Johannes Hartl: In meinem Herzen Feuer

in meinem herzen feuer

Wenn ich mir überlege, dass der Autor dieses Buches erst 35 Jahre alt ist, dann ist es um so verwunderlicher, denn dieses Buch kündet von Hartls tiefer Liebe zu Gott und von vielen gemachten Glaubenserfahrungen. Er beschreibt wie er sich auf den Weg zu Gott gemacht hat und wie er ihm näher gekommen ist. Beim Lesen wird mir schnell klar wie viele Erfahrungen Hartl bislang gemacht haben muss.

„Dem Beter wird die Welt immer tiefer und Gott immer größer.“

Dieses Buch hat gleich mehrere Ebenen. Da redet der Autor über sich selbst und seinen Weg als Mensch zu Gott hin. Da ist aber auch der Johannes Hartl, der nicht gleich als Beter geboren wird. Das nimmt Lesern, die unerfahren im Gebet sind, die Angst, vielleicht auch Minderwertigkeitskomplexe. Der Autor schafft so eine Ausgangslage, von der aus er mit seinem Leser in Richtung Gebet und Beziehung zu Gott schreiten kann.

„Gebet beginnt mit und lebt vom Wahr-nehmen.“

Es lohnt sich dieses Buch als Andachtsbuch zu lesen. In ihm sind eine Menge kurzer Sätze enthalten über die es sich lohnt länger nachzudenken, als dies im ständigen Lesefluss möglich ist. Genau solche Einzelsätze sind es die mir sagen, der Autor weiß sehr genau von was er schreibt, er muss es selbst erlebt haben.

„Was also ist Gebet? Eine Bewegung des Herzens, die damit beginnt, zurückzukommen zu dem, der schon auf mich wartet.“

Es sind nicht die großen Weltneuigkeiten die Johannes Hartl hier verkündet. Er packt mich und nimmt mich viel mehr an den Stellen mit, die ich ebenso wie er oder doch ähnlich erlebt habe, in meiner eigenen Beziehung zu Gott. Ich stelle Vergleiche an, werde an vertane Chancen erinnert und mir wird klar, zu spät ist es noch lange nicht.

„Im Gebet werde ich schonungslos konfrontiert mit meinem Kreisen um mich selbst.“

Von Kapitel zu Kapitel wird das Nachdenken über das Gebet intensiver und ertragreicher. Hartl versteht es sehr gut sich nicht im theologischen Geplapper festzufahren, sondern in lebensnaher Sprache das Gebet so zu beschreiben wie es wirken kann und dabei keinesfalls zur Einbahnstraße verkommt.

Selten habe ich von einem deutschen Autor ein so intensives und ansprechendes Buch über das Gebet gelesen!

SCM R. Brockhaus, ISBN 978-3-417-26610-8, Preis 16,95 Euro

bücherändernleben hat Johannes Hartl nun folgende Fragen gestellt:

Lieber Johannes Hartl, seit wenigen Wochen ist Dein Buch „In meinem Herzen Feuer“ auf dem Büchermarkt. Wie sehen die ersten Leserreaktionen aus?

Bislang habe ich nur sehr positive Reaktionen bekommen. Einige fanden es ein wenig sehr philosophisch, doch alle waren von den Geschichten wirklich gepackt und begeistert. Besonders gefreut hat mich, dass das Buch einige Leute so richtig neu für das Gebet begeistert hat.

Das Gebet ist Dein großes Thema und Du erzählst dabei sehr persönlich, fällt es Dir nicht schwer völlig fremde Menschen so tief in Dein Privatleben schauen zu lassen?

Doch, das war eine echte Überwindung. Das Buch entstand aus der einfachen Überlegung heraus: wenn ich jetzt sterben würde, was würde ich zuvor gerne getan haben wollen? Und als Antwort kam: ich würde gerne mehr über meinen Weg mit Jesus erzählt haben. Das Wagnis, so persönlich zu werden, bin ich in meiner CD „Augenlieder“ erstmals eingegangen. Und auch das war eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung.

Wann in Deinem Leben hast Du bemerkt, dass das Gebet zu Gott keine Einbahnstraße ist?

Das habe ich zum ersten Mal deutlich gemerkt bei meiner einschneidenden Erfahrung mit dem Heiligen Geist im Alter von 14 Jahren.

johannes hartl

Foto: Johannes Hartl

Betest Du persönlich innerhalb eines festen Tagesschemas oder gibt es bei Dir auch das spontane Gebet, bei dem Wut, Enttäuschung, Lob und Dank einfach so heraussprudeln?

Beides. Ich brauche ein festes Schema, doch das Gebet durchzieht meinen ganzen Alltag.

Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, stelle ich eher eine Gebetsmüdigkeit fest. Siehst Du dies ebenso?

Also mein Bekanntenkreis sieht da zwar tatsächlich anders aus, aber grundsätzlich gibt es in der westlichen Christenheit viel Unwissen über Gebet und auch viel Trägheit, ja.

Wie kann man Menschen erfahrbar werden lassen: Beten ist eine lohnende Aktion?

Ach ja, so „lohnend“ ist es ja gar nicht. Für mich ist Beten mehr etwas wie Kunst, also etwas, das gerade seine Schönheit und Einzigartigkeit darin hat, dass es sich eben nicht immer lohnt, nicht verzweckt wird. Wo ein Mensch zweckfreie Schönheit sieht (zum Beispiel in einem Gebetshaus oder einem Kloster), strahlt das in einem ganz eigenen Licht, das Menschen intuitiv anzieht.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Der SCM R. Brockhaus Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Buches zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 15. September unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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8 Kommentare

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8 Antworten zu “Johannes Hartl: In meinem Herzen Feuer

  1. Björn

    Steht schon auf meiner Wunschliste. Vielleicht wird hier mein Wunsch erfüllt. 🙂

  2. nikthelion

    Johannes Hartl ist ein begnadeter Mann! Habe ein paar Vorträge von ihm online gehört. Möge Gott ihn reich segnen!
    Ich würde mich freuen ein Buch von ihm zu lesen.

  3. Edelgard

    Bisher kenne ich den Autor noch gar nicht, aber sein Buch über Gebet würde ich gerne lesen.

  4. Rahel

    Das hätte ich auch gern. Im moment hab ich so viel Zeit, das muss genutzt werden! 😉

  5. …..oh das was ich hier lese mahct mich sher neugierig…..
    annette

  6. Dieses Buch möchte ich unbedingt gewinnen

  7. Klingt sehr interessant, möchte ich gern lesen.

  8. Esther

    Habe schon viel Gutes über dieses Buch gelesen und hüpfe daher auch in den Lostopf!

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