Francis Spufford: Heilige (Un)Vernunft!

heilige unvernunft

Mal ganz ehrlich, wann haben Sie das letzte Mal „Ich bin Christ und das fühlt sich gut an!“ gesagt? Folgt man Spufford könnte man sich dazu hinreißen lassen.

Bei Büchern über den christlichen Glauben, von Engländern oder Amerikanern geschrieben, bin ich meist ein wenig skeptisch, weil sie mit unserem Alltag oft nur wenig Berührungspunkte haben. Francis Spufford allerdings trifft genau den Ton, der mich anspricht. Er findet genau die Ebene, in der ich mich oftmals selbst entdecken kann. Niemand von uns ist ein Christ der nie zweifelt oder Bedenken hat. All dies ist bei Spufford nicht anders und er erzählt in aller Offenheit davon.

Darin liegt auch die Stärke dieses Buches. Der englische Autor sendet viele Ich – Botschaften zu seinen Lesern. Zweifelslos macht er sich damit auch angreifbar und über so manch eine seiner Aussagen, würde ich gern mit ihm diskutieren, aber letztlich findet er in seinem Glauben doch wichtige Sachen für das Leben, die sonst nur schwerlich zu haben wären.

So völlig ohne Respekt nähert sich der Autor der Person Jesu und kommt ihm damit vielleicht viel näher als jedes exakt geschriebene wissenschaftliche Sachbuch zum Thema. Francis Spufford stößt Jesus hinunter vom Sockel des ewig lächelnden, jungen und schlanken Superhelden. Der Autor beschreibt ihn erschreckend anders und schreibt uns ins Stammbuch: „Glaube besteht aus Standpunkten“.

Das Buch liest sich leicht und locker und ist doch so völlig unbequem und der Autor rückt dem Leser ziemlich dicht auf die Pelle. Entziehen kann man sich diesen sehr persönlichen Aussagen nur schwer, weil man bei jeder Zeile spürt, wie ehrlich der Autor von seinen Glaubenserfahrungen berichtet. Und diese sind im Ergebnis so gut, dass Francis Spuffort von sich behaupten kann: „Ich bin Christ und das fühlt sich gut an!“

Ein wertvolles Glaubensbuch, dass selbstgemachte Erfahrungen in Worte fasst und den Leser aus dem Alltagstrott herausreist um ihm zu zeigen wie Glaube stark macht!

Brendow, ISBN 978-3-86506-674-9, Preis 17,95 Euro

Der Brendow Verlag stellt uns ein Verlosungsexemplar dieses Titels zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 20. Oktober unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Nachtrag:
Herzlichen Glückwunsch!
Simone hat das Verlosungsexemplar gewonnen.

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8 Kommentare

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8 Antworten zu “Francis Spufford: Heilige (Un)Vernunft!

  1. Eine sehr interessante Rezi. Das klingt nach einem Buch was mir gefallen würde! 🙂

  2. Rahel

    Das hätteich sehr gern! Gefällt mir achon von außen 😉

  3. Jennie

    Das Buch hört sich wirklich gut an und bietet bestimmt einige Gedankenanstöße.

  4. Björn

    Steht schon auf meinem Wunschzettel.

  5. ……hört sich gut lesbar und ehrlich an….

  6. Und wieder einmal wird der Glaube aus der Erfahrung gespeist, anstatt aus … ? Woraus denn, weiß man das eigentlich noch?

  7. Angela

    Wie so oft wüsste ich gleich jemanden, dem ich das gerne schenken würde. (Vielleicht kann ich es mir dann auch mal ausleihen…). Hatte den Titel schon in der Buchhandlung gesehen aber mir nicht viel davon versprochen. Die Rezension klingt aber doch sehr interessant.

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