Melissa C. Feurer: Die Fischerkinder

fischerkinder

Rezension von Christian Döring:
Anfangs fühlte ich mich sehr unwohl mit diesem Roman. Verbotene Literatur, nicht gern gesehene und vor allem gehörte freie Meinungsäußerung, all das habe ich in der DDR kennengelernt. Zum Teil tauchen in diesem Buch sogar Redewendungen auf, wie ich sie vor 30 Jahren noch im Osten Deutschlands hörte.

Auch Mira wächst in einer Diktatur auf. Ihr Vater ist ein hoher Staatsbeamter und erwartet, dass alle in der Familie ihm folgen. Solange dies der Fall ist, dürfen sie Privilegien genießen und ich erinnere mich wieder an die dreihundertprozentigen Genossen in der DDR. Auch sie hatten immer Recht und konnten mit Leichtigkeit über andere Menschen richten, Biografien zerstören.

Aber diese Story, die mir so unter die Haut geht, spielt nicht einfach irgendwo in der Vergangenheit. Melissa C. Feurer siedelt sie in der Zukunft an. Im Jahr 2133 irgendwo in Europa spielt diese Story und damit bekommt dieses Buch zusätzlich noch einmal eine aktuelle Dimension. Mit Büchern hat es diese Diktatur sowieso nicht so. Mira stößt eines Tages auf ein Buch, in dem von einem jungen Typen die Rede ist, der Gleichgesinnte um sich schart und von diesem Zeitpunkt an wächst in Mira unbändige Neugierde. Leider fehlen im Buch wichtige Seiten…

Wenn da nicht das „Komitee für verbotene Schriften“ wäre. Aber für Mira gibt es kein Zurück mehr. Mit offenen Augen und wachem Geist geht die 17-jährige fortan durchs Leben. Die Entdeckungen, die sie macht, krempeln ihr Leben um. Sie findet die große Liebe und vor allem lernt sie, was Glaube und Hoffnung bewegen können.

Für diese Story kassierte Melissa C. Feurer im letzten Jahr den renomierten C.S. Lewis-Preis ein. Für den Leser ergibt sich aus dem Inhalt des Romans ein aktueller Auftrag. Manchmal habe ich bereits heute den Eindruck uns Christen fehlt das biblische Fundament und wir lassen dieses Buch und seine Botschaft auch ganz ohne Diktatur in Vergessenheit geraten. Die Autorin zeigt hier eindrucksvoll, was dann geschehen kann.

Anfangs fühlte ich mich unwohl, aber schon bald gab es für mich kein Entrinnen mehr!

Brendow Verlag, ISBN 978-3-865-06756-2, 16,95 Euro

Der Brendow Verlag hält drei Verlosungsexemplare für uns bereit. Wer seinen Kommentar bis zum 22. September 2015 unter diesem Beitrag postet, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil. Viel Glück!

Die drei Gewinner sind benachrichtigt,
herzlichen Glückwunsch!

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11 Kommentare

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11 Antworten zu “Melissa C. Feurer: Die Fischerkinder

  1. …..oh spannend….
    vg
    annette

  2. Monika

    Würde ich gerne lesen

  3. Salome

    Bin gespannt darauf, das Buch mit Message zu lesen!

  4. Esther

    Steht schon seit Wochen auf meiner Wunschliste … Melissa ist einfach eine begnadete Autorin und ich hätte SO LUST auf dieses Buch!

  5. Dina

    Das weckt mein Interesse!!

  6. Edith

    Ich lese viel über Christen, die in ihren Heimatländern wegen ihres Glaubens verfolgt werden und was sie alles tun, um an ein Exemplar einer Bibel heranzukommen. Das macht mich traurig und auch wütend, denn wir können und könnten jederzeit die Bibel lesen und tun es oft nicht. Mahatma Ghandi hat einmal gesagt: „Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist, sonst weiter nichts.“ Deshalb würde ich das o.g. Buch gerne lesen!

  7. Reni

    Auch das Buch würde ich gerne meiner Tochter schenken 🙂

  8. Heik Br.

    Ich möchte sehr gern das buch lesen, da ich mich in: open doors Deutschland für verfolgte Christen einsetze, ist es auch mein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt.
    *** von Edith der Beitrag gefällt mir sehr gut.
    *** Sollte ich gewinnen, werde ich das Buch gern weiter reichen an, es kommt nicht ins Regal, sonder, wie Paulo Coelho mal sagte: „Bücher gehören in die Hand der Leser und nicht ins Regal“

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