Damaris Kofmehl: Verschollen in der Südsee

Verschollen in der südsee

Um es gleich vorweg zu nehmen, bei diesem Buch habe ich meine Bedenken, es als Beispiel guter christlicher Literatur weiter zu empfehlen. Viel mehr möchte ich gern von euch erfahren wie ihr darüber denkt.

Autorin Damaris Kofmehl hat von der wundervollen Rettung der drei Jungen Etueni, Samu und Filo aus Seenot durch die Medien erfahren. Die damals 14 und 15 Jahre alten Inselbewohner am Ende der Welt waren über 50 Tage allein auf einem geklauten Boot auf hoher See. Völlig entkräftet und von der Sonne verbrannt werden sie gerettet und dies ist wahrlich als ein Wunder anzuerkennen. Was die Autorin allerdings daraus macht, ist für mein Empfinden eine schwer erträgliche Aneinanderreihung von Wundern.

Nur ein Beispiel möchte ich herausgreifen, welches für mich nicht nachvollziehbar ist. Auf Seite 147 schreibt Kofmehl beispielsweise: „Mit dem Regen verhielt es sich ganz erstaunlich. Immer, wenn sie beteten, regnete es. Zu Beginn hatten Samu und Etueni Filo für verrückt gehalten. Aber dann sahen sie mit eigenen Augen, dass er recht hatte. Er redete mit Gott, als würde er neben ihnen im Boot sitzen, und sagte ihm, dass sie Durst hätten, und Minuten später regnete es, egal, ob der Himmel vorher bedeckt oder völlig wolkenlos gewesen war. Es war ein Phänomen.“

Ein paar Seiten lang erwähnt die Autorin dann auch den Durst der Jungen nicht mehr. Auf Seite 195 heißt es aber plötzlich: „Ihre Zungen waren geschwollen vor Durst, ihre Lippen gesprungen.“ Entweder ich verstehe es nicht oder es ist ein Widerspruch? Hat der liebe Gott da nicht mehr als Weihnachtsmann, der alle Wünsche erfüllt, funktioniert?

Durch diese Überspitzung wird die weitere Handlung für mich immer unglaublicher. Die Autorin fliegt ein paar Jahre später zu den Jungen und erlebt vor Ort natürlich noch viel mehr Wunder.

Genau zu diesem Beispiel gehört die Weisheit: Weniger wäre mehr gewesen und vor allem glaubhafter?

SCM Hänssler, ISBN 978-3-775-15623-3, Preis 14,95 Euro

Sehr gern möchte ich euch ermutigen Eure Meinung zu sagen. Lest Ihr gern Bücher in denen es vor Wundern nur so wimmelt? Egal ob ja oder nein, schreibt vor allem auch, warum euch solche Art von Büchern gefallen oder eben auch nicht.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Damaris Kofmehl: Verschollen in der Südsee

  1. Angela

    Ich lese vor allem gern wahre Bücher. Das ist natürlich manchmal schwer zu beurteilen. Aber nur weil etwas meinen (Erfahrungs-)Horizont sprengt, muss es nicht erfunden sein. Wie es sich in diesem Fall verhält, kann ich nach der kurzen Rezension mit einem Beispiel wirklich nicht beurteilen. Nur zwei Gedanken noch: der Gott, der die Welt erschaffen hat, von dem in der Bibel ziemlich viele unglaubliche Dinge bezeugt werden und der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist – der könnte es vielleicht auch extra regnen lassen über drei Jungen, die er retten will. Und was den Widerspruch betrifft, davon gibt es in der Bibel auch einige. Was auch immer das heißt, aber deshalb wird für mich nicht die ganze Bibel unglaubwürdig.
    Ich bin kein Fan der Aurorin, aber jetzt würde ich mir eigentlich gern selbst ein Urteil bilden. Schade, dass es das Buch nicht zu gewinnen gibt… 😉

  2. Susanne Smilla507

    Vielleicht lese ich das Buch auch demnächst, dann kann ich auch mehr dazu sagen. 🙂 Ist schwierig etwas dazu zu sagen, wenn man es nicht selbst gelesen hat.

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