist in seiner Biografie gut nachzulesen. Mir liegt es heute nicht, Studd nachzueifern, aber sein grenzenloses Vertrauen auf Gott, machte viele Wunder möglich und lässt mich als Studdbewunderer zurück.
Dieser Mann beeindruckt mich heute, weil er, egal ob er mit seiner Entscheidung gegen den Meinungsstrom schwamm oder nicht, oft gegen die ihm wohlgesonnen Ratschläge von Freunden und Ärzten handelte. Er hatte eine so enge Beziehung zu Gott, dass er nur diesen allein als seinen Arzt anerkannte.
Seine Erfüllung fand Charles Studd in Afrika und wurde dort ein Pionier der Mission vor Ort. Bei aller Liebe zu Studd muss Platz für Kritik an einzelnen inhaltlichen Fragen des damaligen Missionsgedanken bleiben. Als Mensch und Diener vor dem Herrn hat Charles Studd bis heute allerdings nichts an Aktualität eingebüßt!

Brunnen Verlag, ISBN 978-3-765-54243-5, Preis 8,99 Euro

Der Brunnen Verlag in Gießen stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Buches zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 31. August 2014 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

8 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Dan Izzett/Daniel Gerber: Ein Mann ein Bein

ein mann ein bein

Was Dan Izzett in seinem Buch mithilfe von Daniel Gerber zu Papier brachte, ist im Grunde genommen seine Liebeserklärung an Simbabwe. Seine Vorfahren kamen aus Schottland. Er selbst ist in Simbabwe geboren und bezeichnet sich als „Weißen Afrikaner“. Als er aufwuchs, ging es Simbabwe wirtschaftlich gesehen gar nicht so schlecht. Die weißen Farmer sorgten dafür, dass das Wort Hungersnot für Simbabwe ein Fremdwort blieb.

Schade, dass dem flüchtigen Betrachter des Covers und dem schnellen Leser des Klappentextes von diesen tiefen innenpolitischen Einblicken in das afrikanische Land nichts verraten wird.

Von seiner Lepraerkrankung erzählt der Autor, von den ersten Symptomen beginnend bis hin zu dem Tag, an dem er vor seiner Gemeinde steht und zum ersten Mal das Wort Lepra in den Mund nimmt. Lange Zeit haben er selbst und auch seine Ärzte nicht geahnt, dass es sich bei seiner Erkrankung um Lepra handelte. Als er es dann wusste, wollte er es aus Angst vor Ausgrenzung nicht sagen. Beim Lesen wird mir klar, dass Lepra längst nicht in die Geschichtsbücher gehört. Diese Krankheit bleibt ein aktuelles Thema. Die Angst vor an Lepra Erkrankten beschränkt sich nicht nur auf Afrika.

Auch wenn einiges inhaltlich doppelt erzählt wird und ich gleich dreimal erklärt bekomme, dass Salisbury das heutige Harare ist, bleibt dieser authentische Bericht des Lepraaktivisten Dan Izzett eine sehr lohnende Lektüre.

Der Autor erzählt die Geschichte seines Glaubenslebens, seiner Lepraerkrankung verbunden mit seiner Liebeserklärung an sein Heimatland.

Ein fesselndes Buch, das deutlich macht wie dringend Jesus uns Menschen heute als seine Werkzeuge braucht. Bleibt die Hoffnung, dass dieses Buch ansteckt!

Brunnen Basel, ISBN 978-3-7655-2025-9, Preis 13,99 Euro

Der Brunnenverlag Basel stellt uns von diesem Buch drei Verlosungsexemplare zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 20. August unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

7 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized