Christian Döring: Darf er die Wahrheit sagen?

heilige Unvernunft

Vor einigen Wochen habe ich „Heilige Un-vernunft“ aus dem Brendow Verlag gelesen und rezensiert. Schon damals war mir klar, dieses Buch wird Widerspruch bringen, besonders aus evangelikalen Ecken. Was kann einem Verlag besseres geschehen, als das man über seine Bücher spricht?
Ich finde dies völlig normal und auch gut so. Was ich allerdings nicht gut finde, wenn der Rezensent, der eine inhaltlich andere Lesermeinung hat, verunglimpft und verleumdet wird. Freunde haben mich auf eine Leserunde zu diesem Buch auf Lovelybooks hingewiesen. Dort sind die Leser sich einig über das Buch. Sie finden es grottenschlecht. Nichts gegen ihre Meinung. Aber wenn schon die Person Christian Döring in diesem Zusammenhang interessant wird, warum bitte fragt mich niemand selbst?
Unter anderem will man dort wissen:
– Muss er mit seinen Rezensionen sein Geld verdienen?
– Darf er nicht die Wahrheit sagen?
– Warum lässt er Suchende ins Messer laufen?
Natürlich frage ich mich, warum diese Gerüchteküche so hochkocht und niemand den direkten Draht zu mir sucht. Dann eben in aller Öffentlichkeit: Mich hat noch nie ein Verlag für eine Rezension bezahlt. Natürlich darf ich in meiner Rezension meine persönliche Sichtweise auf das Buch schildern. Im übrigen wird bei Lovelybooks verkündet, dass ich bei allen christlichen Titeln nur so um mich werfe mit begehrten fünf Sternen und Lobhudeleien. Tut mir leid, aber auch diese Gerüchte kann ich nicht bestätigen.
Siehe folgende Beispiele:
„Ich bin bei dir“
und
„Wenn ihr das alles kommen seht“
Im übrigen fand ich es noch nie besonders hilfreich, wenn man sich bei Rezensionen hinter Fantasienamen versteckt.
Also es gilt nach wie vor. Wer eine Frage hat kann diese hier in aller Öffentlichkeit stellen. Ich habe nichts zu verbergen.

Christian Döring, 27.11.2014

Nachtrag vom 28.11.

Wie ich gerade an der Diskussion auf Lovelybooks sehe, ging es letzte Nacht hitzig weiter. Hier hat niemand eine Frage zur Person gestellt, es geht also doch wieder mehr um das Buch und dies ist gut so, fördert es doch sicher den Verkauf.
Eins möchte ich aber zu bedenken geben. Die Diskussion verläuft in gewohnter Machart weiter. Da ist die eine Fraktion, die meint, ganz allein zu wissen wie und was man zu glauben hat. Und da ist die andere Fraktion die einiges anders sieht. Und doch stehen wir alle unter dem Schutz unseres einen Gottes.
Es ist noch gar nicht lange her, da hat sich eine Teilnehmerin der jetzigen Diskussion hilfesuchend an mich gewendet, weil sie empfand, jemand wolle ihr vorwerfen nicht richtig zu glauben. Genau an der Stelle beginnt ein gewohnter Mechanismus, der immer dann einsetzt, wenn sich Christen unterschiedlicher Schubladen treffen. Wie wäre es beispielsweise wenn wir uns angewöhnen würden, zu sagen oder zu schreiben: „Ich empfinde dieses Buch als ……“
Dann stehen die Zeilen nicht gleich als Machtanspruch für ein empfundenes, nur ich allein habe Recht und wer es anders sieht glaubt falsch. Oder ist tatsächlich jemand so mutig und behauptet er allein hätte den Glauben für sich gepachtet? Ich jedenfalls bin mir sicher, jeder geht seinen ganz individuellen Weg zu Gott.
Im übrigen, „Sonnenwind“ werdet ihr nicht „angegriffen“, weil ihr eine andere Meinung zu diesem Buch habt. Ich habe mich zu Wort gemeldet, weil es eine Zeit lang in Eurer Diskussion sehr intensiv um meine Person ging und ich Euch die Möglichkeit geben wollte, nicht über mich, sondern mit mir zu reden.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Christian Döring: Darf er die Wahrheit sagen?

  1. Vor allem weil es auch schlecht ist, wenn man BÜcher gut findet o.O Ich habe mich selbst sogar dazu verpflichtet, mehr positive Rezensionen als schlechte zu schreiben, weil es mir irgendwie hilfreicher scheint, Bücher zu empfehlen, als Bücher zu zerreißen. Danke für deine Rezensionen, ich lese sie immer wieder mit Gewinn.
    Nur das mit den Klarnamen… *hehe*

    Lieber Gruß,
    Marcus (Restless Evangelical)

    • buecheraendernleben

      Vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Ja, ich schreibe auch lieber Rezensionen zu Büchern die ich gut finde und gern zur Lektüre empfehle.
      Negative schreibe ich deshalb viel seltener, vor allem auch deshalb, weil Verlage für ein kostenloses Rezensionsexemplar natürlich meine Meinung erwarten dürfen.

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