Hans-Martin Barth: Das Vaterunser

Das Vaterunser von Hans-Martin Barth

Das Vaterunser von Hans-Martin Barth

Rezension von Christian Döring:
Sehr verehrter Herr Prof. Barth,

seit über 50 Jahren stehe ich zusammen mit anderen Christen und bete das „Vaterunser“. Mal leiere ich es nur so herunter, weil es eben in der Reihenfolge der Liturgie dran ist und ein anderes Mal stehe ich auch innerlich hinter jedem einzelnen gesprochenen Wort. Das „Vaterunser“ ist mir mit den Jahrzehnten lieb und teuer geworden. Nun kommen Sie mit Ihrem Buch daher und überlegen, ob ich das „Vaterunser“ mit Menschen teilen soll, die gar keine Christen sind. Mehr als skeptisch habe ich mich an Ihr neues Buch herangetastet.

„… mich interessiert noch eine andere Frage: Umspannt das „Vaterunser“ am Ende nicht nur die Christenheit? Ist es so allgemein gehalten, dass es letztlich sogar die gesamte Menschheit umgreift?“

Sie schauen zu den anderen Religionen und erklären, in mir verständlicher Form, dass das „Vaterunser“ viel weiter und viel verbindender zu sehen ist, als nur innerhalb christlichen Denkens. Aber sollen nun auch darüber hinaus auch sogenannte säkulare Menschen das „Vaterunser“ mitbeten dürfen? Ich will Ihnen nicht verhehlen, wie fremd mir dieser Gedanke, diese Idee, ist.

Jedes Wort, jeden Satz des „Vaterunser“ betrachten Sie ausführlich. Dies ist wichtig für mich, denn selbst oder gerade nach Jahrzehnten der eigenen „Vaterunser“-Praxis, ist vieles bereits verstaubt, da tut Erfrischung zweifelsfrei Not. Aber völlig neu ist für mich; Sie gehen mit einzelnen Passagen des „Vaterunser“ zu den anderen großen Religionen und was sie da finden überrascht und lässt mich sehen, dass dieses Gebet mehr verbindet als abgrenzt.

Das religiöse Menschen das „Vaterunser“ als verbindendes Gebet sehen können, war für mich neu, jetzt nach der Lektüre Ihres Buches jedoch auch nachvollziehbar.

Aber mal ehrlich, Herr Professor, haben sie bereits mit Menschen die keiner Kirche angehören, das „Vaterunser“ gebetet? Manchmal glaube ich, ich bin konservativer als mir lieb ist, aber ich muss Ihnen zugestehen, Sie haben in meinem Blick hinaus in die Welt ein Fenster geöffnet. Wie Sie Ihre Idee, dass auch säkulare Menschen das „Vaterunser“ mitbeten dürfen, begründen, beeindruckt mich. Skeptisch bin ich noch immer, aber wie gesagt, das Fenster ist geöffnet!

Vielen Dank für Ihre aktuellen Überlegungen zum „Vaterunser“. Sie sind auf der Höhe der Zeit und machen neugierig auf den Umgang mit unserem „Vaterunser“ in Gegenwart und Zukunft!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-08233-2, Preis 19,99 Euro

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