Monatsarchiv: Mai 2016

Daniela Wander: Aufruhr in Wittenberg

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Rezension von Christian Döring:
Dieser Luther-Krimi führt den Leser zurück in das Jahr 1520. In der Stadt Wittenberg ist der Mönch Martin Luther gerade dabei, die Einwohnerschaft der Stadt in zwei Lager zu spalten und Rom gegen sich aufzubringen.
Katharina lebt erst seit kurzem in Wittenberg. Der Kaufmann Thomasus Roeseling nahm sie, nebst einer guten Mitgift, zur Ehefrau und holte sie in die Stadt. Aber das junge Eheglück hat noch so manch eine Hürde zu nehmen und Katharina hat es nicht einfach sich in Wittenberg einzuleben.
Mit Roswitha Ville trifft sie sich einige Male und hofft in ihr eine Freundin gefunden zu haben. Aber eines Tages wird bekannt, dass die lebenslustige Roswitha sich das Leben genommen hat. Für Katharina kaum zu glauben . . .
Daniela Wander macht Wittenberg zum Schauplatz eines Mordes und verknüpft dies alles eng mit der neuen Lehre des Martin Luther. Der sitzt zwar an seinem Schreibtisch und verfasst sein Traktat von der Freiheit eines Christenmenschen, aber er kommt auch mit Roswitha Ville zusammen . . .
Wird zu Beginn noch davon ausgegangen, dass es sich um Selbstmord handelt, wird bald schon klar, Roswitha hat Unruhe geschaffen und dies war jemandem nicht recht …
Wittenberg wird lebendig in diesem Krimi. Wenn mich auch einige Dopplungen beim Lesen bisweilen genervt haben, ist dieser Krimi doch spannend zu lesen. Ich erfahre nicht nur, wie damals mit Selbstmördern umgegangen wurde, sondern auch, was es in der Stadt selbst bedeutete, der neuen Lehre Luthers anzuhängen.
Es luthert zur Zeit fast überall in unseren frommen Verlagen. Dieser lesenswerte Luther-Krimi fügt sich gut in die derzeitige literarische Lutherwelle ein.
Daniela Wander verknüpft unterhaltsam und gut verständlich die neue Lehre des Reformators Martin Luther mit dem Leben der Menschen im Alltag!

Vivat, ISBN 978-3-867-89495-1, Preis 12,99 Euro

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