Rosslyn Elliott: Das Glück, von dem ich träume

das glück von

Rezension von Simone Janoschke:
Ohio, 1826: Ann Miller träumt von einem Leben an der Seite von Eli, der Arzt werden will und ihr immer so tolle Gedichte schreibt. Doch als er ihr einen Antrag macht, fühlt sie nur noch Panik. Kann sie ihre Schwestern im Stich lassen, nachdem sie sich nach dem Tod der Mutter so lange um sie gekümmert hat? Als ihr Vater für einen Auftrag nach Pittsburgh muss, nimmt er Ann und ihre zwei Schwestern kurzerhand mit. Dort lernt sie Will kennen, der jeden Tag ums Überleben kämpfen muss. Er arbeitet für einen grausamen Meister, der ihm jeden Tag zeigt, wer das sagen hat. Und Ann entdeckt, dass ihr Vater in ein Geheimnis verwickelt ist, dass ihre ganze Familie in Gefahr bringen könnte.

Dieses Buch hat mich wirklich erstaunt und begeistert. Das Cover lässt auf eine schnulzige Liebesgeschichte schließen, doch die Geschichte ist weit mehr als das. Die etwas unerwartete Liebesgeschichte nimmt nur einen kleinen Teil ein. Vielmehr geht es um zwei Menschen, die sehr unterschiedlich sind aber dennoch eins verbindet – sie haben ihre Mutter verloren. Jeder der beiden geht auf andere Weise damit um. Dabei ist vor allem Ann der Glaube der sehr wichtig, sie betet viel und vertraut Gott in allen Dingen, auch wenn es ihr nicht immer leicht fällt. Auch Will entdeckt, dass das Leben mit Gott vieles leichter macht. Thema ist aber nicht nur das Leben und Überleben in einer großen Stadt um 1826, wenn man arm war, sondern auch die Sklaverei. Während es im Norden größtenteils keine Sklaverei mehr gab, wurden in den Südstaaten entflohene Sklaven verfolgt, wieder eingefangen und hart bestraft. Aber auch die Lehrlinge damals wurden oft wie Sklaven gehalten, wenn sie einmal den Lehrvertrag unterschrieben hatten. Dann mussten sie per Gesetz viele Jahre unter ihrem Meister leiden und hatten kaum eine Chance zu entkommen, weil auch die Richter auf der Seite der Lehrmeister waren.

Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus Anns und Wills Perspektive und versteht es wunderbar, dass der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Gerade noch befindet man sich an einer so spannenden Stelle, da wechselt sie in eine ganz andere Szene und man muss ein Kapitel warten, bis es weitergeht. So hat man keine Chance das Buch aus der Hand zu legen. Bis zum Schluss bleibt es spannend und unerwartet, dabei erfährt man auch, dass einige Figuren tatsächlich gelebt haben – welche? Das wird natürlich nicht verraten. Das Glück, von dem ich Träume ist der erste Band eine Trilogie und ich hoffe wirklich, dass auch die weiteren Bände in Deutschland erscheinen werden. Diese Autorin sollte man sich merken, sie könnte Lynn Austin, Julie Klassen und Karen Witemeyer Konkurrenz machen. Meine absolute Leseempfehlung für entspannte Lesestunden auf der Couch!

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-868-27559-9, Preis 14,95 Euro

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