Claudia Schmid: Die Feuerschreiber

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Rezension von Christian Döring:
Philipp Melanchthon und Martin Luther sind die beiden Protagonisten, die im Fokus dieses historischen Romans stehen. Claudia Schmid berichtet über die spannende Zeit in Wittenberg. Dabei ist ihr Blickwinkel ungewohnt, aber wohltuend anders als der normal übliche.

In Claudia Schmids Beschreibung der Ereignisse läuft Melanchthon Luther den Rang ab. Deutlich wird, was Luther an dem kleinen und lispelnden Melanchthon hatte. Zudem erfährt der Leser sehr anschaulich aus welchen familiären Verhältnissen Melanchthon kam und wie die beiden so unterschiedlichen Theologen doch gut miteinander auskamen.

Auch wenn es für Melanchthon ab und an eine Enttäuschung von Luther zu schlucken galt, so war es ihm im Großen und Ganzen doch eine Freude an der Reformation direkt vor Ort mitzuwirken. So manches sehr gute Angebot anderer Landesfürsten hatte er im Laufe der Jahre immer wieder abgewiesen um in Wittenberg zu bleiben.

Dieser Roman von Claudia Schmid holt den großen Luther ein wenig runter vom Ruhmessockel und führt Philipp Melanchthon ein Stück näher an eben diesen heran. Gerade in einer Zeit da es überall nur so luthert, ist dieses Buch eine sehr gelungene Lektüre!

fontis, ISBN 978-3-038-48090-7, Preis 19, 99 Euro

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Claudia Schmid: Die Feuerschreiber

  1. Curin

    Super, dass es auch mal ein Buch zu einem anderen Reformator gibt.

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