Detlev F. Neufert: Jesus – Das Interview

jesus das interview

Ein Buch zu schreiben, das allein aus einem Interview mit Jesus besteht, ist schon irgendwie schräg. Als ich das Buch zur Hand nahm, hätte ich nicht mit so viel Tiefgang gerechnet.

Der Autor stellt Frage um Frage, lässt keinen Themenbereich aus und ich entdecke mich dabei, dass ich nach der neu gestellten Frage immer einen Moment inne gehalten habe und kurz überlegte, eigentlich erwarte ich jetzt diese oder jene Antwort. Jesus aber hat mich oft mit völlig einfachen und ausdrucksstarken Antworten überwältigt.

Klar bin ich auf den Autor neidisch. Gern hätte ich diesem Jesus selbst gegenüber gesessen. Aber als neue Herangehensweise an Jesus und den göttlichen Plan seines Vaters, ist dieses Buch eine geniale Idee. Es ist völlig ungeeignet für das noble Bücherregal. Viele Fragen und Antworten sind es wert des Öfteren gelesen zu werden. In wenigen Wochen werden viele Jugendliche konfirmiert. Bei diesem Buch, als Geschenk überreicht, kann man sich sicher sein: Der Konfirmand wird es garantiert lesen.

Dieses Interview hat das Potenzial, selbst einem Christen noch in Glaubensdingen die Augen zu öffnen!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-07088-9, Preis 17,99 Euro

Detlef F. Neufert hat bücherändernleben jetzt folgende Fragen beantwortet:

Lieber Detlev F. Neufert, genau heute ist der Erscheinungstag ihres Buches „Jesus – Das Interview“. War es schwierig einen Termin beim Gesprächspartner zu bekommen?

Einen Kontakt mit Jesus zu bekommen, ist das Einfachste in der Welt. Man muss nur anklopfen, schon geht die Tür auf. Da ist es weitaus schwieriger, einen Termin mit dem Pfarrer um die Ecke zu bekommen.

Wie kamen Sie auf die Idee so ein Buch zu schreiben?

Auf so eine Idee kann man eigentlich nicht kommen, wenn man einigermaßen bei Sinnen ist. Da stehen ja die Kritiker mit schärfster Klinge schon in Warteposition. Die Idee kam zu mir. Ich wollte am Anfang nicht so recht, da ich keine Lust auf theologisches Geschwurbel hab. Aber dann war die „Idee“ einfach stärker als mein Widerstand. Und ich hab mich halt hingesetzt und das getan was mein Beruf als Dokumentarfilmer ist: Fragen stellen und hinhören.

Ist es vielleicht sogar anmaßend so ein Buch zu veröffentlichen?

Anmaßend wäre es, ein solches Buch nicht zu veröffentlichen. Denn dann würde ich mich über den – verzeihen Sie – Heiligen Geist stellen, der darum gebeten hat.

Beim Lesen dachte ich an vielen Stellen, na ja, Neuigkeiten hat der Neufert da nicht grad zu verkünden, aber dennoch konnte ich von Ihrem Buch nicht lassen und war oft von der Klarheit der Antworten Ihres Gesprächspartners überrascht. Hat Jesus Ihnen ganz persönlich etwas völlig neues erzählt?

Tja. Es gibt eben nichts Neues unter der Sonne, weil die – verzeihen Sie bitte diesen so oft missbrauchten Begriff – „Wahrheit Gottes“ eben nichts mit der Bestsellerliste des SPIEGELS zu tun hat oder mit einem neuen Computerspiel. Jesus hat mir einiges an Informationen zukommen lassen, die ich vorher nicht kannte. Zum Beispiel über die verschiedenen Geschlechter und deren Ehemöglichkeiten, über Thomas, dessen Evangelium nicht in die Bibel aufgenommen wurde oder dass Gott auch kotzen kann. Manchmal war ich auch völlig baff, wie er die Welt sieht. Und wie schwer wir es uns machen, weil wir ihn so radikal aus unserem ganz persönlichen Alltag gelöscht haben.

Zunehmend war es für mich beim Antworten lesen so, dass ich mich selbst immer gefragt habe, was hätte ich wohl an Antwort erwartet? War dies Ihre Absicht?

Danke für das Kompliment, denn was Besseres kann einem Buch nicht passieren, als dem Leser die volle Freiheit des Denkens zu lassen. Aber Absicht? Nein, hinter diesem Buch steht keine Absicht. Weder will es missionieren noch aufklären noch bewerten. Hm… die einzige Absicht ist für einen Autoren vielleicht immer dieselbe: Berühmt und reich zu werden. Mal seh’n ob’s klappt.

detlev f. neufert

Foto: Detlev F. Neufert

Warum war es Ihnen wichtig Jesus mit einem Kuss für das Interview zu danken?

Der Kuss kam für mich selber so spontan, dass ich vor Unsicherheit und anerzogener Scham am liebsten im Boden versunken wäre. Aber ich konnte einfach nicht anders. Jemanden, der – verzeihen Sie auch hier bitte die etwas einfache Formulierung – so süß und engelsgleich ist wie Jesus … so einen Menschen nicht zu küssen, hätte ich mir nie vergeben. Seine Reaktion darauf hat mich dann endgültig davon überzeugt, dass ein Leben mit ihm ganz einfach schön ist. Die Einsamkeit ist weg. Jetzt verstehe ich auch die Fans von Bands von Beatles bis Tokyo Hotel, die ihre Idole mit in ihre Träume nehmen. Vielleicht sähe die Welt ein wenig anders aus, wenn wir Gott knuddeln und knutschen könnten.
🙂

Haben Sie weitere Interviews in Planung und hat dieses Jesus-Interview etwas an dem alten Detlev F. Neufert verändert?

Sie meinen ein weiteres Interview mit Jesus? Nein. Da ist all das beantwortet, was ich fragen wollten. Wie gesagt, ich bin kein Theologe oder Philosoph, sondern habe auch in meinen Filme immer versucht, die Fragen zu stellen, die viele Menschen stellen würden. Ob mich dieses Interview verändert hat? Und wie! In mir fühle ich ein tiefes Glück. Und dass ich mit Jesus täglich weiter rede, ist seitdem auch klar. Er fordert nichts, ist da, wenn man ihn braucht, drängt sich nicht auf und – ob Sie s glauben oder nicht – … wir haben seit diesem Interview richtig Spaß miteinander. Auch wenn’s den Einen oder die Andere stören mag: wir lieben uns. Diese Liebe würde ich gerne teilen. Wie? Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.

Vielen Dank für das Interview!

Das Gütersloher Verlagshaus hält ein Verlosungsexemplar für uns bereit. Wer seinen Kommentar bis zum 8. März 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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8 Kommentare

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8 Antworten zu “Detlev F. Neufert: Jesus – Das Interview

  1. Angela

    Das klingt ja sehr cool und inspirierend! Würde u.a. auch gern erfahren, was Jesus via Detlef F. Neufert zum Thomas-Evangelium und „den Geschlechtern und deren Ehemöglichkeiten“ sagt… Wenns auch noch als Konfi-Geschenk taugt, um so besser.

  2. Niklas

    Ein Buch in Interview-Form kenne ich noch nicht. Es klingt gut und macht mich neugierig. Ich drück die Daumen, dass es dieses Mal klappt.

  3. Björn

    Will ich haben.

  4. Der Jochen

    Haben dieses Jahr auch einen Konfirmanden zu beglücken. Mal sehen, ob es das Buch wird…

  5. …oh wenn sich das mal nicht interessant anhört…
    vg
    annette

  6. Esther

    Bücher dieser Art boomen ja spätestens seit „Die Hütte“ … ich hab trotzdem große Lust zu lesen, was Neufert Jesus in den Mund gelegt hat. Wenn man es dann noch für die Jugendgruppe nutzen kann – umso besser, ;-).

  7. Auch ich habe Interesse an diesem guten Werk!

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