Monatsarchiv: September 2015

Schulte/Langenbach: Mensch Anton

Anton

Rezension von Christian Döring:
Der Name Anton Schulte hat mir bislang nichts gesagt. Nachdem ich nun seine Autobiografie gelesen habe, bin ich mir sicher, solche Typen fehlen uns heute.

In der Hitler-Zeit ging er zur Schule, machte den Krieg und die Gefangenschaft mit. Ausgerechnet dort begann sein Fragen nach dem Christ sein. Seine Entscheidung fiel und hatte ein Leben lang Bestand. Es wurde ein langer Weg mit Jesus. Anton Schulte ließ sich gefangen nehmen von ihm. Schon bald begann er anderen Menschen von Gottes Liebe zu erzählen. Aus Anton wurde der Evangelist und viel später der Gründer des Missionswerks „Neues Leben“.

So weit so gut. Ich lese weiter und frage mich: Warum finde ich diesen Typen so sympathisch? Er kommt unkompliziert rüber, scheint kein Blatt vor den Mund genommen zu haben und vor allem hat er ganz einfach sein Christ sein gelebt und genau damit Menschen angesteckt. Im Dezember 2010 ist Anton Schulte gestorben. In diesem Jahr wäre er 90 Jahre alt geworden. Dies war der Grund seine Autobiografie erneut zu veröffentlichen. Journalistin Sabine Langenbach hat nun zusätzlich Weggefährten von Anton Schulte nach ihren Erinnerungen an Schulte befragt.

Jürgen Mette erinnert sich an: „Anton hat das Evangelium in einer feinen Art gepredigt – unspektakulär, simpel, aber dennoch mit großem Wissen.“ Weiter reden auch Horst Marquardt, Peter Strauch u.a. über ihren Weggefährten.

Ich klappe das Buch neidisch zu und wünsche mir gerade in der Gegenwart viel mehr Christen wie Anton Schulte – einfache Leute, die durch ihr Christ sein positiv auffallen und so Menschen von Gottes Liebe begeistern.

Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-8653-157-7, Preis 14,90 Euro

Der Verlag hält drei Verlosungsexemplare für uns bereit. Wer seinen Kommentar bis zum 18. Oktober 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Die Verlosungsexemplare gehen an:
Björn,
Margit
und Edelgard –
herzlichen Glückwunsch!

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Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat

was jesus wirklich gesagt hat

Rezension von Christian Döring:
Gleich in mehrfacher Hinsicht wird dieses Buch seine Leser beschäftigen. Franz Alt enttäuscht auch diesmal nicht, er ist theologisch auf der Höhe, gleichzeitig aber auch politisch wie selten zuvor.

Was wir bislang von Jesus hörten, schiebt er beiseite. Alt ist dem aramäischen Jesus dicht auf der Spur. Gleichzeitig wirft er viele bislang in Stein gemeißelte Jesus-Zitate einfach über Bord und deckt mithilfe des Theologen Günther Schwarz Fehler in der Übersetzung auf. Dies zieht Umdenken und brisante Neuorientierung nach sich.

Grundlegend, und daran werden sich mit Sicherheit konservative Christen stören, beginnt mit Jesus ein Zeitalter, in dem es vorbei mit Angst und Strafe ist. Mit der Geburt von Jesus durch die junge Frau Maria, können wir uns auf den friedliebenden Gott berufen, der uns bedingungslos annimmt und ebenso liebt.

Beim Lesen seines Buches bringt Alt ein Beispiel nach dem anderen und zeigt, was aus Übersetzungsfehlern geworden ist: Ein Bild von Jesus, welches mit dem Original so gut wie nichts mehr zu tun hat. Gleich am Angang seines Werkes sagt Franz Alt deshalb auch: Wir haben es bislang in Bezug auf Jesus lediglich mit „Asche statt Feuer!“ zu tun.

Ich garantiere jedem Leser: Franz Alt entzaubert mit seinem neuen Buch den bislang falsch wiedergegebenen Jesus. Plötzlich begegnen wir dem aramäischen Original und das öffnet uns den Himmel!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-08522-7, Preis 22,99 Euro

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Iris Muhl: Die Nacht der Versprengten

die nacht der versprengten

Rezension von Christian Döring:
Die Geschichte der Heiligen Nacht 1944 irgendwo im deutschen Niemandsland, die Iris Muhl hier aufgeschrieben hat, ist bereits bekannt.

Eine deutsche Frau nimmt in ihrer Blockhütte drei fast erfrorene amerikanische Soldaten auf, die ihre Einheit verloren haben. Einer der Soldaten ist lebensgefährlich verletzt und die Frau beginnt sofort ihn zu pflegen.

Wenig später kommen noch vier deutsche Soldaten dazu. Auch sie haben ihre Einheit verloren und man hört beinah die Spannung, als sie auf ihre Kriegsfeinde treffen. Es dauert nicht lange und gemeinsam singen sie in dieser Heiligen Nacht Weihnachtslieder.

Die deutsche Frau Elizabeth Vincken, verstößt bewusst gegen Gesetze, denn wer dem Feind hilft, der wird erschossen. Iris Muhl schreibt: „Christliche Barmherzigkeit soll nicht einfach ein Wort sein, sondern eine Tat.“ Damit wird diese alt bekannte Geschichte für mich top aktuell.

Iris Muhl schreibt eine 70 Jahre alte Geschichte neu auf und mir wird beim Lesen deutlich, wie brisant sie noch heute ist!

fontis, ISBN 978-3-038-48059-4, Preis 13,99 Euro

Iris Muhl hat Bücherändernleben nun folgende Fragen beantwortet:

Liebe Iris Muhl, soeben ist dein Buch „Die Nacht der Versprengten“ erschienen. Wie kam es dazu, dass ausgerechnet du diese seit 70 Jahren bekannte Geschichte neu formuliert und aufgeschrieben hast?

Diese Geschichte begleitet mich schon seit Jahren, aber ich habe sie aus verschiedenen Gründen erst jetzt umsetzen können. Ich kann mich nicht erinnern, wo ich sie gefunden habe. Oder anders formuliert, wo mich die Geschichte fand. Am Ende ist ja nicht wirklich so, dass wir Autoren die Geschichten finden, sondern es ist umgekehrt. Die Geschichten treffen auf uns. Und dann ist es wie eine Erleuchtung oder so ähnlich. Bei dieser Geschichte war es wohl auch so. Wenn sie dann mitten ins Herz einfällt, Tür und Tor zu meiner Seele öffnet, dann läuten die Alarmglocken und ich bin überglücklich. Ich bin eigentlich nicht so für süße Blockbuster-Weihnachtsstorys zu haben. Aber diese besondere Weihnachtsgeschichte, die sehr viel Konflikt- und zugleich Versöhnungspotential bietet, hat mich tief berührt. Eine gute Voraussetzung, um sie aufzuschreiben.

Wo waren deine Gedanken beim Schreiben mehr, im II. Weltkrieg oder in der politisch ebenfalls nicht einfachen Gegenwart?

Wenn ich schreibe, bin ich immer mitten in der Geschichte. Dann stehe ich früh um 6 Uhr auf, weil das die beste Zeit für mich zum Schreiben ist, und tauche mit Haut und Haar in die Geschichte ein. Ich brauche dann die absolute Ruhe. Dann schreibe ich ein paar Stunden, bis ich sehr müde und mir die Figuren abhanden kommen. Dann weiß ich, dass ich aufhören muss und erst am nächsten Tag weitermachen sollte. Außerhalb des Schreibens beschäftigt mich natürlich zurzeit die Flüchtlingsproblematik sehr stark. Ich könnte manchmal daran verzweifeln. Besonders das Schicksal der Kinder berührt mich. Auch diese Flüchtlinge sind Versprengte. Sie wurden vom Krieg vertrieben, mussten alles zurücklassen, sind auf der Flucht sich selbst überlassen und stetig mit der Tatsache konfrontiert, ganz von vorn anfangen zu müssen.

Frau Vincken in deiner Geschichte überschreitet Grenzen. Sie nimmt Amis und Wehrmachtssoldaten am Heiligen Abend in ihrer Blockhütte auf. Und das Verrückte nimmt seinen Lauf: Die Soldaten schießen nicht aufeinander, sie singen gemeinsam Weihnachtslieder. Müssen wir Christen heute einfach nur mutiger werden, Grenzen überschreiten?

iris muhl

Foto: Iris Muhl

Ich glaube nicht, dass Frau Vincken Grenzen überschritten hat. Unter Umständen ihre inneren, ja. Tatsächlich glaube ich, dass sie ihrer Überzeugung folgte und mit ihrem Herzen, mit ihrem starken Willen durchgesetzte. Im Buch wird sie auch nicht zur Missionarin, sondern begleitet die schwer gezeichneten Soldaten ein kleines Wegstück. Diese Christnacht hat die Männer bestimmt geprägt, war vielleicht Rettungsanker in großer Not. Diese Männer hatten ja schon eine schwere Zeit hinter sich. Das versuchte ich im Buch zu beschreiben. Ich glaube, es ist wichtig, als Christ Menschen immer wieder ein kleines Wegstück zu begleiten und vielleicht ist es dann möglich, etwas mitzugeben. Ich bin ein Vertreter der kleinen, feinen Aufmerksamkeiten. Mal hier ein offenes Ohr, ein Rat, ein Trost, ein aufrichtiges Dankeschön oder ein Kompliment, einfach das, was ein Mensch braucht. Ich glaube, das Sprichwort “Steter Tropfen höhlt den Stein” ist mir sehr nah. Christen bekommen viel geschenkt in ihrem Glauben an Gott. Trost, Freundschaften, Vergebung, Freude, Einsichten usw. Ich glaube, es ist wichtig, das auch an Menschen weiterzugeben, die keine Beziehung zur Kirche oder zu Gott haben. Am Ende ist alles nur ein Geschenk. Geben wir es weiter, dann bleibt es auch ein Geschenk.

Noch vor wenigen Jahren, meinten wir alle glücklich: Blogdenken und Kriegsgefahr in Europa wären Vergangenheit. Inzwischen wissen wir, der Krieg hat selbst in Europa wieder Einzug gehalten, wir haben politische Probleme noch und nöcher und da kommst du uns mit so einer Geschichte. Was kann die uns schon helfen?

Ich glaube nicht, dass es so ist. Der Harvard Wissenschaftler Steven Pinker meint, wir leben in der friedlichsten Zeit seit eh und je. Tatsache ist – und da muss ich dir Recht geben -, dass wir uns kaum vor Hinweisen, Zeitungsartikeln, Newslettern retten können, die uns diese angeblich schreckliche Welt beschreiben. Die Tageszeitungen melden grundsätzlich gerne Negatives. Sie verdienen Geld mit Nachrichten, die die Menschen aufwühlen. Das sagt doch schon viel aus. Natürlich sollten wir uns nicht vor der Flüchtlingskatastrophe verschließen. Oder vor der Christenverfolgung, oder dem Krieg. Aber ich habe aufgehört, jeden Tag schreckliche Nachrichten zu lesen. Stattdessen habe ich beschlossen, dort etwas zu tun, wo Hilfe tatsächlich gebraucht wird. Das ist mir sehr wichtig geworden. Aber du fragst mich, was Geschichten helfen? Sag mir, was die Welt wäre ohne all die Geschichten, die unser Leben geprägt haben? Mich haben Geschichten stark geprägt und mein Weltbild verändert. Besonders Bilderbuchgeschichten mit schönen Metaphern als Kind und dann viele wunderbare Romane und Novellen, die ich gelesen habe. Ich glaube daran, dass Geschichten glücklich machen, dass sie einen etwas mitgeben können.

Bei mehreren deiner Sätze im Buch dachte ich, die seien ganz konkret für die Gegenwart formuliert. Zum Beispiel dieser: „Christliche Barmherzigkeit soll nicht einfach ein Wort sein, sondern eine Tat.“ (S.133). Was können wir kleines Häuflein von Christen schon ausrichten?

Sind wir ein kleiner Haufen? Soweit ich weiß, leben über 2 Milliarden Christen auf dieser Erde. Das scheint mir ein recht akzeptabler Haufen zu sein. Und bestimmt haben 2 Milliarden Christen auch viele Ressourcen, um etwas in dieser Welt zu bewegen. Und ein Teil davon tut es ja auch. Ich kenne viele Christen, die etwas tun für diese Welt. Nur sprechen sie nicht darüber. Ich mag Kirchen, die etwas tun, und nicht einfach nur ihre Schäfchen zählen und Kaffee trinken. Ich ziehe meinen Hut vor Kirchen, die ein Herz für diese Welt haben. Das erinnert mich wieder an die Geschichte des barmherzigen Samariters aus der Bibel, die ich wirklich sehr liebe. Siehst du, dieser Samariter hat mich und deshalb mein Buch sehr stark geprägt. Da wären wir wieder bei der Frage: Was kann uns so eine Geschichte denn helfen?

Herzlichen Dank für deine Antworten!

Der fontis Verlag stellt uns drei Verlosungsexemplare zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 12. Oktober 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Irma Joubert: Und über uns die Sterne

und über uns die Sterne

Rezension von Christian Döring:
Südafrika 1932: Kate ist eine junge Soziologiestudentin aus bestem Hause und bekommt immer was sie will. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem Master und untersucht dazu die Armut der Weißen in Südafrika. Sie geht in die schlimmsten Elendsviertel und ihr wird schlecht vom Gestank der ihr dort entgegenschlägt. Aber sie schaut auch genau hin und was sie zu sehen bekommt, lässt sie aktiv werden.

Ihr Vater lässt sie nicht allein in die Armenviertel gehen. Er stellt seiner Tochter Bernard als Leibwächter zur Seite. Der ist selbst so ein Mittelloser, aber er hat noch nicht aufgegeben, er lernt, macht seinen Schulabschluss nach und sieht blendend aus. Dumm nur, dass Kate kurz vor ihrer Verlobung mit einem reichen Mann steht …

Irma Joubert gelingt es in ihrem Roman mehrere ineinandergreifende Storys zu einer großen berührenden Liebesgeschichte zu verschmelzen. Dabei erfährt der Leser eine Menge aus der Geschichte Südafrikas und lernt wie schwer Vergebung sein kann.

Als Kate mit ihren Befragungen unter den armen Weißen beginnt, ahnt sie noch nicht, wie sehr die Geheimnisse ihrer eigenen Familie mit ihrem Studienauftrag verknüpft sind. Sehr schnell wird die Familie von der Vergangenheit eingeholt …

Armut trennt ganze Bevölkerungsschichten voneinander, dies war nicht nur 1932 in Südafrika so. Irma Joubert beweist mit ihrem Buch: Nur die Liebe allein, vermag es angeblich Unüberwindbares zu sprengen!

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27515-5, Preis 14,95 Euro

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Elizabeth Musser: Operation Hugo

operation hugo

Rezension von Leopold Kleedorfer:

Operation Hugo zeigt sehr wirklichkeitsnah, wie es einerseits den Flüchtenden geht und anderseits auch wie die Menschen in Frankreich auf sie reagiert haben.

An zwei Schauplätze führt uns dieses Buch. Einerseits nach Algerien, wo nach 8 Jahren Machtkampf 1962 die Unabhängigkeit von Frankreich erreicht wird. Anderseits nach Frankreich, wo durch diese Kriegswirren mehr als 200.000 Flüchtlinge ankommen.

Hauptpersonen in diesem Roman sind, neben vielen anderen, David und Gabriella, ein junges Paar welches sich bei einem Studentenaustauschprogramm in Südfrankreich kennenlernt.

An das Waisenheim von Castelnau, Montpellier ist eine Schule angeschlossen, wo Gaby nun unterrichtet. David reist immer wieder nach Algier, um dort so vielen Menschen wie möglich das Leben zu retten. Es gibt 2 Gruppen von Flüchtlingen, welche auf die wenigen Fährschiffe drängen. Einerseits die „Pied-noir“, Algerienfranzosen welche schon seit Generationen in Algerien leben. Darunter sind auch andere Europäer, welche in Algerien die französische Staatsbürgerschaft bekamen. Anderseits die Harki, Algerier welche im Dienst der Französischen Armee standen. Diesen Harki geht es besonders schlecht, da sie von den Algeriern als Verräter angesehen und doch von den Franzosen in Stich gelassen werden.

Neben der grausamen Realität des Algerienkrieges gelingt es der Autorin aber eine wunderschöne Geschichte zu schreiben. Wie bei einem Webteppich, den wir anfangs nur von unten sehen, kommen die verschiedenen Familien wieder zusammen. Familien, die vor Jahren in Algerien Nachbarn waren, viel Leid und Elend erlebten, treffen einander plötzlich wieder in dem Waisenheim von Castelnau. Ein Mann, der schwer verletzt bei den Toten lag, wird auf abenteuerliche und mutige Art und Weise gerettet und gesund gepflegt. Ein verloren gedachtes Erbe kommt als letzte Rettung in der Not. Menschen die als Kinder im 2. Weltkrieg in dem selben Waisenheim Zuflucht fanden, werden nun zu dessen besten Unterstützern. Diese und weitere fast unglaubliche Geschichten machen diesen Roman zu einem Buch des Friedens. Gerade heute, wo so viele Flüchtlinge nach Europa kommen, dürfen wir mit Hilfe dieses Buches verstehen, wie es vielen Flüchtlingen selber geht!

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27514-8, Preis 14,95 Euro

Der Verlag der Franckebuchhandlung stellt uns ein Verlosungsexemplar zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 4. Oktober 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

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Irene Hannon: Gezeiten der Hoffnung

gezeiten

Rezension von Christian Döring:
Die amerikanische Autorin Irene Hannon hat sich bereits seit Jahren einen immer größer werdenden Fankreis auch im deutschsprachigen Raum geschaffen. Sie ist eine Autorin, die christliche Inhalte transportiert, aber nie mit drohendem Zeigefinger, vielleicht ist gerade dies ihr Rezept zum anhaltenden Erfolg.

In einer mehrteiligen Buchreihe beschreibt sie die Leute von der Insel Nantucket. In diesem ersten Band lässt sie Kate und Craig aufeinandertreffen. Die ziemlich direkte Kate ist es nicht gewohnt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ihr Mann ist tot und nun müssen Kate und ihre 4-jährige Tochter allein über die Runden kommen.

Eines Tages gerät Kate an den neuen Chef der Küstenwache Craig Cole. Besonders glücklich verläuft die erste Begegnung nicht. Aber schon bald erfährt Kate vom Schicksal des gut aussehenden Offiziers. Er meint, Schuld auf sich geladen zu haben. Eine so schwere Schuld, dass sie seinem Sohn und seiner Ehefrau das Leben gekostet haben. Seine kleine Tochter hat Craig über all seine Altlasten vergessen.

Wenn ich mir auch nach den ersten Seiten bereits bald sicher bin, wie dieser Roman endet, so bleibt doch der Weg dorthin spannend. Irene Hannon nimmt Gott mit in den Alltag. Im Handeln der Menschen, in ihren Gesprächen wird er sichtbar. Wenn es darum geht, Schuld und Sorgen an Gott abzugeben, um frei für das Heute und vor allem die Menschen um uns herum zu werden, dann wird Gottes lebensverändernde Kraft sichtbar. Dies stellt Irene Hannon gut dar.

Irene Hannon ist eine Meisterin, wenn es darum geht, von Gottes Wirken im Alltag zu erzählen!

cap-books, ISBN 978-3-86773-243-7, Preis 9,99 Euro

Der Verlag stellt uns vom 1. und vom 2. Band je drei Verlosungsexemplare zur Verfügung. Wer seinen Kommentar bis zum 27. September 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Jeder Gewinner kann nur ein Buch gewinnen. Viel Glück!

Teil 1 Gezeiten der Hoffnung
Teil 2 Der Held (soeben erschienen)
Teil 3 Eine perfekte Wahl (erscheint noch)
Teil 4 Ein Vater für Zach (erscheint noch)

held

Herzlichen Glückwunsch!
Teil 1 haben: Björn, Margit und Maria gewonnen
Teil 2: Reni, Rahel und Edelgard

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Ian & Larissa Murphy: Ich bleib an deiner Seite

ich bleib an deiner seite

Rezension von Jennie Warkentin:
Larissa und Ian Murphy waren ein ganz normales junges Paar, bis ein schrecklicher Autounfall dazu führte, dass Ian schwer behindert wurde. Die Hochzeit, die die beiden gerade anfingen zu Planen, rückte in weite Ferne und selbst die Beziehung aufrecht zu erhalten, war ein harter Kampf.
Der Unfall ereignete sich 2006 und nun sind die Murphys schon vier Jahre verheiratet.

Die Biografie ist hauptsächlich von Larissa Murphy geschrieben worden, da Ian Murphy sich an den größten Teil dieser schweren Zeit nicht erinnert. Dementsprechend wird hier Larissas Situation mit ihren Gefühlen, Sorgen und Ängsten geschildert. Sie schreibt von ihrer Beziehung vor dem Unfall und von all den Träumen, die gerade begannen zu wachsen und schildert die Tage nach dem Unfall und den schweren Weg bis heute.

Das Buch ist sehr einfach geschrieben und dadurch leicht zu lesen. Durch den erzählenden Schreibstil und teilweise Blog- und Tagebucheinträge, hat es eine sehr persönliche Wirkung und der Leser kann sehr gut nachvollziehen, wie Larissa sich in all dieser Zeit gefühlt haben musste. Diese wenigen Seiten beschreiben das Leid und die Traurigkeit, durch die die beiden gehen mussten wirklich gut, aber noch besser beschreiben sie die Hoffnung, an die sowohl Larissa, als auch Ian sich während dieser Zeit klammerten: Gottes Güte!

Es wird sehr viel Bezug auf Bibelstellen und persönliche Erfahrungen mit Gott gemacht und alle paar Seiten betont die Larissa Murphy wie wichtig es ist, sich in Jesus geborgen zu fühlen und sein Vertrauen auf ihn zu setzten. Anders hätte sie diese Situation nicht meistern können.
Ich bin sehr begeistert von dieser Biografie und denke, dass ich sie noch einige Male lesen werde. Von der Durchhaltekraft, der Willensstärke, der Treue und dem Gottvertrauen dieses Ehepaares, kann jeder viel lernen!

Gerth Medien, ISBN 978-3-957-34058-0, Preis 14,99 Euro

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