Johannes Stephens: In der Fremde willkommen

in der fremde willkommen

adm Verlag, ISBN 978-3-941-51165-1, Preis 9, 99 Euro

Johannes Stephens ist der Autor von „In der Fremde willkommen“. Das Thema des Autors ist top-aktuell. Hauptfrage ist: Wie gehen wir heute mit Flüchtlingen um die zu uns nach Deutschland kommen? Stephens schaut in die Bibel und doch bleibt er sehr dicht an der Praxis.

Wir geben dem Autor an dieser Stelle gern die Möglichkeit über sein Thema hier zu schreiben:

Mit Flüchtlingen über den Glauben reden

Flüchtlinge sind Menschen, welche ihre Heimat verlassen müssen, um Schutz vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, Terror und Tod zu suchen. Weltweit sind es mehr als 51,2 Millionen Menschen. Der Großteil der Flüchtlinge sucht Zuflucht in einem Entwicklungsland und muss dann dort zumeist in schwierigen und z.T. unmenschlichen Verhältnissen (über)leben. Die Industrieländer, insbesondere die europäischen Staaten, setzen hingegen alles daran, die Außengrenzen zu festigen und Flüchtlinge idealerweise schon im Mittelmeer abzufangen und ins Elend zurückzusenden. Jeden Tag sterben wieder aufs Neue Menschen im Mittelmeer, welches mittlerweile zu einem der größten Massengräber weltweit geworden ist.

Durch ihre Flucht und die Verfolgung im Heimatland bringen die Flüchtlinge eine oftmals tragische Geschichte mit sich und es bedarf eines gesonderten Umgangs mit diesen traumatischen Erlebnissen. Asyl ist und bleibt ein Menschenrecht und ist kein Verbrechen. Dabei müssen wir uns vor Augen halten, dass „Nationalität“, „Staatsgrenzen“ oder auch andere Grenzziehungen nur künstliche Konstrukte sind, welche geschaffen wurden um zu definieren, wer dazu gehört und wer nicht. Gott hat den Menschen nicht als „Deutschen“ oder „Europäer“ geschaffen, sondern als Menschen und somit als sein Geschöpf und Ebenbild.

Die Lebenssituation von Flüchtlingen in unserem Land – ein Thema, das heutzutage deutlich verstärkt durch unsere Medien geht und ein neues Bewusstsein, aber auch viele offene Fragen mit sich bringt. Wie gehen wir in Deutschland mit Menschen um, deren Heimatland ihnen offensichtlich nicht mehr ausreichend Perspektive liefert dort zu verbleiben und die ihre Hoffnung auf das „reiche, sichere Deutschland“ ausrichten?

johannes stephens

Foto: Johannes Stephens

Gerade wir als Christen sollten jeden Tag aufs Neue begreifen, dass alles was wir haben von Gott geschenkt ist (unser Haus, Auto, Handy, Job, Urlaub etc.). Es ist pure Gnade, dass wir in
Deutschland leben dürfen und es uns gut geht. Wenn wir es uns also nicht selbst verdient haben, wie können wir es dann nicht teilen wollen? Kein Mensch hat seinen Geburtsort bewusst gewählt oder gar freiwillig ausgesucht. Dementsprechend hat auch niemand gewählt, dass er in einem reichen europäischen Land oder einem ausgebeuteten und vom Bürgerkrieg zerstörten Land der sogenannten „dritten Welt“ geboren wurde. Der Geburtsort ist Zufall, Schicksal oder Gottes Fügung – je nachdem wie man dies bezeichnen möchte.

Für uns Christen in Deutschland ist klar, dass es ein großer Segen von Gott ist, dass wir hier geboren sind und hier in Frieden leben dürfen. Niemand verfolgt uns aufgrund unserer
Religion oder aufgrund von bestimmten Merkmalen. Wir dürfen freimütig und öffentlich unseren Glauben bezeugen und uns auf den Schutz des Staates in jeder Situation des
alltäglichen Lebens verlassen. Gerade deshalb sollten uns die Flüchtlinge in unserem Land ein besonderes Anliegen sein. Die Bibel erzählt viele Geschichten von Flüchtlingen und ihren Schicksalen. Adam und Eva flüchteten aus dem Paradies, Kain flüchtete aus Angst vor Rache, Abraham und Sara flüchteten nach Ägypten und Hagar floh vor Diskriminierung in die Wüste und Gott versorgte sie dort. Jakob floh aus Angst vor seinem Bruder, Mose war ein politischer Flüchtling und verließ Ägypten, König David flüchtete vor Verfolgung durch Saul und der Prophet Elias floh vor religiöser Verfolgung. Auch Maria und Josef flohen mit dem Sohn Gottes, Jesus Christus, als kleines Kind und mussten die Erfahrung machen, was es heißt, den Schutz und die Sicherheit im Heimatland zu verlieren und in ein anderes Land fliehen zu müssen.

Doch wie kann unsere Hilfe konkret aussehen? Wir müssen den Menschen im Alltag begegnen und sie unterstützen. Flüchtlinge sind auf Hilfen angewiesen. Sie brauchen
Orientierung in der neuen Heimat und sie brauchen Hilfe beim alltäglichen Leben (Behörden, Einkaufen, Teilhabe etc.). Wir als Christen können diese Orte der Begegnung und der
Verständigung mit unseren Räumen, unseren Gottesdiensten und wir selbst als Menschen. Wir können die Bewohner und Bewohnerinnen eines Flüchtlingsheims besuchen und mit ihnen ein Fest feiern, oder die Bewohner und Bewohnerinnen zu uns in die Gemeinde einladen zum gemeinsamen Kochen, Essen, Spielen, Reden, Tanzen, Feiern …

Wir können Gesprächs- und Begegnungsräume schaffen und unsere Gottesdienste öffnen und Sprachbarrieren überwinden, um mit Neuankömmlingen zusammen Gottes Reich zu bauen. In dieser Arbeit dürfen wir uns vom Heiligen Geist leiten und führen lassen. Da wo unsere menschlichen Verständigungsmöglichkeiten enden, kann der Heilige Geist anfangen zu wirken. Dies gilt insbesondere im interkulturellen Bereich in der Arbeit mit Flüchtlingen. Zu diesem Thema habe ich auch ein Buch geschrieben.

Anhand von Interviews mit Flüchtlingen, werden in meinem Buch vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, wie mit Flüchtlingen über den christlichen Glauben gesprochen werden kann. Es kann bestellt werden unter http://www.social-head.de/asyl

Johannes Stephens stellt uns ein signiertes Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 13. April 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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4 Kommentare

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4 Antworten zu “Johannes Stephens: In der Fremde willkommen

  1. Angela

    Oh ja das wäre grad echt passend für mich! Musste gerade feststellen dass eine Asylantin sich in unserer Gemeinde nicht willkommen fühlte, nichts verstand und immer allein wieder nach Hause ging und nun nicht mehr kommt. Und nun?!

  2. Björn

    Spannendes Thema.

  3. Salome

    Wichiges Buch, gerade zu Zeiten von Pegida und Co.!

  4. Esther

    Brandaktuell – und eine Thematik, die mich schon länger beschäftigt. Würde mich darüber freuen!

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